Nachhaltigkeitsforum

Nachhaltigkeitsforum Hamburg (NFH)

Das Nachhaltigkeitsforum Hamburg (NFH) wurde 2018 als zivilgesellschaftliches Gremium einberufen, um in Zusammenarbeit mit der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) den SDG-Implementierungsprozess in Hamburg intensiv zu begleiten.

Es ist ein Netzwerk aus über 25 Mitgliedsorganisationen mit Vertreter*innen aus Umwelt- und Sozialverbänden, Wirtschaft, Kultur und Bildung. Das Forum arbeitet zu den drei thematischen Schwerpunkten der drei Säulen der Nachhaltigkeit (Soziales, Umwelt, Wirtschaft) sowie zu Querschnittsthemen wie Hamburgs globale Verantwortung, Gleichstellung, Korruptionsbekämpfung und Digitalisierung. Weitere Informationen finden Sie auf www.nachhaltigkeitsforum.org

Nachhaltigkeitsforum Hamburg Das Forum für Nachhaltigkeitsvernetzung in Hamburg

  • Branchenaustausch zum Lieferkettengesetz – 20. Oktober 2021 über Zoom
    von Nachhaltigkeitsforum am 20. September 2021 um 9:58

    Branchenaustausch zum Lieferkettengesetz – 20. Oktober 2021 über ZoomDas Nachhaltigkeitsforum Hamburg (NFH) ist ein breit aufgestelltes zivilgesellschaftliches Gremium, das die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) in Hamburg konstruktiv-kritisch begleitet und unterstützt. Im Sinne des SDG 8 „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ befasst sich das NFH unter anderem mit dem Thema des nachhaltigen Wirtschaftens. Neben negativen Umweltauswirkungen globaler Wirtschaftsströme rücken seit einigen Jahren soziale Aspekte internationaler Lieferketten in den Vordergrund. Das in Deutschland am 25. Juni 2021 beschlossene Lieferkettengesetz verpflichtet deutsche Unternehmen mit einer bestimmten Mitarbeitendenzahl nun dazu, einer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht in ihren Lieferketten nachzukommen. Das NFH hat im Dezember 2020, als der Entwurf des LKG noch in Abstimmung war, eine Podiumsdiskussion zum Thema durchgeführt (die Nachdokumentation können Sie hier einsehen). Nun, da das Lieferkettengesetz durch den Bundestag beschlossen wurde, möchten wir den nächsten Schritt gehen und mit der Hamburger Wirtschaft in den Austausch kommen. Am 20. Oktober 2021 von 16-18 Uhr veranstaltet das Nachhaltigkeitsforum Hamburg einen Branchenaustausch, um folgende Fragen zu diskutieren: Welchen Herausforderungen steht die Hamburger Wirtschaft bei der Umsetzung des Lieferkettengesetzes gegenüber? Welche Lücken lässt das Gesetz offen? Welche Zielkonflikte gibt es und wie können diese überwunden werden? Was beinhaltet der europäische Vorschlag? Dabei möchten wir uns auf die für Hamburg relevantesten Branchen wie Lebensmittel, Chemie und Textil konzentrieren und werden ausgewählte Expert*innen für die jeweiligen Lieferketten einladen. Zu Beginn wird es einen Input von Bernd Lange (MdEP, Vorsitzender des Ausschusses für Internationalen Handel (INTA)) geben, in dem die Bedeutung und die Chancen des Lieferkettengesetzes für die Hamburger Wirtschaft beleuchtet werden. Wir würden uns freuen, Sie bei dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen. Die Anmeldung erfolgt unter diesem Link: Anmeldeseite – Hamburger Branchenaustausch zum Lieferkettengesetz (miovent.com). Leiten Sie diese Save the Date auch gerne an weitere Personen aus Ihrem Netzwerk weiter. Search Neuigkeiten Branchenaustausch zum Lieferkettengesetz – 20. Oktober 2021 über Zoom 20. September 2021 Pressemitteilung: Hamburg – wann zeigst du endlich, wie nachhaltig du bist? 1. September 2021 Hamburg macht einfach – 17 Ideen für eine Welt von morgen 30. Juni 2021 Pressemitteilung: No More Empty Promises! 19. März 2021 Veranstaltungen Sep 22 10. September - 24. September Faire Woche 2021 Sep 22 17. September - 26. September 13. Hamburger Klimawoche Sep 22 17. September - 26. September 13. Hamburger Klimawoche Sep 22 18. September - 8. Oktober Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit Sep 22 18:00 - 20:00 Klimaflucht! Persönliche Schicksale und globale Verantwortung Kalender anzeigen

