Rat für Nachhaltige Entwicklung lädt zur 17. Jahreskonferenz: „wissen. wählen. wünschen.“, Berlin 29.5.

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung lädt Sie ein, am 29. Mai 2017 bei der

17. Jahreskonferenz: „wissen. wählen. wünschen.“

im bcc Berlin Congress Center (Alexanderstr. 11, 10178 Berlin) dabei zu sein.

Weltweit steht die Agenda 2030 auf der Tagesordnung der Staaten. Akteure rücken zusammen, um bei allen Differenzen gemeinsame Anliegen der nachhaltigen Entwicklung zu verfolgen. Deutschland steht in diesen Monaten im Mittelpunkt der 20 wichtigsten Volkswirtschaften: mit Politik, Werten und dem Anliegen, Nachhaltigkeit in allen Aspekten zur Grundlage von Entscheidungen zu machen.

Was unsere Zeit jedoch auch prägt: Wir übersetzen Wissen zu wenig ins Handeln. Wir fragen zu wenig, was es (genau) heißt, für Nachhaltigkeit zu sein. Wir nutzen das Wünschen einer besseren Zukunft zu selten als Brücke zwischen Konflikten im Hier und Jetzt.

Deshalb diskutieren wir auf der 17. Jahreskonferenz gemeinsam, wie wir nachhaltige Entwicklung leben, was wir ändern müssen und was im „Nachhaltigkeitsland“ Deutschland realistisch ist oder realisiert wird. In unterschiedlichsten Formaten bietet Ihnen das Programm die Möglichkeit, über diese Fragen in Austausch zu kommen und an der Entwicklung von Lösungen teilzuhaben.

Wir laden Sie herzlich zur Jahreskonferenz 2017 ein! Bitte nutzen Sie für Ihre Anmeldung folgenden Link:
https://lcem.lab-concepts.de/registration/rne-jahreskonferenz-2017
Detaillierte Informationen zur Veranstaltung finden Sie hier: http://www.nachhaltigkeitsrat.de/jahreskonferenz

Die Nachhaltigkeitsstrategien der Länder

In der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie spielen die Länder eine wichtige Rolle.  Wie sie diese umsetzen, bleibt den Zuständigen vor Ort überlassen. Zwölf Länder greifen dafür auf eine übergeordnete Nachhaltigkeitsstrategie zurück bzw. stehen kurz vor Beschlussfassung. Die RENN – Regionale Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien haben dazu diese Übersicht erstellt: http://www.renn-netzwerk.de/hintergrund/#c165

 

Eröffnung RENN.nord und Auszeichnugsfeier „Projekt Nachhaltigkeit 2017“

Eröffnung der Regionalen Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategie Nord – kurz RENN.nord – und die Auszeichnung der norddeutschen Gewinner des Gütesiegels „Projekt N(Nachhaltigkeit) 2017“ vom Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung

 21.März 2017 ab 18.00 Uhr

WÄLDERHAUS,  Am Inselpark 19, 21109 Hamburg

Eröffnung der Regionalen Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategie Nord – kurz RENN.nord – und die Auszeichnung der norddeutschen Gewinner des Gütesiegels „Projekt N(Nachhaltigkeit) 2017“ vom Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung

RENN

Die RENN sind ein länderübergreifendes Netzwerk aus staatlichen und zivilgesellschaftlichen Akteuren, die der Rat für Nachhaltige Entwicklung im Auftrag der Bundesregierung in vier deutschen Regionen eingerichtet hat. Sie sollen Akteure aus dem Bereich Nachhaltigkeit vernetzen und Impulse für eine gesellschaftliche Transformation geben.

Die RENN.nord besteht aus folgendem Partnernetzwerk:

Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, Landesverband Hamburg e.V. (SDW)

Akademie für Nachhaltige Entwicklung Mecklenburg-Vorpommern (ANE)

Bildungszentrum für Natur, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein (BNUR)

Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen GmbH (KEAN) mit dem Verein Niedersächsischer Bildungsinitiativen e.V. (VNB)

Geschäftsstelle Umwelt Unternehmen aus Bremen

 

Projekt Nachhaltigkeit 2017

67 Projekte, die die Welt gerechter, ökologischer und sozialer machen, hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung (RNE) mit dem Qualitätssiegel „Projekt N(Nachhaltigkeit) 2017“ ausgezeichnet, darunter 14 aus den norddeutschen Bundesländern. Mit dem Siegel macht der RNE Initiativen aus der Gesellschaft sichtbar, die einen besonderen Beitrag für die nachhaltige Entwicklung Deutschlands und der Welt leisten. Über 240 Projekte hatten sich bundesweit beworben, die Gewinner wurden von einer Jury aus Mitgliedern des RNE und Vertretern der RENN ermittelt.

