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Die DGB-Jugend Hamburg solidarisiert sich mit den Schüler*innen und jungen Menschen, die am Freitag, den 5. Dezember 2025, im Rahmen des „Schulstreiks gegen Wehrpflicht“ protestieren. Die Jugendorganisation des Deutschen Gewerkschaftsbundes ruft am Freitag unter dem Motto „Der Wehrpflicht entgegentreten“ um 16:00 Uhr zu einer Kundgebung am Stephansplatz in der Hamburger Innenstadt auf. Anlass ist die geplante Verabschiedung des Wehrdienst-Modernisierungsgesetzes (WDModG) am 5. Dezember im Bundestag, das mit Paragraf 2a einen verpflichtenden Dienst an der Waffe bei unklar definierter „verteidigungspolitischer Lage“ vorsieht und damit den Weg zu einer Reaktivierung der Wehrpflicht ebnet.

Gerade erst bekräftigte der DGB Nord, am 29.11.2025, im Zuge seiner 8. ordentlichen Bezirkskonferenz in Lübeck per Beschluss sein Selbstverständnis, demgemäß die Wehrpflicht – ebenso wie jede andere Form von Pflichtdienst – einen unverhältnismäßigen Eingriff in die vom Grundgesetz garantierte persönliche Freiheit darstelle.

„Unsere Haltung bleibt klar: Wir stehen für Selbstbestimmung. Wehr- oder Pflichtdienste darf es daher ebenso wenig geben, wie Werbung der Bundeswehr an Bildungseinrichtungen“, betont auch Tanja Chawla, Vorsitzende des DGB Hamburg. „Konkret sehen wir die reale Gefahr, dass verpflichtende Ersatzdienste zur Umgehung struktureller Probleme im Sozial- und Pflegebereich genutzt werden. Das unterwandert bestehendes Fachpersonal und darf nicht für die Beschaffung billiger Arbeitskräfte missbraucht werden.“

„Die DGB-Jugend bleibt antimilitaristisch. Für uns steht fest: Die DGB-Jugend Hamburg lehnt eine Wiedereinführung der Wehrpflicht und des Zivildienstes und die Einführung anderer Pflichtdienste für junge Menschen ab. Auch ein freiwilliger Wehrdienst belastet insbesondere junge Menschen aus Haushalten mit geringem Einkommen. Für sie scheint der Dienst eine attraktive Alternative zu einer Ausbildung zu sein, die sie sich finanziell nicht leisten können. Doch ohne abgeschlossene Berufsausbildung steigt das Risiko, später in prekäre Beschäftigung zu geraten. So verstärkt selbst ein freiwilliger Dienst soziale Ungleichheit“, betont Steffen Marquardt von der DGB Jugend Hamburg.

Quelle: DGB Hamburg, PM 35/25 – 03. Dezember 2025

 


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