  • Pressemitteilung: Hamburg – wann zeigst du endlich, wie nachhaltig du bist?
    von Nachhaltigkeitsforum am 1. September 2021 um 8:58

    Hamburg - Wann zeigst du endlich, wie nachhaltig du bist?Der Hamburger Senat hat sich 2017 ehrgeizige Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt gesteckt. Doch wo steht Hamburg und wie lassen sich diese Ziele effektiv messen? Das Nachhaltigkeitsforum Hamburg legt mit einem Ziel- und Indikatorensystem einen konkreten Vorschlag vor und appelliert an die Entscheidungsträger*innen der Stadt, ins Handeln zu kommen und der nachhaltigen Entwicklung Hamburgs höchste Priorität einzuräumen. Hamburg, September 2021: Das Nachhaltigkeitsforum Hamburg fordert, dass sich der Hamburger Senat endlich behördenübergreifend um die Einführung eines Ziel- und Indikatorensystems für die Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen bemüht. Dieses Vorhaben sollte laut „SDG-Drucksache“ (21/9700) des Senats bereits 2018 erreicht werden, ist jedoch bis heute nicht umgesetzt. Daher unterbreitet das Nachhaltigkeitsforum Hamburg (NFH) der zuständigen Umweltbehörde einen konkreten Vorschlag für ein solches System. Nun geht es darum, dass Hamburg ein aussagekräftiges Monitoring und Reporting auf den Weg bringt, ehrgeizige Ziele definiert und sich an diesen messen lässt. In Hamburg wird seit einigen Jahren über die lokale Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele diskutiert – bisher leider jedoch mit wenigen Ergebnissen. Dieser Umstand zeigt nur eines der vielen Defizite, die in Hamburg in Bezug auf Nachhaltigkeit vorherrschen. Ein großes Problem liegt in der dünnen Personalbesetzung der verantwortlichen Stabsstelle Nachhaltigkeit der grün geführten Umweltbehörde, die bisher allein verantwortlich für alle städtischen Initiativen ist, die die SDGs betreffen. Dabei ist der Weg einer nachhaltigen Entwicklung der Stadt nur unter gemeinsamen Anstrengungen aller Behörden und Entscheidungsträger*innen zu begehen. Um die Einführung eines Monitoring- und Reportingsystems voranzutreiben, hat das Nachhaltigkeitsforum Hamburg (NFH) als zivilgesellschaftliches Gremium einen detailliert ausgearbeiteten Vorschlag von Zielen und Indikatoren an die zuständige Stabsstelle Nachhaltigkeit der BUKEA übergeben. In diesem Vorschlag sind insgesamt 44 Schwerpunkte mit jeweils mehreren Indikatoren aufgelistet, die Hamburg in ein Monitoring einfließen lassen kann. Für eine bessere Handhabbarkeit der Indikatoren haben die Mitglieder des NFH eine Prioritätenliste erstellt, die aus jedem Handlungsschwerpunkt jeweils einen prioritären Indikator für den Start eines Monitoringsystems ausweist. Diese priorisierte Indikatorenliste kann hier eingesehen werden: Vorschlag NFH: Priorisierte Ziel- und Indikatorenliste für die SDGs in Hamburg Es gibt ausreichend Beispiele eines funktionierenden Monitorings von Nachhaltigkeitszielen, an denen sich das NFH bei der Erstellung des Ziel- und Indikatorensystems orientiert hat: Auf nationaler Ebene gibt es die deutsche Nachhaltigkeitsstrategie, die anhand von mehreren Indikatoren pro SDG im zweijährigen Turnus die Umsetzung der 17 Nachhaltigkeitsziele dokumentiert. Es gibt verschiedene Bundesländer, die eine Nachhaltigkeitsstrategie eingeführt haben und regelmäßige Berichterstattung durchführen. Es gibt die SDG-Indikatoren für Kommunen, die bereits in einer 2. überarbeiteten Auflage im November 2020 erschienen sind und problemlos übernommen werden können. Und nicht zuletzt gibt es die „Hamburger Entwicklungsindikatoren Zukunftsfähigkeit“ – kurz HEINZ – die seit 2003 vom Hamburger Zukunftsrat veröffentlicht werden. Trotz alledem hat es Hamburg bis heute nicht geschafft, ein Monitoring- und Reportingsystem für die SDGs ins Leben zu rufen. Ein solches System ist von großer Relevanz, wenn es um nachhaltige Entwicklung geht: Zielwerte für einzelne Indikatoren bieten eine klare Richtung, ein regelmäßiges Monitoring zeigt den Umsetzungsstand und kann dazu dienen, bei negativen Trends und Off-Track-Indikatoren frühzeitig einzugreifen und gegenzusteuern sowie weitere Maßnahmen zur Zielerreichung in die Umsetzung zu bringen. Das Aufzeigen der Fortschritte auf dem Weg zur Erreichung der SDGs macht abbildbar, wie konsequent und ernst Hamburg mit nachhaltiger Entwicklung umgeht. Der Hamburger Senat muss sich an den selbst gesteckten Zielen aus Drucksache und Koalitionsvertrag messen lassen: „Hamburg stellt sich seiner Verantwortung zur Umsetzung der SDGs und orientiert sich dabei an der im September 2015 von den Vereinten Nationen verabschiedeten Agenda 2030 mit 17 Zielen und 169 Unterzielen für nachhaltige Entwicklung.“ – Drucksache 21/9700, S.2 „Hamburg setzt die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen um. Die natürlichen Lebensgrundlagen dauerhaft zu erhalten und allen Menschen ein Leben in Würde zu ermöglichen, ist maßgebendes Ziel für den Senat.“ – Koalitionsvertrag 22. Legislaturperiode, S.84 Das Nachhaltigkeitsforum Hamburg fordert, dass sich der Hamburger Senat endlich behördenübergreifend um die Einführung eines Ziel- und Indikatorensystems für die SDGs in Hamburg bemüht. Der eingereichte Vorschlag der SDG-Indikatoren des NFH ist nur ein erster Schritt auf diesem Weg, nun müssen die Entscheidungsträger*innen dieser Stadt ins Handeln kommen und der nachhaltigen Entwicklung Hamburgs höchste Priorität einräumen. Weiterführende Links Twitter-Kanal des NFH „SDG-Drucksache“ (Senatsdrucksache 21/9700) Deutsche Nachhaltigkeitsstrategie SDG-Indikatoren für Kommunen HEINZ des Zukunftsrats Hamburg Search Neuigkeiten Branchenaustausch zum Lieferkettengesetz – 20. Oktober 2021 über Zoom 20. September 2021 Pressemitteilung: Hamburg – wann zeigst du endlich, wie nachhaltig du bist? 1. September 2021 Hamburg macht einfach – 17 Ideen für eine Welt von morgen 30. Juni 2021 Pressemitteilung: No More Empty Promises! 19. März 2021 Veranstaltungen Sep 22 10. September - 24. September Faire Woche 2021 Sep 22 17. September - 26. September 13. Hamburger Klimawoche Sep 22 17. September - 26. September 13. Hamburger Klimawoche Sep 22 18. September - 8. Oktober Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit Sep 22 18:00 - 20:00 Klimaflucht! Persönliche Schicksale und globale Verantwortung Kalender anzeigen

