Sharmila Kamli

Gäste aus der indischen Textilbranche berichten, warum wir faire Kleidung brauchen

Fair Trade Stadt Hamburg lädt ein zur Podiumsdiskussion an der AMD Akademie Mode & Design Hamburg

Starte die Fashion Revolution!

Gäste aus der indischen Textilbranche berichten, warum wir faire Kleidung brauchen

Köln/Hamburg, 8. März: Am 24. April jährt sich der Einsturz der Textilfabrik
Rana Plaza zum sechsten Mal. Der Aufschrei, den die Tragödie mit über
Tausend Toten auslöste, ist seither nicht verhallt, dafür steht die Fashion
Revolution Week. Denn die Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten der
Textilbranche sind nach wie vor inakzeptabel. Transfair e.V. fordert gemeinsam
mit weiteren zivilgesellschaftlichen Akteuren daher von Wirtschaft, Politik und
Verbrauchern: Wir brauchen mehr faire Kleidung! Bereits jetzt ist Mode mit
Fairtrade-Baumwolle erhältlich. Fairtrade ist aber auch entlang der langen
Herstellungskette aktiv. Wie sich die Situation der Arbeiterinnen und Arbeiter
dadurch verbessert, davon berichten Gäste aus Indien am Gedenktag am
24. April ab 18.30 Uhr im Rahmen einer Podiumsdiskussion an der
AMD Akademie Mode & Design Hamburg, Fachbereich Design der
Hochschule Fresenius.

Textilbranche auf Links gedreht – Der Blick hinter die Kulissen

Zu Besuch aus Indien sind Näherin Sharmila Kamli und Trainerin
Sethu Lakshmy. Bereits seit 13 Jahren arbeitet Sharmila Kamli fur das
indische Textilunternehmen Purecotz. Begonnen als ungelernte
Schneiderin, hat sie im Unternehmen ihr Einkommen kontinuierlich
erhöht und es so geschafft, als alleinerziehende Witwe ein eigenes
Haus zu finanzieren und ihre vier Kindergroszuziehen. Purecotz
gehört zu den Unternehmen, die am Fairtrade-Textilprogramm
teilnehmen. Das Programm hat das Ziel, Arbeitsschutz und -sicherheit
zu verbessern sowie Mitsprache- und Organisationsstrukturen der
Beschäftigten aufzubauen. Dabei hilft Sethu Lakshmy. Die gelernte
Umweltwissenschaftlerin und Personalmanagerin besucht die
teilnehmenden Fabriken und gibt Trainings und Schulungen fur die
Beschäftigen und das Management.

Herzliche Einladung zur Podiumsdiskussion zur
Fashion Revolution an der AMD Hamburg
am 24. April, 18.30 Uhr Alte Rabenstrase 1, 20148 Hamburg

Auf dem Podium diskutieren:
– Sethu Lakshmy – Trainerin fur das Textil-Programm Fairtrade-Produzentennetzwerk NAPP
– Sharmila Kamli – Näherin im indischen Textilunternehmen Purecotz
– Rabea Schafrick – Nachhaltigkeitsbeauftragte bei Brands Fashion GmbH
– Rapha Breyer – Key Account Manager Textilien, TransFair e.V. (Fairtrade Deutschland)
– N.N. – Clean Clothes Campaign

Die Fashion Revolution ins Rollen bringen: #PushFairtrade

Jeder kann die Fashion Revolution mit anstosen: Wer zu Kleidung mit
Fairtrade-Baumwolle greift, setzt ein Signal in der Modeindustrie. Wer
beim Einkauf nachfragt, zeigt: Es ist nicht egal, woher Mode kommt. Im
Rahmen der Fashion Revolution Week beteiligen sich Tausende mit dem
Hashtag #PushFairtrade daran, Druck auf die Modeindustrie auszuüben,
endlich etwas zu ändern und mehr Fairness in die Textillieferkette zu
bringen. www.fairtrade-deutschland.de/fashionrevolution

Hintergrund

Der Verein TransFair e.V. wurde 1992 mit dem Ziel gegründet, benachteiligte
Produzentengruppen in Entwicklungsländern zu unterstützen. Als unabhängige
Organisation handelt TransFair e.V. nicht selbst mit Waren, sondern setzt sich
dafür ein, den Handel mit fair gehandelten Produkten und Rohstoffen zu fördern
und mehr Bewusstsein für nachhaltigen Konsum zu erreichen.
www.fairtradedeutschland.de

TransFair gehört zum internationalen Verbund Fairtrade International e.V.,
in dem Fairtrade-Organisationen aus 25 Ländern und die drei kontinentalen
Produzentennetzwerke zusammengeschlossen sind. Fairtrade International
entwickelt die international gültigen Fairtrade-Standards. www.fairtrade.net

Alle beteiligten Akteure entlang der Lieferkette werden regelmäßig von
FLOCERT GmbH kontrolliert. Die Gesellschaft arbeitet mit einem unabhängigen
und weltweit konsistenten Zertifizierungssystem nach der Akkreditierungsnorm
ISO 17065 (DIN EN 45011). www.flocert.net

Die Projektstelle Fair Trade Stadt Hamburg wurde 2010 geschaffen und
schärft durch entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit sowie
durch Öffentlichkeits- und Advocacy-Arbeit das Bewusstsein für die Probleme
des Welthandels und fördert damit den Fairen Handel. Ziel der Fair Trade
Stadt Hamburg ist es, den Fairen Handel dauerhaft in der Stadt zu verankern.
Dabei geht es einerseits um ein vertieftes Verständnis für die komplexen
Wertschöpfungsketten z.B. von Lebensmitteln, Textilien und IT und andererseits
um ein aktives „Anpacken“ durch Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft. Im
Fokus stehen besonders öffentliche Unternehmen, Behörden und
Verwaltung auf Bezirksebene sowie Hochschulen.
www.fairtradestadt-hamburg.de

 

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