Einladung: Hamburger Ratschlag zur Umsetzung der Agenda 2030, 7. April 2017, Bürgersaal Wandsbek

Einladungsflyer_Ratschlag_2_2017-1

Liebe Interessierte an der lokalen Umsetzung der SDGs in Hamburg,

Einladung zum Hamburger Ratschlag 2 hier herunterladen (pdf, 1300 KB)

um an unseren Ratschlag im November 2016 anzuknüpfen und gemeinsam konkrete Forderungen an die Hamburger Politik zu formulieren, wird der zweite Hamburger Ratschlag „Die Zukunft, die wir wollen- das Hamburg, das wir brauchen – Hamburger Ratschlag zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“

am Freitag, 7. April 2017, von 13:00 bis ca. 19:00 Uhr
im Bürgersaal Wandsbek, Am Alten Posthaus 4, 22041 Hamburg stattfinden. Der Saal liegt hinter dem Bezirksamt Wandsbeck, nicht mit dem Bürgerhaus zu verwechseln.

Hierzu laden wir Sie herzlich ein!

Der Ratschlag richtet sich primär an Vertreter_innen zivilgesellschaftlicher Vereine, Initiativen und Organisationen.

Vorgesehen ist folgender Ablauf:

  1. Begrüßung
  2. Einführung über die UN Agenda 2030 und die Umsetzung der Nachhaltigkeits­agenda der Bundesregierung durch Frau Dr. Imme Scholz (Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung & stellvertretende Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE))
  3. Kaffeepause
  4. Fünf parallele Workshops zur Formulierung von Forderungen zu den SDG-Querschnittsthemen
  • Umwelt, Klimaschutz und Energie
  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen
  • Menschenrechte, Wirtschaft und Arbeitswelt
  • Nachhaltige Stadtentwicklung
  • Ungleichheit beenden, Armutsbekämpfung und Geschlechtergerechtigkeit
  1. Abschlussrunde im Plenum: Zusammenführung der Forderungen aus den Themen-Workshops

Die Gesamtmoderation im Plenum übernimmt Frau Dr. Anke Butscher.

Der Einladungsflyer des Ratschlags ist angehängt. Vertiefende Links und Informationen zu den verschiedenen Themenbereichen finden Sie unter www.2030hamburg.de. Dort sind auch erste Forderungen an den Hamburger Senat zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda zusammengefasst.

Zudem finden Sie die Neuauflage der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie unter https://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/2017/01/2017-01-11-nachhaltigkeitsstrategie.pdf?__bob=publicationFile&v=7

Wir bitten um eine Anmeldung bis Freitag, den 31.03.2017, unter Angabe des Workshops, in dem Sie mitarbeiten möchten, an bianca.percic@ewnw.de.

Mit freundlichen Grüßen,

die Veranstalterinnen des Hamburger Ratschlags

Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath (Marie-Schlei-Verein), Stephanie Gokel (Zukunftsrat), Naciye Demirbilek (W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik) und Bianca Percic (Eine Welt Netzwerk Hamburg)

 

 

Forderungen an den Hamburger Senat zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda

Zur Vorbereitung für Forderungen an den Hamburger Senat zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda in Hamburg, nachstehend einige Vorschläge, die beim Ratschlag am 7. April 2017 als Grundlage dienen sollen.

Einladungsflyer_Ratschlag_2_2017-1

AG 1: Umwelt
-Hamburg stellt einen Klimaplan zur ernsthaften Umsetzung des Pariser Klimaabkommen auf
-pro Hamburger sollen dabei im Durchschnitt bis 2050 nicht mehr als 100t CO2 emittiert werden
-Hamburg führt ein regelmäßiges Monitoring zum Erfolg des Klimaplans durch
-Hamburg organisiert über einen Diskussionsprozess die gerechte Lastenverteilung für den Klimaschutz
-Hamburgs gerechter Lasten-Verteilungsplan wird von der Bürgerschaft beschlossen
AG 2: Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globales Lernen
– Die Zivilgesellschaft wird am Steuerungsprozesszur Umsetzung des Ziels 4/4.7 der Agenda 2030 beteiligt, insbesondere an der Konzeption des Hamburger Masterplans BNE zur Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms BNE 2015-2019.
– Der National Aktionsplan BNE sowie dervon der Kultusministerkonferenz verabschiedete Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung bilden das Bezugssystem für denHamburger Masterplans BNE.
– Die Hamburger Bildungseinrichtungen und Behörden werden im Sinne eines ganzheitlichen BNE-Ansatzes (Whole Institutional Approach) weiterentwickelt und die dafür notwendigen Ressourcen werden bereitgestellt.
– BNE wird als Grundorientierung und übergreifendes Bildungszielim Orientierungsrahmen Schulqualitätund in den Bildungsplänen für jedes Unterrichtsfach verankert.
– BNE wird strukturell in der Aus-, Fort-, und Weiterbildung von Lehrkräften, pädagogischen Fachkräften und MultiplikatorInnen verankert.

