Einladung: Hamburger Ratschlag zur Umsetzung der Agenda 2030, 7. April 2017, Bürgersaal Wandsbek

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Liebe Interessierte an der lokalen Umsetzung der SDGs in Hamburg,

Einladung zum Hamburger Ratschlag 2 hier herunterladen (pdf, 1300 KB)

um an unseren Ratschlag im November 2016 anzuknüpfen und gemeinsam konkrete Forderungen an die Hamburger Politik zu formulieren, wird der zweite Hamburger Ratschlag „Die Zukunft, die wir wollen- das Hamburg, das wir brauchen – Hamburger Ratschlag zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“

am Freitag, 7. April 2017, von 13:00 bis ca. 19:00 Uhr
im Bürgersaal Wandsbek, Am Alten Posthaus 4, 22041 Hamburg stattfinden. Der Saal liegt hinter dem Bezirksamt Wandsbeck, nicht mit dem Bürgerhaus zu verwechseln.

Hierzu laden wir Sie herzlich ein!

Der Ratschlag richtet sich primär an Vertreter_innen zivilgesellschaftlicher Vereine, Initiativen und Organisationen.

Vorgesehen ist folgender Ablauf:

  1. Begrüßung
  2. Einführung über die UN Agenda 2030 und die Umsetzung der Nachhaltigkeits­agenda der Bundesregierung durch Frau Dr. Imme Scholz (Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung & stellvertretende Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE))
  3. Kaffeepause
  4. Fünf parallele Workshops zur Formulierung von Forderungen zu den SDG-Querschnittsthemen
  • Umwelt, Klimaschutz und Energie
  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen
  • Menschenrechte, Wirtschaft und Arbeitswelt
  • Nachhaltige Stadtentwicklung
  • Ungleichheit beenden, Armutsbekämpfung und Geschlechtergerechtigkeit
  1. Abschlussrunde im Plenum: Zusammenführung der Forderungen aus den Themen-Workshops

Die Gesamtmoderation im Plenum übernimmt Frau Dr. Anke Butscher.

Der Einladungsflyer des Ratschlags ist angehängt. Vertiefende Links und Informationen zu den verschiedenen Themenbereichen finden Sie unter www.2030hamburg.de. Dort sind auch erste Forderungen an den Hamburger Senat zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda zusammengefasst.

Zudem finden Sie die Neuauflage der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie unter https://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/2017/01/2017-01-11-nachhaltigkeitsstrategie.pdf?__bob=publicationFile&v=7

Wir bitten um eine Anmeldung bis Freitag, den 31.03.2017, unter Angabe des Workshops, in dem Sie mitarbeiten möchten, an bianca.percic@ewnw.de.

Mit freundlichen Grüßen,

die Veranstalterinnen des Hamburger Ratschlags

Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath (Marie-Schlei-Verein), Stephanie Gokel (Zukunftsrat), Naciye Demirbilek (W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik) und Bianca Percic (Eine Welt Netzwerk Hamburg)

 

 

Forderungen an den Hamburger Senat zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda

Zur Vorbereitung für Forderungen an den Hamburger Senat zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda in Hamburg, nachstehend einige Vorschläge, die beim Ratschlag am 7. April 2017 als Grundlage dienen sollen.

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AG 1: Umwelt
-Hamburg stellt einen Klimaplan zur ernsthaften Umsetzung des Pariser Klimaabkommen auf
-pro Hamburger sollen dabei im Durchschnitt bis 2050 nicht mehr als 100t CO2 emittiert werden
-Hamburg führt ein regelmäßiges Monitoring zum Erfolg des Klimaplans durch
-Hamburg organisiert über einen Diskussionsprozess die gerechte Lastenverteilung für den Klimaschutz
-Hamburgs gerechter Lasten-Verteilungsplan wird von der Bürgerschaft beschlossen
AG 2: Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globales Lernen
– Die Zivilgesellschaft wird am Steuerungsprozesszur Umsetzung des Ziels 4/4.7 der Agenda 2030 beteiligt, insbesondere an der Konzeption des Hamburger Masterplans BNE zur Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms BNE 2015-2019.
– Der National Aktionsplan BNE sowie dervon der Kultusministerkonferenz verabschiedete Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung bilden das Bezugssystem für denHamburger Masterplans BNE.
– Die Hamburger Bildungseinrichtungen und Behörden werden im Sinne eines ganzheitlichen BNE-Ansatzes (Whole Institutional Approach) weiterentwickelt und die dafür notwendigen Ressourcen werden bereitgestellt.
– BNE wird als Grundorientierung und übergreifendes Bildungszielim Orientierungsrahmen Schulqualitätund in den Bildungsplänen für jedes Unterrichtsfach verankert.
– BNE wird strukturell in der Aus-, Fort-, und Weiterbildung von Lehrkräften, pädagogischen Fachkräften und MultiplikatorInnen verankert.

