Die illuminierte Hamburger Speicherstadt

Altbau kann klimaneutral werden

Das Welterbe Historische Speicherstadt soll klimaneutral werden

Gemeinsam mit den Universitäten Stuttgart, Aachen und Hamburg erforscht HHLA Immobilien, wie unter den besonderen Anforderungen eines UNESCO-Welterbes die Hamburger Speicherstadt CO2 neutral betrieben werden kann. Dazu wurde heute ein Kooperationsvertrag unterzeichnet.    

Bisher wurde in Deutschland noch nicht erforscht, wie Gebäude unter den besonderen Anforderungen einer Welterbestätte CO2-neutral betrieben werden können. Gemeinsam mit zahlreichen Partnern und Experten will die HHLA die historisch bedeutsame Blockbebauung der Hamburger Speicherstadt bis 2040 CO2-neutral mit Energie versorgen. Block H soll dabei zu einem vielfältig nutzbaren Energieerzeuger werden, für den ein ganzheitlich orientiertes Energieversorgungskonzept entwickelt wird. Weiteres Ziel ist eine möglichst hohe Energieeffizienz, die durch denkmalgerechte, bautechnische Innovationen erreicht werden soll.

HHLA-Vorstand Dr. Roland Lappin: „In ihrer Nachhaltigkeitsstrategie hat die HHLA festgelegt, bis zum Jahr 2030 die absoluten CO2-Emissionen um mindestens die Hälfte zu reduzieren und bis spätestens 2040 sogar klimaneutral zu werden. Um diese Ziele zu erreichen, gehen wir in der Sanierung und Bewirtschaftung von Immobilien konsequent neue Wege. Die Anwendung neuer Technologien sowie eine ganzheitliche Systembetrachtung sind notwendig, um gemeinsam den Klimawandel zu stoppen. Wir setzen dabei auf den gemeinsamen Erkenntnisgewinn zusammen mit den Universitäten und Forschungseinrichtungen, vor allem aber auf dessen Umsetzung in Projektentwicklungen in der Speicherstadt.“

Erforscht wird beispielsweise, wie die für den Immobilienbetrieb notwendige Energie im Objekt selbst erzeugt, gespeichert und genutzt werden kann. Dabei müssen zahlreiche Erfordernisse des Denkmalschutzes in einem Welterbe betrachtet und berücksichtigt werden. Da es sich um ein Pilotprojekt für denkmalgeschützte Quartiere handelt, wird es durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des 7. Energieforschungsprogramms unter dem Schwerpunkt „Klimaneutrales Quartier und Gebäude“ gefördert. Der Projekttitel lautet „0- CO2-WSHH“. Das gesamte Vorhaben ist in drei Projektphasen aufgeteilt, von denen zunächst nur Phase I, Materialerforschung und Erprobung, gefördert wird. Falls die darin gestellten Forschungsziele erreicht werden, kann mit den Phasen II und III, der schrittweisen der Umsetzung aller Maßnahmen zur Optimierung des Gebäudebetriebs, begonnen werden. Dabei wird an der Erprobung und Weiterentwicklungen des denkmalgerecht zu adaptierenden Systemansatzes gearbeitet.

Die Gesamtkoordination des Projekts liegt in der Verantwortung von HHLA Immobilien. Projektträger ist das Forschungszentrum Jülich (FZJ), die Forschungskoordination übernimmt das Institut für Werkstoffe im Bauwesen (IWB) an der Universität Stuttgart. Projektpartner sind außerdem die HafenCity Universität Hamburg (BIMLab) und die RWTH Aachen University (EONERC). Die Behörde für Umwelt und Energie sowie das Denkmalschutzamt der Freien und Hansestadt Hamburg begleiten das Projekt beratend als assoziierte Partner.

Weitere Informationen dazu unter www.hhla.de/speicherstadt

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