 

Freuen Sie sich auf einen interessanten und gehaltvollen Abend rund um das Thema „Nachhaltigkeit“ im WÄLDERHAUS und merken sich den Termin vor.

 

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

 

Herzliche Grüße

Hartmut Eckert

Geschäftsführung

Bitte melden Sie sich bis zum 7. März 2017 unter nord@renn-netzwerk.de an.

Programm

 

18.00 Uhr: Empfang

18.30 Uhr: Begrüßung durch den Hausherrn Rüdiger Kruse, Geschäftsführer der SDW Hamburg

18.35 Uhr: Vorstellung des norddeutschen Netzwerkes

18.45 Uhr: Musikalische Einlage (Lukas Droese)

18.50 Uhr: Offizielle Eröffnung der RENN.nord durch den Leiter des Bezirksamtes Hamburg-Mitte, Herrn Falko Droßmann

19.00 Uhr: Gastvortrag: Prof. Alexander Bassen, Prof. für Betriebslehre an der Universität Hamburg und Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung

19.20 Uhr: Musikalisches Intermezzo

19.35 Uhr: Preisverleihung Projekt N durch die Vertreter der norddeutschen Bundesländer

20.15 Uhr: Musikalisches Intermezzo

20.20 Uhr: Preisverleihung Projekt N durch die Vertreter der norddeutschen Bundesländer

20:55 Uhr: Schlusswort

21.00 Uhr: Get-Together, Zeit für den Austausch

 

Ländersache Nachhaltigkeit – 2030-Agenda durch die Bundesländer

Ländersache Nachhaltigkeit

Neuerscheinungen beim Global Policy Forum Europe

Wegen ihrer Zuständigkeit für wichtige Politikfelder spielen die Bundesländer bei der Umsetzung der 2030-Agenda in und durch Deutschland eine zentrale Rolle. Ganz im Sinne der im September 2015 in New York verabschiedeten Nachhaltigkeitsagenda sind davon prinzipiell alle Sektoren betroffen, von der Sozial- über die Landwirtschafts-, Bildungs- und Umweltpolitik bis hin zur Wirtschafts- und Industriepolitik.

Dabei gilt, dass es weniger ein Problem sein dürfte, innerhalb der Nachhaltigkeitsstrategien der Länder auf Diskurse aus dem wirtschafts-, sozial- oder umweltpolitischen Bereich zu rekurrieren. Vielmehr wird es darum gehen müssen, den Leitgedanken des Konzepts „Nachhaltigkeit“ auch dort Geltung zu verschaffen, wo sie bislang nur eine untergeordnete Rolle spielen, oder es offenkundige Zielkonflikte gibt. Das gilt beispielsweise für die wirtschafts- und industriepolitischen Strategien einzelner Bundesländer.

Das vorliegende Arbeitspapier gibt eine Übersicht über die Strategien und Strukturen, die die Bundesländer unter den Stichworten „Nachhaltigkeit“ und „Entwicklungszusammenarbeit“ bislang geschaffen haben. Es liefert keine lexikalisch vollständige Aufzählung, sondern beschränkt sich bewusst auf einige zentrale Beispiele, aus denen sich unterschiedliche Ansätze, aber auch gemeinsame Trends ablesen lassen.

Hier dargestellt sind erste Steinchen dessen, was im Endergebnis ein großes Mosaik der Nachhaltigkeitspolitik auf Ebene der Bundesländer bilden sollte. Dieses Arbeitspapier dient dem Einstieg in die Debatte, ob die Länder mit ihren bisherigen Maßnahmen auf dem richtigen Weg sind, die umfassende Nachhaltigkeitsagenda der UN bei sich umzusetzen, und wo weiterer Handlungsbedarf besteht.