AG 3: Wirtschaft, Arbeit und Menschenrechte
– Nachhaltigkeit in Vergabegesetz und Wirtschaftsförderung festschreiben
– Anerkennung eines regionalen Wohlfahrtsindex neben dem BIP zur Steuerung der Stadt in Kombination mit HEINZ (Zukunftsrat)
– Ethisches Investment weiterentwickeln
– Stärkung der regionalen Wirtschaft via Metropolregion
– Umweltleitfaden zum Nachhaltigkeitsleitfaden umschreiben
– Schaffung von Öffentlich geförderter Beschäftigung

AG 4: Stadtentwicklung
– Bezahlbarer Wohnraum: mindestens 150.000 Wohnungen mit sozialer Bindung, davon 5.000 für Dringlichkeitsfälle
– Planungsansatz: Konkrete integrierte und geschlechterdifferenzierte Raum(entwicklungs-) planungen, verbindlich innerhalb der Metropolregion beschließen und umsetzen
– Grünflächen und öffentliche Räume: Verdichtung der Siedlungsstruktur bei Zusammenhalt der Grün-und Naturflächen; Naturschutzflächen unantastbar lassen („rote Linien“)
– Nachhaltige Verkehrssysteme: Verkehrsentwicklungsplan konsequent mit Vorrang der nicht-motorisierten Mobilität, der Inklusion, dem Lärmschutz, der Minderung von CO²-Emissionen und Luftverschmutzung. Probeweise Sperrbezirke für den Pkw-Verkehr in der Innenstadt
– Senkung der Umweltbelastung: Maßnahmen zur Einhaltung der europäischen Grenzwerte zur Luftreinhaltung und Lärm, notfalls auch gegen Interessen der Privatwirtschaft
AG 5: Armutsbekämpfung Ungleichheitund Geschlechtergerechtigkeit:
– Halbierung der Armut
– Eigenständige soziale Sicherung
– Gender-Budgeting im Hamburger Haushalt
– Stopp der Gewalt gegen Frauen
Die in den AGs dann erarbeiteten Forderungen werden in der abschließenden Plenardiskussion beraten.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme an dem 2. Hamburger Ratschlag!

Logos Ratschlag Hamburg

NABU: Umweltschutzziele gelten auch für G20-Gastgeber Hamburg

Arten und Klimaschutz ernstnehmen 

Internationaler Tag des Artenschutzes am 3. März: NABU fordert von Hamburg im Jahr des G20-Gipfels die Einhaltung internationaler Umweltschutz-Zusagen. Stadt geht derzeit mit schlechtem Beispiel voran.

Am 3. März erinnern die Vereinten Nationen mit dem „Internationalen Tag des Artenschutzes“ daran, dass bedrohte Tiere und Pflanzen besser geschützt werden müssen. Der NABU nimmt den Tag des Artenschutzes zum Anlass, mehr globale Verantwortung einzufordern und auch lokal ein größeres Augenmerk auf Natur- und Artenschutz zu legen.

Malte Siegert, Leiter Umweltpolitik beim NABU-Hamburg fordert von der Freien und Hansestadt Hamburg mehr Engagement und sieht angesichts des G20-Gipfels im Juli und der globalen Aufmerksamkeit sowohl eine besondere Verantwortung bei der Stadt, als auch eine Chance. „Es kann ja nicht nur darum gehen, die Elbphilharmonie ins rechte Licht zu rücken und Stadtmarketing zu betreiben. Leider steht Hamburg weder in Sachen Artenschutz noch beim Klimaschutz für verantwortungsvolle Politik und für die Einhaltung internationaler Absprachen. Die Artenvielfalt in der Stadt nimmt entgegen aller Zielsetzungen und Zusagen weiterhin ab und die Stadt steuert auf eine Verfehlung der Ziele zur Reduktion der Treibhausgasemissionen zu“, erläutert Siegert. Dass selbst eine reiche Stadt wie Hamburg bei der Umsetzung international so wichtiger Umweltschutzziele versagt, sendet nach Ansicht des NABU ein verehrendes Signal in die Welt. Hamburg muss in diesem Jahr die Chance nutzen, die internationale Zusammenarbeit und die Anstrengungen zum Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen zu stärken. Bei aller Kritik an G20 ist aber klar, dass kein Land sich heute aus der Verantwortung zurückziehen kann und internationaler Dialog wichtiger ist denn je. „In Hamburg kommen diejenigen Staaten zusammen, die entscheidend für die Weichenstellung der globalen Politik und die globalen Grundlagen der Wirtschaft sind. Sie tragen die Hauptverantwortung für internationale Umweltzerstörung. Gleichzeitig sind sie aber auch die maßgeblichen Akteure für eine Verbesserung“, betont Sönke Diesener, Referent für Umweltpolitik beim NABU Hamburg.