AG 3: Wirtschaft, Arbeit und Menschenrechte
– Nachhaltigkeit in Vergabegesetz und Wirtschaftsförderung festschreiben
– Anerkennung eines regionalen Wohlfahrtsindex neben dem BIP zur Steuerung der Stadt in Kombination mit HEINZ (Zukunftsrat)
– Ethisches Investment weiterentwickeln
– Stärkung der regionalen Wirtschaft via Metropolregion
– Umweltleitfaden zum Nachhaltigkeitsleitfaden umschreiben
– Schaffung von Öffentlich geförderter Beschäftigung

AG 4: Stadtentwicklung
– Bezahlbarer Wohnraum: mindestens 150.000 Wohnungen mit sozialer Bindung, davon 5.000 für Dringlichkeitsfälle
– Planungsansatz: Konkrete integrierte und geschlechterdifferenzierte Raum(entwicklungs-) planungen, verbindlich innerhalb der Metropolregion beschließen und umsetzen
– Grünflächen und öffentliche Räume: Verdichtung der Siedlungsstruktur bei Zusammenhalt der Grün-und Naturflächen; Naturschutzflächen unantastbar lassen („rote Linien“)
– Nachhaltige Verkehrssysteme: Verkehrsentwicklungsplan konsequent mit Vorrang der nicht-motorisierten Mobilität, der Inklusion, dem Lärmschutz, der Minderung von CO²-Emissionen und Luftverschmutzung. Probeweise Sperrbezirke für den Pkw-Verkehr in der Innenstadt
– Senkung der Umweltbelastung: Maßnahmen zur Einhaltung der europäischen Grenzwerte zur Luftreinhaltung und Lärm, notfalls auch gegen Interessen der Privatwirtschaft
AG 5: Armutsbekämpfung Ungleichheitund Geschlechtergerechtigkeit:
– Halbierung der Armut
– Eigenständige soziale Sicherung
– Gender-Budgeting im Hamburger Haushalt
– Stopp der Gewalt gegen Frauen
Die in den AGs dann erarbeiteten Forderungen werden in der abschließenden Plenardiskussion beraten.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme an dem 2. Hamburger Ratschlag!

Logos Ratschlag Hamburg

C20 fordert Kurswechsel der G20 im Kampf gegen globale Ungerechtigkeit

Globalisierung im Krisenmodus

https://civil-20.org/german/Berlin, 23. März 2017 (VENRO) – Anlässlich des zweiten „Sherpa“-Treffens der G20 am Donnerstag und Freitag in Frankfurt bekräftigen zivilgesellschaftliche Organisationen aus der ganzen Welt ihre gemeinsam Forderung nach einer neuen Politik der G20. Auf dem Treffen bereiten die G20-Beauftragten der Regierungschefs den Gipfel der Gruppe der 20 vor, der Anfang Juli in Hamburg stattfindet.

„Die Globalisierung wird schlecht gestaltet, ihre Rahmenbedingungen stimmen nicht. Sie befindet sich längst im Krisenmodus. Die Welt hat noch nie so massive Ungleichheit gesehen: Acht superreiche Männer besitzen heute so viel wie die Hälfte der Menschheit. Die Kluft zwischen reich und arm wird in den meisten Ländern immer breiter“, heißt es in der Erklärung  des Civil20-Steuerungskreises, in dem sich Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt für den G20-Prozess koordinieren. (Die vollständige Erklärung finden Sie hier.)

Die Civil20 (www.civil-20.org) fordern, dass die Agenda 2030 zentraler Handlungsrahmen für alle Aktivitäten der G20 wird. Zudem muss das Bekenntnis zu den Zielen des Pariser Klimaabkommens Grundvoraussetzung für die weiteren Verhandlungen werden. Die globale Finanzstruktur darf nicht weiterhin Ungleichheitsstrukturen und Armut verschärfen.

„Die deutsche G20-Agenda ist sehr ambitioniert“, erklärt Jürgen Maier, Co-Vorsitzender des Civil20-Steuerungskreises und Geschäftsführer des Forums Umwelt und Entwicklung. „Aber solange die wirtschaftspolitischen Grundlagen die alten bleiben, werden auch die Ergebnisse die alten bleiben, und deshalb protestieren immer mehr Menschen gegen diese Art von Globalisierung.“ Die ernüchternden Ergebnisse des G20-Finanzministertreffens vergangene Woche zeigten, dass die üblichen Ansätze die jetzigen Herausforderungen nicht lösen.

