Dokumentation der Agenda 2030 Workshop-Reihe “SDGs für Hamburg”

Im November und Dezember 2016 hat die Behörde für Umwelt und Energie fünf Workshops zur Umsetzung der Sustainable Development Goals in Hamburg durchgeführt.Die Dokumentationen sind jetzt auf hamburg.de verfügbar.

Vertreterinnen und Vertreter der Hamburger Behörden sowie der Zivilgesellschaft haben gemeinsam über Schwerpunktthemen und Projektideen für den weiteren Prozess diskutiert. Bei der Ergebnispräsentation am 25.1.2017 wurden die Ergebnisse der Workshops erneut zur Diskussion gestellt.

Workshop-Reihe “SDGs für Hamburg”

Workshops

Hier können Sie sich die Protokolle der Workshops als PDF herunterladen:

Hier können Sie sich die auf den Workshops gezeigten Präsentationen als PDF herunterladen (zip-Datei)

Ergebnispräsentation am 25.1.2017

In einem World Café wurden die Ergebnisse der fünf Workshops präsentiert und diskutiert.

Hier können Sie sich das Protokoll der Veranstaltung herunterladen.

Zukunftsrat: Hamburg und die Nachhaltigkeitsziele der UN von 2015

Jochen Menzel vom Zukunftsrat Hamburg hat eine Analyse zum Thema Hamburg und der Umsetzung der SDGs formuliert, die hier verfügbar ist:

2017-05-01 Hamburg und die Nachhaltigkeitsziele der UN von 2015

Zusammenfassung

Die Agenda 2030 der UN ist eine ambitionierte, zum Teil sehr konkrete Vision für eine gerechte und menschenwürdige Zukunft. Alle Länder, einschließlich der Industriestaaten sind insofern gleichermaßen „Entwicklungsländer“. Hamburg trägt als wachsende Welthandelsmetropole eine eigene Verantwortung zur Erfüllung dieser Vision – auch wenn es in vielen Bereichen schon bemerkenswerte Fortschritte erreicht hat.

Aus den 169 Unterzielen der Agenda 2030 werden 37 ausgewählt, die nach Auffassung des Zukunfts-rats Hamburg für die Hansestadt als Ansporn und Zielvorgabe eine besondere Relevanz haben. Die kurz gefasste Gegenüberstellung von Unterziel (Soll), status quo (Ist) und einzelnen Maßnahmenvor-schlägen kann nur selektiv und subjektiv sein – eine Anregung zu weiterer Diskussion.

Aus den in Kapitel 6 behandelten Unterzielen lassen sich für Hamburg folgende Themencluster der Agenda 2030 für die langfristige „Transformation unserer Welt“ herausfiltern:

  • die Beseitigung von Armut und sozialer Ungleichheit als Aufgabe der staatlichen Daseinsvorsorge
  • der Klima- und Ressourcenschutz in allen Bereichen – z.B. durch Effizienzsteigerung, Abfallreduzierung, Beseitigung von Verschwendung, Kreislaufwirtschaft
  • die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen
  • die Stärkung des Artenschutzes und Erhaltung der Biodiversität auf hohem Niveau
  • Institutionalisierte Kommunikation über nachhaltige Produktionsverfahren und Konsum- und Lebensstilfragen
  • „Demokratisierung“ staatlicher Entscheidungsfindung durch Inklusion und Partizipation, auch durch Transparenz und ausreichende Datengrundlagen.

Aus der Backcasting-Perspektive 2030 erfordern diese Zielkomplexe Strategien und Maßnahmen, die über die gegenwärtigen Ansätze hinausgehen. Ein business as usual würde der „beispiellosen Reichweite und Bedeutung“ der UN-Agenda nicht gerecht. Um die Zielstellung dieser Themencluster in Staat und Gesellschaft zu bewerben, zu operationalisieren, umzusetzen und über Indikatoren zu eva-luieren, bedarf es eines längerfristigen partnerschaftlichen staatlich / gesellschaftlichen Verständi-gungsprozesses. Ohne ausreichende personelle, fachliche und organisatorische Ressourcen aus allen Ressorts wird das nicht gelingen.