Der NABU Hamburg wird sich über das Jahr intensiv mit der internationalen Politik in Bezug auf Arten- und Umweltschutz beschäftigen. Dabei geht es um internationale Zusammenarbeit, politische Gestaltungsmöglichkeiten und Mitbestimmung, um die Rolle Deutschlands und Hamburgs sowie um die Möglichkeiten jedes Menschen, sich für den Schutz von Mensch und Natur einzubringen. Anhand verschiedener Umweltschutzthemen, wie dem internationalen Zugvogelschutz oder den Umweltauflagen für die Schifffahrt, soll beispielhaft die Wichtigkeit der internationalen Zusammenarbeit beim Umweltschutz verdeutlicht werden.  

Am 19. April um 18:30 Uhr lädt der NABU Hamburg alle Interessierten herzlich in die Landesgeschäftsstelle, Klaus-Groth-Str. 21  zu einer Informations- und Diskussionsrunde ein. Titel der Veranstaltung: „Global-, National- Lokal. G20 und internationaler Umweltschutz. Unsere Möglichkeiten Umweltpolitik zu gestalten“. Der Eintritt ist frei.

Weitere Informationen unter www.NABU-Hamburg.de/g20

Dokumentation der Agenda 2030 Workshop-Reihe “SDGs für Hamburg”

Im November und Dezember 2016 hat die Behörde für Umwelt und Energie fünf Workshops zur Umsetzung der Sustainable Development Goals in Hamburg durchgeführt.Die Dokumentationen sind jetzt auf hamburg.de verfügbar.

Vertreterinnen und Vertreter der Hamburger Behörden sowie der Zivilgesellschaft haben gemeinsam über Schwerpunktthemen und Projektideen für den weiteren Prozess diskutiert. Bei der Ergebnispräsentation am 25.1.2017 wurden die Ergebnisse der Workshops erneut zur Diskussion gestellt.

Workshop-Reihe “SDGs für Hamburg”

Workshops

Hier können Sie sich die Protokolle der Workshops als PDF herunterladen:

Hier können Sie sich die auf den Workshops gezeigten Präsentationen als PDF herunterladen (zip-Datei)

Ergebnispräsentation am 25.1.2017

In einem World Café wurden die Ergebnisse der fünf Workshops präsentiert und diskutiert.

Hier können Sie sich das Protokoll der Veranstaltung herunterladen.

Interdisziplinäre Fachtagung UNESCO-Biosphärenreservate: Landschaften von Weltrang in der Metropolregion Hamburg

Mehr als die Hälfte der deutschen Biosphärenreservats-Fläche liegt zwischen Nordsee, Elbe und der Schaalsee-Region. Mit einer Fachtagung der Metropolregion Hamburg soll der Frage nachgegangen werden, wie die Potenziale dieser Modellregionen für nachhaltige Entwicklung zum gegenseitigen Nutzen entwickelt werden können. Die Metropolregion Hamburg regt damit die Zusammenarbeit an und will Ideen für gemeinsame Projekte entwickeln.

Donnerstag, 23. Februar 2017 von 10 bis 16 Uhr im Kloster Zarrentin, Kirchstraße 8, 19246 Zarrentin am Schaalsee

Alle Informationen zur Fachtagung „Landschaften von Weltrang“: http://metropolregion.hamburg.de/veranstaltungen-fag-naturhaushalt/7832874/interdisziplinaere-fachtagung/

Zukunftsrat: Hamburg und die Nachhaltigkeitsziele der UN von 2015

Jochen Menzel vom Zukunftsrat Hamburg hat eine Analyse zum Thema Hamburg und der Umsetzung der SDGs formuliert, die hier verfügbar ist:

2017-05-01 Hamburg und die Nachhaltigkeitsziele der UN von 2015

Zusammenfassung

Die Agenda 2030 der UN ist eine ambitionierte, zum Teil sehr konkrete Vision für eine gerechte und menschenwürdige Zukunft. Alle Länder, einschließlich der Industriestaaten sind insofern gleichermaßen „Entwicklungsländer“. Hamburg trägt als wachsende Welthandelsmetropole eine eigene Verantwortung zur Erfüllung dieser Vision – auch wenn es in vielen Bereichen schon bemerkenswerte Fortschritte erreicht hat.