Zivilgesellschaftliche Organisationen aus 50 Ländern haben deshalb in den vergangenen Monaten gemeinsam Empfehlungen entwickelt, wie die G20 einen wichtigen Beitrag zu einer gerechten und sozial wie ökologisch verträglichen Globalisierung leisten kann. „Die G20 muss für angemessene Transparenz sorgen und auch ein klares Signal an jene Staaten senden, in denen zivilgesellschaftliche Rechte zunehmend eingeschränkt werden“, forderte Klaus Schilder, Mitglied des Civil20-Steuerungskreises und Sprecher der Arbeitsgruppe Globale Strukturpolitik vom Verband Entwicklungspolitik und Humanitäre Hilfe (VENRO).

Hintergrund

Am 23. und 24. März tagen die sogenannten Sherpas der G20 zum zweiten Mal, um den G20-Gipfel am 7. und 8. Juli in Hamburg vorzubereiten. Vertreter aus Nichtregierungsorganisationen werden am Freitag daran teilnehmen, um ihre Empfehlungen an die G20 vorzustellen und zu diskutieren. Im Rahmen der deutschen Präsidentschaft koordinieren das Forum Umwelt und Entwicklung und VENRO den Dialog der deutschen und internationalen Zivilgesellschaft mit der Bundesregierung.

Dokumentation der Agenda 2030 Workshop-Reihe “SDGs für Hamburg”

Im November und Dezember 2016 hat die Behörde für Umwelt und Energie fünf Workshops zur Umsetzung der Sustainable Development Goals in Hamburg durchgeführt.Die Dokumentationen sind jetzt auf hamburg.de verfügbar.

Vertreterinnen und Vertreter der Hamburger Behörden sowie der Zivilgesellschaft haben gemeinsam über Schwerpunktthemen und Projektideen für den weiteren Prozess diskutiert. Bei der Ergebnispräsentation am 25.1.2017 wurden die Ergebnisse der Workshops erneut zur Diskussion gestellt.

Workshop-Reihe “SDGs für Hamburg”

Workshops

Hier können Sie sich die Protokolle der Workshops als PDF herunterladen:

Hier können Sie sich die auf den Workshops gezeigten Präsentationen als PDF herunterladen (zip-Datei)

Ergebnispräsentation am 25.1.2017

In einem World Café wurden die Ergebnisse der fünf Workshops präsentiert und diskutiert.

Hier können Sie sich das Protokoll der Veranstaltung herunterladen.

Kick-Off für die Hamburger Wandelwoche 2017

Liebe Freund*innen, Mitgestaltende und Interessierte der Wandelwoche,
… einmal ist keinmal, haben wir uns gesagt …
Daher laden wir, das Orga-Team der ersten Wandelwoche Hamburg, Euch herzlich ein, auch 2017 eine Wandelwoche mitzudenken, mitzugestalten und Euch weiter zu vernetzen, denn: Ihr habt sie bereits, die vielen Ideen, und lebt sie bereits, die Projekte für ein gutes, nachhaltiges und solidarisches Leben. 
Wir treffen uns zum Kick-Off
am Samstag, 18. März, 14-18 Uhr
wieder im W3-Saal im Nernstweg, diesmal saniert und barrierefrei
wir kümmern uns um ein kleines Büffet und Getränke gegen Spende
Euch dort – wieder oder erstmals – zu sehen, ist für uns eine Freude!
Damit wir uns gut vorbereiten können, meldet eure Teilnahme möglichst bis zum 28. Februar an: hamburg@wandelwoche.org (Initiative und Anzahl Personen)
Aber auch spontan seid ihr herzlich willkommen!
Die Wandelwoche Hamburg 2017 wird voraussichtlich von Fr. 29. September – Sa. 7. Oktober stattfinden.
Es geht um die Gestaltung einer offenen Gesellschaft, die von solidarischem Miteinander und ökologischer Verantwortung geprägt ist und um Wirtschaften auf Basis von Kooperation statt Konkurrenz, von Sinn statt Gewinn und von menschlichen Bedürfnissen statt Profitmaximierung.
Unter dem Motto ‚Ein gutes Leben für alle ist möglich‘ fand im Oktober 2016 die erste Wandelwoche Hamburg statt. In über 30 spannenden Veranstaltungen präsentierten sich Projekte des Wandels und Initiativen, die sich für ein nachhaltiges und solidarisches Wirtschaften einsetzen.
Eine Video-Rückschau zur ersten Wandelwoche findet ihr hier: https://vimeo.com/196178272
Nach diesem schönen Erfolg im Auftaktjahr geht es im Herbst 2017 mit der nächsten Wandelwoche Hamburg weiter! Dieses Jahr wollen wir dem Programm der Woche durch mehrere Themenschwerpunkte noch mehr Profil geben und laden Euch ein diese Themen mitzugestalten.
Viele Grüße vom Orga-Team
Sandra, Sabine, Betti, Sonja, Timo, Gerald, Maike, Maria, Norbert, Wolfgang, Rainer

