2030-Agenda und SDGs

2030-Agenda und SDGs

Das Forum Umwelt & Entwicklung berichtet aktuell zum Thema 2030-Agenda und SDGs:

  • Crashkurs Rohstoffpolitik 2020 | Online Webinarreihe
    von Riejan Abo Ward am 28. Mai 2020 um 9:49

    Der Crashkurs Rohstoffpolitik für politische Multiplikator*innen führt dieses Jahr in das Thema Rohstoffwende ein. Rohstoffabbau, -nutzung und -verbrauch stehen in direkter Verbindung mit vielfältigen Menschenrechts-, Umwelt- und Entwicklungsproblemen. Die Webinarreihe zeigt diese Herausforderungen auf. Allein mit mehr Effizienz, besseren Recyclingsystemen, neuen Technologien und guter Regierungsführung sind diese Probleme nicht in den Griff zu bekommen. Im Gegenteil: In den bisherigen Debatten um Energiewende, Verkehrswende, Agrarwende oder die Digitalisierung tauchen die Fragen der Verfügbarkeit, Endlichkeit und nachhaltigen Nutzung von Metallen kaum auf. Die verschiedenen Krisen – Menschenrechts-, Klima-, Biodiversitäts- und Rohstoffkrise – gilt es zusammen anzugehen. Wir erleben derzeit eine Zuspitzung der ökologischen und sozialen Krise enormen Ausmaßes mit verschiedenen Facetten. Ihre Bekämpfung macht ein systemisches Umdenken und einen Paradigmenwechsel im Umgang mit den natürlichen Ressourcen des Planeten erforderlich. Dafür ist diese Webinarreihe ein Debattenbeitrag.Weiterlesen

  • Menschenrechte und Umweltschutz durch Rohstoffkapitel stärken
    von Riejan Abo Ward am 28. Mai 2020 um 9:21

    Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen sind beim Abbau von Rohstoffen gang und gäbe. Dennoch sind die Handelsverträge der Europäischen Union ausschließlich darauf angelegt, europäischen Unternehmen den Zugang zu Rohstoffen im Ausland zu sichern. Diese Verträge sorgen vor allem dafür, dass Partnerländer Beschränkungen im Rohstoffbereich abbauen müssen. Doch dies muss nicht so sein. Handelsverträge könnten dazu beitragen, dass Menschenrechte und Umweltschutz  eingehalten werden und vom Rohstoffabbau Betroffene ein garantiertes Mitspracherecht haben.Weiterlesen

  • EU Handelspolitik: Keine Hoffnung auf Kurswechsel
    von Riejan Abo Ward am 27. Mai 2020 um 9:01

    Sehr überraschend haben sich EU-Handelskommissar Phil Hogan und die mexikanische Wirtschaftsministerin Graciela Márquez Colín am 28. April per Telefon auf den Abschluss der Verhandlungen des EU-Mexiko Modernisierungsabkommens geeinigt. Selbst einige EU-Parlamentarier*innen erfuhren davon erst aus der Presse. Anstatt ein Zeichen für zukunftsfähigen Handel in Pandemiezeiten zu setzen, ist das Abkommen ein Signal, so schnell wie möglich zum Status Quo zurückkehren zu wollen.  Weiterlesen

  • Nachhaltigkeit und Corona | Online Diskussion
    von Riejan Abo Ward am 27. Mai 2020 um 8:28

    Die Corona-Pandemie und die darauffolgenden Maßnahmen haben unsere bisherigen Arbeitsabläufe deutlich verändert. Und doch haben Forderungen nach mehr Nachhaltigkeit derzeit umso mehr Relevanz. Denn Corona hat wie eine globale Röntgenaufnahme die Schwachstellen unseres Sozialsystems, unserer Wirtschaftsweise und unseres Umgangs mit der Natur selbst für die größten SkeptikerInnen offengelegt. Viele Verbände beteiligen sich derzeit bereits an den Forderungen nach einem sozial-ökologischen Konjunkturprogramm. Gleichzeitig werden politische Entscheidungen diesbezüglich mit unglaublicher Geschwindigkeit gefällt häufig ohne angemessene Beteiligung von Zivilgesellschaft und Parlamenten.  Weiterlesen