Aus den 169 Unterzielen der Agenda 2030 werden 37 ausgewählt, die nach Auffassung des Zukunfts-rats Hamburg für die Hansestadt als Ansporn und Zielvorgabe eine besondere Relevanz haben. Die kurz gefasste Gegenüberstellung von Unterziel (Soll), status quo (Ist) und einzelnen Maßnahmenvor-schlägen kann nur selektiv und subjektiv sein – eine Anregung zu weiterer Diskussion.

Aus den in Kapitel 6 behandelten Unterzielen lassen sich für Hamburg folgende Themencluster der Agenda 2030 für die langfristige „Transformation unserer Welt“ herausfiltern:

  • die Beseitigung von Armut und sozialer Ungleichheit als Aufgabe der staatlichen Daseinsvorsorge
  • der Klima- und Ressourcenschutz in allen Bereichen – z.B. durch Effizienzsteigerung, Abfallreduzierung, Beseitigung von Verschwendung, Kreislaufwirtschaft
  • die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen
  • die Stärkung des Artenschutzes und Erhaltung der Biodiversität auf hohem Niveau
  • Institutionalisierte Kommunikation über nachhaltige Produktionsverfahren und Konsum- und Lebensstilfragen
  • „Demokratisierung“ staatlicher Entscheidungsfindung durch Inklusion und Partizipation, auch durch Transparenz und ausreichende Datengrundlagen.

Aus der Backcasting-Perspektive 2030 erfordern diese Zielkomplexe Strategien und Maßnahmen, die über die gegenwärtigen Ansätze hinausgehen. Ein business as usual würde der „beispiellosen Reichweite und Bedeutung“ der UN-Agenda nicht gerecht. Um die Zielstellung dieser Themencluster in Staat und Gesellschaft zu bewerben, zu operationalisieren, umzusetzen und über Indikatoren zu eva-luieren, bedarf es eines längerfristigen partnerschaftlichen staatlich / gesellschaftlichen Verständi-gungsprozesses. Ohne ausreichende personelle, fachliche und organisatorische Ressourcen aus allen Ressorts wird das nicht gelingen.

Zivilgesellschaftliches Engagement muss „auf Augenhöhe“ beteiligt werden, ohne Ehrenamtlichkeit zu überfordern. Nach der Hamburger Verfassung tragen Bürgerschaft, Senat und Behörden die demokratische Gesamtverantwortung und letzte Entscheidungskompetenz für die Stadt. Ihnen obliegt damit auch eine Vorreiter- und Motivatorrolle für alle Hamburgerinnen und Hamburger. Ihnen obliegt jedoch auch, für eine nachhaltige Entwicklung neue Formen der zivilgesellschaftlichen Teilhabe zwischen repräsentativer Parteiendemokratie und Volksgesetzgebung in Einzelfragen zu institutionalisieren.

Dokumentation des 1. Hamburger Ratschlags zur 2030-Agenda

Was muss Hamburg tun, um die Nachhaltigkeitsziele (SDG) der 2030-Agenda umzusetzen?

Gemeinsame Forderungen und Handlungsfelder zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 in Hamburg durch die Hamburger Politik

Die #Dokumentation des Ratschlags der Zivilgesellschaft vom 18. November 2016 ist jetzt hier verfügbar: dokuratschlagsdghh2016 (PDF, 7 MB)

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Dokumentation des Ratschlags der Zivilgesellschaft vom 18. November 2016

 

 

Neunte Hamburger Klimawoche 24. September bis 1. Oktober 2017

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Liebe potentielle Akteure der Hamburger Klimawoche,
Sehr geehrte Damen und Herren,

wir freuen uns sehr, dass die achte Hamburger Klimawoche mit 100 Veranstaltungen und über 110 Akteuren erfolgreich zu Ende gegangen ist und sich die Marke weiter positiv in den Köpfen eingeprägt hat.