hamburg.bio vom 24.02. bis 26.02.2017

Hamburg ist im September 2016 dem Netzwerk der Bio-Städte beigetreten. Sie will dadurch insbesondere einen Anreiz für heimische Erzeuger schaffen und die Verwendung von Öko-Produkten bei öffentlichen Veranstaltungen fördern (s. Drs. 21/6048, https://www.buergerschaft-hh.de/ParlDok/dokument/54521/hamburgs-landwirtschaft-st%c3%a4rken-%e2%80%93-bio-stadt-hamburg.pdf).

Als Startschuss für die Bio-Stadt Hamburg findet die Fach- und Verbrauchermesse hamburg.bio statt.  Vom 24. bis 26. Februar 2017 bildet die Messe in der Handelskammer Hamburg, Adolphsplatz 1 mit zahlreichen Angeboten und einem informativen Rahmenprogramm einen bunten und informativen  Auftakt.

Drei Tage wird die Handelskammer Hamburg zum Treffpunkt für alle, denen nachhaltige ökologische Entwicklung am Herzen liegt. Die hamburg.bio vernetzt Bio-Akteure aus Stadt und Metropolregion. Auf der Messe selbst präsentiert sich die Freie und Hansestadt Hamburg, Initiativen und Vereine mit Informationsangeboten. 55 Bio-Erzeuger, Bio-Lebensmittelhandwerker, Bio-Gastronomen sowie Anbieter von ökologischen und nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen laden zum Informations- und Einkaufserlebnis ein.

Die Veranstaltung in bester Innenstadtlage richtet sich sowohl an Fachbesucher als auch an Endverbraucher. Die hamburg.bio wird von nah:türlich genießen e.V. mit Unterstützung der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) organisiert.

Gleichermaßen attraktiv für Fachbesucher und bio-interessierte Verbraucher ist das vielseitige Rahmenprogramm der Veranstaltung. Dort werden zum Beispiel Leuchtturmprojekte aus den Bereichen Erzeugung/Verarbeitung sowie Betriebsgastronomie vorgestellt. Sie beweisen, dass ökologischer Landbau und Bio-Produkte eine nachhaltige und wirtschaftliche Alternative zur konventionellen Landwirtschaft und ihren Erzeugnissen bieten können.

 

Konferenz „G20 – Leadership for Sustainable Business?“, Hamburg, 10. Mai

Die Handelskammer Hamburg bittet, sich den Termin der Konferenz „G20 – Leadership for Sustainable Business?“ zu notieren, welche am 10. Mai 2017 im HKIC, Adolphsplatz 6, 20457 Hamburg stattfinden wird.

An dem Tag werden zwischen 13.30 und 20.00 Uhr Panels und interaktive Workshops stattfinden, die sich unter anderem mit den folgenden Kernfrage befassen werden:

  • Was sind die Handlungsmöglichkeiten der G20 Staaten im Hinblick auf die Förderung einer nachhaltigen und fairen Ökonomie?
  • Was sind unsere Erwartungen an das anstehende G20 Treffen in Hamburg?
  • Welche Maßnahmen sind aus der G7-Leaders Erklärung zu Responsible Supply Chains hervorgegangen?
  • Welche Formen der Kooperationen zwischen staatlichen Akteuren und Unternehmen im Kontext von Nachhaltigkeit sind besonders erfolgreich?

