Bündnis zwischen Stadt und Industrie muss Fortschritte beim Klimaschutz bewirken

Der Hamburger Senat und der Industrieverband Hamburg (IVH) haben heute das „Bündnis für die Industrie der Zukunft“ unterzeichnet.

Dies kommentiert Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg, wie folgt:

„Die Stadt räumt dem Industrieverband einen exklusiven Zugang zur Verwaltung auf verschiedenen Ebenen ein, finanziert aus Steuermitteln eine Imagekampagne und gewährt einen vorrangigen Zugriff auf Flächen der Stadt. Damit sehen wir uns in unserer Kritik weiterhin bestätigt.

Auffällig war auch, dass bei der heutigen Unterzeichnung nur der Bürgermeister das Thema Klimaschutz aufgriffen hat. Die Industrie hat weder das Wort genutzt noch klargestellt, ob und in welchem Umfang die eigenen Klimaschutzanstrengungen verstärkt werden sollen. Genau das wäre aber nötig, da die Industrie von allen Sektoren bislang am wenigsten CO2 eingespart hat.

Der Bürgermeister steht nun im Wort, dass dieses Bündnis auch tatsächlich Fortschritte beim Klimaschutz bewirkt. Und es wird sich zeigen, ob die Hamburger Verwaltung weiterhin abgewogene Entscheidungen im Sinne des Allgemeinwohls trifft oder ob Industrieinteressen einseitig befördert werden.“

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