Ländersache Nachhaltigkeit
Die Umsetzung der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung durch die Bundesländer

Autor: Uwe Kerkow
Herausgeber: Global Policy Forum Europe
ISBN: 978-3-943126-30-3
Bonn, Januar 2017
48 Seiten

Zum Download des Berichts (pdf).


SDGs für die Bundesländer

Die Rolle der Länder bei der Umsetzung der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung

Die Umsetzung der 2030-Agenda und der in ihr enthaltenen Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) ist nicht allein Aufgabe der Bundesregierung. Auch den Bundesländern kommt in den Bereichen, für die sie Kompetenzen besitzen und über Kapazitäten verfügen, eine besondere Rolle in der Verwirklichung der Agenda zu. So haben diverse Bundesländer bereits im Vorfeld der Verabschiedung der 2030-Agenda die Gelegenheit ergriffen und ihre jeweiligen Nachhaltigkeitsstrategien bzw. Entwicklungspolitischen Leitlinien überarbeitet.

In den reformierten Strategien und Leitlinien werden teilweise weitreichende Vorschläge für landespolitische Maßnahmen im Nachhaltigkeitsbereich gemacht. In den Dokumenten einiger Länder finden sich implizite oder explizite Verweise auf die SDGs. Thematisch überlappen sich die Nachhaltigkeitsstrategien und Entwicklungspolitischen Leitlinien deutlich – die Bundesländer sollten die Themen der Nachhaltigkeitsagenden und der Entwicklungszusammenarbeit deshalb zusammendenken und institutionell stärker bündeln. Neben einer solchen Bündelung ist es vor allem wichtig, Nachhaltigkeit ressort- übergreifend kohärent umzusetzen und nachhaltige Entwicklung auf höchster politischer Ebene anzusiedeln und zur „Chef/innensache“ zu erklären. Auch eine starke Einbindung der Zivilgesellschaft und weiterer betroffener Akteure in den Prozess der Erarbeitung und Umsetzung der Nachhaltigkeits- und Entwicklungspolitik der Länder ist unabdingbar dafür, dass diese einen substanziellen Beitrag zur Realisierung der 2030-Agenda leisten.

Das vorliegende Briefing fasst die Ergebnisse eines zeitgleich erscheinenden Berichts von Uwe Kerkow zusammen, der ebenfalls von Global Policy Forum herausgegeben wird.


SDGs für die Bundesländer
Die Rolle der Länder bei der Umsetzung der 2030-Agenda für nachhaltige Entwicklung

Autoren: Svenja Brunkhorst und Wolfgang Obenland
Herausgeber: Global Policy Forum Europe
Bonn, Januar 2017

Zum Download des Briefings (pdf, 200 KB)


Stärkung der Agenda 2030 durch die Partnerschaftsarbeit der Deutschen Länder

Entwicklungspolitik ist nicht nur eine Aufgabe des Bundes, sondern auch der 16 Deutschen Länder. Sie haben vielfältige  entwicklungspolitische Beziehungen und stellen dies auf dem Internetportal „Portal Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik“ dar. Durch deren Partnerschaftsarbeit wird die Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung stark gefördert.

Aktuell stellt das Portal „Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik“ ausführliche Informationen zu allen für die Entwicklungspolitik relevanten Beziehungen der 16 Deutschen Länder vor. Die Rubrik „Partnerschaften der Länder“ ermöglicht einen Überblick über die vielfältigen entwicklungspolitischen Beziehungen der Länder und durch eine benutzerfreundliche Filterfunktion ist die Suche nach bestehenden Partnerschaften für alle Interessierten übersichtlich.

Seit vielen Jahren bestehen enge Partnerschaften zwischen den Deutschen Ländern und Städten, Regionen oder Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika. Die Partnerschaften sind vielfältig und haben unterschiedlichste inhaltliche Schwerpunkte, Rahmenbedingungen und Zielsetzungen. Gemeinsam ist all diesen Partnerschaften jedoch, dass sie eine gute Möglichkeit darstellen, um ein breites gesellschaftliches Engagement für die Entwicklungszusammenarbeit zu mobilisieren. Die Vielfalt der Partnerschaftsbeziehungen von Kommunen, Schulen, Vereinen, Kirchen und Universitäten ist dabei eine wesentliche Ressource für die Entwicklungspolitik der Länder.