Mit diesen Rückenwind wollen wir in der Zeit vom 24. September bis 1. Oktober 2017 die neunte Hamburger Klimawoche veranstalten und bereits jetzt die Jubiläumsklimawoche im Zeitraum vom 23. – 30. September 2018 ankündigen. Wir würden uns sehr freuen, wenn wir mit Ihrer tatkräftigen personellen, materiellen und auch finanziellen Unterstützung rechnen dürften und freuen uns über ein erstes Feedback bis zum 10. Dezember. Gerne kommen wir dann auf Sie zu, um ihr Engagement im Rahmen des Themenparks, einer Vortragsveranstaltung oder im Rahmen unseres Bildungsprogramms konkreter zu besprechen.

Einen Überblick über die Veranstaltungen in diesem Jahr finden Sie auf der Website: Die genauen Kontaktzahlen für dieses Jahr werden wir Ihnen nach deren Auswertung mit dem nächsten Mailing nachliefern.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie dieses Schreiben auch an befreundete Partner und Unternehmen weiterreichen, die möglicherweise Interesse an der Teilnahme und Gestaltung der Hamburger oder auch einer bundesweiten Klimawoche haben.

Viele Grüße
Frank Schweikert (Sprecher des Beirats)
und das gesamte Team

Tel.: 040-325721-15
Grimm 12, D-20457 Hamburg
orga @ klimawoche.de

www.klimawoche.de
http://www.facebook.com/klimawoche
www.twitter.com/Klimawoche

Workshop: Umwelt, Klimaschutz und Energie

Im Rahmen des Hamburger Ratschlags zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung
Freitag, 18. November 2016, 16.30 Uhr bis 19.00 Uhr, Hamburger Volkshochschule, Schanzenstraße 75-77, 20357 Hamburg

Moderation:  Manfred Braasch, BUND
Impuls:  Alexander Porschke, NAB

13Ziel 13. Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen

Was heißt das für Hamburg?

Das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) befürchtet, dass ab einer bestimmten Erwärmung positive Rückkopplungen entstehen, die z. B. dazu führen, dass der Permafrost-Boden auftaut und große Mengen Methan freisetzt, die den Treibhausgaseffekt weiter beschleunigen. Auch deshalb hat die Weltgemeinschaft entschieden, eine Erwärmung der Erde um max. 2°C als globales Ziel zu erklären. Nach Einschätzung des IPCC dürfen demnach bis 2050 nicht mehr als 1000 Gt CO2 emittiert werden. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung zu Globalen Umweltfragen (WBGU) hält dagegen nur 750 Gt CO2-Emissionen für vertretbar. Für die Umrechnung dieser globalen Grenze auf Hamburg kommt es auf die Vorstellung einer gerechten Verteilung an:

Eine Einbeziehung bisher schon emittierter Treibhausgase würde wohl zu dem Ergebnis führen, dass in den Industrienationen keine Emissionsrechte mehr vorhanden wären. Eine Verteilung nach Besitzstands-Vorstellungen der Industrienationen würde dazu führen, dass die übrigen Staaten ihre Entwicklung einstellen müssten. Eine gleichmäßige Verteilung der globalen Emissionsrechte auf die globale Bevölkerung erscheint deshalb am ehesten geeignet, globalen Gerechtigkeitsvorstellungen zu entsprechen.

Bei 7,5 Mrd. Menschen auf der Erde entspräche das einem Emissionsanteil von 100 t pro Kopf (WBGU) bzw. 133 t pro Kopf (IPCC) bis zum Jahr 2050. Daraus folgt: Das global vertretbare Kontingent für Treibhausgasemissionen pro Hamburger liegt zwischen 100 t und 133 t bis 2050, bzw. im Jahresdurchschnitt bei 100t/35a=2,86t/a und 133t/35a=3,8 t/a. Derzeit liegen die Durchschnittsemissionen pro Hamburger bei ca. 10 t CO2. Die Treibhausgasleitplanke für Hamburg liegt aber bei 2,86 -3,8 t pro Jahr und Einwohner.

Die Hamburger Strom und Wärmeerzeugung basiert immer noch auf über 80 % fossi-
len Brennstoffen. Bei den einzelnen Sektoren zeigt sich nur bei den Privat-Haushalten
ein nennenswerter Rückgang. Die Hamburger Einsparziele für CO2 von 50 % bis 2030 werden mit den derzeit diskutierten Maßnahmen nicht erreicht.