  • Pressemitteilung: Mehr Naturschutz bedeutet mehr Sicherheit vor Pandemien und mehr Klimaschutz
    von Ramona Bruck am 18. Mai 2020 um 13:00

    Berlin, 18.05.2020 - Anlässlich des Weltbiodiversitätstags am 22. Mai erwarten  namhafte Wissenschaftler, Vertreter von Stiftungen, Unternehmer, Prominente und NGOs ein konsequentes Handeln bei der Verabschiedung des „European Green Deals“ und der neuen Biodiversitätsstrategie der UN- Konvention zum Schutz über die der Biologischen Vielfalt (CBD). In einem offenen Brief an die Bundeskanzlerin betonen sie, dass die enge Verbindung zwischen dem Verlust Biologischer Vielfalt und dem Auftreten von Pandemien mit beispielloser Klarheit die Folgen für die Menschheit zeigt, wenn intakte Lebensräume mit hoher Artenvielfalt weiter ungebremst zerstört würden.Weiterlesen

Im September 2015 wurde auf einem UN-Gipfel die 2030-Agenda von allen UN-Mitgliedsstaaten verabschiedet. Die 2030-Agenda  umfasst unter anderem die sogenannten Sustainable Development Goals (SDG, dt.: Ziele für eine nachhaltige Entwicklung). Die SDG formulieren Maßnahmen und Ziele zu Themen wie Armut, Geschlechtergerechtigkeit, nachhaltigem Wachstum und zur Eindämmung des Klimawandels. Das Novum an den SDGs ist der Paradigmenwechsel: Alle Länder sollen die Ziele umsetzen und sich somit gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft einsetzen. Die neuen, globalen, für alle Staaten geltenden SDG beinhalten die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Soziales, Umwelt und Wirtschaft.

Die SDGs sind ein weiterer Meilenstein in der Geschichte nachhaltiger Entwicklung. 1992 fand die Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED, auch „Earth Summit“ genannt) in Rio de Janeiro statt, bei dem die Arbeit der Kommission für nachhaltige Entwicklung (CSD Commission on Sustainable Development) ihren Ursprung hat. Damals wurde unter anderem der Klimawandel erstmalig als ernstes Problem benannt und die Staatengemeinschaft zum Handeln verpflichtet. Zu dieser Zeit entstand die Agenda 21, das entwicklungs- und umweltpolitische Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung. Im September 2000 wurde nach dem Millenniums-Gipfel die Millenniums-Deklaration der Vereinten Nationen verabschiedet, welche die Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Development Goals, MDG) mit einem konkreten Zeitrahmen bis 2015 formulierte. Die MDGs bildeten seither einen wichtigen Kern der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Zwanzig Jahre später nach dem Weltgipfel in Rio de Janeiro sollten auf dem Rio+20-Gipfel vom 20. bis zum 22. Juni 2012 die Fortschritte im Bereich der nachhaltigen Entwicklung überprüft werden. Aus diesem Anlass versammelten sich hunderte Staats- und Regierungschefs sowie Repräsentanten nichtstaatlicher Organisationen, des privaten Sektors und anderer Gruppen aus aller Welt, um sich vor allem auf die beiden Hauptthemen „Eine grüne Wirtschaft im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung“ und „Das institutionelle Gerüst für eine nachhaltige Entwicklung“ zu beraten. Wichtiges Ergebnis des Rio+20-Gipfels war die Entscheidung, einen Rahmen für die  SDGs zu entwerfen. Auf der 68. Sitzung der UN-Generalversammlung wurde schließlich beschlossen, die Weiterführung der MDG als Teil der SDG einzuarbeiten.

Bis zum Jahr 2030 sollen die SDG nun von allen Staaten und auf allen Ebenen (national, regional und international) umgesetzt werden. Eine jährliche Überprüfung des Umsetzungsstands findet in New York beim High Level Political Forum (HLPF) statt. In Deutschland wird die Umsetzung der SDG vor allem im Kontext der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie stattfinden.