Die Partnerschaftsarbeit der Deutschen Länder leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung: über die Förderung von nachhaltiger und ökologischer Landwirtschaft bis zur Stärkung des Fairen Handels, Verbesserung der Bildung, Unterstützung von Frauen bis hin zur Mitwirkung in den Bereichen Gesundheitsversorgung u. v. m.

Das Wichtige bei der Arbeit ist: Sowohl die Menschen im Partnerland als auch die Menschen in den Deutschen Ländern profitieren vom Austausch, dem Verständnis und der Motivation, die sich in jeder Partnerschaft ergeben. Wesentlich ist dabei, dass die Partnerschaften auf Augenhöhe und unter Wahrung der beiderseitigen Interessen und Bedürfnissen gestaltet werden.

Mehr zu den Programmen und inhaltlichen Schwerpunkten der 16 Deutschen Länder erhalten Sie auf dem gemeinsamen Internetportal „Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik“.

Link: http://entwicklungspolitik-deutsche-laender.de/partnerschaften-der-laender

Quelle:
World University Service – Deutsches Komitee e.V.
Seit 1950 aktiv für das Menschenrecht auf Bildung

Portal Deutsche Länder in der Entwicklungspolitik

www.entwicklungspolitik-deutsche-laender.de
Goebenstr. 35 – 65195 Wiesbaden
Tel.: +49 (0) 611 9446170 – Fax: +49 (0) 611 446489
portal@wusgermany.dewww.wusgermany.de

 

 

 

Workshop Ländersache Nachhaltigkeit, 15.12.2016

Einladung des Global Policy Forums Europe:
Bereits im Vorfeld der Verabschiedung der 2030 Agenda haben  einige Bundesländer die Gelegenheitergriffen und ihre jeweiligen Nachhaltigkeitsstrategien bzw. Entwicklungspolitischen Leitlinienüberarbeitet. In anderen Bundesländern ist dieser Prozess noch im  Gange oder steht noch aus. In denreformierten Strategien und Leitlinien werden teilweise  weitreichende Vorschläge für landespolitischeMaßnahmen im Nachhaltigkeitsbereich gemacht.
In unserem Workshop werden wir über verschiedenen Vorschläge und Ansätze berichten und sievergleichen, um sie für Diskussionen in anderen Bundesländern und auch für Diskussionen auf Bundesebene nutzbar zu machen. Welche Rolle spielen zivilgesellschaftliche Akteure auf  Länderebene.Ergeben sich darausSchlüsse für die Bundesebene? Welche Themen stehen auf den Agenden derLänder? Wie wird mitpolitischen Zielkonflikten und konkurrierenden rioritäten umgegangen?
Um Anmeldung bis zum 5. Dezember bitten wir unter
https://rsvp.globalpolicy.org/workshop_laendersache. Für Fragen und Rückmeldungen erreichen Sie uns unter europe@globalpolicy.org.
Programm: https://www.globalpolicy.org/images/pdfs/GPFEurope/Einladung_und_Programm_-_Landersache_Nachhaltigkeit.pdf
Dieser Workshop ist Teil des Projekts„2030.de“des Global Policy Forums Europe, gefördert von derStiftungUmwelt undEntwicklung Nordrhein-Westfalen sowie von Engagement Global im Auftrag des BMZ

Die Sustainable Development Goals (SDGs) in der Bildungsarbeit

http://newsletter.ewik.de/m/10707598/102198-c4b3b53c1b9ec99983d43677a3d9702f

Der Newsletter des Portals Globales Lernen Oktober 2016 verweist auf Unterrichtsmaterialien zu den Nachhaltigkeitszielen für die unterschiedlichsten Zielgruppen, stellt interessante Aktionen und Projekte zu den SDGs vor und will damit zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den globalen Nachhaltigkeitszielen ermuntern.

Die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) werden in den nächsten Jahren ein wichtiger Referenzrahmen für die entwicklungspolitische Arbeit sein. Dabei ist zentral, dass die 17 Ziele für alle Länder gelten. Auch Deutschland ist aufgefordert, die eigene Politik zu überprüfen und auf eine global gerechte, nachhaltige Entwicklung auszurichten.

