Einladung: Hamburger Ratschlag zur Umsetzung der Agenda 2030, 7. April 2017, Bürgersaal Wandsbek

Einladungsflyer_Ratschlag_2_2017-1

Liebe Interessierte an der lokalen Umsetzung der SDGs in Hamburg,

Einladung zum Hamburger Ratschlag 2 hier herunterladen (pdf, 1300 KB)

um an unseren Ratschlag im November 2016 anzuknüpfen und gemeinsam konkrete Forderungen an die Hamburger Politik zu formulieren, wird der zweite Hamburger Ratschlag „Die Zukunft, die wir wollen- das Hamburg, das wir brauchen – Hamburger Ratschlag zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“

am Freitag, 7. April 2017, von 13:00 bis ca. 19:00 Uhr
im Bürgersaal Wandsbek, Am Alten Posthaus 4, 22041 Hamburg stattfinden. Der Saal liegt hinter dem Bezirksamt Wandsbeck, nicht mit dem Bürgerhaus zu verwechseln.

Hierzu laden wir Sie herzlich ein!

Der Ratschlag richtet sich primär an Vertreter_innen zivilgesellschaftlicher Vereine, Initiativen und Organisationen.

Vorgesehen ist folgender Ablauf:

  1. Begrüßung
  2. Einführung über die UN Agenda 2030 und die Umsetzung der Nachhaltigkeits­agenda der Bundesregierung durch Frau Dr. Imme Scholz (Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung & stellvertretende Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE))
  3. Kaffeepause
  4. Fünf parallele Workshops zur Formulierung von Forderungen zu den SDG-Querschnittsthemen
  • Umwelt, Klimaschutz und Energie
  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen
  • Menschenrechte, Wirtschaft und Arbeitswelt
  • Nachhaltige Stadtentwicklung
  • Ungleichheit beenden, Armutsbekämpfung und Geschlechtergerechtigkeit
  1. Abschlussrunde im Plenum: Zusammenführung der Forderungen aus den Themen-Workshops

Die Gesamtmoderation im Plenum übernimmt Frau Dr. Anke Butscher.

Der Einladungsflyer des Ratschlags ist angehängt. Vertiefende Links und Informationen zu den verschiedenen Themenbereichen finden Sie unter www.2030hamburg.de. Dort sind auch erste Forderungen an den Hamburger Senat zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda zusammengefasst.

Zudem finden Sie die Neuauflage der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie unter https://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/2017/01/2017-01-11-nachhaltigkeitsstrategie.pdf?__bob=publicationFile&v=7

Wir bitten um eine Anmeldung bis Freitag, den 31.03.2017, unter Angabe des Workshops, in dem Sie mitarbeiten möchten, an bianca.percic@ewnw.de.

Mit freundlichen Grüßen,

die Veranstalterinnen des Hamburger Ratschlags

Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath (Marie-Schlei-Verein), Stephanie Gokel (Zukunftsrat), Naciye Demirbilek (W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik) und Bianca Percic (Eine Welt Netzwerk Hamburg)

 

 

Forderungen an den Hamburger Senat zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda

Zur Vorbereitung für Forderungen an den Hamburger Senat zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda in Hamburg, nachstehend einige Vorschläge, die beim Ratschlag am 7. April 2017 als Grundlage dienen sollen.

Einladungsflyer_Ratschlag_2_2017-1

AG 1: Umwelt
-Hamburg stellt einen Klimaplan zur ernsthaften Umsetzung des Pariser Klimaabkommen auf
-pro Hamburger sollen dabei im Durchschnitt bis 2050 nicht mehr als 100t CO2 emittiert werden
-Hamburg führt ein regelmäßiges Monitoring zum Erfolg des Klimaplans durch
-Hamburg organisiert über einen Diskussionsprozess die gerechte Lastenverteilung für den Klimaschutz
-Hamburgs gerechter Lasten-Verteilungsplan wird von der Bürgerschaft beschlossen
AG 2: Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globales Lernen
– Die Zivilgesellschaft wird am Steuerungsprozesszur Umsetzung des Ziels 4/4.7 der Agenda 2030 beteiligt, insbesondere an der Konzeption des Hamburger Masterplans BNE zur Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms BNE 2015-2019.
– Der National Aktionsplan BNE sowie dervon der Kultusministerkonferenz verabschiedete Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung bilden das Bezugssystem für denHamburger Masterplans BNE.
– Die Hamburger Bildungseinrichtungen und Behörden werden im Sinne eines ganzheitlichen BNE-Ansatzes (Whole Institutional Approach) weiterentwickelt und die dafür notwendigen Ressourcen werden bereitgestellt.
– BNE wird als Grundorientierung und übergreifendes Bildungszielim Orientierungsrahmen Schulqualitätund in den Bildungsplänen für jedes Unterrichtsfach verankert.
– BNE wird strukturell in der Aus-, Fort-, und Weiterbildung von Lehrkräften, pädagogischen Fachkräften und MultiplikatorInnen verankert.

