2030-Agenda und SDGs

2030-Agenda und SDGs

Das Forum Umwelt & Entwicklung berichtet aktuell zum Thema 2030-Agenda und SDGs:

  • Pressemitteilung: NGOs rufen angesichts fehlender Umsetzung der SDGs weltweiten Notstand aus
    von Ramona Bruck am 17. Juli 2019 um 7:02

    In New York tagt noch bis zum 18. Juli das High Level Political Forum der Vereinten Nationen (UN). Staaten können dort ihre Schritte zur Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) vorstellen. Zivilgesellschaftliche Organisationen aus aller Welt kritisieren die Berichte als reine Imageshows. In einer gemeinsamen Erklärung rufen sie den weltweiten Notstand aus und kündigen weltweite Protestaktionen für die UN-Gipfel im September an.Weiterlesen […]

  • Side Event HLPF 2019: Checks-and-Balances Wanted – How to Better Engage Parliaments in the 2030 Agenda
    von Ramona Bruck am 10. Juli 2019 um 10:14

    Side Event HLPF 2019   Checks-and-Balances Wanted – How to Better Engage Parliaments in the 2030 Agenda 16 July 2019 from 8:00– 9:30 p.m. Permanent Mission of Germany to the UN 871 United Nations Plaza, New York   Permanent Mission of the Federal Republic of Germany, German NGO Forum on Environment and Development, Brot für Weiterlesen […]

  • Zum Schutz der Umwelt und Gesundheit – Die Weltgemeinschaft im Auftrag für eine chemikaliensichere Zukunft (Artikel aus dem Rundbrief 2/19)
    von Marijana Todorovic am 9. Juli 2019 um 14:38

    Chemikalien sind überall – in den Produkten, die wir kaufen, den Kleidern, die wir tragen, in unserem Essen, unserem Trinkwasser und in der Luft, die wir atmen. Klar ist auch, dass Chemikalien einen wichtigen Beitrag zu medizinischen, technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen leisten. Ohne Chemikalien wäre ein Leben, wie wir es heute führen, gar nicht möglich. Wo die von ihnen ausgehende Gefahr für unsere Gesundheit oder unsere Umwelt nicht einschätzbar oder sogar bewiesen ist, muss der Gebrauch von Chemikalien substituiert, eingeschränkt oder ganz verboten werden. Um sich dafür stark zu machen, hat die internationale Staatengemeinschaft einen Prozess in Gang gesetzt, der zu mehr Sicherheit im Umgang mit Chemikalien weltweit führen soll.Weiterlesen […]

  • 21. Zivilgesellschaftliche Außenwirtschaftsforum: Seetransport als Erfolgsstütze der deutschen Wirtschaft
    von Ramona Bruck am 9. Juli 2019 um 8:19

    Der Seetransport als Erfolgsstütze der deutschen Wirtschaft Diskussion über Chancen und Schattenseiten 21. Zivilgesellschaftliches Außenwirtschaftsforum   Deutschland ist Exportweltmeister und stolz drauf. Die tiefe Integration in globale Wertschöpfungsketten wird immer wieder gerne als Wiege des hiesigen Wohlstands angepriesen. Doch wird bei diesem Handel mit Gütern selten diskutiert, wie diese überhaupt ihren Bestimmungsort erreichen – insbesondere beim Weiterlesen […]

  • Pressestatement: Weniger Show, mehr Substanz: SDG ernst nehmen!
    von Ramona Bruck am 9. Juli 2019 um 6:24

    Berlin/ New York, 09. Juli 2019 – Anlässlich des heute beginnen High-Level Political Forum for Sustainable Development (HLPF) werden 47 Länder über die Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung in ihren jeweiligen Ländern berichten. Marie-Luise Abshagen, Referentin für Nachhaltige Entwicklung im Forum Umwelt & Entwicklung, wird vom 12. bis 18. Juli vor Ort sein, blickt dem HLPF allerdings kritisch entgegen.Weiterlesen […]

Im September 2015 wurde auf einem UN-Gipfel die 2030-Agenda von allen UN-Mitgliedsstaaten verabschiedet. Die 2030-Agenda  umfasst unter anderem die sogenannten Sustainable Development Goals (SDG, dt.: Ziele für eine nachhaltige Entwicklung). Die SDG formulieren Maßnahmen und Ziele zu Themen wie Armut, Geschlechtergerechtigkeit, nachhaltigem Wachstum und zur Eindämmung des Klimawandels. Das Novum an den SDGs ist der Paradigmenwechsel: Alle Länder sollen die Ziele umsetzen und sich somit gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft einsetzen. Die neuen, globalen, für alle Staaten geltenden SDG beinhalten die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Soziales, Umwelt und Wirtschaft.

Die SDGs sind ein weiterer Meilenstein in der Geschichte nachhaltiger Entwicklung. 1992 fand die Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED, auch „Earth Summit“ genannt) in Rio de Janeiro statt, bei dem die Arbeit der Kommission für nachhaltige Entwicklung (CSD Commission on Sustainable Development) ihren Ursprung hat. Damals wurde unter anderem der Klimawandel erstmalig als ernstes Problem benannt und die Staatengemeinschaft zum Handeln verpflichtet. Zu dieser Zeit entstand die Agenda 21, das entwicklungs- und umweltpolitische Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung. Im September 2000 wurde nach dem Millenniums-Gipfel die Millenniums-Deklaration der Vereinten Nationen verabschiedet, welche die Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Development Goals, MDG) mit einem konkreten Zeitrahmen bis 2015 formulierte. Die MDGs bildeten seither einen wichtigen Kern der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Zwanzig Jahre später nach dem Weltgipfel in Rio de Janeiro sollten auf dem Rio+20-Gipfel vom 20. bis zum 22. Juni 2012 die Fortschritte im Bereich der nachhaltigen Entwicklung überprüft werden. Aus diesem Anlass versammelten sich hunderte Staats- und Regierungschefs sowie Repräsentanten nichtstaatlicher Organisationen, des privaten Sektors und anderer Gruppen aus aller Welt, um sich vor allem auf die beiden Hauptthemen „Eine grüne Wirtschaft im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung“ und „Das institutionelle Gerüst für eine nachhaltige Entwicklung“ zu beraten. Wichtiges Ergebnis des Rio+20-Gipfels war die Entscheidung, einen Rahmen für die  SDGs zu entwerfen. Auf der 68. Sitzung der UN-Generalversammlung wurde schließlich beschlossen, die Weiterführung der MDG als Teil der SDG einzuarbeiten.

Bis zum Jahr 2030 sollen die SDG nun von allen Staaten und auf allen Ebenen (national, regional und international) umgesetzt werden. Eine jährliche Überprüfung des Umsetzungsstands findet in New York beim High Level Political Forum (HLPF) statt. In Deutschland wird die Umsetzung der SDG vor allem im Kontext der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie stattfinden.