Hamburg unterzeichnet Anti-Plastik-Erklärung

Kampf gegen Plastikmüll

Als eine von 20 europäischen Großstädten hat Hamburg gestern Abend auf der Eurocities Konferenz in Oslo die Erklärung zur Reduzierung von Plastikabfällen und Verschmutzungen durch Plastik unterzeichnet. Die Deklaration wurde vom Städtenetzwerk Eurocities gemeinsam mit der diesjährigen Europäischen Umwelthauptstadt Oslo erarbeitet.

Jens Kerstan, Senator für Umwelt und Energie: „Ich freue mich, dass Hamburg mit in der Reihe jener steht, die sich konkret für die Reduzierung von Kunststoffprodukten einsetzen. Denn als große Einzelabnehmer können öffentliche Verwaltungen eine führende Rolle spielen, indem sie nachhaltige Alternativen kaufen und auf Kunststoffprodukte verzichten. Unser Leitfaden für nachhaltige Beschaffung ist da ein gutes Vorbild, aber das reicht noch nicht. Wir werden unsere Bemühungen weiter vorantreiben und auch um weitere Unterstützer von viel mehr Städten werben.“

Die Unterzeichnerinnen verpflichten sich, als städtische Verwaltung mit gutem Beispiel voranzugehen und kommunale Strategien zur Reduzierung von Plastikmüll zu erarbeiten. In Wirtschaft und Industrie soll ein Umdenken von Einwegkunststoffen zu nachhaltigen Produkten angestoßen werden und Bürgerinnen und Bürger für die Problematik sensibilisiert werden. Ganz konkret versprechen sie, Systeme zur getrennten Sammlung aller Kunststoffabfälle einzuführen. Neben der Initiatorin Oslo haben u.a. auch Kopenhagen, Helsinki, Porto, Florenz und Turin unterzeichnet.

Für Hamburg fügt sich die Deklaration gut in bereits laufende Aktivitäten ein. Mit der Kehr.Wieder-Aktion setzt sich die Umweltbehörde bereits seit Jahren für den Einsatz von Mehrweg-Coffee-to-go-Bechern zur Abfallvermeidung ein. Der Leitfaden für umweltfreundliche Beschaffung gibt ökologische Kriterien für den öffentlichen Einkauf vor und verbietet u .a. den Kauf von Einwegplastikflaschen. Gemeinsam mit dem Netzwerk Green Events werden derzeit Leitlinien für nachhaltige Großveranstaltungen erarbeitet, bei denen es auch um ein Mehrweg-Gebot und die Vermeidung von Plastikmüll geht. Mit dem Futur 2 Festival ist hier bereits eine erfolgreiche Pilotveranstaltung mit Unterstützung der Umweltbehörde gestartet, die bewiesen hat, dass die Idee eines abfallarmen Festivals funktioniert. Die Stadtreinigung setzt mit ihren Müllvermeidungskampagnen seit Jahren erfolgreich auf Aufklärung. Die Zero-Waste-App bspw. hilft ganz konkret, den Alltag abfallarm zu gestalten.

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