AG 3: Wirtschaft, Arbeit und Menschenrechte
– Nachhaltigkeit in Vergabegesetz und Wirtschaftsförderung festschreiben
– Anerkennung eines regionalen Wohlfahrtsindex neben dem BIP zur Steuerung der Stadt in Kombination mit HEINZ (Zukunftsrat)
– Ethisches Investment weiterentwickeln
– Stärkung der regionalen Wirtschaft via Metropolregion
– Umweltleitfaden zum Nachhaltigkeitsleitfaden umschreiben
– Schaffung von Öffentlich geförderter Beschäftigung

AG 4: Stadtentwicklung
– Bezahlbarer Wohnraum: mindestens 150.000 Wohnungen mit sozialer Bindung, davon 5.000 für Dringlichkeitsfälle
– Planungsansatz: Konkrete integrierte und geschlechterdifferenzierte Raum(entwicklungs-) planungen, verbindlich innerhalb der Metropolregion beschließen und umsetzen
– Grünflächen und öffentliche Räume: Verdichtung der Siedlungsstruktur bei Zusammenhalt der Grün-und Naturflächen; Naturschutzflächen unantastbar lassen („rote Linien“)
– Nachhaltige Verkehrssysteme: Verkehrsentwicklungsplan konsequent mit Vorrang der nicht-motorisierten Mobilität, der Inklusion, dem Lärmschutz, der Minderung von CO²-Emissionen und Luftverschmutzung. Probeweise Sperrbezirke für den Pkw-Verkehr in der Innenstadt
– Senkung der Umweltbelastung: Maßnahmen zur Einhaltung der europäischen Grenzwerte zur Luftreinhaltung und Lärm, notfalls auch gegen Interessen der Privatwirtschaft
AG 5: Armutsbekämpfung Ungleichheitund Geschlechtergerechtigkeit:
– Halbierung der Armut
– Eigenständige soziale Sicherung
– Gender-Budgeting im Hamburger Haushalt
– Stopp der Gewalt gegen Frauen
Die in den AGs dann erarbeiteten Forderungen werden in der abschließenden Plenardiskussion beraten.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme an dem 2. Hamburger Ratschlag!

Logos Ratschlag Hamburg

Nach innen Wachsen – Lebensqualität erhöhen in der Metropolregion Hamburg

Abschlussveranstaltung des Leitprojektes „Innenentwicklung“

Metropolregion Hamburg entwickelt Lösungen zur Entwicklung von Kommunen

Leerstand auf der einen, Nachverdichtung auf der anderen Seite: Die Metropolregion Hamburg ist von sehr unterschiedlichen Entwicklungen geprägt. Schrumpfende und wachsende Kommunen liegen teils in direkter Nachbarschaft. Zum Abschluss des Leitprojekts Innenentwicklung werden nun Instrumente vorgestellt, die in fünf Teilprojekten erprobt wurden und Lösungswege für Kommunen im Umgang mit Themen der Innenentwicklung aufzeigen.

Im Leitprojekt Innenentwicklung haben fünf Kommunen für sich konkrete Antworten auf die Frage der Ortskernentwicklung gefunden. Von ihrem Umgang mit Leerständen oder Wachstumsdruck, dem Ringen um städtebauliche Qualitäten, dem Ausgleich konkurrierender Nutzungsinteressen sowie der Aktivierung von Eigentümern und Bürgern können viele Kommunen in der Metropolregion Hamburg lernen und praxistaugliche Lösungsansätze übernehmen. Ergebnisse und Erfahrungen werden jetzt in einer Broschüre und auf einer Abschlussveranstaltung vorgestellt:

