Gewerkschaften warnen vor nuklearem Wettrüsten und steigenden Rüstungsausgaben

Am kommenden Samstag, dem 1. September, findet der jährliche Antikriegstag statt. In zahlreichen Veranstaltungen erinnern Friedensgruppen und Gewerkschaften an den deutschen Überfall auf Polen vor 80 Jahren – den Beginn eines verbrecherischen Vernichtungskrieges ohne Beispiel. Deutschlandweit finden dazu über 180 Veranstaltungen statt, ungefähr so viele die in den letzten Jahren. Bei vielen Veranstaltungen stehen in diesem Jahr das derzeitige nukleare Wettrüsten sowie die Erhöhung der Militärausgaben im Vordergrund. Das Netzwerk Friedenskooperative stellt auch in diesem Jahr umfangreiche Informationen zum Antikriegstag auf seiner Website zur Verfügung.

„Noch nie seit dem Ende des Kalten Krieges waren die weltweiten Rüstungsausgaben so hoch wie heute. Doch die großen Probleme lassen sich nicht durch Aufrüstung in den Griff bekommen.“, sagt Kristian Golla vom Netzwerk Friedenskooperative im Hinblick auf die bei rund 1,6 Billionen Euro liegenden weltweiten Rüstungsausgaben. „Das Geld wird dringend in anderen Bereichen benötigt, etwa um den ökologischen Wandel sozialverträglich gestalten, zu können, für Bildung oder Entwicklungshilfe und zivile Krisenprävention.“, so Golla weiter.

Im Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) zum Antikriegstag stehen in diesem Jahr ebenfalls die Themen nukleares Wettrüsten und Erhöhung der Rüstungsausgaben im Vordergrund. Der DGB-Bundesvorstand fordert in der Erklärung die Bundesregierung dazu auf, den 2017 verabschiedeten Atomwaffenverbotsvertrag zu unterzeichnen. Ebenso ruft der DGB zur Unterstützung der Unterschriftenaktion „abrüsten statt aufrüsten“ auf. Diese wurde inzwischen von mehr als 150.000 Menschen, die sich gegen die Erhöhung der Rüstungsausgaben auf 2% des Bruttoinlandsprodukts aussprechen, unterzeichnet.

Umfangreiche Infos rund um den Antikriegstag 2019

Eine Übersicht über alle Termine anlässlich des Antikriegstags 2019 stellt auch in diesem Jahr das Netzwerk Friedenskooperative zur Verfügung unter: https://www.friedenskooperative.de/antikriegstag2019

Dort zu finden sind ebenfalls Rede- bzw. Kundgebungsbeiträge, Pressesplitter sowie Hintergrundinfos zur Geschichte des Antikriegstags.

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