Die Rolle von Bildung wird an vielen Stellen hervorgehoben. Ziel 4 fordert eine inklusive, gerechte und hochwertige Bildung sowie lebenslanges Lernen für alle. Bis 2030 soll zudem sichergestellt sein, dass alle Lernenden das Wissen und die Kompetenzen erhalten, die sie benötigen, um eine nachhaltige Welt mit zu gestalten. In den Worten Ban Ki-Moons: „Education must be transformative and bring shared values to life. It must cultivate an active care for the world and for those with whom we share it.“ (UN Global Education First Initiative)

Die SDGs betonen die Relevanz von Bildungsansätzen wie dem Globalen Lernen, Global Citizenship Education und Menschenrechtsbildung. Denn ein grundlegender Wandel, wie er für eine zukunftsfähige, global gerechte Lebens- und Wirtschaftsweise notwendig ist, gelingt nur dann, wenn er von vielen Menschen getragen wird. Von Menschen, die sich als Bürger_innen verstehen und die Fähigkeiten und den Mut haben, die Ursachen der gegenwärtigen Situation zu benennen und Gesellschaft und Politik – auch gegen Widerstände – zu verändern. Die SDGs sind damit ein Instrument, die strukturelle Verankerung und finanzielle Förderung des Globalen Lernens und unserer Arbeit einzufordern. Zugleich können und sollten sie aber auch dazu dienen, unsere Bildungsarbeit zu überprüfen und weiter zu entwickeln: Fördern wir wirklich transformative Lernprozesse? Tragen unsere Angebote zu Veränderungen in den Werte-, Denk- und Verhaltensmustern von Menschen bei? Gelingt es uns, eine inklusive Bildung zu gestalten, also alle Menschen zu erreichen?

Die VEN-Fachstelle Globales Lernen möchte diesen Fragen nachgehen und das transformative Potential des Globalen Lernens gemeinsam mit niedersächsischen Initiativen und Vereinen weiterentwickeln, um so auch zu einer Umsetzung der SDGs beizutragen.

Die SDGs und die Verantwortung von NRW, 05.12.2016, Düsseldorf

„Die Sustainable Development Goals – Die Verantwortung von
Nordrhein-Westfalen für eine nachhaltige Zukunft“

Termin: Montag, 5. Dezember 2016, 18.00 – ca. 20.00 Uhr
Ort: Boui Boui Bilk, Düsseldorf
Einladung: http://www.fes.de/lnk/2nj
Anmeldung: http://www.fes.de/lnk/2m7

Podium:
– Dr. Simona Costanzo Sow, UNSSC – Knowledge Centre for Sustainable
Development
– Franz-Josef Lersch-Mense, Minister für Bundesangelegenheiten, Europa
und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen und Chef der Staatskanzlei
– Jens Martens, Geschäftsführer des Global Policy Forum
– Moderation: Heike Janßen, Nachrichtenredakteurin und Vorstand des
Netzwerk Weitblick e.V. – Verband Journalismus & Nachhaltigkeit

Die Sustainable Development Goals (SDGs) wurden im September 2015 von
der Generalversammlung der Vereinten Nationen (VN) verabschiedet. Alle
193 Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verpflichten sich, auf die
Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren 17 Nachhaltigen Entwicklungszielen
auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene bis zum Jahr 2030
hinzuarbeiten. Rund ein Jahr danach lohnt sich ein Blick auf
Entstehungsgeschichte, Inhalte und politische Implikationen dieser
Agenda.
Nordrhein-Westfalen ist ein starker und wichtiger Partner vieler Länder
weltweit. Aus dieser Rolle ergeben sich auch die Verantwortung und
Möglichkeit der positiven Einflussnahme auf die nachhaltige
Entwicklung unserer Partnerländer und deren Politikgestaltung. Im Fokus
der Veranstaltung sollen daher die entwicklungspolitischen Aktivitäten
von Nordrhein-Westfalen sowie deren Zusammenhang mit den SDGs stehen.
– Welche Perspektive haben die VN auf die Agenda 2030?
– Wie kann und will NRW seine Verantwortung im globalen Gefüge
wahrnehmen?
– Wie kann die Vernetzung mit zivilgesellschaftlichen Projekten
verbessert werden?

