Dokumentation der Agenda 2030 Workshop-Reihe “SDGs für Hamburg”

Im November und Dezember 2016 hat die Behörde für Umwelt und Energie fünf Workshops zur Umsetzung der Sustainable Development Goals in Hamburg durchgeführt.Die Dokumentationen sind jetzt auf hamburg.de verfügbar.

Vertreterinnen und Vertreter der Hamburger Behörden sowie der Zivilgesellschaft haben gemeinsam über Schwerpunktthemen und Projektideen für den weiteren Prozess diskutiert. Bei der Ergebnispräsentation am 25.1.2017 wurden die Ergebnisse der Workshops erneut zur Diskussion gestellt.

Workshop-Reihe “SDGs für Hamburg”

Workshops

Hier können Sie sich die Protokolle der Workshops als PDF herunterladen:

Hier können Sie sich die auf den Workshops gezeigten Präsentationen als PDF herunterladen (zip-Datei)

Ergebnispräsentation am 25.1.2017

In einem World Café wurden die Ergebnisse der fünf Workshops präsentiert und diskutiert.

Hier können Sie sich das Protokoll der Veranstaltung herunterladen.

Dokumentation des 1. #Hamburger Ratschlags zur #2030-Agenda

Was muss Hamburg tun, um die Nachhaltigkeitsziele (SDG) der 2030-Agenda umzusetzen?

Gemeinsame Forderungen und Handlungsfelder zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 in Hamburg durch die Hamburger Politik

Die #Dokumentation des Ratschlags der Zivilgesellschaft vom 18. November 2016 ist jetzt hier verfügbar: dokuratschlagsdghh2016 (PDF, 7 MB)

Doku Ratschlag Nov2016
Dokumentation des Ratschlags der Zivilgesellschaft vom 18. November 2016

 

 

Workshop: Ungleichheit beenden, Armutsbekämpfung und Geschlechtergerechtigkeit

Im Rahmen des Hamburger Ratschlags zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung
Freitag, 18. November 2016, 16.30 Uhr bis 19.00 Uhr, Hamburger Volkshochschule, Schanzenstraße 75-77, 20357 Hamburg

Impulse:  
Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath, Marie-Schlei-Verein  
Wiebke Krause, Paritätischer Wohlfahrtsverband  
Cornelia Creischer, Landesfrauenrat

1Ziel 1. Armut in allen ihren Formen und überall beenden Ziel 5. Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen Ziel 10. Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern Die neue Dimension von gesellschaftlicher Ungleichheit ist eine der größten Fehlentwicklungen  unserer  Zeit.  Sie  trennt  Regionen,  Länder  und  Gesellschaften  innerhalb von  Staaten.  Sie verstärkt auch  die  Ungleichheit  zwischen  Männern  und  Frauen.

10Zu Recht will Ziel 10 mit seinen Unterzielen dazu beitragen, Ungleichheiten abzubauen – weltweit. Armut beenden ist weiterhin das prioritäre Ziel Nr. 1 und muss vor allem auf globaler Ebene abgebaut werden. Dennoch definiert das Ziel unter 1.2 den Anspruch die Armut nach nationalen Kategorien zu halbieren. So muss auch in Hamburg das Ziel 1 in seiner Bedeutung erkannt und umgesetzt werden. Hamburg – eine Stadt ohne Armut sollte das Ziel sein.

5Gleichberechtigung von Frauen und Männern als ein eigenes Ziel und als Querschnittsaufgabe  für  alle  Ziele  heißt  Ziel 5,  das  in  Bezug  auf  Frauenarmut,  Alleinerziehende, Lohnungleichheit, Sorgewirtschaft und Führungspositionen auch in seiner Umsetzung für Hamburg eine Herausforderung ist.

