Nachhaltige Mobilität Studie

Nachhaltige Mobilität? Hamburg auf dem drittletzten Platz

Nachhaltige Mobilität: Fehlanzeige

Hamburg belegt im bundesweiten Ranking drittletzten Platz

In dem heute veröffentlichten „Bundesländerindex Mobilität“ belegt
Hamburg den 14. Platz und gehört damit zu den Schlusslichtern in Sachen
Nachhaltige Mobilität. 2017 lag Hamburg sogar an letzter Stelle im
Ranking der Bundesländer.

Die Ergebnisse stammen aus einem wissenschaftlichen Ländervergleich,
den das Forschungsinstitut Quotas im Auftrag von Allianz pro Schiene,
des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und des Deutschen
Verkehrssicherheitsrates (DVR) erstellt hat. Der „Bundesländerindex
Mobilität & Umwelt 2018/19“ wertet die mobilitätsrelevanten amtlichen
Statistiken und die verkehrspolitischen Weichenstellungen aller 16
Bundesländer aus.

Bei Lärm und Luftschadstoffen fällt die Stadt durch

Manfred Braasch, Landesgeschäftsführer des BUND Hamburg betont: „Das
Länderranking zeigt deutlich, dass die Verkehrspolitik noch immer das
große Sorgenkind Hamburgs ist. Hamburg fällt vor allem bei Lärm und
Luftschadstoffen komplett durch und belegt in diesen Bereichen den
letzten bzw. den vorletzten Platz“.

In Hamburg leben mehr als 120.000 Menschen in gesundheitsschädlich
verlärmten Stadtteilen, die Anzahl der Lärmbetroffen ist seit 2013
sogar gestiegen. Für den BUND ebenfalls besonders kritisch sind die
Folgen des Abgasskandals mit immer noch zu hohen Stickstoffdioxidwerten.
Auch in Hamburg werden die Grenzwerte überschritten und die Bürger*innen
zu hoher Luftbelastung ausgesetzt. Der BUND Hamburg fordert – solange
es keine Blaue Plakette auf Bundesebene gibt – regionale, großflächige
Fahrverbote für Dieselfahrzeuge einzuführen.

Auch bei den Themen Verkehrssicherheit und Klimaschutz steht Hamburg
nicht gut da. Die CO2-Emissionen steigen im Bereich Verkehr sogar seit
Jahren wieder an. In beiden Untersuchungsbereichen belegt Hamburg den
11. Platz.

„Wir hoffen, dass der neue Verkehrssenator Michael Westhagemann die
Probleme ernst nimmt und wirksame Maßnahmen auf den Weg bringt. Tempo-30
als Regelgeschwindigkeit, keine Erhöhung der HVV-Preise und ein
schnellerer schienengebundener ÖPNV-Ausbau wären ein guter Anfang“,
fügte Manfred Braasch hinzu.

https://www.bund-hamburg.de/service/presse/detail/news/nachhaltige-mobilitaet-fehlanzeige/

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