Die interaktiven Workshops behandeln folgende Themen:

  • Human Rights Due Diligence in international Supply Chains
  • Green Building Strategien
  • Supply Chain Traceability
  • CSR-Richtlinie und Nationaler Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte

Bestätigte Panelist/innen:

  • Frank Hoffer, ILO/ACT
  • Jürgen Janssen, Leiter Sekretariat Bündnis für nachhaltige Textilien des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
  • Laura Schneider, Econsense – Forum Nachhaltige Entwicklung der Deutschen Wirtschaft
  • Maren Barthel, Senior Manager · Sustainability Management, Otto Group
  • Maximilian Heyde, Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
  • Nanda Bergstein, Head of Vendor Relations and Sustainability Non Food, Tchibo

Moderator/innen der Workshops und Panels:

 

  • Andreas Zamostny, Schlange & Co, Consultants for Corporate Responsibility
  • Delia Schindler Tchibo, Zukunftsrat
  • Doris Hilger, Handelskammer Hamburg
  • Hanna Bornholdt, Behörde für Umwelt und Energie, Hamburg
  • Isabel Ebert, Business & Human Rights Resource Centre, London
  • Sarah Jastram, Dr. Jürgen Meyer Chair of International Business Ethics and Sustainability HSBA
  • Stefan Diederichs Behörde für Umwelt und Energie, Hamburg

Die Plätze sind begrenzt! Bitte melden Sie sich gern bereits jetzt für das Event an unter https://www.hsba.de/aktuelles/veranstaltungen/konferenz-g20-leadership-for-sustainable-business/

Veranstalter:

  • HSBA – Lehrstuhl für Internationale Wirtschaftsethik und Nachhaltigkeit
  • Handelskammer Hamburg

Kooperationspartner:

  • Dr. Jürgen Meyer Stiftung
  • Business and Human Rights Center London
  • Schlange & Co, Consultants for Corporate Responsibility

Zukunftsrat: Hamburg und die Nachhaltigkeitsziele der UN von 2015

Jochen Menzel vom Zukunftsrat Hamburg hat eine Analyse zum Thema Hamburg und der Umsetzung der SDGs formuliert, die hier verfügbar ist:

2017-05-01 Hamburg und die Nachhaltigkeitsziele der UN von 2015

Zusammenfassung

Die Agenda 2030 der UN ist eine ambitionierte, zum Teil sehr konkrete Vision für eine gerechte und menschenwürdige Zukunft. Alle Länder, einschließlich der Industriestaaten sind insofern gleichermaßen „Entwicklungsländer“. Hamburg trägt als wachsende Welthandelsmetropole eine eigene Verantwortung zur Erfüllung dieser Vision – auch wenn es in vielen Bereichen schon bemerkenswerte Fortschritte erreicht hat.

Aus den 169 Unterzielen der Agenda 2030 werden 37 ausgewählt, die nach Auffassung des Zukunfts-rats Hamburg für die Hansestadt als Ansporn und Zielvorgabe eine besondere Relevanz haben. Die kurz gefasste Gegenüberstellung von Unterziel (Soll), status quo (Ist) und einzelnen Maßnahmenvor-schlägen kann nur selektiv und subjektiv sein – eine Anregung zu weiterer Diskussion.

Aus den in Kapitel 6 behandelten Unterzielen lassen sich für Hamburg folgende Themencluster der Agenda 2030 für die langfristige „Transformation unserer Welt“ herausfiltern:

  • die Beseitigung von Armut und sozialer Ungleichheit als Aufgabe der staatlichen Daseinsvorsorge
  • der Klima- und Ressourcenschutz in allen Bereichen – z.B. durch Effizienzsteigerung, Abfallreduzierung, Beseitigung von Verschwendung, Kreislaufwirtschaft
  • die tatsächliche Gleichstellung der Geschlechter in allen Bereichen
  • die Stärkung des Artenschutzes und Erhaltung der Biodiversität auf hohem Niveau
  • Institutionalisierte Kommunikation über nachhaltige Produktionsverfahren und Konsum- und Lebensstilfragen
  • „Demokratisierung“ staatlicher Entscheidungsfindung durch Inklusion und Partizipation, auch durch Transparenz und ausreichende Datengrundlagen.

Aus der Backcasting-Perspektive 2030 erfordern diese Zielkomplexe Strategien und Maßnahmen, die über die gegenwärtigen Ansätze hinausgehen. Ein business as usual würde der „beispiellosen Reichweite und Bedeutung“ der UN-Agenda nicht gerecht. Um die Zielstellung dieser Themencluster in Staat und Gesellschaft zu bewerben, zu operationalisieren, umzusetzen und über Indikatoren zu eva-luieren, bedarf es eines längerfristigen partnerschaftlichen staatlich / gesellschaftlichen Verständi-gungsprozesses. Ohne ausreichende personelle, fachliche und organisatorische Ressourcen aus allen Ressorts wird das nicht gelingen.