Zivilgesellschaftliches Engagement muss „auf Augenhöhe“ beteiligt werden, ohne Ehrenamtlichkeit zu überfordern. Nach der Hamburger Verfassung tragen Bürgerschaft, Senat und Behörden die demokratische Gesamtverantwortung und letzte Entscheidungskompetenz für die Stadt. Ihnen obliegt damit auch eine Vorreiter- und Motivatorrolle für alle Hamburgerinnen und Hamburger. Ihnen obliegt jedoch auch, für eine nachhaltige Entwicklung neue Formen der zivilgesellschaftlichen Teilhabe zwischen repräsentativer Parteiendemokratie und Volksgesetzgebung in Einzelfragen zu institutionalisieren.

Dokumentation des 1. #Hamburger Ratschlags zur #2030-Agenda

Was muss Hamburg tun, um die Nachhaltigkeitsziele (SDG) der 2030-Agenda umzusetzen?

Gemeinsame Forderungen und Handlungsfelder zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 in Hamburg durch die Hamburger Politik

Die #Dokumentation des Ratschlags der Zivilgesellschaft vom 18. November 2016 ist jetzt hier verfügbar: dokuratschlagsdghh2016 (PDF, 7 MB)

Doku Ratschlag Nov2016
Dokumentation des Ratschlags der Zivilgesellschaft vom 18. November 2016

 

 

Neunte Hamburger Klimawoche 24. September bis 1. Oktober 2017

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Liebe potentielle Akteure der Hamburger Klimawoche,
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns sehr, dass die achte Hamburger Klimawoche mit 100 Veranstaltungen und über 110 Akteuren erfolgreich zu Ende gegangen ist und sich die Marke weiter positiv in den Köpfen eingeprägt hat.

Mit diesen Rückenwind wollen wir in der Zeit vom 24. September bis 1. Oktober 2017 die neunte Hamburger Klimawoche veranstalten und bereits jetzt die Jubiläumsklimawoche im Zeitraum vom 23. – 30. September 2018 ankündigen. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir mit Ihrer tatkräftigen personellen, materiellen und auch finanziellen Unterstützung rechnen dürften und freuen uns über ein erstes Feedback bis zum 10. Dezember. Gerne kommen wir dann auf Sie zu, um ihr Engagement im Rahmen des Themenparks, einer Vortragsveranstaltung oder im Rahmen unseres Bildungsprogramms konkreter zu besprechen.

Einen Überblick über die Veranstaltungen in diesem Jahr finden Sie auf der Website: Die genauen Kontaktzahlen für dieses Jahr werden wir Ihnen nach deren Auswertung mit dem nächsten Mailing nachliefern.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie dieses Schreiben auch an befreundete Partner und Unternehmen weiterreichen, die möglicherweise Interesse an der Teilnahme und Gestaltung der Hamburger oder auch einer bundesweiten Klimawoche haben.

Viele Grüße
Frank Schweikert (Sprecher des Beirats)
und das gesamte Team

Tel.: 040-325721-15
Grimm 12, D-20457 Hamburg
orga @ klimawoche.de

www.klimawoche.de
http://www.facebook.com/klimawoche
www.twitter.com/Klimawoche

Workshop: Umwelt, Klimaschutz und Energie

Im Rahmen des Hamburger Ratschlags zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung
Freitag, 18. November 2016, 16.30 Uhr bis 19.00 Uhr, Hamburger Volkshochschule, Schanzenstraße 75-77, 20357 Hamburg

Moderation:  Manfred Braasch, BUND
Impuls:  Alexander Porschke, NAB

13Ziel 13. Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

Was heißt das für Hamburg?

Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) befürchtet, dass ab einer bestimmten Erwärmung positive Rückkopplungen entstehen, die z. B. dazu führen, dass der Permafrost-Boden auftaut und große Mengen Methan freisetzt, die den Treibhausgaseffekt weiter beschleunigen. Auch deshalb hat die Weltgemeinschaft entschieden, eine Erwärmung der Erde um max. 2°C als globales Ziel zu erklären. Nach Einschätzung des IPCC dürfen demnach bis 2050 nicht mehr als 1000 Gt CO2 emittiert werden. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung zu Globalen Umweltfragen (WBGU) hält dagegen nur 750 Gt CO2-Emissionen für vertretbar. Für die Umrechnung dieser globalen Grenze auf Hamburg kommt es auf die Vorstellung einer gerechten Verteilung an:

Eine Einbeziehung bisher schon emittierter Treibhausgase würde wohl zu dem Ergebnis führen, dass in den Industrienationen keine Emissionsrechte mehr vorhanden wären. Eine Verteilung nach Besitzstands-Vorstellungen der Industrienationen würde dazu führen, dass die übrigen Staaten ihre Entwicklung einstellen müssten. Eine gleichmäßige Verteilung der globalen Emissionsrechte auf die globale Bevölkerung erscheint deshalb am ehesten geeignet, globalen Gerechtigkeitsvorstellungen zu entsprechen.

Bei 7,5 Mrd. Menschen auf der Erde entspräche das einem Emissionsanteil von 100 t pro Kopf (WBGU) bzw. 133 t pro Kopf (IPCC) bis zum Jahr 2050. Daraus folgt: Das global vertretbare Kontingent für Treibhausgasemissionen pro Hamburger liegt zwischen 100 t und 133 t bis 2050, bzw. im Jahresdurchschnitt bei 100t/35a=2,86t/a und 133t/35a=3,8 t/a. Derzeit liegen die Durchschnittsemissionen pro Hamburger bei ca. 10 t CO2. Die Treibhausgasleitplanke für Hamburg liegt aber bei 2,86 -3,8 t pro Jahr und Einwohner.

Die Hamburger Strom und Wärmeerzeugung basiert immer noch auf über 80 % fossi-
len Brennstoffen. Bei den einzelnen Sektoren zeigt sich nur bei den Privat-Haushalten
ein nennenswerter Rückgang. Die Hamburger Einsparziele für CO2 von 50 % bis 2030 werden mit den derzeit diskutierten Maßnahmen nicht erreicht.

15Ziel 15. Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen,
Bodendegradation beenden und umkehren, dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen

Was heißt das für Hamburg?

Für Artenvielfalt und Landschaftsqualität hat die Bundesregierung basierend auf der Bestandsentwicklung für 51 ausgewählte Vogelarten einen Nachhaltigkeitsindikator definiert. Er lag im Jahr 1970 noch bei 107, war bis 1990 auf 77 gesunken und hat als Ziel für das Jahr 2015 den Wert 100. 2011 war er auf 63 gesunken, und die Entwicklung ging weiter abwärts. Der Wert für Agrarland lag 2011 sogar nur noch bei 56, im Siedlungsbereich bei 68.

Klassische Instrumente im Naturschutz sind Schutzgebietsausweisungen und Verbote. Die begrenzte Wirksamkeit dieser Instrumente lässt sich daran erkennen, dass die generell erfreuliche Entwicklung bei den Schutzgebieten die dramatische Verschlechterung in der Biodiversität dennoch nicht aufhalten konnte. Deshalb beinhalten die EU-Richtlinien über Verschlechterungsverbote hinaus ein Verbesserungsgebot. Die EU-Staaten haben vereinbart, europaweit wichtige Lebensräume und Arten in einen günstigen Zustand zu bringen.

In Hamburg befinden sich 92 % der FFH-Lebensraumtypen, 72 % der FFH-Arten und die meisten Gewässer in einem ungünstigen Zustand. Das ist mehr als in der vergangenen sechsjährigen Berichtsperiode. Als Konsequenz daraus ist das Zustandsziel für Hamburgs Natur neu zu bestimmen:

Lebensräume, Arten und Gewässer müssen in einen guten Zustand gebracht werden Unterpunkt zu diesem Zustandsziel auf der Ebene der Maßnahmen wäre eine Flächenpolitik, die Grün- und Freiflächen naturräumlich aufwertet, anstatt sie für Siedlungszwecke zu nutzen. Daraus ergeben sich dann allerdings zahlreiche Zielkonflikte mit dem Wohnungsbau, der Wirtschaftsentwicklung, den Sport-, Erholungs- und Mobilitätsbedürfnissen.