15Ziel 15. Landökosysteme schützen, wiederherstellen und ihre nachhaltige Nutzung fördern, Wälder nachhaltig bewirtschaften, Wüstenbildung bekämpfen,
Bodendegradation beenden und umkehren, dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende setzen

Was heißt das für Hamburg?

Für Artenvielfalt und Landschaftsqualität hat die Bundesregierung basierend auf der Bestandsentwicklung für 51 ausgewählte Vogelarten einen Nachhaltigkeitsindikator definiert. Er lag im Jahr 1970 noch bei 107, war bis 1990 auf 77 gesunken und hat als Ziel für das Jahr 2015 den Wert 100. 2011 war er auf 63 gesunken, und die Entwicklung ging weiter abwärts. Der Wert für Agrarland lag 2011 sogar nur noch bei 56, im Siedlungsbereich bei 68.

Klassische Instrumente im Naturschutz sind Schutzgebietsausweisungen und Verbote. Die begrenzte Wirksamkeit dieser Instrumente lässt sich daran erkennen, dass die generell erfreuliche Entwicklung bei den Schutzgebieten die dramatische Verschlechterung in der Biodiversität dennoch nicht aufhalten konnte. Deshalb beinhalten die EU-Richtlinien über Verschlechterungsverbote hinaus ein Verbesserungsgebot. Die EU-Staaten haben vereinbart, europaweit wichtige Lebensräume und Arten in einen günstigen Zustand zu bringen.

In Hamburg befinden sich 92 % der FFH-Lebensraumtypen, 72 % der FFH-Arten und die meisten Gewässer in einem ungünstigen Zustand. Das ist mehr als in der vergangenen sechsjährigen Berichtsperiode. Als Konsequenz daraus ist das Zustandsziel für Hamburgs Natur neu zu bestimmen:

Lebensräume, Arten und Gewässer müssen in einen guten Zustand gebracht werden Unterpunkt zu diesem Zustandsziel auf der Ebene der Maßnahmen wäre eine Flächenpolitik, die Grün- und Freiflächen naturräumlich aufwertet, anstatt sie für Siedlungszwecke zu nutzen. Daraus ergeben sich dann allerdings zahlreiche Zielkonflikte mit dem Wohnungsbau, der Wirtschaftsentwicklung, den Sport-, Erholungs- und Mobilitätsbedürfnissen.

Wichtige Links

Hamburger Ratschlag zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

ratschlagDie Zukunft, die wir wollen – das Hamburg, das wir brauchen –

Hamburger Ratschlag zur
Umsetzung der UN-Agenda 2030
für nachhaltige Entwicklung

Freitag, den 18. November 2016
15.30 Uhr bis 21.00 Uhr
Hamburger Volkshochschule, Schanzenstraße 75-77, 20357 Hamburg

Der Marie-Schlei-Verein, das Eine Welt Netzwerk Hamburg, die W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik und der Zukunftsrat Hamburg laden ein:  einladung-ratschlag-agenda2030_final

Was muss Hamburg tun, um die Nachhaltigkeitsziele (SDG) der Agenda umzusetzen?

15.30 Uhr  Begrüßung Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath, Marie-Schlei-Verein
Einführung Thilo Hoppe, MdB a.D., Brot für die Welt

16.30 Uhr  Fünf parallele Werkstattgespräche zu den SDG-Querschnittsthemen
(Vorschläge aus den unterschiedlichen Perspektiven zu diesen Themen finden sich auf den folgenden Seiten)

19.00 Uhr  Abschlussrunde im Plenum

  • Gemeinsame Forderungen und Handlungsfelder zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 in Hamburg durch die Hamburger Politik.
    Moderation: Karin Heuer, Heinrich-Böll-Stiftung

Anmeldungen  bitte  an  Bianca  Percic  (EWNW)  mit  Angabe  des bevorzugten Workshops: bianca.percic@ewnw.de

Die Veranstaltung wird finanziell unterstützt von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Links und weiterführende Informationen

  • UN-Agenda 2030 (deutsch)
  • Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung; Stellungnahme der Zivilgesellschaft

Gesellschaftlicher Zusammenhalt als wichtiger Baustein der Stadtentwicklung

„Städtische Energien – Zusammenhalt gestalten“ lautet der Titel des 10.Bundeskongresses Nationale Stadtentwicklungspolitik am 14.-16. September 2016 in Hannover. Er widmet sich der aktuellen Frage, wie der Zusammenhalt der Gesellschaft im Quartier, in der Stadt und in der Kommune zukünftig gestaltet werden kann – über Ressorts und Disziplinen hinweg, mit Blick auf Themen wie Zuwanderung, Integration und angespannte Wohnungsmärkte. Bundesbauministerin Hendricks eröffnete heute den Kongress, der gemeinsam vom Bundesbauministerium mit der Bauministerkonferenz der Länder, dem Deutschen Städtetag und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund veranstaltet wird.