Strategien und Instrumente für eine erfolgreiche Innenentwicklung – Praxisberichte und Empfehlungen für Kommunen in der Metropolregion Hamburg
Mittwoch, 29. März 2017 von 13:15 – 17:15 Uhr
Konferenzraum der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Neuenfelder Straße 19, 21109 Hamburg
Zur Anmeldung

Um die Zukunftschancen der Metropolregion Hamburg weiter zu verbessern und die Wohn- und Lebensqualität flächen- und umweltschonend zu sichern, sind in den Teilprojekten in Bispingen, Buchholz i.d.N., Brunsbüttel, Hamburg und Dannenberg konkrete Projekte angelaufen. In Hamburg wurde die bauliche Verdichtung mit dem Integrierten Freiraumkonzept in den Stadtteilen Hamm und Horn an die Aufwertung wohnungsnaher Freiräume gekoppelt. Die Gelegenheit des Veränderungsprozesses wird genutzt, um gleichzeitig einen „grünen Mehrwert“ in baulich hoch verdichteten Quartieren zu schaffen. Rückkopplungen in die Bevölkerung und die Bildung von Kooperationen ermöglichen eine starke nutzerorientierte Planung, die gleichzeitig zu hoher Akzeptanz und Identifikation beitragen. Multiplikatoren im Quartier spielen eine wichtige Rolle. Darüber hinaus werden mit dem Konzept bestehende Planungen, wie „Stromaufwärts an Elbe und Bille“ und „Grünes Netz Hamburg“ aufgegriffen.

Unterwegs nach morgen – Visionen für eine nachhaltige Mobilität

ZEIT WISSEN-Preis Mut zur Nachhaltigkeit
28. März 2017, 9.30 – 16 Uhr
Emporio Tower »Panoramadeck«, Dammtorwall 15, 20355 Hamburg

Die Themen Mobilität und Verkehr stehen im Fokus des ZEIT WISSEN Nachhaltigkeitskongresses 2017. Über Visionen einer nachhaltigen Mobilität von morgen sprechen Experten aus Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Sie gehen der Frage nach wie eine umwelt- und sozialverträgliche Verkehrspolitik, die auch die Lebensqualität sichert, aussehen muss.

http://www.mut-zur-nachhaltigkeit.zeit.de/kongress

Dokumentation der Agenda 2030 Workshop-Reihe “SDGs für Hamburg”

Im November und Dezember 2016 hat die Behörde für Umwelt und Energie fünf Workshops zur Umsetzung der Sustainable Development Goals in Hamburg durchgeführt.Die Dokumentationen sind jetzt auf hamburg.de verfügbar.

Vertreterinnen und Vertreter der Hamburger Behörden sowie der Zivilgesellschaft haben gemeinsam über Schwerpunktthemen und Projektideen für den weiteren Prozess diskutiert. Bei der Ergebnispräsentation am 25.1.2017 wurden die Ergebnisse der Workshops erneut zur Diskussion gestellt.

Workshop-Reihe “SDGs für Hamburg”

Workshops

Hier können Sie sich die Protokolle der Workshops als PDF herunterladen:

Hier können Sie sich die auf den Workshops gezeigten Präsentationen als PDF herunterladen (zip-Datei)

Ergebnispräsentation am 25.1.2017

In einem World Café wurden die Ergebnisse der fünf Workshops präsentiert und diskutiert.

Hier können Sie sich das Protokoll der Veranstaltung herunterladen.

Kommunen, Lernorte und Netzwerke des UNESCO-Weltaktionsprogramms ausgezeichnet

Strukturen stärken

Strukturen stärken – Ausgezeichnete Kommunen, Lernorte und Netzwerke des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung im Porträt. Bonn: Deutsche UNESCO-Kommission, 2017. 127 S.
ISBN 978-3-940785-82-4

Download

Seit 2016 zeichnen das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche UNESCO-Kommission Kommunen, Lernorte und Netzwerke aus. Ihr Kennzeichen: eine besonders gelungene Umsetzung und langfristige Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Im Juli 2016 wurden 65 Kommunen, Lernorte und Netzwerke aus dem ganzen Land erstmals ausgezeichnet. Die Publikaktion analysiert die Erfolgskonzepte von elf ausgewählten Kommunen, Lernorten und Netzwerken. Die Porträts zeigen auf, welche Herausforderungen die Ausgezeichneten auf ihrem Weg gemeistert haben und unter welchen Bedingungen eine strukturelle Verankerung gelingen kann. Die Beispiele sollen inspirieren, begeistern und zum Engagement für nachhaltige Entwicklung motivieren.