Armut überwinden auch in Hamburg

Arm  sind  in  der  EU  all  jene,  die  über  so  geringe  Mittel  verfügen, „dass  sie  von  der Lebensweise  ausgeschlossen  sind,  die  in  dem  Mitgliedstaat,  in  dem  sie  leben,  als Minimum  annehmbar  ist“  (Kommissionsbericht  der  Europäischen  Gemeinschaft, Brüssel  1983).  Das  ist  statistisch  dann  der  Fall,  wenn  jemand  über  weniger  als  60 Prozent des mittleren Einkommens einer Gesellschaft verfügt. Immer mehr Menschen in Deutschland fallen unter diese Definition. Sie sind arm. Wie passt das zur allseits gepriesenen wirtschaftlich guten und stabilen Entwicklung? Nicht  nur  Bruttoinlandsprodukt  und  Einkommen  steigen,  sondern  auch  die  Armutsquote, so der Bericht des Paritätischen Gesamtverbands vom Februar 2015. Mit 12,5 Millionen Menschen hierzulande gelten so viele als arm, wie noch nie im wiedervereinigten Deutschland. Es sind 15,5 Prozent der Bevölkerung, die laut Bericht unterhalb der  Armutsgrenze  leben;  und  das  im  viertreichsten  Land  der  Welt,  das  zudem  die zweitniedrigste Arbeitslosenquote in Europa aufweist.  Auch die OECD stellte zuletzt fest, dass die Ungleichverteilung hierzulande stark zugenommen hat. Ihr zufolge erzielen die obersten zehn Prozent der Bevölkerung heute siebenmal so viel Einkommen wie die untersten zehn Prozent. Vor 30 Jahren brachten sie es nur auf das Fünffache. Deshalb müssen Armutsursachen bekämpft werden, vor allem  Arbeitslosigkeit,  Lohnungleichheit  und  menschenunwürdige  Beschäftigungsverhältnisse sowie die Finanzierung von Sorgearbeit sichergestellt werden. Geschlechtergleichstellung durchsetzen Wir leben in einer Zeit großer Herausforderungen weltweit, europaweit, deutschlandweit und auch in Hamburg. Wir leben aber auch gleichzeitig in einer Welt mit vielfältigen  neuen  Chancen,  um  die  Herausforderungen  und  Probleme  anzugehen  und  zu bewältigen.

Globale  Herausforderungen  lassen  sich  nur  gemeinsam  bewältigen.  Die  UN-Agenda 2030 soll u.a. die Selbstbestimmung der Menschen stärken, Geschlechtergerechtigkeit und  damit  ein  gutes  Leben  für  alle  sichern.  Die  Gleichstellung  der  Geschlechter  ist eines der 17 Ziele der Agenda aber auch Querschnittsthema über alle Ziele. Ziel  5  will  Geschlechtergleichstellung  erreichen  und  alle  Frauen und  Mädchen  zur Selbstbestimmung befähigen. Die für die Erreichung des Zieles 5 definierten Vorgaben beziehen  sich  auf  die  Beseitigung  aller  Formen  von  Gewalt  gegen  Frauen  und Mädchen,  einschließlich  schädlicher  Praktiken  (u.a.  Kinderheirat,  Genitalverstümmelung).  Es  geht  außerdem  um  die  Sicherstellung  von  Chancengleichheit  im politischen, wirtschaftlichen und öffentlichem Leben und um gleiche Rechte bezogen auf  wirtschaftliche  Ressourcen  sowie  Förderung  der  Nutzung  von  Grundlagentechnologien  (besonders  Informations-  und  Kommunikationstechnologien)  durch Frauen.  Der  allgemeine  Zugang  zu  sexueller  und  reproduktiver  Gesundheit  und reproduktiven  Rechten  soll  ebenso  gewährleistet  werden,  wie  die  Entlastung  von Frauen  und  Mädchen  bei  der  von  ihnen  geleisteten  unbezahlten  Haus  und  Sorgearbeit. Gender Mainstreaming ist außerdem in weiteren Zielen der Agenda verankert (Querschnittsthema). Es  ist  ein  großer  Erfolg  der  Frauenbewegung,  dass  es  gelungen  ist,  Geschlechtergleichstellung und Empowerment von Frauen und Mädchen als eigenständiges Ziel in der Agenda 2030 zu verankern.
In keinem Land der Welt sind die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Realisierung von Frauenrechten vollständig erreicht, auch in Deutschland und in Hamburg nicht. Mögliche Forderungen/Herausforderungen für Hamburg, Deutschland und alle UN-Staaten:

  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit
  • Eigenständige soziale Sicherung einschließlich Rente
  • Stopp der Gewalt gegen Frauen und Mädchen
  • Mehr Frauen in Führungsposition in Politik und Wirtschaft
  • Ein  geschlechtergerechtes  Finanzmanagement  (Gender  Budgeting)  des  öffentlichen Haushaltes.