Barbara Hendricks, Bundesbauministerin: „Die Integration von Zuwandernden und der soziale Zusammenhalt der Gesellschaft bleiben weiter herausragende Themen der Stadtentwicklung. Inzwischen haben viele Flüchtlinge ihre Erstaufnahmeeinrichtungen verlassen können. Sie müssen nun in die Stadtquartiere und Nachbarschaften integriert werden. Das bleibt die Hauptaufgabe. Die Bundesregierung hat zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Kommunen bei ihren Aufgaben zu unterstützen: Die Vereinfachung des Baurechts, die Erhöhung der Städtebauförderung, die Einführung des Investitionspaktes „Soziale Integration im Quartier“ und die Wohnungsbau-Offensive waren wichtige Initiativen. Entscheidend ist für mich, dass wir alle benachteiligten Gruppen in unserer Gesellschaft in gleichem Maße berücksichtigen und keine Gruppe gegen die andere ausspielen. Diese Maxime werden wir auch berücksichtigen, wenn wir im kommenden Jahr das zehnjährige Jubiläum der Nationalen Stadtentwicklungspolitik und der Leipzig-Charta begehen und ein Programm für die nächste Dekade erarbeiten.“

Michael von der Mühlen, Staatssekretär im Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen: „Die Bauministerkonferenz begrüßt die Maßnahmen des Bundes zur Bewältigung der Integrationsaufgaben. Die Nationale Stadtentwicklungspolitik hat sich als Plattform bewährt, um auf neue Herausforderungen schnell reagieren zu können. Wir müssen weiterhin versuchen, funktionierende Kooperationen zwischen Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft zu schaffen, um vor allem strukturschwache Regionen oder Orte, die eine verhältnismäßig große Zahl an Geflüchteten aufgenommen haben, noch stärker und besser zu unterstützen.“

Stefan Schostok, Präsidiumsmitglied des Deutschen Städtetages und Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Hannover: „Die Städte stehen vor großen Herausforderungen, sei es der demografische Wandel, der Klimawandel oder die Integration von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft. In den Städten und Kommunen entscheidet sich, ob Integration gelingt. Und sie kommt nicht von allein. Dafür müssen die zwischen Bund und Ländern verabredeten Konzepte für Sprachkurse, Kinderbetreuung und Schule, Vermittlung in den Arbeitsmarkt und Wohnungsbau konsequent gemeinsam weiterverfolgt und finanziell abgesichert werden. Für diese gesamtgesellschaftliche Aufgabe leisten die Kommunen ihren Beitrag. Eine erfolgreiche Integration bedarf eines Miteinanders in allen Lebensbereichen. Hierfür ist eine integrierte nachhaltige Stadtentwicklungspolitik eine wesentliche Voraussetzung. Daher setzt sich der Deutsche Städtetag auch aktiv dafür ein, die Nationale Stadtentwicklungspolitik weiterzuentwickeln.“

Hans-Joachim Grote, Erster Vizepräsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes und Oberbürgermeister der Stadt Norderstedt: „Die Integration von Zuwanderern bedeutet eine Herkulesaufgabe für Städte und Gemeinden. Vor Ort in den Kommunen wird sich entscheiden, ob es gelingt, die große Zahl an geflüchteten Menschen in die Gesellschaft zu integrieren. Gerade in ländlichen Regionen kann Integration gut gelingen, da die Akteure vor Ort effektiv zusammenwirken. Städte und Gemeinden benötigen allerdings Planungssicherheit und müssen daher langfristig von Bund und Ländern bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützt werden. Der vom Bund angekündigte Investitionspakt zur Sozialen Integration sowie die Erhöhung der Mittel zur sozialen Wohnraumförderung sind hier wichtige Impulse. Dieser Weg muss im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik konsequent fortgesetzt werden.“

Mehr Informationen zum Kongress und den Zielen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik unter: www.nationale-stadtentwicklungspolitik.de.

Hamburger Meerestalk zum Dialog zwischen Meeresakteuren und der Gesellschaft

Die Deutsche Meeresstiftung startet mit dem Hamburger Meerestalk ab dem 6. September 2016 eine neue Veranstaltungsreihe zum Dialog zwischen Meeresakteuren und der Gesellschaft. Im Rahmen des Hamburger Meerestalk stellen namhafte Meerespersönlichkeiten Zukunftsideen aus Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft von in Nissis Kunstkantine in der Hamburger HafenCity vor.

