2030-Agenda und SDGs

2030-Agenda und SDGs

Das Forum Umwelt & Entwicklung berichtet aktuell zum Thema 2030-Agenda und SDGs:

  • Konferenz zum Welttag der Ozeane 2019 der Vereinten Nationen: 25 Jahre Seerecht zwischen wachsenden Schutz- und Nutzungsansprüchen
    von Ramona Bruck am 23. Mai 2019 um 12:15

    Um das Verhältnis von Umwelt und Entwicklung, die Umsetzung der Agenda 2030 der Vereinten Nationen sowie die deutsche Meerespolitik öffentlich zu erörtern, laden Brot für die Welt, Fair Oceans und das Forum Umwelt und Entwicklung auch in diesem Jahr am Welttag der Ozeane in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen zu einer fachübergreifenden Konferenz ein. Im Rahmen der Veranstaltung stellen Gäste aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ihre Lösungsansätze für die vielfältigen Probleme der Meere vor, tauschen sich mit den Teilnehmenden aus und stellen sich der Diskussion.Weiterlesen […]

  • Starting from Scratch – Chemikalien und die Vereinten Nationen
    von Marijana Todorovic am 22. Mai 2019 um 7:45

    Fangen wir einmal ganz von vorne an: Chemikalien sind überall - in den Produkten, die wir kaufen, den Kleidern, die wir tragen, dem Essen, das wir essen und Wasser, das wir trinken oder auch in der Tastatur, auf der wir gerade tippen. Klar ist auch, dass Chemikalien einen wichtigen Beitrag zu medizinischen, technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen leisten. Ohne Chemikalien wäre ein Leben, wie wir es heute führen, gar nicht möglich. Trotzdem oder gerade deswegen ist es so wichtig, dass wir dafür Sorge tragen, dass Chemikalien sicher und sachgemäßg eingesetzt werden.Weiterlesen […]

  • UN-Nachhaltigkeitsziele in einer globalisierten Wirtschaft – Quadratur des Kreises?
    von Ramona Bruck am 15. Mai 2019 um 9:10

    2015 haben die Vereinten Nationen (UNO) 17 Nachhaltigkeitsziele (SDGs) beschlossen, mit denen die Welt ökologisch nachhaltig und sozial gerecht werden soll. Aber mit der Umsetzung hapert es wie auch schon bei Vorläuferprogrammen.  Gleichzeitig plant die EU über 20 neue Freihandelsabkommen, mit denen die neoliberale Freihandelsideologie weiter vorangetrieben werden soll. Beides zusammen steht in einem unauflösbaren Widerspruch: die Wende zur Nachhaltigkeit kann nur mit einer anderen Wirtschaftspolitik gelingen, in der nicht mehr die Profitmaximierung als oberstes Ziel steht. Vortrag von Jürgen Maier, Geschäftsführer des Forum Umwelt und Entwicklung,  am 13.5.2019 im Rahmen der Veranstaltungsreihe zum Thema „UN-Nachhaltigkeitsziele“ des Eine Weltforum Würzburg. Weiterlesen […]

  • Stellungnahme des AK Rohstoffe zur Novellierung der Rohstoffstrategie der Bundesregierung
    von Ramona Bruck am 8. Mai 2019 um 8:46

    Die derzeitigen Produktions- und Konsummuster sind weder ökologisch noch sozial nachhaltig. Eine konsistente und zukunftsfähige Rohstoffpolitik muss den Herausforderungen unserer Zeit – wie Klimawandel, Übernutzung der Ressourcen, Zerstörung der Artenvielfalt und Ausbeutung der Meere sowie sozialen Konflikten und zunehmenden Menschenrechtsverletzungen im Zuge wirtschaftlicher Aktivitäten – gerecht werden. Die Bundesregierung muss bei der Rohstoff-, Energie- und Mobilitätswende ökologische Alternativen, Suffizienz sowie soziale und ökologische Standards mit aller Kraft vorantreibe.Weiterlesen […]

  • Anmeldung zum Zivilgesellschaftlichen Gipfel ‘Nicht auf der Höhe – Deutschland vor dem Nachhaltigkeitsgipfel der Vereinten Nationen’
    von Ramona Bruck am 7. Mai 2019 um 13:00

    Das Nachhaltigkeitsjahr 2019 muss für einen klaren Appell an die Bundesregierung genutzt werden: Sie muss mehr Bewegung in die Umsetzung der Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung bringen und die internationale Verantwortung Deutschlands für Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit zu einem wichtigen Kriterium ihrer politischen Entscheidungen machen. Bereits jetzt verstärkt sich die Sorge, einzelne Weiterlesen […]

Im September 2015 wurde auf einem UN-Gipfel die 2030-Agenda von allen UN-Mitgliedsstaaten verabschiedet. Die 2030-Agenda  umfasst unter anderem die sogenannten Sustainable Development Goals (SDG, dt.: Ziele für eine nachhaltige Entwicklung). Die SDG formulieren Maßnahmen und Ziele zu Themen wie Armut, Geschlechtergerechtigkeit, nachhaltigem Wachstum und zur Eindämmung des Klimawandels. Das Novum an den SDGs ist der Paradigmenwechsel: Alle Länder sollen die Ziele umsetzen und sich somit gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft einsetzen. Die neuen, globalen, für alle Staaten geltenden SDG beinhalten die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Soziales, Umwelt und Wirtschaft.

Die SDGs sind ein weiterer Meilenstein in der Geschichte nachhaltiger Entwicklung. 1992 fand die Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED, auch „Earth Summit“ genannt) in Rio de Janeiro statt, bei dem die Arbeit der Kommission für nachhaltige Entwicklung (CSD Commission on Sustainable Development) ihren Ursprung hat. Damals wurde unter anderem der Klimawandel erstmalig als ernstes Problem benannt und die Staatengemeinschaft zum Handeln verpflichtet. Zu dieser Zeit entstand die Agenda 21, das entwicklungs- und umweltpolitische Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung. Im September 2000 wurde nach dem Millenniums-Gipfel die Millenniums-Deklaration der Vereinten Nationen verabschiedet, welche die Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Development Goals, MDG) mit einem konkreten Zeitrahmen bis 2015 formulierte. Die MDGs bildeten seither einen wichtigen Kern der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Zwanzig Jahre später nach dem Weltgipfel in Rio de Janeiro sollten auf dem Rio+20-Gipfel vom 20. bis zum 22. Juni 2012 die Fortschritte im Bereich der nachhaltigen Entwicklung überprüft werden. Aus diesem Anlass versammelten sich hunderte Staats- und Regierungschefs sowie Repräsentanten nichtstaatlicher Organisationen, des privaten Sektors und anderer Gruppen aus aller Welt, um sich vor allem auf die beiden Hauptthemen „Eine grüne Wirtschaft im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung“ und „Das institutionelle Gerüst für eine nachhaltige Entwicklung“ zu beraten. Wichtiges Ergebnis des Rio+20-Gipfels war die Entscheidung, einen Rahmen für die  SDGs zu entwerfen. Auf der 68. Sitzung der UN-Generalversammlung wurde schließlich beschlossen, die Weiterführung der MDG als Teil der SDG einzuarbeiten.

Bis zum Jahr 2030 sollen die SDG nun von allen Staaten und auf allen Ebenen (national, regional und international) umgesetzt werden. Eine jährliche Überprüfung des Umsetzungsstands findet in New York beim High Level Political Forum (HLPF) statt. In Deutschland wird die Umsetzung der SDG vor allem im Kontext der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie stattfinden.