Wichtige Links

 

Workshop: Nachhaltige Stadtentwicklung

Im Rahmen des Hamburger Ratschlags zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung
Freitag, 18. November 2016, 16.30 Uhr bis 19.00 Uhr, Hamburger Volkshochschule, Schanzenstraße 75-77, 20357 Hamburg

Moderation: Karsten Weitzenegger, SID Hamburg
Impuls: Dr. Jochen Menzel, Zukunftsrat Hamburg

11Ziel 11. Städte und Siedlungen inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig gestalten

Die UN-Agenda 2030 setzt mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung neue Maßstäbe für  die  Stadt-,  Regional-  und  Kommunalpolitik:  Städte  und  Siedlungen  sind  inklusiv, sicher,  widerstandsfähig  und  nachhaltig  zu  gestalten  (Ziel  11);  soziale  Ungleichheit abzubauen  (Ziel  10);  Zugang  zu  bezahlbarer,  verlässlicher,  nachhaltiger  und zeitgemäßer  Energie  für  alle  zu  sichern  (Ziel  7);  eine  belastbare  Infrastruktur aufzubauen  (Ziel  9);  inklusive  und  nachhaltige  Industrialisierung  zu  fördern  und Innovationen  zu  unterstützen  (Ziel  9).  Nach  dem  Weltsiedlungsgipfel  Habitat  III  im Oktober  2016  gibt  es  mit  der  New  Urban  Agenda  (NUA)  einen  stadtpolitischen Folgeprozess, der direkt Bezug auf die Umsetzung des Ziel 11 Bezug nimmt. Städte wachsen weltweit. Bis 2030 werden fast zwei Drittel der Menschheit in Städten wohnen. Ob die Transformation der Welt hin zu mehr Nachhaltigkeit gelingt, wird in den Städten entschieden. Städte sind nicht nur lokale, sondern auch globale Akteure und  Treiber  der  Entwicklung.  Die  Herausforderungen  der  sozialen  Integration, Stabilität,  Sicherheit,  Gesundheit,  Zuwanderung  und  Teilhabe  der  Stadtbevölkerung verlangen neue politische Antworten und transformative Maßnahmen, die die Art und Weise, wie wir Städte nutzen, bauen und organisieren, verändern. Dazu brauchen wir einen gesellschaftlichen Such- und Lernprozess.

Der  Wissenschaftliche  Beirat  Globale  Umweltveränderungen (WBGU)  der  Bundesregierung  stellte  sein  Jahresgutachten  2016  unter  das  Thema  „Der  Umzug  der Menschheit: Die transformative Kraft der Städte“. Er fordert strategische Änderungen in drei Dimensionen: Neben der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen und der demokratischen Teilhabe ist für ihn die Dimension der „Eigenart“ zentral. Sie soll es ermöglichen, dass (a) Menschen in den räumlichen Strukturen Selbstwirksamkeit und urbane  Lebensqualität  für  sich  empfinden,  dass  sich  (b)  Ortsidentität  und  soziale Kohäsion entwickeln können und dass (c) soziale sowie ökonomische Kreativitäts- und Innovationspotenziale  durch  ortsgebundene  Interaktionen  zwischen  Akteuren verschiedener gesellschaftlicher Sphären gestärkt werden.

Stadtentwicklung Hamburg

Hamburg  möchte  eine  grüne,  gerechte,  wachsende  Stadt  am  Wasser  sein.  Es  hat jedoch Probleme, allen Menschen in der Stadt den Zugang zu angemessenem, sicherem und bezahlbarem Wohnraum zu gewährleisten (Ziel 11.1).

