2030-Agenda und SDGs

2030-Agenda und SDGs

Das Forum Umwelt & Entwicklung berichtet aktuell zum Thema 2030-Agenda und SDGs:

  • PM: Wasser und Sanitärversorgung für alle bedeutet auch, der Kommerzialisierung und Privatisierung weltweit einen Riegel vorzuschieben! #Weltwassertag
    von Ramona Bruck am 20. März 2019 um 14:45

    Zum  Weltwassertag am 22.03.  machen Umwelt- und Entwicklungsorganisationen sowie VertreterInnen der öffentlichen Wasserwirtschaft deutlich: „Niemanden zurückzulassen“ heißt vor allem, Zugang für diejenigen zu sichern, die in besonderem Maße von Wasserknappheit und fehlender Sanitärversorgung betroffen sind: Menschen auf dem Land, vom Klimawandel besonders Betroffene, Geflüchtete, Frauen und Kinder. Die Gründe hierfür liegen auch in der Kommerzialisierung der Nutzung von Wasserressourcen, wie dem Handel mit Wasser, und in der zunehmenden Privatisierung von Land und Wasserdienstleistungen. Es ist die Pflicht der Bundesregierung, diesen Entwicklungen Einhalt zu gebieten. Dafür ist und bleibt das oberste Gebot: Wasser- und Sanitärversorgung gehören in die öffentliche Verantwortung.Weiterlesen […]

  • Europa vor der Wahl: „Die Erosion der marktkonformen Demokratie“
    von Ramona Bruck am 20. März 2019 um 14:44

    Der Gedanke des einigen Europas war einmal sehr populär. Aber die Idee einer „europäischen Integration“ hat weitgehend ihren Glanz verloren, für viele Menschen klingt die Idee wie eine leere Worthülse oder gar wie eine Bedrohung. In diesen Tagen will Großbritannien aus der EU austreten und machen wir uns nichts vor, in vielen anderen Ländern wäre es höchst ungewiss, wie „Exit“-Abstimmungen, zumindest aus der Eurozone ausgehen würden. Keynote Sebastian Schönauer, DNR (Berlin, 14.3.2019)Weiterlesen […]

  • 20. Zivilgesellschaftliches Außenwirtschaftsforum : Wirtschaftsmacht China: Partner, Gegner, Markt der Zukunft?
    von Ramona Bruck am 6. März 2019 um 16:59

    Termin: 25. März 2019 – Einlass 17:30 Uhr – Beginn 18:00 Uhr Ort: Langenbeck-Virchow-Haus, Luisenstr. 58/59, 10117 Berlin-Mitte   Wann China die USA als größte Volkswirtschaft ablöst, scheint nur eine Frage der Zeit. Stehen wir bald vor einem Handelskrieg mit China? Welche Interessen hat China auf den Weltmärkten, wie gestaltet China die Globalisierung und seinen wachsenden Weiterlesen […]

  • Stellungnahme deutscher NGOs zum SAICM Post-2020 Prozess
    von Ramona Bruck am 22. Februar 2019 um 9:48

    Das Mandat von SAICM endet 2020. SAICM hat dazu beigetragen, drängende chemikalienpolitische Themen zu adressieren und hat den beteiligten Stakeholdern eine wichtige Plattform gegeben. Mit den bisherigen Ergebnissen können wir allerdings nicht zufrieden sein. Wir haben jetzt die Möglichkeit, einen ehrgeizigen internationalen Rahmen für ein zukünftiges, im besten Sinne nachhaltiges Chemikalienmanagement zu entwickeln, um schädliche Auswirkungen von Chemikalien auf die Gesundheit von Mensch und Umwelt über den gesamten Lebenszyklus zu verhindern. Um dies realisieren zu können ist es wichtig, den multi-stakeholder und multisektoralen Charakter von SAICM zu erhalten und gleichzeitig sicherzustellen, dass ein zukünftiges SAICM die Möglichkeit enthält, rechtsverbindliche Elemente zu integrieren. Dabei sollte auch ein übergreifender globaler Rahmen für ein solides Chemikalienmanagement in Betracht gezogen werden.Weiterlesen […]

  • SAICM Beyond 2020: Opinion of NGOs in the EU
    von Ramona Bruck am 14. Februar 2019 um 17:45

    The mandate of SAICM will end in 2020. We have now an opportunity to develop an ambitious international framework to prevent and eliminate adverse impacts on the health of people and the environment, across the lifecycle of chemicals and wastes. It is important to preserve the multi-stakeholder and multi-sectoral character of SAICM while making sure that it contains the possibility to include legally binding obligations, together with national measures for meeting those obligations. Consideration should be given to a legally binding overarching global framework for the sound management of chemicals.Weiterlesen […]

Im September 2015 wurde auf einem UN-Gipfel die 2030-Agenda von allen UN-Mitgliedsstaaten verabschiedet. Die 2030-Agenda  umfasst unter anderem die sogenannten Sustainable Development Goals (SDG, dt.: Ziele für eine nachhaltige Entwicklung). Die SDG formulieren Maßnahmen und Ziele zu Themen wie Armut, Geschlechtergerechtigkeit, nachhaltigem Wachstum und zur Eindämmung des Klimawandels. Das Novum an den SDGs ist der Paradigmenwechsel: Alle Länder sollen die Ziele umsetzen und sich somit gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft einsetzen. Die neuen, globalen, für alle Staaten geltenden SDG beinhalten die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Soziales, Umwelt und Wirtschaft.

Die SDGs sind ein weiterer Meilenstein in der Geschichte nachhaltiger Entwicklung. 1992 fand die Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED, auch „Earth Summit“ genannt) in Rio de Janeiro statt, bei dem die Arbeit der Kommission für nachhaltige Entwicklung (CSD Commission on Sustainable Development) ihren Ursprung hat. Damals wurde unter anderem der Klimawandel erstmalig als ernstes Problem benannt und die Staatengemeinschaft zum Handeln verpflichtet. Zu dieser Zeit entstand die Agenda 21, das entwicklungs- und umweltpolitische Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung. Im September 2000 wurde nach dem Millenniums-Gipfel die Millenniums-Deklaration der Vereinten Nationen verabschiedet, welche die Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Development Goals, MDG) mit einem konkreten Zeitrahmen bis 2015 formulierte. Die MDGs bildeten seither einen wichtigen Kern der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Zwanzig Jahre später nach dem Weltgipfel in Rio de Janeiro sollten auf dem Rio+20-Gipfel vom 20. bis zum 22. Juni 2012 die Fortschritte im Bereich der nachhaltigen Entwicklung überprüft werden. Aus diesem Anlass versammelten sich hunderte Staats- und Regierungschefs sowie Repräsentanten nichtstaatlicher Organisationen, des privaten Sektors und anderer Gruppen aus aller Welt, um sich vor allem auf die beiden Hauptthemen „Eine grüne Wirtschaft im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung“ und „Das institutionelle Gerüst für eine nachhaltige Entwicklung“ zu beraten. Wichtiges Ergebnis des Rio+20-Gipfels war die Entscheidung, einen Rahmen für die  SDGs zu entwerfen. Auf der 68. Sitzung der UN-Generalversammlung wurde schließlich beschlossen, die Weiterführung der MDG als Teil der SDG einzuarbeiten.

Bis zum Jahr 2030 sollen die SDG nun von allen Staaten und auf allen Ebenen (national, regional und international) umgesetzt werden. Eine jährliche Überprüfung des Umsetzungsstands findet in New York beim High Level Political Forum (HLPF) statt. In Deutschland wird die Umsetzung der SDG vor allem im Kontext der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie stattfinden.