Wichtige Links

Hamburger Ratschlag zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

ratschlagDie Zukunft, die wir wollen – das Hamburg, das wir brauchen –

Hamburger Ratschlag zur
Umsetzung der UN-Agenda 2030
für nachhaltige Entwicklung

Freitag, den 18. November 2016
15.30 Uhr bis 21.00 Uhr
Hamburger Volkshochschule, Schanzenstraße 75-77, 20357 Hamburg

Der Marie-Schlei-Verein, das Eine Welt Netzwerk Hamburg, die W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik und der Zukunftsrat Hamburg laden ein:  einladung-ratschlag-agenda2030_final

Was muss Hamburg tun, um die Nachhaltigkeitsziele (SDG) der Agenda umzusetzen?

15.30 Uhr  Begrüßung Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath, Marie-Schlei-Verein
Einführung Thilo Hoppe, MdB a.D., Brot für die Welt

16.30 Uhr  Fünf parallele Werkstattgespräche zu den SDG-Querschnittsthemen
(Vorschläge aus den unterschiedlichen Perspektiven zu diesen Themen finden sich auf den folgenden Seiten)

19.00 Uhr  Abschlussrunde im Plenum

  • Gemeinsame Forderungen und Handlungsfelder zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 in Hamburg durch die Hamburger Politik.
    Moderation: Karin Heuer, Heinrich-Böll-Stiftung

Anmeldungen  bitte  an  Bianca  Percic  (EWNW)  mit  Angabe  des bevorzugten Workshops: bianca.percic@ewnw.de

Die Veranstaltung wird finanziell unterstützt von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Links und weiterführende Informationen

  • UN-Agenda 2030 (deutsch)
  • Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung; Stellungnahme der Zivilgesellschaft

Hamburger Ratschlag zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Freitag, 18. November 2016, 15.30 Uhr bis 21.01 Uhr

Die Zukunft, die wir wollen – das Hamburg, das wir brauchen
Einladung im Original

Liebe Mitwirkende am Zivilgesellschaftlichen Ratschlag zur lokalen Umsetzung der SDGs in Hamburg, liebe Interessierte,

hiermit möchten wir Sie auf den Hamburger Ratschlag der Zivilgesellschaft hinweisen. Wir wollen gemeinsam konkrete Forderungen zur Umsetzung der SDGs/ Agenda 2030 in Hamburg an die Hamburger Politik erarbeiten. Veranstalter des Ratschlages sind: Marie-Schlei-Verein, Eine Welt Netzwerk Hamburg, W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik und Zukunftsrat.

Der Ratschlag „ Die Zukunft, die wir wollen- das Hamburg, das wir brauchen – Hamburger Ratschlag zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ wird am Freitag, dem 18.11.2016, von 15:30 bis ca. 21:00 Uhr in der Volkshochschule Schanzenstraße stattfinden.

Bitte merken Sie sich bei Interesse diesen Termin vor.

Vorgesehen ist folgender Ablauf:

  1. Begrüßung
  2. Aufschlag von Thilo Hoppe, Brot für die Welt (bis 2013 Mitglied des Bundestages und im Bundestagsausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen)
  3. Kaffeepause
  4. Fünf parallele Werkstattgespräche von 16:30 bis 18:30 zu den SDG-Querschnittsthemen
  5. Umwelt und Klimaschutz (und Energie)
  6. Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen
  7. Menschenrechte, Wirtschaft und Arbeitswelt
  8. Nachhaltige Stadtentwicklung (Migration und Entwicklung)
  9. Ungleichheit, Armutsbekämpfung und Geschlechtergerechtigkeit
  10. Imbiss
  11. Abschlussrunde im Plenum 19:00- 21:00: Was muss Hamburg in Hinblick auf die Umsetzung der Agenda 2030 tun? Zusammenführung der Forderungen aus den Themen-Workshops

Die Einladung sowie weitere Informationen folgen.

