2030-Agenda und SDGs

2030-Agenda und SDGs

Das Forum Umwelt & Entwicklung berichtet aktuell zum Thema 2030-Agenda und SDGs:

  • Online-Seminar Menschenrecht Wasser, Wasserraub und Schutz der Flüsse am 22. Februar 2022 | Anmeldung
    von Eileen Roth am 14. Januar 2022 um 12:58

    Am 22.Februar 2022 um 14 Uhr CET veranstaltet die AG-Wasser des Forum Umwelt und Entwicklung ein Seminar zum Thema Menschenrecht Wasser, Wasserraub und Schutz der Flüsse. Das Seminar findet online via Zoom statt. Weitere Informationen folgen in Kürze.   Anmeldung:

  • The bigger the better? Die Folgen von Landinvestitionen für Landrechte, Böden und Ernährungssouveränität
    von Marie-Luise Abshagen am 4. Januar 2022 um 16:10

    Fachpodium von Forum Umwelt & Entwicklung, INKOTA-netzwerk, Brot für die Welt, Misereor und FIAN auf dem Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) 2022   Viele Regierungen setzen über kapitalkräftige Investoren in immer größerem Ausmaß auf großflächige agrarindustrielle Betriebe. In Afrika wurden in den letzten 20 Jahren zehn Millionen Hektar Land für die großflächige Landwirtschaft „erworben“, durch private Investoren, börsennotierte Unternehmen und Investmentfonds – mit drastischen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Folgen: Kleinbäuerliche Erzeuger*innen verlieren ihre landwirtschaftlichen Flächen, da ihre rechtliche Situation häufig ungeklärt ist. Der Verlust von Land führt zu Hunger und Armut. Gleichzeitig geht die großflächige Landnutzung mit einem industriellen Agrarmodell einher, das vor allem für den Export produziert, z.B. von Agrarrohstoffen. Diese Landwirtschaftsform ist auf eine kurzfristige Ertragssteigerung von Monokulturen ausgelegt, verbunden mit starkem Einsatz externer Betriebsmittel wie mineralischer Stickstoff-Dünger und Pestizide. Beides ist aus Sicht des Biodiversitäts- und Klimaschutzes kritisch zu betrachten.Weiterlesen

  • Rundbrief III/2021: Übernutzte Wälder. Unser widersprüchliches Verhältnis zum Wald
    von Ramona Bruck am 14. Dezember 2021 um 6:00

    Bei dieser Ausgabe haben wir uns ernsthaft überlegt: Können wir sie drucken? Die Preise für Papier, Bauholz & Co. steigen rapide, Nachschub bleibt aus. Und den Wäldern geht es schlecht. Die vielgepriesenen Lungen der Erde werden vergiftet, verbrannt, gerodet, in Ackerland oder Plantagen verwandelt, Lebensräume und Ökosysteme werden zerstört, das globale Artensterben befeuert. Wofür? Für mehr Konsum. Noch mehr Papier, mehr Tierfutter, mehr Biosprit, mehr Rinder, mehr. Ein immer gefräßigeres, gierigeres Monster frisst sich durch Wälder überall auf der Welt. Und das nicht erst seit gestern. Wir werfen einen Blick auf den Zustand der Wälder: Hoffnungsträger im Kampf gegen den Klimawandel und sterbenskranke Patienten.Weiterlesen

  • Die EU-Handelspolitik muss sich den Herausforderungen unserer Zeit stellen
    von Nelly Grotefendt am 7. Dezember 2021 um 13:34

    Kommentierung der neuen Handelsstrategie der EU-Kommission Im ersten Quartal des Jahres 2021 veröffentlichte die EU-Kommission die Mitteilung zur neuen Handelsstrategie. Nach der öffentlichen Online-Konsultation des vorherigen Jahres, der Ernennung eines neuen EU-Handelskommissars im September 2020 und den globalen Auswirkungen der COVID-19 Pandemie bot sich die Möglichkeit eines Kurswechsels der EU-Handelspolitik weg von der neoliberalen Ausrichtung. Weiterlesen