Zivilgesellschaftliches Engagement muss „auf Augenhöhe“ beteiligt werden, ohne Ehrenamtlichkeit zu überfordern. Nach der Hamburger Verfassung tragen Bürgerschaft, Senat und Behörden die demokratische Gesamtverantwortung und letzte Entscheidungskompetenz für die Stadt. Ihnen obliegt damit auch eine Vorreiter- und Motivatorrolle für alle Hamburgerinnen und Hamburger. Ihnen obliegt jedoch auch, für eine nachhaltige Entwicklung neue Formen der zivilgesellschaftlichen Teilhabe zwischen repräsentativer Parteiendemokratie und Volksgesetzgebung in Einzelfragen zu institutionalisieren.

Dokumentation des 1. Hamburger Ratschlags zur 2030-Agenda

Was muss Hamburg tun, um die Nachhaltigkeitsziele (SDG) der 2030-Agenda umzusetzen?

Gemeinsame Forderungen und Handlungsfelder zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 in Hamburg durch die Hamburger Politik

Die #Dokumentation des Ratschlags der Zivilgesellschaft vom 18. November 2016 ist jetzt hier verfügbar: dokuratschlagsdghh2016 (PDF, 7 MB)

Doku Ratschlag Nov2016
Dokumentation des Ratschlags der Zivilgesellschaft vom 18. November 2016

 

 

Hamburger Integrationskonzept wird weiterentwickelt

Das Hamburger Integrationskonzept von 2013 wird weiterentwickelt. Die „Erstintegration“ von Geflüchteten in den ersten drei Jahren nach ihrer Ankunft wird neu in das Konzept aufgenommen. Wie seine Vorgänger wird das neue Konzept zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern sowie gesellschaftlichen Akteuren entstehen. Dazu wurde ein reiter Beteiligungsprozess gestartet – online und offline. Anregungen können bequem über eine Online-Umfrage auf http://www.hamburg.de/integrationskonzept eingereicht werden. Auf dieser Internetseite kann jede und jeder ab sofort Anregungen für die Weiterentwicklung des bestehenden Integrationskonzeptes einreichen. Die Umfrage ist sechs Wochen lang (bis Mitte Dezember 2016) online und steht auch in englischer Sprache zur Verfügung. Alle Anregungen werden anschließend ausgewertet und fließen in die Erarbeitung des neuen Konzepts ein.

Workshop: Ungleichheit beenden, Armutsbekämpfung und Geschlechtergerechtigkeit

Im Rahmen des Hamburger Ratschlags zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung
Freitag, 18. November 2016, 16.30 Uhr bis 19.00 Uhr, Hamburger Volkshochschule, Schanzenstraße 75-77, 20357 Hamburg

Impulse:  
Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath, Marie-Schlei-Verein  
Wiebke Krause, Paritätischer Wohlfahrtsverband  
Cornelia Creischer, Landesfrauenrat

1Ziel 1. Armut in allen ihren Formen und überall beenden Ziel 5. Geschlechtergleichstellung erreichen und alle Frauen und Mädchen zur Selbstbestimmung befähigen Ziel 10. Ungleichheit in und zwischen Ländern verringern Die neue Dimension von gesellschaftlicher Ungleichheit ist eine der größten Fehlentwicklungen  unserer  Zeit.  Sie  trennt  Regionen,  Länder  und  Gesellschaften  innerhalb von  Staaten.  Sie verstärkt auch  die  Ungleichheit  zwischen  Männern  und  Frauen.

10Zu Recht will Ziel 10 mit seinen Unterzielen dazu beitragen, Ungleichheiten abzubauen – weltweit. Armut beenden ist weiterhin das prioritäre Ziel Nr. 1 und muss vor allem auf globaler Ebene abgebaut werden. Dennoch definiert das Ziel unter 1.2 den Anspruch die Armut nach nationalen Kategorien zu halbieren. So muss auch in Hamburg das Ziel 1 in seiner Bedeutung erkannt und umgesetzt werden. Hamburg – eine Stadt ohne Armut sollte das Ziel sein.

5Gleichberechtigung von Frauen und Männern als ein eigenes Ziel und als Querschnittsaufgabe  für  alle  Ziele  heißt  Ziel 5,  das  in  Bezug  auf  Frauenarmut,  Alleinerziehende, Lohnungleichheit, Sorgewirtschaft und Führungspositionen auch in seiner Umsetzung für Hamburg eine Herausforderung ist.