Fragen und Rückmeldungen bitte an Bianca Percic, Eine Welt Netzwerk Hamburg, eMail: bianca.percic [äd] ewnw.de

 

Ort

VHS-Zentrum, Schanzenstraße 75-77, 20357 Hamburg

Veranstalter

Marie-Schlei-Verein
Eine Welt Netzwerk Hamburg
W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik
Zukunftsrat

Deutscher Städtetag zu Entwicklungszielen der Vereinten Nationen

Kommunen setzen sich für Armutsbekämpfung und nachhaltige Entwicklung ein

Der Deutsche Städtetag unterstützt die Entwicklungsziele für Nachhaltigkeit und Armutsbekämpfung in der 2030-Agenda, auf die sich die Staaten beim UN-Gipfel in New York geeinigt haben. In der 2030-Agenda wird deutlich: Für die Umsetzung in den Mitgliedstaaten spielt die kommunale Ebene eine besondere Rolle. Vor diesem Hintergrund schlägt der Deutsche Städtetag seinen Mitgliedstädten vor, sich für ausgewählte Ziele der Agenda auf lokaler Ebene zu engagieren.

„Kommunen in vielen Staaten der Welt setzen sich beim Kampf gegen die Armut sowie bei globalen Umweltherausforderungen ein. Ohne kommunale Beteiligung können die Staaten die Herausforderungen für Nachhaltigkeit nicht bewältigen. Es müssen beispielsweise Lösungen für Flüchtlinge aus Bürgerkriegsgebieten oder für die Beseitigung der negativen Folgen des Klimawandels gefunden werden“, sagt Dr. Stephan Articus, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages. Viele deutsche Städte agieren schon jetzt international. Dabei spielen Themen der Nachhaltigkeit eine große Rolle.

Die 2030-Agenda bildet einen neuen globalen Rahmen für nachhaltige Entwicklung und Armutsbekämpfung. Sie knüpft an die bis 2015 gesetzten Millenniumsziele der Vereinten Nationen an. Mit den neuen insgesamt 17 Zielen geht auch ein Paradigmenwechsel einher. Wichtig dabei ist es, für gemeinsame „Weltanliegen“ wie öffentliche Güter und Ressourcen auch gemeinsame Verantwortung zu übernehmen.

Aus kommunaler Perspektive sind vor allem folgende Entwicklungsziele relevant:

  • Städte und Siedlungen sicher, widerstandsfähig und nachhaltig machen,
  • Zugang zu bezahlbarer, verlässlicher, nachhaltiger und zeitgemäßer Energie für alle sichern,
  • eine belastbare Infrastruktur aufbauen, inklusive und nachhaltige Industrialisierung fördern und Innovationen unterstützen,
  • Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen.

Der Deutsche Städtetag hat gemeinsam mit dem Rat der Gemeinden und Regionen Europas/Deutsche Sektion für seine Mitgliedstädte eine Musterresolution erarbeitet: Damit können Städte ihre Bereitschaft signalisieren, sich für ausgewählte Ziele der Agenda auf lokaler Ebene zu engagieren. „Mit der lokalen 2030-Agenda wollen wir die Entwicklungsziele der Vereinten Nationen mit Leben erfüllen“, so Articus.

Die Kommunen können beispielsweise in der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit vor Ort aktiv sein oder kommunale Strategien für ein Nachhaltigkeitsmanagement verfolgen. Andere Städte erweitern oder vertiefen ihr Partnerschaftsnetz, unterstützen ihre Partnerstädte auf anderen Kontinenten durch kommunalen Erfahrungsaustausch und beraten beim Aufbau selbstverwalteter Strukturen. Dabei profitieren sie ebenfalls von innovativen Ansätzen und neuen Methoden ihrer Partner.