NABU-Position zur Räumung des Baumhauses im Vollhöfner Wald

Unversehrtheit des Waldes muss oberste Priorität haben

Der NABU Hamburg sieht die aktuelle Zuspitzung rund um den Vollhöfner Wald mit großer Sorge: „Wir appellieren in dieser angespannten Situation an alle Beteiligten, verhältnismäßig zu agieren. Oberste Priorität muss es sein, den Wald weder durch den Einsatz schwerer Räumgeräte noch durch Auseinandersetzungen zu beeinträchtigen oder gar in Teilen zu zerstören“, so Anne Ostwald vom NABU Hamburg.

Dass es zur aktuellen Situation gekommen ist, bedauert der NABU Hamburg – und erwartet umso dringender einen Richtungswechsel des Hamburger Senats. Die Regierung hält nach wie vor an den Plänen fest, den Vollhöfner Wald für Logistikflächen zu opfern. Einzig das „Wann“ scheint noch nicht endgültig festzustehen, laut Wirtschaftsbehörde werde in das Areal bis mindestens 2023 nicht eingegriffen.

Für den NABU Hamburg ist es dringend geboten, den Vollhöfner Wald als wertvollen Naturwald dauerhaft zu erhalten. Alles andere würde den bundesweiten Zielen des Klima- und Artenschutzes entgegenstehen. Einen dauerhaften Schutz des Waldes fordern auch mehr als 6.800 Menschen, die sich bereits mit einer Protestmail über die Website www.voellibleibt.de an Bürgermeister Tschentscher gewendet haben.

 

Angesichts der Bürgerschaftswahl im Februar 2020 kündigte Umweltsenator Kerstan (GRÜNE) bereits an, dass bei möglichen Koalitionsverhandlungen mit seiner Partei der Verzicht auf die Inanspruchnahme des Gebietes verhandelt werden müsse. Der NABU fordert indes alle Hamburger Parteien auf, sich klar zu positionieren und damit den Wählerinnen und Wählern die Möglichkeit zu geben, ihr Kreuz bewusst setzen zu können: Für oder gegen den Erhalt des Vollhöfner Waldes.

Mehr Informationen zum Vollhöfner Wald unter: https://hamburg.nabu.de/umwelt-und-ressourcen/altes-land/26964.html

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