Zukunftsrat: Hamburg und die Nachhaltigkeitsziele der UN von 2015

Jochen Menzel vom Zukunftsrat Hamburg hat eine Analyse zum Thema Hamburg und der Umsetzung der SDGs formuliert, die hier verfügbar ist:

2017-05-01 Hamburg und die Nachhaltigkeitsziele der UN von 2015

Zusammenfassung

Die Agenda 2030 der UN ist eine ambitionierte, zum Teil sehr konkrete Vision für eine gerechte und menschenwürdige Zukunft. Alle Länder, einschließlich der Industriestaaten sind insofern gleichermaßen „Entwicklungsländer“. Hamburg trägt als wachsende Welthandelsmetropole eine eigene Verantwortung zur Erfüllung dieser Vision – auch wenn es in vielen Bereichen schon bemerkenswerte Fortschritte erreicht hat.

Aus den 169 Unterzielen der Agenda 2030 werden 37 ausgewählt, die nach Auffassung des Zukunfts-rats Hamburg für die Hansestadt als Ansporn und Zielvorgabe eine besondere Relevanz haben. Die kurz gefasste Gegenüberstellung von Unterziel (Soll), status quo (Ist) und einzelnen Maßnahmenvor-schlägen kann nur selektiv und subjektiv sein – eine Anregung zu weiterer Diskussion.

Aus den in Kapitel 6 behandelten Unterzielen lassen sich für Hamburg folgende Themencluster der Agenda 2030 für die langfristige „Transformation unserer Welt“ herausfiltern:

  • die Beseitigung von Armut und sozialer Ungleichheit als Aufgabe der staatlichen Daseinsvorsorge
  • der Klima- und Ressourcenschutz in allen Bereichen – z.B. durch Effizienzsteigerung, Abfallreduzierung, Beseitigung von Verschwendung, Kreislaufwirtschaft
  • die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen
  • die Stärkung des Artenschutzes und Erhaltung der Biodiversität auf hohem Niveau
  • Institutionalisierte Kommunikation über nachhaltige Produktionsverfahren und Konsum- und Lebensstilfragen
  • „Demokratisierung“ staatlicher Entscheidungsfindung durch Inklusion und Partizipation, auch durch Transparenz und ausreichende Datengrundlagen.

Aus der Backcasting-Perspektive 2030 erfordern diese Zielkomplexe Strategien und Maßnahmen, die über die gegenwärtigen Ansätze hinausgehen. Ein business as usual würde der „beispiellosen Reichweite und Bedeutung“ der UN-Agenda nicht gerecht. Um die Zielstellung dieser Themencluster in Staat und Gesellschaft zu bewerben, zu operationalisieren, umzusetzen und über Indikatoren zu eva-luieren, bedarf es eines längerfristigen partnerschaftlichen staatlich / gesellschaftlichen Verständi-gungsprozesses. Ohne ausreichende personelle, fachliche und organisatorische Ressourcen aus allen Ressorts wird das nicht gelingen.

Zivilgesellschaftliches Engagement muss „auf Augenhöhe“ beteiligt werden, ohne Ehrenamtlichkeit zu überfordern. Nach der Hamburger Verfassung tragen Bürgerschaft, Senat und Behörden die demokratische Gesamtverantwortung und letzte Entscheidungskompetenz für die Stadt. Ihnen obliegt damit auch eine Vorreiter- und Motivatorrolle für alle Hamburgerinnen und Hamburger. Ihnen obliegt jedoch auch, für eine nachhaltige Entwicklung neue Formen der zivilgesellschaftlichen Teilhabe zwischen repräsentativer Parteiendemokratie und Volksgesetzgebung in Einzelfragen zu institutionalisieren.

Dokumentation des 1. Hamburger Ratschlags zur 2030-Agenda

Was muss Hamburg tun, um die Nachhaltigkeitsziele (SDG) der 2030-Agenda umzusetzen?

Gemeinsame Forderungen und Handlungsfelder zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 in Hamburg durch die Hamburger Politik

Die #Dokumentation des Ratschlags der Zivilgesellschaft vom 18. November 2016 ist jetzt hier verfügbar: dokuratschlagsdghh2016 (PDF, 7 MB)

Doku Ratschlag Nov2016
Dokumentation des Ratschlags der Zivilgesellschaft vom 18. November 2016

 

 

Nach Habitat III: Wie geht es weiter mit der New Urban Agenda?

Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN).
Dienstag, 14. Februar 2017, 17:30 Uhr,
Vertretung der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund, Jägerstraße 1-3, 10117 Berlin

Weltweit sehen sich Städte unvergleichlichen sozialen, demographischen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen ausgesetzt. In den letzten Jahren hat der Grad der Urbanisierung und der Zuwanderung vom Land in die Städte in hohem Maße zugenommen. Seit einigen Jahren gibt es global erstmalig mehr Stadt- als Landbewohner. Und der Trend der Verstädterung verstärkt sich noch.

Vor diesem Hintergrund fand im Oktober 2016 nach den Konferenzen in Vancouver 1976 und Istanbul 1996 in Quito/Ecuador die sogenannte „Habitat III“-Konferenz statt. Mit der Verabschiedung einer „New Urban Agenda“ durch die Staatengemeinschaft, vorbereitet durch das Stadtentwicklungsprogramm der Vereinten Nationen HABITAT, verbindet sich das Ziel weltweit eine nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern. Viele verschiedene Lebensbereich sind betroffen: Verkehr, Bauen, Umweltschutz, Mieten, Integration. Neben den Gästen auf dem Podium werden auch die Mitglieder des UN HABITAT Youth Advisory Board (YAB) – sechzehn junge Erwachsene, die sich in ihren Ländern für nachhaltige urbane Entwicklung engagieren, zu Gast sein.

Teilnahme nur nach Anmeldung über das DGVN-Onlineformular. Bitte bringen Sie zur Veranstaltung ein Ausweisdokument mit und haben Sie außerdem Verständnis, dass nur ein begrenztes Teilnehmerkontingent zu Verfügung ist und damit kein Anspruch auf Teilnahme besteht.

Bezahlbarer und bedarfsgerechter Wohnraum ist ein Hauptanliegen Hamburgs

Auswertung des Online-Dialogs 2016

Deine Ideen für Hamburg 2030

Wie wollen wir in Zukunft zusammenleben? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Online-Dialogs „Deine Ideen für Hamburg 2030“. Über 1.300 Hamburgerinnen und Hamburger haben sich über das Demografie-Konzept „Hamburg 2030“ informiert und über die Zukunft der Stadt mitdiskutiert. Besonderes Anliegen waren die Themen Wohnen sowie Mobilität und Verkehr. Die Verfügbarkeit von bezahlbarem und bedarfsgerechtem Wohnraum ist für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer quer durch alle Generationen vordringlich.

„Ich freue mich, dass viele Hamburgerinnen und Hamburger die Gelegenheit zum Dialog genutzt haben und sich intensiv mit der Zukunft unserer Stadt auseinandersetzen“, so Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks. „Es gab viele sehr konkrete Beiträge und Anregungen. Diese geben uns nicht nur einen Einblick in das, was die Hamburgerinnen und Hamburger beschäftigt. Die Beiträge machen auch das große Potenzial an innovativen und kreativen Ideen für ein gutes Zusammenleben aller Generationen in Hamburg deutlich. Die Anregungen sollen in die Fortschreibung des Demografie-Konzeptes einfließen.“

Ziel des Beteiligungsverfahrens im September war es, gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern neue Strategien zum Zusammenleben zu entwickeln und einer sich stetig verändernden Gesellschaft und zunehmenden kulturellen Vielfalt zu begegnen. Neben 375 Beiträgen im Online-Dialog wurden 588 Antworten auf die Kurzumfragen eingestellt. Zusätzlich wurden 72 Kommentare zu Wortbeiträgen und 99 Bewertungen abgegeben. Im Vergleich zu anderen Online-Dialogen, in denen in einem vergleichbaren Zeitraum von vier Wochen in seltenen Fällen über 1.000 Wortbeiträge eingehen, ist diese Beteiligung ein gutes Ergebnis. Parallel zur Online-Umfrage bestand auch die Möglichkeit, sich an Informationsständen in der Stadt direkt zu informieren und zu beteiligen.