Bei leckerem Fingerfood werden wichtige Fragen diskutiert, wie: „Wie wirkt sich der Klimawandel auf die Meere aus? Sind auf Algen basierende Produkte die Zukunft? Gibt es eine Renaissance der Segelschiffe auf dem Meer?“

Der Hamburger Meerestalk starten am 6. September mit einem spannenden Zukunftsthema „Multitalente aus dem Meer: Wie durch die Nutzung von Algen aus Abgasen zukunftsweisende Produkte entstehen“, vorgestellt von Prof. Dr. Dieter Hanelt von der Universität Hamburg.

Weitere Referenten sind Großseglerkapitän Gerhard Lickfett, Klimaforscher und Gewinner des Deutschen Umweltpreises Prof. Dr. Mojib Latif sowie Dr. Charles Oliver Coleman, Kurator am Naturkundemuseum Berlin und Spezialist für die Entdeckung neuer Arten.

Die Hamburger Meerestalks finden ab September jeden ersten Dienstag im Monat in Nissis Kunstkantine, Am Dalmannkai 6, 20457 Hamburg statt. Nissi Roloff serviert den Gästen für 25 Euro einen Begrüßungsdrink und Flying Food. Reservieren können Sie direkt bei Nissis Kunstkantine unter info@nissis-kunstkantine.de.

Im Folgenden eine Übersicht über die genauen Themen und Termine:

Prof. Dr. Dieter Hanelt: Multitalente aus dem Meer: Wie durch die Nutzung von
Algen aus Abgasen zukunftsweisende Produkte entstehen Algen haben das Potenzial, wie ihre Artgenossen an Land CO2 aus der Atmosphäre zu binden und in Sauerstoff, Zucker und Biomasse zu verwandeln. Diese kann dann beispielsweise zur Energiegewinnung und zur Herstellung zukunftsweisender
Produkte genutzt werden. Prof. Dr. Hanelt erläutert in seinem Vortrag Möglichkeiten und Grenzen sowie den aktuellen Stand seiner Forschung.
Wann? Dienstag, 6. September 2016, 19 Uhr

Segelschiffskapitän Gerhardt Lickfett: Mit Wind und Wellen: Einblicke in das Leben auf See Segelschiffskapitän Gerhard Lickfett verbrachte den größten Teil seines Lebens auf See und hat auf seinen zahlreichen Segelreisen so manches Abenteuer erlebt. Er lässt uns an einigen seiner Geschichten teilhaben und diskutiert mit dem Publikum seinen Bezug zum Meer.
Wann? Dienstag, 4. Oktober 2016, 19 Uhr

Prof. Dr. Mojib Latif: Der Einfluss des Klimawandels auf die Meere Laut wissenschaftlicher Studien wird der Klimawandel auch das Meer auf vielfältige Weise beeinflussen. Doch welche Auswirkungen sind hier genau zu erwarten? Und wie wird die Veränderung der (Meeres-)Umwelt unser Leben in Zukunft beeinflussen? Prof. Dr. Mojib Latif macht Sie mit dem aktuellsten Stand der Forschung vertraut.
Wann? Dienstag, 8. November 2016, 19 Uhr

Dr. Charles Oliver Coleman: Art meets Science: Die Kunst neue Arten zu entdecken und zu beschreiben Da wir wohl nur in etwa 10% der Arten unseres Planeten kennen, haben wir nur ein sehr begrenztes Verständnis ökologischer Zusammenhänge. In einer sich rapide verändernden Welt ist dieses Wissen jedoch wichtig, um zukünftige Entwicklungen in die richtigen Bahnen zu leiten und die uns umgebende Natur zu erhalten. Dr. Coleman beleuchtet die Notwendigkeit der Beschreibung von Arten sowie einen weiteren Aspekt seiner Arbeit.
Wann? Dienstag, 6. Dezember 2016, 19 Uhr

Deutsche Meeresstiftung/German Ocean Foundation
Grimm 12, D-20457 Hamburg
Phone: +49 (40) 325 72 10

E-Mail: buero@meeresstiftung.de
Website: www.meeresstiftung.de
Website: www.meereswettbewerb.de
Facebook: www.facebook.com/meeresstiftung
Flickr: www.flickr.com/photos/132540164@N02