Friedrich-Ebert-Stiftung
Landesbüro Nordrhein-Westfalen
Homepage: http://www.fes.de/landesbuero-nrw/
Facebook: https://www.facebook.com/FESNRW
Twitter: https://twitter.com/FESNRW

Bremen: Städtepartnerkonferenz Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele auf kommunaler Ebene

IMPLEMENTING THE SDGs ON THE LOCAL LEVEL
STÄDTEPARTNERKONFERENZ:
UMSETZUNG DER UN-NACHHALTIGKEITSZIELE  AUF KOMMUNALER EBENE
BREMEN, 14. UND 15. NOVEMBER 2016

Das Land Bremen lädt aller Städtepartner ein, um sich zu den SDG auszutauschen und gemeinsame Schritte zu unternehmen.

„Die Umsetzung der SDGs ist auch für Bremen und
Bremerhaven Herausforderung und Anschub zugleich
auf dem Weg hin zu einer gerechteren und nachhaltigen
Gesellschaft. Diese ehrgeizigen Ziele können nur erreicht
werden, wenn Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Politik an
einem Strang ziehen. Mit dieser Konferenz wollen wir den
ersten Schritt tun und laden Sie herzlich zur Eröffnung ein.“
Bürgermeister Dr. Carsten Sieling
Präsident des Senats der Freien Hansestadt Bremen

Einladung für den öffentlichen Teil: bremen-staedtepartnerkonferenz

Netzwerk21Kongress: Globale Nachhaltigkeitsziele in den Kommunen verankern, Dortmund 27-28 Oktober 2016

Globale Nachhaltigkeitsziele – von der UN ins Quartier

10. bundesweiter Fortbildungs- und Netzwerkkongress für lokales Nachhaltigkeitsengagement am 27. bis 28. Oktober 2016 in Dortmund, netzwerk21kongress.de

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Mit der Verabschiedung der globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen existiert ein neuer Referenzrahmen zur Gestaltung einer umweltfreundlichen, sozial gerechten, ökonomisch erfolgreichen und kulturell vielfältigen Gesellschaft. Zugleich sind mit der 2030-Agenda erstmals alle Nationalstaaten und alle gesellschaftlichen Akteure aufgefordert, an der Zielerreichung mitzuwirken. Doch wie kann diese Mitwirkung an der globalen Agenda auf allen Ebenen bis hinein ins Quartier gelingen?

Dem Umsetzungsprozess der globalen Nachhaltigkeitsziele und den daraus resultierenden Fragen und Diskussionen wird auf dem Netzwerk21Kongress 2016 ein besonderer Schwerpunkt eingeräumt. Dabei stellen wir uns ausgewählten Fragen um Strategien, Handlungsfelder und Aktionen lokalen Nachhaltigkeitsengagements:

  • Wie können die Globalen Nachhaltigkeitsziele über Strategien vor Ort be- und gefördert werden?
  • Wie können die Erfordernisse der 2030-Agenda wie Klimaschutz, Integration, Mobilität, Biodiversität und Armutsbekämpfung auch auf Quartiersebene gelöst werden?
  • Wie kann es gelingen, neue Kooperationen, Partnerschaften und Bündnisse zu schaffen und zu stärken?
  • Diskutieren Sie, wie sich die globalen Nachhaltigkeitsziele in den Kommunen verankern lassen, wie Quartiere für die neuen Herausforderungen gestärkt werden können und warum Suffizienz und ein gutes Leben zusammengehören.

    Bereits zum 10. Mal treffen sich Nachhaltigkeitsakteure aus Kommunen, NGOs und Initiativen, um Strategien mit Leben zu füllen und Akteure mit Ideen und Projekten für die Zukunft zusammenzuführen. Das Jubiläum zeigt uns, dass das Format – ein Nachhaltigkeitskongress mit Engagierten aus Politik, Zivilgesellschaft, Kommunen, Wissenschaft und Unternehmen – ein großer Erfolg ist. Jährlich wechselnde Städte und Bundesländer haben sich gemeinsam mit dem Kongressteam mit ihren Ideen und Innovationen zur Nachhaltigkeit in den Kongress eingebracht und diesem ihren ganz eigenen Stempel aufgedrückt. Sie alle zeigen und zeigten uns die Vielfalt eines bunten und vielfältigen Nachhaltigkeitsengagements.

