Das Bund-Länder-Programm (BLP) des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) blickt im Rahmen eines zweitägigen Netzwerktreffens in der hamburgischen Landesvertretung in Berlin auf mehr als zehn Jahre erfolgreiche Kooperation zwischen Bund, Ländern und Partnerländern im globalen Süden zurück. Seit dem Start des Programms haben Bund und Länder gemeinsam 101 Projekte in rund 30 Partnerländern im globalen Süden auf den Weg gebracht.
Zum zehnjährigen Jubiläum des Bund-Länder-Programms lässt sich vor allem eines festhalten: Dezentrale Entwicklungszusammenarbeit hat sich von einem ergänzenden Ansatz zu einem zentralen Innovationsfeld deutscher Entwicklungspolitik entwickelt. Das Programm verbindet die strategischen Ressourcen des Bundes mit der fachlichen und institutionellen Expertise der Länder und schafft damit einen Raum, in dem praxisnahe Lösungen gemeinsam mit Partnern im globalen Süden entwickelt und erprobt werden.
Seit seiner Einführung hat das vom BMZ beauftragte und von der GIZ umgesetzte Programm mehr als 100 Projekte in rund 30 Partnerländern initiiert. Diese Projekte sind bewusst als Pilotvorhaben angelegt. Sie testen neue Ansätze in Bereichen wie nachhaltige Stadtentwicklung, kommunale Dienstleistungen, berufliche Bildung, Klima- und Ressourcenschutz sowie digitale Transformation. Der Mehrwert liegt dabei weniger in der Größe einzelner Maßnahmen als in ihrer Übertragbarkeit und ihrer Nähe zur Umsetzungspraxis.
Das Netzwerktreffen in der hamburgischen Landesvertretung in Berlin markiert nicht nur ein Jubiläum, sondern auch einen Moment der strategischen Reflexion. Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Zivilgesellschaft und Durchführungsorganisationen diskutieren dort, wie sich internationale Kooperation unter veränderten geopolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen weiterentwickeln muss. Der Tenor ist klar: Die Rolle der Länder gewinnt an Bedeutung, insbesondere dort, wo konkrete Verwaltungserfahrung, kommunale Partnerschaften und sektorspezifisches Know-how gefragt sind.
Hamburg nimmt in diesem Kontext eine profilierte Rolle ein. Die Freie und Hansestadt bringt ihre Erfahrungen als global vernetzte Handelsmetropole gezielt in die Entwicklungszusammenarbeit ein. Im Zentrum steht dabei die langjährige Partnerschaft mit Dar es Salaam in Tansania. Diese Kooperation gilt als Beispiel für integrierte Stadtentwicklung, bei der Fragen der urbanen Infrastruktur, der Abfallwirtschaft, der Klimaanpassung und der Verwaltungsmodernisierung zusammengedacht werden. Der Austausch zwischen den Verwaltungen ermöglicht es, Lösungen direkt auf die Bedürfnisse schnell wachsender Städte zuzuschneiden.
Darüber hinaus engagiert sich Hamburg im Rahmen des Bund-Länder-Programms in weiteren thematischen und regionalen Kooperationen. Dazu zählen Projekte zur nachhaltigen Hafenentwicklung, zur Stärkung von Berufsbildungssystemen sowie zur Förderung von Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz. Charakteristisch für diese Partnerschaften ist der enge Praxisbezug: Fachbehörden, öffentliche Unternehmen und zivilgesellschaftliche Akteure arbeiten gemeinsam mit Partnerinstitutionen vor Ort an konkreten Herausforderungen.
Ein Beispiel verdeutlicht den Ansatz: In der Zusammenarbeit mit Dar es Salaam werden nicht nur technische Lösungen für Abfallmanagement entwickelt, sondern auch Verwaltungsprozesse angepasst, Schulungen durchgeführt und langfristige Strukturen aufgebaut. So entsteht ein integriertes Modell, das über den Einzelfall hinaus Wirkung entfalten kann.
Politisch unterstreicht das Jubiläum die strategische Bedeutung des Programms. Wie der Parlamentarische Staatssekretär Johann Saathoff betont, fungiert das Bund-Länder-Programm als Innovationslabor, in dem neue Formen der Zusammenarbeit entstehen. Gleichzeitig hebt Staatsrätin Liv Assmann hervor, dass das Programm für gelebte Solidarität steht und die internationalen Partnerschaften Hamburgs sinnvoll ergänzt, etwa im Kontext der Hamburg Sustainability Conference.
Nach zehn Jahren zeigt sich damit ein klares Bild: Das Bund-Länder-Programm hat sich als flexibles, lernorientiertes Instrument etabliert, das die Stärken föderaler Strukturen gezielt für globale Herausforderungen nutzbar macht. Für Hamburg bietet es eine Plattform, um eigene Kompetenzen international einzubringen und zugleich von den Erfahrungen der Partnerländer zu lernen.
Mehr dazu: Bund-Länder-Programm (BLP)
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Unser Text wurde heute von der KI Claude unterstützt.
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