Die bundesweiten BNE Wochen 2026 markieren einen bundesweiten Schwerpunktzeitraum für Bildung für nachhaltige Entwicklung, in dem lokales Engagement sichtbar, vernetzt und politisch anschlussfähig gemacht wird.
Was die BNE Wochen 2026 sind
Die BNE Wochen 2026 laufen vom 01. März bis 31. Mai und bündeln Aktivitäten aus allen Bildungsbereichen auf einer gemeinsamen Bühne. Über 300 Veranstaltungen aus sämtlichen Bundesländern sind bereits im Kalender eingetragen, weitere Termine können fortlaufend über das BNE Portal ergänzt werden. Das BMBFSFJ unterstützt die Wochen, damit lokale und regionale Initiativen überregional sichtbar werden und so den Nationalen Aktionsplan BNE mit Leben füllen.
Für drei Monate stellt das BNE Portal Akteurinnen und Akteure vor, hebt ihr Engagement vor Ort hervor und macht neue Themen und Trends im BNE Feld im nationalen Prozess sichtbar. Die Wochen dienen damit nicht nur als Schaufenster, sondern auch als Resonanzraum, in dem Erfahrungen, Formate und Impulse zusammengeführt werden.

Formate, Themen und Beispiele
Die Bandbreite der Formate reicht von Fahrradworkshops und einem Festival der Taten über Fachtagungen zu Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Handwerk bis hin zu Kursen der Volkshochschulen, etwa zu Permakultur, Solarstrom auf dem Balkon oder nachhaltiger Mode. Diese Mischung aus Fachveranstaltungen, Mitmachangeboten und Bildungsformaten für unterschiedliche Zielgruppen spiegelt den Anspruch wider, BNE alltagsnah und praxisorientiert zu verankern.
Konkrete Beispiele im März zeigen die inhaltliche Spannweite: In Stuttgart lädt das Kommunale BNE Netzwerk zu einer Zukunftsrunde „Nachhaltig und Gesund. Ernährungsbildung in Stuttgart gemeinsam stärken“, adressiert Akteurinnen aus Kitas, Schulen, Zivilgesellschaft und Verwaltung und fokussiert gesunde, nachhaltige Ernährung im kommunalen Kontext. Im Kreis Olpe rückt eine Klimamesse Klimaschutz, Fairtrade und Nachhaltigkeit in der Region ins Zentrum, vernetzt lokale Akteurinnen und wird durch das Engagement außerschulischer Bildungsträger bereichert.
Lokale Aktionen, nationale Wirkung
Ein zentrales Merkmal der BNE Wochen ist die Verbindung von lokalem Handeln und nationaler Sichtbarkeit. Der bundesweite Kalender auf dem BNE Portal bündelt die Termine, macht Profile und Inhalte auffindbar und ermöglicht es, regionale Schwerpunkte, Lücken und innovative Ansätze im Gesamtbild zu erkennen.
So entstehen über die Wochen hinweg Anknüpfungspunkte für die Nationale Plattform BNE und den Nationalen Aktionsplan BNE: Praxisimpulse aus Kommunen und Regionen können in die nationale Strategiearbeit zurückgespiegelt werden. Gleichzeitig eröffnet die erhöhte Sichtbarkeit lokalen Initiativen neue Kooperationschancen und stärkt ihre Position in kommunalen Aushandlungsprozessen.
Digitale Beteiligung und Challenges
Neben Präsenzformaten setzen die BNE Wochen 2026 deutlich auf digitale Teilhabe. Online Veranstaltungen und Social Media basierte Aktionen helfen, Hürden wie Distanz und begrenzte Reisebudgets zu überwinden und neue Zielgruppen anzusprechen.
Ein Beispiel sind die BNE Challenges youstartN Snack2Change und youstartN Upcycling2Change der Stiftung Bildung, die sich speziell an Schülerfirmen richten. Kinder und Jugendliche reichen nachhaltige Snackideen oder Upcycling Projekte ein, posten diese mit den Hashtags #Snack2Change oder #Upcyling2Change und Verlinkung der Stiftung Bildung auf Plattformen wie Instagram, Mastodon oder Padlet und können ein Preisgeld gewinnen.
Lernen zwischen Wasser, Kolonialgeschichte und globaler Verantwortung
Die thematische Breite der BNE Wochen zeigt sich auch in der Verknüpfung von Umwelt, Geschichte und globaler Verantwortung. Die Weltwasserwoche in Augsburg etwa bietet vom 16. bis 22. März ein dichtes Programm aus Führungen, Workshops, Vorträgen, Krimi Dinner, Ausstellungen, Schulveranstaltungen und Mitmachaktionen rund um Wasser, Ressourcenschutz und nachhaltige Stadtentwicklung.
An der FernUniversität in Hagen wiederum adressiert die Online Veranstaltung „100 Quellen – 100 Orte in Westfalen Lippe. Koloniale Spuren als Lernreise zu globaler Verantwortung“ die Frage, wie koloniale Geschichte in BNE und politische Bildung eingebunden werden kann. Geplant sind Einblicke in die Quellensammlung und die Diskussion darüber, wie diese für eine kritische, zukunftsorientierte Bildungsarbeit genutzt werden kann.
Einladung an BNE Akteurinnen
Für BNE Akteurinnen vor Ort eröffnen die BNE Wochen 2026 mehrere Ebenen der Teilhabe. Sie können eigene Veranstaltungen im Kalender eintragen, sich mit anderen Initiativen vernetzen und ihre Arbeit im Rahmen der bundesweiten Plattform sichtbar machen.
Zugleich bieten die Wochen die Möglichkeit, die eigene Praxis an den globalen Zielhorizont der Agenda 2030 rückzukoppeln: Lokale Bildungsangebote zu Klima, Konsum, Demokratie oder kolonialer Vergangenheit werden im Kontext der SDGs lesbar. Die BNE Wochen 2026 werden damit zu einem Labor, in dem sich die „road to 2030“ konkret im Alltag von Kommunen, Bildungseinrichtungen und zivilgesellschaftlichen Gruppen abzeichnet.
Mehr dazu: https://www.bne-portal.de/
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