    Zum Programm

    Bedeutung der 2030-Agenda für eine nachhaltige Entwicklung der deutschen Bundesländer

    Universelle Verantwortung: die Bedeutung der 2030-Agenda für eine nachhaltige Entwicklung der deutschen Bundesländer
    Fischer, Cecilia / Imme Scholz (2015)
    DIE Discussion Paper 12/2015

    Anhang zum Discussion Paper 12/2015

    Download: DP_12.2015(1) Anhang_zu_DP_12.2015_Fischer.Scholz_Tabelle(1)

    Die deutschen Bundesländer nehmen eine wichtige Rolle bei der Festlegung und Umsetzung von Maßnahmen zur Umsetzung der 2030-Agenda und damit den Sustainable Development Goals (SDGs) ein: aufgrund ihrer Zuständigkeiten, lokalen Expertise und ihrer Nähe zu wichtigen Akteuren ist ihr Beitrag wichtig und notwendig, um den Bund zu unterstützen.

    Die fünf wichtigsten Politikfelder („Big Five“), in denen Strategieänderungen der Industrieländer die größten positiven in- und ausländischen Auswirkungen hervorrufen können, sind Klimawandel (SDG 13), Energie (SDG 7), nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion (SDG 12), Meeres- und Küstenschutz (SDG 14) und die Reduzierung von Ungleichheiten innerhalb und zwischen Ländern (SDG 10). Über 85% der Bundesländer setzen in ihren Nachhaltigkeitsstrategien Schwerpunkte in den Themenfeldern der „Big Five“. Weiterhin nennen alle Bundesländer in ihren Strategien folgende acht SDGs als Schwerpunkt: Bildung (SDG 4), Energie (SDG 7), Wachstum (SDG 8), Infrastruktur und Innovation (SDG 9), Ungleichheiten reduzieren (SDG 10), Städte (SDG 11), nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion (SDG 12), globale Partnerschaften (SDG 17). Dagegen kommen Geschlechtergleichstellung (SDG 5) und Armut (SDG 1) selten vor.

    Die Studie prüft auch, inwiefern die Nachhaltigkeitsstrategien die OECD-Kriterien für effektive Strategien erfüllen. Alle Bundesländer haben entweder eine Analyse der Ausgangssituation und/oder eine Analyse aktueller und zukünftiger Trends und Risiken in ihre Nachhaltigkeitsstrategie integriert. Verbessert werden kann die Erfüllung der Kriterien „klare budgetäre Prioritäten“ und „hochrangige institutionelle Verankerung“.

    In den entwicklungspolitischen Leitlinien bilden nur zwei SDGs in den Leitlinien aller Bundesländer einen Schwerpunkt: Bildung (SDG 4) und globale Partnerschaften (SDG 17). Fast keine bis keine Bedeutung haben Städte (SDG 11), Wasser (SDG 6) und Meeresschutz (SDG 14). Was die „Big Five“ betrifft, so ist nachhaltiger Konsum und nachhaltige Produktion (SDG 12) in den meisten Bundesländern ein Schwerpunktthema, Ungleichheiten reduzieren (SDG 10) und Energie (SDG 7) bewegen sich im Mittelfeld, während Klimawandel (SDG 13) nur in einem Drittel der Leitlinien als Schwerpunkt relevant ist.

    Die Studie empfiehlt den Bundesländern, sich auf Strategieänderungen in den Politikfeldern der „Big Five“ zu konzentrieren, weil dort die größten Effekte erzielt werden können. Gleichzeitig sollten sie ihre entwicklungspolitische Inlandsarbeit auf die SDGs ausrichten und ihre Kooperation mit Entwicklungsländern dahingehend überprüfen. Innovative Impulse können erzielt werden, indem die Kooperation mit Schwellen- und Industrieländern bzw. europäischen Regionen ebenfalls in den Kontext der SDGs gestellt wird. Insgesamt müssen die Bundesländer eine Balance zwischen der selektiven Auswahl einzelner Ziele und dem Anspruch, allen Zielen gerecht zu werden, finden. Zudem ist nachhaltige Entwicklung immer „Chefsache“ und muss auf Länderebene in der Senats- oder Staatskanzlei verankert sein. Weiterhin erfordert die Umsetzung der 2030-Agenda eine verstärkte horizontale und vertikale Kohärenz zwischen allen Ebenen. Bund und Länder müssen ihre Koordination zu Themenfeldern, Zielen und Indikatoren der Nachhaltigkeitspolitik daher intensivieren.

    http://www.die-gdi.de/2030-agenda/