Für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer aller Altersgruppen ist die Verfügbarkeit von bezahlbarem und altersgerechtem Wohnraum vordringliches Thema. Exemplarisch wurden mehr Wohngemeinschaften für ältere Menschen und Mehrgenerationenhäuser gewünscht. Die gute wohnortnahe Versorgung wurde als positiver Aspekt für das Älter Werden in Hamburg hervorgehoben. Weitere Wünsche waren der barrierefreie Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs sowie der Erhalt von Grünflächen als Orte der Begegnung und Erholung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Viele Personen äußerten auch konkrete Vorschläge und Wünsche für die Gestaltung ihres Wohnumfeldes und das nachbarschaftliche Miteinander. Kleine, verkehrsberuhigte Quartiere mit kurzen Wegen, guten Versorgungsmöglichkeiten und einer Infrastruktur, die den Bedarfen unterschiedlicher Generationen gerecht wird, wurden ebenso beschrieben wie der Wunsch nach Nachbarschaftsbörsen für Unterstützungsangebote oder generationenübergreifenden, stadtteilbezogenen Begegnungsorten mit Cafés und zusätzlichen Beratungsangeboten.

Senatorin Prüfer-Storcks: „Die Ergebnisse des Online-Dialogs zeigen, dass wir mit dem Demografie-Konzept „Hamburg 2030: Mehr. Älter. Vielfältiger.“ auf einem guten Weg sind. Mit dem Konzept haben wir bereits viele Themen aufgegriffen, die den Hamburgerinnen und Hamburgern wichtig sind. Daran können wir jetzt anknüpfen.“

Die zahlreichen Anregungen werden nun daraufhin geprüft, wie sie in die Fortschreibung des Demografie-Konzepts aufgenommen werden können. Der Folgebericht soll im Jahr 2017 fertiggestellt werden.

Weitere Informationen und Ergebnisse des Online-Dialogs stehen in Kürze unter anderem zur Verfügung unter www.hamburg-2030.de.

Quelle: http://www.hamburg.de/pressearchiv-fhh/7786394/2016-12-29-bgv-hamburg2030/

Mobilitätstrends für die Metropolregion Hamburg

Die Zukunft fährt nachhaltig

Regionalkonferenz präsentiert Mobilitätstrends für die Metropolregion Hamburg

Unter dem Titel „Nachhaltige Mobilität“ geht es bei der diesjährigen Regionalkonferenz um die zentralen Fragen von Mobilität und Erreichbarkeit in der Metropolregion Hamburg. Fachleute aus Landes- und Kommunalpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis diskutieren unter anderem mit Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering.

Um gemeinsames Handeln anzuregen, erwarten die Teilnehmer auf der diesjährigen Regionalkonferenz neue gesellschaftspolitische Denkansätze, technische Lösungen, wissenschaftliche Hintergründe und innovative Ideen.

Eröffnet wird die Konferenz durch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering. Einleitend stimmt Prof. Dr. Dirk Vallée von der RWTH Aachen University die Zuhörer auf die Mobilitätswelt von morgen ein. Am Nachmittag geht es in sechs Foren um Themen wie Digitalisierung, Mobilitätsmanagement, Verkehrsvermeidung, Erreichbarkeit im Ländlichen, Elektromobilität und Radverkehr. Kurze Impulsreferate aus Wirtschaft, Planung und Wissenschaft, fachkundige Moderatoren und die Gäste der Konferenz beleuchten gemeinsam die zentralen Herausforderungen rund um das Thema Mobilität.

Alle Informationen finden Sie hier: http://metropolregion.hamburg.de/regionalkonferenz

Hamburger Integrationskonzept wird weiterentwickelt

Das Hamburger Integrationskonzept von 2013 wird weiterentwickelt. Die „Erstintegration“ von Geflüchteten in den ersten drei Jahren nach ihrer Ankunft wird neu in das Konzept aufgenommen. Wie seine Vorgänger wird das neue Konzept zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern sowie gesellschaftlichen Akteuren entstehen. Dazu wurde ein reiter Beteiligungsprozess gestartet – online und offline. Anregungen können bequem über eine Online-Umfrage auf http://www.hamburg.de/integrationskonzept eingereicht werden. Auf dieser Internetseite kann jede und jeder ab sofort Anregungen für die Weiterentwicklung des bestehenden Integrationskonzeptes einreichen. Die Umfrage ist sechs Wochen lang (bis Mitte Dezember 2016) online und steht auch in englischer Sprache zur Verfügung. Alle Anregungen werden anschließend ausgewertet und fließen in die Erarbeitung des neuen Konzepts ein.