Armut überwinden auch in Hamburg

Arm  sind  in  der  EU  all  jene,  die  über  so  geringe  Mittel  verfügen, „dass  sie  von  der Lebensweise  ausgeschlossen  sind,  die  in  dem  Mitgliedstaat,  in  dem  sie  leben,  als Minimum  annehmbar  ist“  (Kommissionsbericht  der  Europäischen  Gemeinschaft, Brüssel  1983).  Das  ist  statistisch  dann  der  Fall,  wenn  jemand  über  weniger  als  60 Prozent des mittleren Einkommens einer Gesellschaft verfügt. Immer mehr Menschen in Deutschland fallen unter diese Definition. Sie sind arm. Wie passt das zur allseits gepriesenen wirtschaftlich guten und stabilen Entwicklung? Nicht  nur  Bruttoinlandsprodukt  und  Einkommen  steigen,  sondern  auch  die  Armutsquote, so der Bericht des Paritätischen Gesamtverbands vom Februar 2015. Mit 12,5 Millionen Menschen hierzulande gelten so viele als arm, wie noch nie im wiedervereinigten Deutschland. Es sind 15,5 Prozent der Bevölkerung, die laut Bericht unterhalb der  Armutsgrenze  leben;  und  das  im  viertreichsten  Land  der  Welt,  das  zudem  die zweitniedrigste Arbeitslosenquote in Europa aufweist.  Auch die OECD stellte zuletzt fest, dass die Ungleichverteilung hierzulande stark zugenommen hat. Ihr zufolge erzielen die obersten zehn Prozent der Bevölkerung heute siebenmal so viel Einkommen wie die untersten zehn Prozent. Vor 30 Jahren brachten sie es nur auf das Fünffache. Deshalb müssen Armutsursachen bekämpft werden, vor allem  Arbeitslosigkeit,  Lohnungleichheit  und  menschenunwürdige  Beschäftigungsverhältnisse sowie die Finanzierung von Sorgearbeit sichergestellt werden. Geschlechtergleichstellung durchsetzen Wir leben in einer Zeit großer Herausforderungen weltweit, europaweit, deutschlandweit und auch in Hamburg. Wir leben aber auch gleichzeitig in einer Welt mit vielfältigen  neuen  Chancen,  um  die  Herausforderungen  und  Probleme  anzugehen  und  zu bewältigen.

Globale  Herausforderungen  lassen  sich  nur  gemeinsam  bewältigen.  Die  UN-Agenda 2030 soll u.a. die Selbstbestimmung der Menschen stärken, Geschlechtergerechtigkeit und  damit  ein  gutes  Leben  für  alle  sichern.  Die  Gleichstellung  der  Geschlechter  ist eines der 17 Ziele der Agenda aber auch Querschnittsthema über alle Ziele. Ziel  5  will  Geschlechtergleichstellung  erreichen  und  alle  Frauen und  Mädchen  zur Selbstbestimmung befähigen. Die für die Erreichung des Zieles 5 definierten Vorgaben beziehen  sich  auf  die  Beseitigung  aller  Formen  von  Gewalt  gegen  Frauen  und Mädchen,  einschließlich  schädlicher  Praktiken  (u.a.  Kinderheirat,  Genitalverstümmelung).  Es  geht  außerdem  um  die  Sicherstellung  von  Chancengleichheit  im politischen, wirtschaftlichen und öffentlichem Leben und um gleiche Rechte bezogen auf  wirtschaftliche  Ressourcen  sowie  Förderung  der  Nutzung  von  Grundlagentechnologien  (besonders  Informations-  und  Kommunikationstechnologien)  durch Frauen.  Der  allgemeine  Zugang  zu  sexueller  und  reproduktiver  Gesundheit  und reproduktiven  Rechten  soll  ebenso  gewährleistet  werden,  wie  die  Entlastung  von Frauen  und  Mädchen  bei  der  von  ihnen  geleisteten  unbezahlten  Haus  und  Sorgearbeit. Gender Mainstreaming ist außerdem in weiteren Zielen der Agenda verankert (Querschnittsthema). Es  ist  ein  großer  Erfolg  der  Frauenbewegung,  dass  es  gelungen  ist,  Geschlechtergleichstellung und Empowerment von Frauen und Mädchen als eigenständiges Ziel in der Agenda 2030 zu verankern.
In keinem Land der Welt sind die Gleichberechtigung der Geschlechter und die Realisierung von Frauenrechten vollständig erreicht, auch in Deutschland und in Hamburg nicht. Mögliche Forderungen/Herausforderungen für Hamburg, Deutschland und alle UN-Staaten:

  • Gleicher Lohn für gleiche Arbeit
  • Eigenständige soziale Sicherung einschließlich Rente
  • Stopp der Gewalt gegen Frauen und Mädchen
  • Mehr Frauen in Führungsposition in Politik und Wirtschaft
  • Ein  geschlechtergerechtes  Finanzmanagement  (Gender  Budgeting)  des  öffentlichen Haushaltes.