Bis  2030  wird  ein  Anstieg  der  Einwohnerzahl  auf  rund  1,85  Mio.  erwartet.  55.000 Haushalte suchen jährlich eine neue Wohnung. Für über 10.000 Dringlichkeitsfälle – einschließlich Obdachlosigkeit – gibt es jährlich nur ca. 3.100 gebundene Wohnungen mit Belegungsrechten. Trotz des „Drittel-Mixes“ beim Wohnungsneubau fehlen immer mehr Sozialwohnungen:  Die  alten  Bindungen  laufen  aus,  für  ca. 400.000 §5-Schein-Berechtigte  gibt  es  weniger  als  80.000  Sozialwohnungen.  Die  Mieten  der  freifinanzierten Wohnungen steigen rasant, trotz Mietpreisbremse und Neubau. Viele günstige Mietwohnungen  werden  luxussaniert  oder  in  Eigentumswohnungen  umgewandelt und für die bisherigen Mieter unbezahlbar. Zusätzlich  musste  Hamburg  61.600  Flüchtlinge  (2015)  aufnehmen,  21.000  davon haben  einen  Unterbringungsanspruch.  Viel  zu  lange  müssen  sie  in  Erstaufnahmeeinrichtungen  warten,  da  ausreichend  Folgeunterkünfte  fehlen.  Immerhin  kann  die Stadt  durch  den  Kompromiss  in  den  Verhandlungen  mit  den  Initiativen  diese  Bautätigkeit fortsetzen. Damit wurde die Spaltung der Stadt durch einen Volksentscheid abgewendet.  Zuwanderung  und  Flüchtlinge  zwingen  uns  dazu,  grundlegend  neu  über  Stadtentwicklung nachzudenken. In welcher Stadt wollen wir leben?

Wohnungsneubau wird kompakter, dichter und höher, weil Grundstücke in Hamburg teuer sind und Bauen auf Naturflächen möglichst vermieden werden soll. Umso wichtiger ist die Qualität der verbleibenden Freiräume. Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr müssen zusammen gedacht  werden.  Das  Senatskonzept  „Teilhabe,  Interkulturelle  Öffnung  und  Zusammenhalt“ ist ein guter sozialpolitischer Ansatz. Aber es fehlt ein staatlich-zivilgesellschaftlicher  Dialogprozess  zur  Erarbeitung  einer  umfassenden  Nachhaltigkeitsstrategie.

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Workshop: Bildung für nachhaltige Entwicklung und globales Lernen

Im Rahmen des Hamburger Ratschlags zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung
Freitag, 18. November 2016, 16.30 Uhr bis 19.00 Uhr, Hamburger Volkshochschule, Schanzenstraße 75-77, 20357 Hamburg

Moderation: Dr. Delia Schindler, Zukunftsrat Hamburg
Impuls: Robert Schreiber, Hamburger Bildungsagenda

4Ziel  4.  Inklusive,  gleichberechtigte  und  hochwertige  Bildung  gewährleisten  und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern Mit der UN-Agenda 2030 hat sich die Staatengemeinschaft auf die Umsetzung international  abgestimmter,  global,  national  und  lokal  orientierter  Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDGs) verpflichtet.  Ziel ist eine Welt, in der wirtschaftliches Auskommen für alle einhergeht mit sozialem Zusammenhalt, dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und guter Regierungsführung (good governance). Die 193 Unterzeichnerstaaten waren sich einig, dass nur durch  eine  zukunftsfähige  Transformation  der  Gesellschaft  den  wachsenden  Risiken schwerwiegender  Eingriffe  in  die  Umwelt,  der  weltweiten  Armut  und  mangelnden sozialen Gerechtigkeit sowie der Bedrohung durch Kriege, Terrorismus und politischer Instabilität entgegengewirkt werden kann.
Dabei  kommt  der  Bildung,  insbesondere  der  Bildung  für  nachhaltige  Entwicklung (BNE), eine wichtige Rolle zu. So hat die UNESCO 2014 ein BNE-Weltaktionsprogramm (WAP) verabschiedet, das nach Auslaufen der UN-Dekade BNE (2005 – 2014) zunächst für den Zeitraum 2015 – 2019 Geltung hat und einen zentralen Beitrag zur Umsetzung der  SDGs  leisten  soll.  Unter  dem  Motto  „Vom  Projekt  zur  Struktur“  zielt  es  auf Neuorientierung und weitere Qualitätsentwicklung von Bildung und Lernen, um allen Menschen zu ermöglichen, sich das Wissen, die Fähigkeiten, Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen anzueignen, die für eine globale Zukunftsfähigkeit und für die dafür erforderlichen  Transformationsprozesse  nötig  sind.  Die  Global-Education-First-Initiative des Generalsekretärs der Vereinten Nationen stellt dazu fest: „Für Bildung ist es nicht ausreichend, Individuen hervorzubringen, die lesen, schreiben und rechnen können.  Bildung muss transformativ  sein  und  gemeinsame  Werte  ins Leben tragen. Sie muss aktive Fürsorge für die Welt und für die, mit der wir sie teilen, kultivieren. Bildung  muss  für  die  Beantwortung  der  großen  Herausforderungen,  vor  denen  wir stehen, Bedeutung haben.“

