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Hamburgs Bürger:innen nutzen digitale Dienstleistungen zunehmend intensiv. Das zeigt der aktuelle Verbraucherschutz-Pegel, herausgegeben von der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz und der Verbraucherzentrale Hamburg, der die digitale Teilhabe der Menschen in der Hansestadt untersucht.

Online-Banking und digitale Services weit verbreitet

Unter den 500 Befragten gab es niemanden, der das Internet gar nicht nutzt. Besonders beliebt ist das Online-Banking, das 81 Prozent der Hamburger:innen regelmäßig nutzen. Weitere digitale Dienstleistungen wie Behördengänge (73 Prozent), soziale Medien (71 Prozent) und der digitale Kauf von Fahrkarten (69 Prozent) werden ebenfalls von der Mehrheit genutzt. Wie in vielen Bereichen der Digitalisierung ist auch hier zu beobachten, dass die Nutzung mit steigendem Alter abnimmt. Jüngere Menschen schätzen ihre digitalen Fähigkeiten dabei insgesamt positiver ein als ältere Generationen.

Künstliche Intelligenz: Potenzial vorhanden, aber noch wenig genutzt

Die Umfrage zeigt, dass künstliche Intelligenz (KI) im privaten Bereich bislang weniger genutzt wird. Nur 31 Prozent der Befragten geben an, KI-Services zumindest gelegentlich zu verwenden. Dabei wird ein deutlicher Unterschied zwischen Einkommensgruppen sichtbar: Während 47 Prozent der Menschen mit höherem Einkommen KI-Anwendungen nutzen, sind es bei den Befragten mit niedrigerem Einkommen nur 23 Prozent.

Datenschutzbedenken und digitale Unsicherheiten

Ein zentrales Thema, das die Umfrage aufwirft, sind die Bedenken vieler Bürger:innen hinsichtlich der Datensicherheit. Über alle Altersgruppen hinweg äußerten 41 Prozent der Befragten Unsicherheiten im Hinblick auf den Umgang mit persönlichen Daten im Netz. Bei den Jüngeren spielen zudem Sorgen um Hassrede und Hate Speech eine Rolle, insbesondere im Kontext sozialer Medien.

Technische Ausstattung und Internetzugang

DSL über das Telefonnetz bleibt in Hamburg der am häufigsten genutzte Zugang zum Internet (51 Prozent). Glasfaseranschlüsse (22 Prozent) überholen mittlerweile TV-Kabelanschlüsse (18 Prozent), liegen aber noch hinter den Erwartungen zurück. Die Kosten für die digitale Teilhabe liegen bei über der Hälfte der Befragten unter 50 Euro im Monat, während ein Drittel mehr als 50 Euro ausgibt. Höhere Kosten werden eher von Haushalten mit höherem Einkommen getragen.

Fazit: Herausforderungen und Potenzial der digitalen Teilhabe

Der Verbraucherschutz-Pegel zeigt eindrucksvoll, dass Hamburg auf dem Weg zu einer digitalen Stadt ist. Dennoch gibt es deutliche Herausforderungen: Datenschutzbedenken, Einkommensunterschiede in der Nutzung neuer Technologien wie KI und die Notwendigkeit, analoge Alternativen für jene beizubehalten, die digitale Services nicht nutzen können oder wollen.

Sowohl Verbraucherschutzsenatorin Anna Gallina als auch Michael Knobloch, Vorstand der Verbraucherzentrale Hamburg, betonen die Bedeutung, digitale Angebote für alle zugänglich zu machen und Sicherheitsbedenken ernst zu nehmen. Denn nur so kann eine digitale Teilhabe für alle Menschen gewährleistet werden.

Weitere Informationen und die vollständigen Ergebnisse der Umfrage finden Sie auf der Website der Verbraucherzentrale Hamburg: www.vzhh.de.



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