Wichtige Links

 

Workshop: Menschenrechte, Wirtschaft und Arbeitswelt

Im Rahmen des Hamburger Ratschlags zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung
Freitag, 18. November 2016, 16.30 Uhr bis 19.00 Uhr, Hamburger Volkshochschule, Schanzenstraße 75-77, 20357 Hamburg

Impulse:
Dr. Mirjam Freytag, Kirchlicher Entwicklungsdienst
Katja Karger, DGB Hamburg,
PD Dr. Ralf Ptak, Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt

8Ziel Nr. 8: Dauerhaftes, inklusives und nachhaltiges Wirtschaftswachstum, produktive Vollbeschäftigung und menschenwürdige Arbeit für alle fördern  Die  nachhaltigen Entwicklungsziele  (SDGs)  berücksichtigen  im  gleichen  Maße ökologische, ökonomische und soziale Aspekte von Nachhaltigkeit. Ein Aspekt ist hierbei die Verantwortung der reichen Industriestaaten für die Lebens- und Arbeitsbedingungen in  den  rohstoffexportierenden  armen  Ländern.  Produktions-  und  Wertschöpfungsketten,  auf  denen  die  industrielle  westliche  Wirtschaft  beruht,  haben  globalen Charakter. Zentrales Ziel muss die Sicherung von Menschen- und ArbeitnehmerInnenrechten  in  diesen  globalen  Wertschöpfungsketten  sein.  Dies  bedeutet  etwa  die Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen entlang der Lieferketten; essentiell sind auch die UN-Rechtsvorschriften für multinationale Unternehmen. Auch in Hinsicht auf das Verständnis  von  Arbeit  und  Umwelt  in  den  Industrieländern  sind  die  SDGs  von fundamentaler  Bedeutung.  Der  Übergang  zu  einer  kohlenstoffarmen  Wirtschaft  bis zum Jahr 2050 ist notwendig und gesellschaftlich anerkannt.

In diesem Workshop wollen wir die Möglichkeiten und Hindernisse, die in den Nachhaltigkeitszielen stecken, diskutieren. Ideen und Forderungen, die für Hamburg eine Rolle  spielen  und  hier  umgesetzt  werden  könnten,  werden  im  Mittelpunkt  stehen. Beispiele  sind  hierfür  die  Verpflichtung  Hamburger  Unternehmen  zu  fairem  Handel oder  die  Verankerung  der  Nachhaltigkeit  im  Hamburger  Vergabegesetz.  Das  Thema Nachhaltigkeit  in  den  Dimensionen  sozial,  ökologisch  und  ökonomisch  war  ein wichtiger  Bestandteil  des  Olympia-Konzeptes  für  Hamburg.  Was  geschieht  jetzt  mit diesen Ansätzen?

Die  UN  Sustainable  Development  Goals  enthalten  ehrgeizige  Ziele  hinsichtlich  der Bekämpfung  von  Armut  und  der  Entwicklung  von  Wohlstand.  Kernaufgabe  ist: Niemand  darf  zurück  gelassen  werden.  Speziell  das  Ziel  Nummer  8  nimmt  explizit Wirtschaft  und  Arbeit  in  den  Fokus  und  betont  nachhaltiges  Wachstum,  volle Beschäftigung und Gute Arbeit. Deutschland hat einen nationalen Aktionsplan (NAP) zur Umsetzung der 31 UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte erstellt, der allerdings weit hinter den Möglichkeiten und Erwartungen zurück bleibt.
Wie  kann  das  alles  zusammen  gedacht  werden?  Welche  Handlungsmöglichkeiten ergeben sich daraus für die Hansestadt? Kann der Einzelhandel zur Offenlegung seiner Lieferketten  gebracht  werden?  Wie  kann  gute  Beschäftigung  gefördert  werden? Welche Möglichkeiten hat die Zivilgesellschaft, faire Arbeitsbedingungen in Hamburg und weltweit durchzusetzen? Hilft ein weltweiter Mindestlohn?

Wichtige Links

Misereor, Germanwatch (2014): Globales Wirtschaften und Menschenrechte – Deutschland auf dem Prüfstand
Brot für die Welt – Wirtschaft und Menschrechte
Armin Paasch (2016): Profit vor Menschenrecht. In: Blätter für deutsche und internationale Politik
DGB (2015): Globale Lieferketten und menschenwürdige Arbeit
DGCN (2014): Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte
Auswärtiges Amt, Wirtschaft und Menschrechte