Die  erforderlichen  Umstellungen,  die  hinsichtlich  Form,  Inhalt  und  Verlauf  vielfach noch gar nicht klar sind, werden in jedem Fall konfliktreich sein und erfordern eine Kultur  des  Aushandelns,  die  weitgehend  noch  erlernt  werden  muss.  Das  gilt  insbesondere  hinsichtlich  der  Auseinandersetzung  allseits  vorherrschender  Wachstumsziele mit den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030.

Die  Umsetzung  der  Agenda  2030  wird  national  eng  mit  der  Neugestaltung  der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie als Leitfaden für Regierungshandeln verknüpft. Da die verfassungsrechtliche Zuständigkeit für Bildung ganz weitgehend bei den Ländern liegt,  kommt  in  diesem  wie  in  einigen  anderen  Politikbereichen  auf  die  Freie  und Hansestadt Hamburg eine große Herausforderung zu. Die in der Vergangenheit bereits angestoßenen Transformationsprozesse müssen verstärkt und in die Breite getragen werden. Da Hamburg noch nicht über eine eigene, legislaturunabhängige Nachhaltigkeitsstrategie  verfügt  wie  andere  Bundesländer,  muss  darüber  gesprochen  werden, wie  das  Nachhaltigkeitsziel  4,  inklusive  und  hochwertige  Bildung  zu  gewährleiten, erreicht werden kann. Dabei steht für den Workshop das Teilziel 4.7 im Mittelpunkt: „Bis  2030  sicherstellen,  dass  alle  Lernenden  die  notwendigen  Kenntnisse  und Qualifikationen  zur  Förderung  nachhaltiger  Entwicklung  erwerben,  unter  anderem durch Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit, Weltbürgerschaft  und  die  Wertschätzung  kultureller  Vielfalt  und  des  Beitrags  der Kultur zu nachhaltiger Entwicklung.“
Der  Erfolg  der  für  die  Zielerreichung  notwendigen  Anstrengungen  wird  maßgeblich davon  abhängen,  wie  wirkungsvoll  die  verantwortlichen  stakeholder  Regierung, Zivilgesellschaft,  Wirtschaft  und  Wissenschaft  in  der  Wahrnehmung  ihrer  jeweiligen Aufgaben für eine zukunftsfähige Entwicklung zusammenarbeiten.  Um die Gestaltung dieses Prozesses im Bereich der Bildung geht es in dem Workshop „Bildung für nachhaltige Entwicklung und globales Lernen“. Dabei stehen drei Themen im Mittelpunkt:

  1. LehrerInnenbildung und Professionalisierung von MultiplikatorInnen
  2. Berücksichtigung der Empfehlungen des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung und Kooperation mit NROs bei anstehender Überarbeitung der Bildungspläne
  3. Angebote  und  Finanzierung  öffentlicher  Fortbildungsveranstaltungen  zu  einer gesellschaftlichen Transformation im Sinne der Agenda 2030.  Es  geht  dabei  um  das  „Was“  (Inhalte,  Schwerpunktsetzungen)  aber  mindestens ebenso sehr um das „Wie“ (Ansatzpunkte, Verantwortlichkeiten, Vorgehen).

