Wo befördern und wo behindern Hamburger Afrikabeziehungen die Ziele der Agenda 2063

Im Vorfeld des Evangelischen Kirchentages organisieren deutsche Missionswerke und Brot für die Welt eine Speakerstour: Unter dem Motto „Agenda 2063 – The Africa We Want“ werden Wissenschaftler und Politiker aus afrikanischen Ländern und aus Europa über ihre Entwicklungszusammenarbeit diskutieren.

Hamburg, 12. Juni 2019, 19.00 bis 21.00 Uhr,
Ökumenisches Forum in der Hafencity, Shanghaiallee 12 , Hamburg
„Wo befördern und wo behindern Hamburger
Afrikabeziehungen die Ziele der Agenda 2063“
Prof Dr. Jann Lay und Prof. Dr.h.c. Christa Randzio-Plath
im Gespräch mit Ms. Peace Amedza (Ghana), Hon. Erastus Mwencha (Kenia)
und Dr. Gloria Somolekae (Botswana)
Moderation: Heike Spiegelberg (Veranstaltung in englischer Sprache)

Als die Afrikanische Union 2013 ihr 50jähriges Bestehen feierte, verabschiedete sie mit der „Agenda 2063“ einen Entwicklungsplan für ein vereintes, friedliches und wohlhabendes Afrika, der von den Völkern des afrikanischen Kontinents selbst bestimmt wird und eine dynamische Kraft in der internationalen Arena darstellt. In Hamburg werden am 12. Juni darüber Prof. Dr. Jann Lay und Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath mit der Unternehmerin Peace Amedza aus Ghana, Erastus Mwencha aus Kenia, der das Papier der Agenda mitverfasst hat, und der Politikerin und Verwaltungswissenschaftlerin Dr. Gloria Somolekae aus Botswana diskutieren. Moderiert wird die Veranstaltung von Heike Spiegelberg, der ehemaligen Afrikareferentin des Zentrums für Mission und Ökumene. Es wird auch um die Frage gehen, wo Hamburger Afrika­beziehungen die Umsetzung der Agenda 2063 behindern und fördern.
Der Besuch der Veranstaltung ist kostenlos.

Veranstalter

Zentrum für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit EMW, EKD, Mission Eine Welt, ELM, Brot für die Welt, Berliner Missionswerk, GKKE

Dokumente

speakers_tour_2019.pdf

Agenda 2063 — Afrika we want

Im Jahr 2013 feierte die Afrikanische Union ihr 50jähriges Bestehen als Rückblick auf das Vermächtnis, das die Gründergeneration ihnen mit ihrem erfolgreichen Kampf gegen Sklaverei, Kolonialismus und Apartheid mitgegeben hat. Gleichzeitig war dieses Jubiläum der Ausgangspunkt für die „Agenda 2063 — Afrika we want“, der Entwicklungsplan der nächsten 50 Jahre für ein vereintes, friedliches und wohlhabendes Afrika.

Die Allafrikanische Kirchenkonferenz (AACC) als Partner der Afrikanischen Union hat im November 2014 Politiker/innen und Religionsführer/ innen aus ganz Afrika zu einer Konsultation nach Nairobi eingeladen, um die Implementierung der Agenda 2063 in der ersten Zehnjahresphase voranzutreiben. In ihrem Abschluss-Statement bekennen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorbehaltslos zu der Agenda 2063 und ihre Zielen. Als Vertreter/innen der Zivilgesellschaft verpflichten sie sich, eine aktive Rolle bei der Umsetzung konkreter Vorhaben zu spielen.

Ziel der Agenda ist ein vereinigtes, wohlhabendes und friedliches Afrika, das von den Völkern des afrikanischen Kontinents selbst bestimmt wird und eine dynamische Kraft in der internationalen Arena darstellt.

In sieben Themenfeldern werden die Ziele der Agenda 2063 entfaltet:

▪ Ein erfolgreiches Afrika, basierend auf inklusivem Wachstum und nachhaltiger Entwicklung.
▪ Ein integrierter Kontinent, politisch vereint, basierend auf den Idealen des Panafrikanismus und der Vision der Afrikanischen Renaissance.
▪ Ein Afrika der guten Regierungsführung, der Demokratie, der Menschenrechte, der Gerechtigkeit und der Rechtsstaatlichkeit.
▪ Ein friedliches und sicheres Afrika.
▪ Ein Afrika mit einer starken kulturellen Identität, einem gemeinsamen Erbe und gemeinsamen Werten.
▪ Ein Afrika, dessen Entwicklung von den Menschen ausgeht, aufbauend auf ihrem Potenzial, insbesondere dem der Frauen und der Jugend.
▪ Ein Afrika als starker, vereinter und einflussreicher Akteur und Partner in der Weltpolitik.

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