  • Hamburg macht einfach – 17 Ideen für eine Welt von morgen
    von Nachhaltigkeitsforum am 30. Juni 2021 um 7:01

    “Hamburg macht einfach – 17 Ideen für eine Welt von morgen” ist Teil einer 16-teiligen Publikationsreihe mit einer eigenen Ausgabe für jedes Bundesland. Sie zeigt Menschen, die die 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen bereits anpacken und die Möglichkeiten in ihrer Region nutzen, um die Gesellschaft zukunftsfähiger zu machen. Sie liefert Ideen, wie jede und jeder Einzelne zu einer nachhaltigen Entwicklung beitragen kann. Die Booklet-Reihe wird verantwortet von der RENN-Leitstelle, angesiedelt bei der Geschäftsstelle des Rates für Nachhaltige Entwicklung (RNE), in Kooperation mit den vier Regionalen Netzstellen Nachhaltigkeitsstrategien (RENN). Die RENN unterstützen Akteure aus Zivilgesellschaft, Politik und Verwaltung, die zu einer nachhaltigen Entwicklung in Deutschland beitragen wollen. Dafür vernetzen sie deren Initiativen und Kompetenzen lokal, regional und bundesweit. Die vollständige Publikation “Hamburg macht einfach” ist auf der RENN-Website einzusehen.  Auch für die anderen 15 Bundesländer gibt es jeweils eine Publikation.