Wichtige Links

Hamburger Ratschlag zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

ratschlagDie Zukunft, die wir wollen – das Hamburg, das wir brauchen –

Hamburger Ratschlag zur
Umsetzung der UN-Agenda 2030
für nachhaltige Entwicklung

Freitag, den 18. November 2016
15.30 Uhr bis 21.00 Uhr
Hamburger Volkshochschule, Schanzenstraße 75-77, 20357 Hamburg

Der Marie-Schlei-Verein, das Eine Welt Netzwerk Hamburg, die W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik und der Zukunftsrat Hamburg laden ein:  einladung-ratschlag-agenda2030_final

Was muss Hamburg tun, um die Nachhaltigkeitsziele (SDG) der Agenda umzusetzen?

15.30 Uhr  Begrüßung Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath, Marie-Schlei-Verein
Einführung Thilo Hoppe, MdB a.D., Brot für die Welt

16.30 Uhr  Fünf parallele Werkstattgespräche zu den SDG-Querschnittsthemen
(Vorschläge aus den unterschiedlichen Perspektiven zu diesen Themen finden sich auf den folgenden Seiten)

19.00 Uhr  Abschlussrunde im Plenum

  • Gemeinsame Forderungen und Handlungsfelder zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 in Hamburg durch die Hamburger Politik.
    Moderation: Karin Heuer, Heinrich-Böll-Stiftung

Anmeldungen  bitte  an  Bianca  Percic  (EWNW)  mit  Angabe  des bevorzugten Workshops: bianca.percic@ewnw.de

Die Veranstaltung wird finanziell unterstützt von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Links und weiterführende Informationen

  • UN-Agenda 2030 (deutsch)
  • Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung; Stellungnahme der Zivilgesellschaft

Hamburger Ratschlag zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Freitag, 18. November 2016, 15.30 Uhr bis 21.01 Uhr

Die Zukunft, die wir wollen – das Hamburg, das wir brauchen
Einladung im Original

Liebe Mitwirkende am Zivilgesellschaftlichen Ratschlag zur lokalen Umsetzung der SDGs in Hamburg, liebe Interessierte,

hiermit möchten wir Sie auf den Hamburger Ratschlag der Zivilgesellschaft hinweisen. Wir wollen gemeinsam konkrete Forderungen zur Umsetzung der SDGs/ Agenda 2030 in Hamburg an die Hamburger Politik erarbeiten. Veranstalter des Ratschlages sind: Marie-Schlei-Verein, Eine Welt Netzwerk Hamburg, W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik und Zukunftsrat.

Der Ratschlag „ Die Zukunft, die wir wollen- das Hamburg, das wir brauchen – Hamburger Ratschlag zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ wird am Freitag, dem 18.11.2016, von 15:30 bis ca. 21:00 Uhr in der Volkshochschule Schanzenstraße stattfinden.

Bitte merken Sie sich bei Interesse diesen Termin vor.

Vorgesehen ist folgender Ablauf:

  1. Begrüßung
  2. Aufschlag von Thilo Hoppe, Brot für die Welt (bis 2013 Mitglied des Bundestages und im Bundestagsausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen)
  3. Kaffeepause
  4. Fünf parallele Werkstattgespräche von 16:30 bis 18:30 zu den SDG-Querschnittsthemen
  5. Umwelt und Klimaschutz (und Energie)
  6. Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen
  7. Menschenrechte, Wirtschaft und Arbeitswelt
  8. Nachhaltige Stadtentwicklung (Migration und Entwicklung)
  9. Ungleichheit, Armutsbekämpfung und Geschlechtergerechtigkeit
  10. Imbiss
  11. Abschlussrunde im Plenum 19:00- 21:00: Was muss Hamburg in Hinblick auf die Umsetzung der Agenda 2030 tun? Zusammenführung der Forderungen aus den Themen-Workshops

Die Einladung sowie weitere Informationen folgen.

Fragen und Rückmeldungen bitte an Bianca Percic, Eine Welt Netzwerk Hamburg, eMail: bianca.percic [äd] ewnw.de

 

Ort

VHS-Zentrum, Schanzenstraße 75-77, 20357 Hamburg

Veranstalter

Marie-Schlei-Verein
Eine Welt Netzwerk Hamburg
W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik
Zukunftsrat