Wirtschaftswachstum und nachhaltige Entwicklung – geht das zusammen? Hamburg, 01.12.2022

Wirtschaftswachstum und nachhaltige Entwicklung – geht das zusammen?

Donnerstag, 01.12.2022, 18:00-19:30 Uhr
Bucerius Law School, Jungiusstr. 6, 20355 Hamburg, Deutsche Bank Hall/ Linklaters Lecture Room (U.56)
und online über ZOOM (hybrid)

Eines der kontroversesten Ziele der Agenda 2030 ist das 8. Ziel für nachhaltige Entwicklung, Nachhaltiges
Wirtschaftswachstum und menschenwürdige Arbeit für alle (SDG 8), mit dessen ersten vier Zielvorgaben ein dauerhaftes, nachhaltiges und breitenwirksames Wirtschaftswachstum, insbesondere für die am wenigsten entwickelten Länder, angestrebt wird.

Doch kann ein (nur) an der Steigerung des Bruttoinlandsproduktes pro Kopf orientiertes Wirtschaftswachstum, wie es das erste Unterziel von SDG 8 (SDG 8.1) beschreibt, nachhaltig sein? Denn wie kann dauerhaftes Wirtschaftswachstum mit den ökologischen Zielen der Agenda 2030 zur Begrenzung des Klimawandels und zum Erhalt der Ökosysteme (insb. SDGs 13 bis 15) in Einklang gebracht
werden?

Und wie soll mit breitenwirksamem Wirtschaftswachstum laut SDG 8.4 „die weltweite Ressourceneffizienz in Konsum und Produktion verbessert“ sowie „die Entkopplung von Wirtschaftswachstum und Umweltzerstörung angestrebt“ werden? Last but not least steht damit auch die drängende soziale Frage einer globalen Verteilungs-, Ressourcenund Klimagerechtigkeit mit Blick auf die Länder des Globalen Südens im Raum. Auch aus den Erfahrungen der Corona-Pandemie und des russischen Krieges gegen die Ukraine mit gravierenden Auswirkungen auf z.B. Lieferketten, Finanzmärkte, Energie- und Ernährungssicherheit heraus müssen wir über alternative wirtschaftliche Modelle und Konzepte wie z.B. Kreislaufwirtschaft, Doughnut Economy, Gemeinwohl-Ökonomie, Fairen Handel, Postwachstumsökonomie und den Ansatz von Suffizienz, Effizienz und Konsistenz sprechen.

Mit Ihnen und unseren Expertinnen und Experten aus Politik, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft Miriam Putz, Sprecherin für Wirtschaft der Hamburger Grünen Bürgerschaftsfraktion, Nanda Bergstein, Chief Sustainability and Innovation Officer camm solutions/ former Vice President Corporate Responsibility bei Tchibo, Diana Sanabria, Doughnut Coalition Hamburg sowie Dr. Martin C. Hänsel, Ökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, möchten wir also einen genaueren Blick auf das SDG 8 und den umstrittenen Begriff „nachhaltiges Wirtschaftswachstum“ werfen.

Lassen sie uns diskutieren, ob ein dauerhaftes und breitenwirksames das SDG 8 und Wirtschaftswachstum überhaupt nachhaltig sein kann, wo wirtschaftliches Wachstum notwendig ist und wo vielleicht auch nicht, und wie unsere Wirtschaft gestaltet werden sollte, um alle Ziele der Agenda 2030 gleichermaßen erreichen und dabei innerhalb der planetaren Grenzen bleiben zu können.

Diejenigen, die vor Ort dabei sein können, laden wir nach der Veranstaltung zu einem get together mit den
Panellistinnen und Panellisten und uns bei einem Getränk und einem kleinen snack ein.

Anmeldung: https://forms.gle/yDQHuVr8rakNME488
Programm
18:00 Begrüßung: Fabian Beigang, Landesverband Nord der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten
Nationen e.V. (DGVN Nord)
18:05 Einführung: Kai-Oliver Farr, Engagement Global gGmbH, Außenstelle Hamburg
18:15 Podiumsgespräch mit:

  • Miriam Putz, Mitglied der Hamburgischen Bürgerschaft, Sprecherin für
    Wirtschaft, Tourismus, Flughafen und Hafen der Grünen Bürgerschaftsfraktion (bestätigt)
  • Nanda Bergstein, Chief Sustainability and Innovation Officer camm solutions/ former Vice President Corporate Responsibility bei Tchibo (angefragt)
  • Diana Sanabria, Referentin für Weltwirtschaft am Zentrum für Mission und Ökumene der Nordkirche, Doughnut Coalition Hamburg (bestätigt)
  • Dr. Martin C. Hänsel, Ökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung im FutureLab Public Economics and Climate Finance (bestätigt)

Moderation:
Dr. Anke Butscher, Geschäftsführende Gesellschafterin corsus – Corporate
Sustainability, Beraterin Gemeinwohl-Ökonomie (bestätigt)
19:00 Fragen und Diskussion mit dem Publikum
19:25 Verabschiedung: Oliver Hasenkamp, Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V. (DGVN
Bundesverband)

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