  • Pressemitteilung: No More Empty Promises!
    von Nachhaltigkeitsforum am 19. März 2021 um 9:55

    NACHHALTIGKEITSFORUM HAMBURG FORDERT: NO MORE EMPTY PROMISES!Etwa ein Jahr nach der Wiederwahl des rot-grünen Senats fällt das Resümee für die Nachhaltigkeitspolitik in Hamburg ein weiteres Mal unzureichend aus: Hamburgs An-strengungen für die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele müssen um ein Vielfaches erhöht werden, gleiches gilt für die Klimaziele. Hamburg, 19. März 2021 – Fridays for Future ruft heute zum siebten globalen Klimastreik auf. Das Nachhaltigkeitsforum Hamburg unterstützt die Aktion mit einem Pressegespräch und fordert ebenfalls vom Senat: No More Empty Promises! Die gesteckten Nachhaltigkeitsziele müssen vom Hamburger Senat mit konkreten und kontinuierlichen Maßnahmen verfolgt werden. Auch bei den Hamburger Klimazielen, die das NFH als einen Teil der UN-Nachhaltigkeitsziele ansieht, besteht Nachholbedarf. Der Weg einer nachhaltigen Entwicklung der Hansestadt kann nicht als Zielsprint gelingen, sondern muss als Langstreckenlauf kontinuierlich und mit geballter Kraft aller Ressorts begangen werden. Die UN-Dekade des Handelns (2021-2030) läuft bereits, es gibt keine Zeit zu verlieren! Teilnehmende des NFH-Pressegesprächs am 19.03.2021 anlässlich des globalen Klimastreiks: Moderator Dr. Johannes Merck (UMO), Dr. Delia Schindler (Sprecherin NFH), Dr. Kai Hünemörder (Sprecher AG Klima NFH), Prof. Dr. Daniela Jacob (GERICS), Prof. Dr. Werner Beba (CC4E, HAW Hamburg) Die Stadt Hamburg nahm die Verabschiedung der Nachhaltigkeitsziele durch die Vereinten Nationen, der Sustainable Development Goals (SDG), im Jahr 2015 zum Anlass, um einen eigenen Fahrplan zur Umsetzung der SDG aufzustellen: Mit der Senatsdrucksache 21/9700, dem Hamburger Klimaplan und dem Koalitionsvertrag des aktuellen Senats wurden hohe Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Hansestadt gesteckt. Doch auf die vielen Absichtsbekundungen folgen keine ausreichenden Maßnahmen, um eine schlagkräftige Nachhaltigkeitspolitik über Legislaturperioden hinaus umzusetzen. Es braucht mehr konkrete Ressourcen, um die erforderlichen Strukturen behörden- und ressortübergreifend auf- und auszubauen. „Der Senat hat die zuständige Umweltbehörde weder personell, finanziell oder strategisch genügend für ein effektives Management der SDG ausgestattet – und zwar schon seit Jahren“, sagt Dr. Delia Schindler, eine der drei Sprecher*innen des Nachhaltigkeitsforums Hamburg und Vorständin der Hamburger Klimaschutzstiftung. „Zudem ist die Umweltbehörde nicht in der Lage, das Querschnittsthema in den anderen Behörden zu platzieren oder auch nur annähernd zu steuern. Dies müsste die Senatskanzlei beziehungsweise der Bürgermeister tun – so, wie es beim Thema Digitalisierung auch organisiert ist.“ „Der Senat beschloss zwar vor mehr als einem Jahr konkrete CO2-Minderungsziele für alle Sektoren. Ohne eine künftig weitaus höhere Nutzung von Wind- und Solarenergie dürften diese aber verfehlt werden“, so Dr. Kai Hünemörder, Mitglied des NFH und Leiter des Zentrums für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik. „Neue, starke Fachallianzen könnten dem benötigten Auf- und Ausbau klimaschonender Energiesysteme in Gebäuden einen wesentlichen Schub verleihen: Wenn etwa Bauverantwortliche, