Die Kunst bleibt frei.

HAMBURGER ERKLÄRUNG DER VIELEN gegen rechte Tendenzen und Einflussnahme auf die Kunst und Kulturszene

Mit einer gemeinsamen Kampagne setzen Hamburger Kulturinstitutionen ein deutliches Zeichen gegen völkische Tendenzen in der Kunst und Kulturszene. Eine gemeinsame HAMBURGER ERKLÄRUNG DER VIELEN formuliert den Konsens einer offenen und vielfältigen Kunstauffassung, die sich klar von rechtsnationalen Ideologien distanziert.

Ab dem bundesweiten Start der Kampagne am 9. November zeitgleich mit Initiativen in Berlin, NRW und Dresden kann die Erklärung auch von Privatpersonen und Initiativen unterzeichnet werden. http://www.kampnagel.de/de/programm/hamburger-erklaerung-der-vielen/

Als Kulturschaffende in Deutschland stehen wir nicht über den Dingen, sondern auf einem Boden, vom dem aus die größten (Staats-)Verbrechen der Menschheitsgeschichte begangen wurden. In diesem Land wurde Kunst als entartet diffamiert und Kultur flächendeckend zu Propagandazwecken missbraucht. Heute begreifen wir die Kunst als frei und ihre Institutionen als offene Räume, die vielen gehören und die verteidigt werden. Wir verbinden uns solidarisch mit Menschen, die durch eine rechte Politik an den Rand der Gesellschaft gedrängt werden sollen. Die Kunst ist für die Vielen. Die Kunst bleibt frei. Bei der Auftaktveranstaltung kann man sich mit den konkreten Zielen und den zentralen Ideen der Kampagne auseinanderzusetzen und mit der Hamburger Initiatorin Amelie Deuflhard und weiteren Vertreter*innen der Hamburger Kulturszene austauschen.

Mit einer gemeinsamen Kampagne setzen Hamburger Kulturinstitutionen und Verbände ein deutliches Zeichen gegen rechte Tendenzen und Einflussnahme auf die Kunst und Kulturszene.

Als Initiatorin der Hamburger Erklärung der Vielen moderiert Kampnagel Intendantin Amelie Deuflhard dazu eine Pressekonferenz. Stellvertretend für alle unterzeichnenden Institutionen sprechen folgende Persönlichkeiten aus der Hamburger Kulturszene über dieses Netzwerk gegen Rechts, über potenzielle Gefahren für einzelne Kultursparten sowie über geplante Aktionen und Positionierungen:

Christine Ebeling (Sprecherin Gängeviertel)

Joachim Lux (Intendant Thalia Theater)

Tobias Rempe (Geschäftsführer Ensemble Resonanz)

Hella Schwemer-Martienßen (Direktorin Bücherhallen Hamburg)

Alexander Schulz (Geschäftsführer Reeperbahn Festival)

Barbara Schmidt-Rohr (Vorstand Dachverband freie Darstellende Künste Hamburg)

Bettina Steinbrügge (Direktorin Kunstverein in Hamburg)

Ulrich Waller (Direktion/Künstlerische Leitung St. Pauli Theater)

Ansprechpartnerin für Presse die Hamburger Erklärung der Vielen:
Mareike Holfeld, Kampnagel, Jarrestraße 20, 22303 Hamburg
Leitung Öffentlichkeitsarbeit / Presse, Tel: +49 40 270 949 17, mareike.holfeld

Sowie die Kolleg*innen der unterzeichnenden Institutionen.

ERKLÄRUNG DER VIELEN

Die Erklärung der Vielen ist eine bundesweite Kampagne des in Berlin gegründeten Vereins Die Vielen e.V., die am 09. November 2018 startet und sich bundesweit in Aktionen, Veranstaltungen und Diskussionen artikulieren wird. Ziel ist es, den Austausch der Kulturinstitutionen und Aktiven in der Kulturlandschaft zu intensivieren und damit lokale und überregionale selbst aktive Netzwerke anzuregen. Gemeinsam werden sich die Unterzeichnenden und Unterstützer*innen mit zahlreichen weiteren Initiativen, Verbänden und zivilgesellschaftlichen Organisationen gegen Rassismus und andere Formen der Diskriminierung und für eine gerechte, offene und solidarische Gesellschaft einsetzen.

Zeitgleich mit der Pressekonferenz in Hamburg finden in Berlin in der Stiftung Brandenburger Tor, in Nordrhein-Westfalen am Düsseldorfer Schauspielhaus und am Staatsschauspiel Dresden Pressekonferenzen zur Veröffentlichung der Erklärungen statt.

Ansprechpartner für die Berliner Erklärung der Vielen:
Christophe Knoch, DIE VIELEN e.V., Mariannenplatz 2, 10997 Berlin
+49 177 892 4882, erklaerung

Ansprechpartnerin für die NRW-Erklärung der Vielen:
Martina Aschmies, D’haus, Düsseldorfer Schauspielhaus, Gustaf-Gründgens-Platz 1, 40211 Düsseldorf, Leiterin Kommunikation, +49 211 8523 145 (149), martina.aschmies

Ansprechpartnerin für die Dresdner Erklärung der Vielen:
Gertrud Aringer, Staatsschauspiel Dresden, Theaterstraße 2, 01067 Dresden
Leiterin Presse-und Öffentlichkeitsarbeit, +49 351 4913 755, presse

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