  • Pandemie und arme Länder: Impfstoffspenden reichen nicht aus
    von Riejan Abo Ward am 6. Dezember 2021 um 10:48

    Über Nacht ist die 12. Ministerkonferenz der Welthandelsorganisation WTO vertagt worden – aufgrund des Fortschreitens der neuen Virusmutation und verschärfter Reiseauflagen. Eines der Schlüsselthemen dort ist die Bekämpfung der Pandemie. Neben Zöllen und Quoten herrscht die WTO auch über einen der wichtigsten Mechanismen für das Geschäftsmodell der Pharmaindustrie: Patente. Sie werden im WTO-Abkommen über handelsbezogene Aspekte der Rechte an geistigem Eigentum (Trips) geregelt und abgesichert.Weiterlesen

Im September 2015 wurde auf einem UN-Gipfel die 2030-Agenda von allen UN-Mitgliedsstaaten verabschiedet. Die 2030-Agenda  umfasst unter anderem die sogenannten Sustainable Development Goals (SDG, dt.: Ziele für eine nachhaltige Entwicklung). Die SDG formulieren Maßnahmen und Ziele zu Themen wie Armut, Geschlechtergerechtigkeit, nachhaltigem Wachstum und zur Eindämmung des Klimawandels. Das Novum an den SDGs ist der Paradigmenwechsel: Alle Länder sollen die Ziele umsetzen und sich somit gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft einsetzen. Die neuen, globalen, für alle Staaten geltenden SDG beinhalten die drei Dimensionen der Nachhaltigkeit: Soziales, Umwelt und Wirtschaft.

Die SDGs sind ein weiterer Meilenstein in der Geschichte nachhaltiger Entwicklung. 1992 fand die Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen (UNCED, auch „Earth Summit“ genannt) in Rio de Janeiro statt, bei dem die Arbeit der Kommission für nachhaltige Entwicklung (CSD Commission on Sustainable Development) ihren Ursprung hat. Damals wurde unter anderem der Klimawandel erstmalig als ernstes Problem benannt und die Staatengemeinschaft zum Handeln verpflichtet. Zu dieser Zeit entstand die Agenda 21, das entwicklungs- und umweltpolitische Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung. Im September 2000 wurde nach dem Millenniums-Gipfel die Millenniums-Deklaration der Vereinten Nationen verabschiedet, welche die Millenniumsentwicklungsziele (Millennium Development Goals, MDG) mit einem konkreten Zeitrahmen bis 2015 formulierte. Die MDGs bildeten seither einen wichtigen Kern der internationalen Entwicklungszusammenarbeit. Zwanzig Jahre später nach dem Weltgipfel in Rio de Janeiro sollten auf dem Rio+20-Gipfel vom 20. bis zum 22. Juni 2012 die Fortschritte im Bereich der nachhaltigen Entwicklung überprüft werden. Aus diesem Anlass versammelten sich hunderte Staats- und Regierungschefs sowie Repräsentanten nichtstaatlicher Organisationen, des privaten Sektors und anderer Gruppen aus aller Welt, um sich vor allem auf die beiden Hauptthemen „Eine grüne Wirtschaft im Zusammenhang mit nachhaltiger Entwicklung und Armutsbekämpfung“ und „Das institutionelle Gerüst für eine nachhaltige Entwicklung“ zu beraten. Wichtiges Ergebnis des Rio+20-Gipfels war die Entscheidung, einen Rahmen für die  SDGs zu entwerfen. Auf der 68. Sitzung der UN-Generalversammlung wurde schließlich beschlossen, die Weiterführung der MDG als Teil der SDG einzuarbeiten.

Bis zum Jahr 2030 sollen die SDG nun von allen Staaten und auf allen Ebenen (national, regional und international) umgesetzt werden. Eine jährliche Überprüfung des Umsetzungsstands findet in New York beim High Level Political Forum (HLPF) statt. In Deutschland wird die Umsetzung der SDG vor allem im Kontext der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie stattfinden.