2030-Agenda und SDGs

2030-Agenda und SDGs

Das Forum Umwelt & Entwicklung berichtet aktuell zum Thema 2030-Agenda und SDGs:

  • Entwicklungspolitische Fachtagung: Mit Risikotechnologien aus der Krise? Biologische Vielfalt und Landnutzung im Visier von Geoengineering und Biotechnologie
    von Ramona Bruck am 18. September 2018 um 13:00

    Zeit:  Mittwoch, 24. Oktober 2018 von 10:00-17:00 Uhr Ort:  Brot für die Welt, Caroline-Michaelis-Str. 1, 10115 Berlin     Im Kontext der globalen Klima-, Energie- und Ernährungskrise stehen Land und biologische Vielfalt im Fokus des weltweiten Wettlaufs um den Zugang und die Kontrolle über natürliche Ressourcen. Dabei drängen auch neue Großtechnologien wie Geoengineering und extreme Weiterlesen […]

  • SAICM: Joint comment on the EU-MS input from the 30th of July 2018
    von Marijana Todorovic am 18. September 2018 um 10:15

    The Strategic Approach to International Chemicals Management (SAICM) is a policy framework which has been first established in 2006 to assure the sound management of chemicals throughout their life cycle and which will be revised in 2020. The EU and its member states recently published a discussion paper on the draft Outcome document for a Global Strategic Approach for chemicals and waste Beyond 2020 . A group of German NGOs (HEJSupport, PAN Germany, BUND, WECF, Forum on Environment & Development) and the EEB commented on it now.Weiterlesen […]

  • Crashkurs Rohstoffpolitik – für politisch Aktive und Multiplikator*innen aus Parteien, Gewerkschaften sowie umwelt- & entwicklungspolitischen NGOs
    von Ramona Bruck am 13. September 2018 um 10:00

    Ort & Datum: Freitag, 12. Oktober 2018, 11.00 Uhr bis Samstag, 13. Oktober 2018, 17.00 Uhr in Dresden   Die deutsche Industrie ist der weltweit fünftgrößte Importeur von metallischen Rohstoffen. Auf Druck der Industrie bemühen sich die Bundesregierung und die EU, mit politischen Instrumenten die „Versorgungssicherheit“ deutscher Unternehmen zu gewährleisten. Umwelt-, Sozial- und Entwicklungsanliegen spielen Weiterlesen […]

  • Vortrags- und Diskussionsveranstaltung im Rahmen der Fairen Woche Bremen: Fairer Handel – Fairer Transport?!
    von Ramona Bruck am 10. September 2018 um 8:45

    Faire Arbeitsbedingungen und ökologisch verantwortliche Produktion sind das zentrale Anliegen des Fairen Handels. Was aber passiert unterwegs? Welche Arbeits- und Umweltbedingungen herrschen entlang der Wege, auf denen die Produkte von A nach B gelangen? Hier wird es schwierig. Ungleiche oder ungerechte Bezahlung der Besatzungen, schlechte oder gar menschenverachtende Arbeitsbedingungen, umweltschädlicher Schiffsbetrieb, Dumpingstrategien und gezieltes Vermeiden staatlicher Aufsicht gehören zur hässlichen Seite des globalen Warenverkehrs.Weiterlesen […]

  • Offenes Forum: Tiefseebergbau im Pazifik – Stimmen des Widerstands
    von Marijana Todorovic am 5. September 2018 um 14:29

    Tiefseebergbau im Pazifik – Stimmen des Widerstands Eine Diskussionsrunde im Rahmen des Deutschen Naturschutztags in Kiel 27. September 2018, 19:00 Uhr   Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Christian-Albrechts-Platz 4 24118 Kiel   Brot für die Welt, BUND, Forum Umwelt und Entwicklung, Ozeanien-Dialog, Misereor, Fair Oceans, PowerShift, Pazifik-Netzwerk, Stiftung Asienhaus, Heinrich-Böll-Stiftung     In den Ozeanen lagern am Weiterlesen […]

Im September 2015 wurde auf einem UN-Gipfel die 2030-Agenda von allen UN-Mitgliedsstaaten verabschiedet. Die 2030-Agenda  umfasst unter anderem die sogenannten Sustainable Development Goals (SDG, dt.: Ziele für eine nachhaltige Entwicklung). Die SDG formulieren Maßnahmen und Ziele zu Themen wie Armut, Geschlechtergerechtigkeit, nachhaltigem Wachstum und zur Eindämmung des Klimawandels. Das Novum an den SDGs ist der Paradigmenwechsel: Alle Länder sollen die Ziele umsetzen und sich somit gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft einsetzen. Die neuen, globalen, für alle Staaten geltenden SDG beinhalten die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Soziales, Umwelt und Wirtschaft.

Die SDGs sind ein weiterer Meilenstein in der Geschichte nachhaltiger Entwicklung. 1992 fand die Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED, auch „Earth Summit“ genannt) in Rio de Janeiro statt, bei dem die Arbeit der Kommission für nachhaltige Entwicklung (CSD Commission on Sustainable Development) ihren Ursprung hat. Damals wurde unter anderem der Klimawandel erstmalig als ernstes Problem benannt und die Staatengemeinschaft zum Handeln verpflichtet. Zu dieser Zeit entstand die Agenda 21, das entwicklungs- und umweltpolitische Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung. Im September 2000 wurde nach dem Millenniums-Gipfel die Millenniums-Deklaration der Vereinten Nationen verabschiedet, welche die Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Development Goals, MDG) mit einem konkreten Zeitrahmen bis 2015 formulierte. Die MDGs bildeten seither einen wichtigen Kern der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Zwanzig Jahre später nach dem Weltgipfel in Rio de Janeiro sollten auf dem Rio+20-Gipfel vom 20. bis zum 22. Juni 2012 die Fortschritte im Bereich der nachhaltigen Entwicklung überprüft werden. Aus diesem Anlass versammelten sich hunderte Staats- und Regierungschefs sowie Repräsentanten nichtstaatlicher Organisationen, des privaten Sektors und anderer Gruppen aus aller Welt, um sich vor allem auf die beiden Hauptthemen „Eine grüne Wirtschaft im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung“ und „Das institutionelle Gerüst für eine nachhaltige Entwicklung“ zu beraten. Wichtiges Ergebnis des Rio+20-Gipfels war die Entscheidung, einen Rahmen für die  SDGs zu entwerfen. Auf der 68. Sitzung der UN-Generalversammlung wurde schließlich beschlossen, die Weiterführung der MDG als Teil der SDG einzuarbeiten.

Bis zum Jahr 2030 sollen die SDG nun von allen Staaten und auf allen Ebenen (national, regional und international) umgesetzt werden. Eine jährliche Überprüfung des Umsetzungsstands findet in New York beim High Level Political Forum (HLPF) statt. In Deutschland wird die Umsetzung der SDG vor allem im Kontext der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie stattfinden.