Arbeitsmarktprogramm: DGB fordert Weiterbildungsrat

Zum heute vom Senat angekündigten Corona-Arbeitsmarktprogramm sagt Hamburgs DGB-Vorsitzende Katja Karger:

„Die Gewerkschaften drängen schon lange darauf, dass es nicht nur Hilfen für Unternehmen gibt, sondern auch die betroffenen Beschäftigten gezielte Unterstützung bekommen. Jetzt kommt sie. Gut so! Gerade für Alleinerziehende, Geringverdiener, Un- und Angelernte und Auszubildende ist das wichtig.  

Die Förderung von Weiterbildung und Qualifizierung ist einer der Dreh- und Angelpunkte im Programm. Das begrüßen die Gewerkschaften ausdrücklich, denn wir fordern seit Jahren die verstärkte, strukturierte und organisierte Weiterbildung von Beschäftigten. 

Auch abseits von Corona ist die Arbeitswelt stark im Wandel. Deswegen müssen Zukunftsthemen wie Klimawandel oder Digitalisierung in den Blick genommen werden. Qualifizierung und Weiterbildung darf nicht in alten Mustern verhaften.  

Auch geht es um die konkrete Umsetzung des Programms: Wer entscheidet über die Weiterbildung? Gibt es Unterstützung für Beschäftigte, sich unabhängig vom Arbeitgeber weiterzubilden? Wie wird der Bedarf ermittelt? Nicht zuletzt darf die Beantragung und Nutzung von Weiterbildung nicht umständlich und damit eine Hürde sein. Auch sind Anreizsysteme sinnvoll, um Menschen zur Weiterbildung zu motivieren.  

Vor allem aber muss darauf geachtet werden, dass auch in der Weiterbildungsbranche gute Arbeitsbedingungen und gute Bezahlung herrschen. Das ist in Hamburg noch lange nicht überall der Fall. Wir brauchen eine ausreichende Finanzierung der Träger.  

 Aus Sicht der Gewerkschaften ist ein Hamburger Weiterbildungsrat sinnvoll, der unabhängig die weiteren Schritte beurteilt und den Senat bei der Umsetzung berät. Die Gewerkschaften bieten dabei ihre Unterstützung an.“

DGB HH, 6.1.2021, Medienmitteilung 2/21

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