Das Forum Umwelt & Entwicklung berichtet aktuell zum Thema 2030-Agenda und SDGs:
- Die Agenda 2030 JETZT mit verbindlicher Nachhaltigkeitspolitik beschleunigt umsetzenvon Forumsteam am 10. August 2026 um 11:53
Kommentierung der Beteiligungsfassung des Aktionsplans „Nachhaltigkeit für ein modernes und zukunftsfähiges Deutschland“ der Bundesregierung Deutschland Die SDGs sind einer der wichtigsten internationalen Pläne, um das Leben von Menschen weltweit zu verbessern...
- Wir werden überrolltvon Forumsteam am 9. Juli 2026 um 10:04
Ein Briefing über die europäischen Omnibusgesetze und ihre Folgen für Menschenrechte, Umweltschutz und Verbraucher*innen. Die Europäische Union baut zentrale Schutzstandards in einem bislang beispiellosen Tempo ab. Unter dem Schlagwort der...
- 120 Organisationen fordern: „Hände weg vom IFG! Retten Sie die Informationsfreiheit“von Wolfgang Obenland am 7. Juli 2026 um 13:50
Die Spitzen von SPD und Union wollen das Informationsfreiheitsgesetz faktisch abschaffen. Damit beschädigen sie Transparenz, Pressefreiheit und letztlich die Demokratie. Mit einem Bündnis aus über 100 Organisationen und Medien darunter...
- Statement „Starke Standards schützen Menschen, Demokratie und Lebensgrundlagen“von Tom Kurz am 6. Juli 2026 um 12:07
Zusammen mit 150 Organisationen, Verbänden, Unternehmen, Instituten und Einzelpersonen warnen wir vor dem schleichenden Abbau von Schutzrechten in Europa. Wir rufen Abgeordnete und Entscheidungsträger*innen in Berlin und Brüssel dazu auf,...
- Aktionsprogramm Kreislaufwirtschaft greift zu kurz: Umweltorganisationen fordern echten Aufbruch hin zu Ressourcenschonungvon Josephine Koch am 3. Juni 2026 um 12:42
Dialogplattform und Förderprogramm positiv – inhaltlich insgesamt jedoch zu schwach Berlin – Der Umweltdachverband Deutscher Naturschutzring (DNR) und seine Mitgliedsorganisationen BUND, Deutsche Umwelthilfe, Germanwatch, NABU, natureplus, NaturFreunde Deutschlands und...
Im September 2015 wurde auf einem UN-Gipfel die 2030-Agenda von allen UN-Mitgliedsstaaten verabschiedet. Die 2030-Agenda umfasst unter anderem die sogenannten Sustainable Development Goals (SDG, dt.: Ziele für eine nachhaltige Entwicklung). Die SDG formulieren Maßnahmen und Ziele zu Themen wie Armut, Geschlechtergerechtigkeit, nachhaltigem Wachstum und zur Eindämmung des Klimawandels. Das Novum an den SDGs ist der Paradigmenwechsel: Alle Länder sollen die Ziele umsetzen und sich somit gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft einsetzen. Die neuen, globalen, für alle Staaten geltenden SDG beinhalten die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Soziales, Umwelt und Wirtschaft.
Die SDGs sind ein weiterer Meilenstein in der Geschichte nachhaltiger Entwicklung. 1992 fand die Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED, auch „Earth Summit“ genannt) in Rio de Janeiro statt, bei dem die Arbeit der Kommission für nachhaltige Entwicklung (CSD Commission on Sustainable Development) ihren Ursprung hat. Damals wurde unter anderem der Klimawandel erstmalig als ernstes Problem benannt und die Staatengemeinschaft zum Handeln verpflichtet. Zu dieser Zeit entstand die Agenda 21, das entwicklungs- und umweltpolitische Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung. Im September 2000 wurde nach dem Millenniums-Gipfel die Millenniums-Deklaration der Vereinten Nationen verabschiedet, welche die Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Development Goals, MDG) mit einem konkreten Zeitrahmen bis 2015 formulierte. Die MDGs bildeten seither einen wichtigen Kern der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Zwanzig Jahre später nach dem Weltgipfel in Rio de Janeiro sollten auf dem Rio+20-Gipfel vom 20. bis zum 22. Juni 2012 die Fortschritte im Bereich der nachhaltigen Entwicklung überprüft werden. Aus diesem Anlass versammelten sich hunderte Staats- und Regierungschefs sowie Repräsentanten nichtstaatlicher Organisationen, des privaten Sektors und anderer Gruppen aus aller Welt, um sich vor allem auf die beiden Hauptthemen „Eine grüne Wirtschaft im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung“ und „Das institutionelle Gerüst für eine nachhaltige Entwicklung“ zu beraten. Wichtiges Ergebnis des Rio+20-Gipfels war die Entscheidung, einen Rahmen für die SDGs zu entwerfen. Auf der 68. Sitzung der UN-Generalversammlung wurde schließlich beschlossen, die Weiterführung der MDG als Teil der SDG einzuarbeiten.
Bis zum Jahr 2030 sollen die SDG nun von allen Staaten und auf allen Ebenen (national, regional und international) umgesetzt werden. Eine jährliche Überprüfung des Umsetzungsstands findet in New York beim High Level Political Forum (HLPF) statt. In Deutschland wird die Umsetzung der SDG vor allem im Kontext der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie stattfinden.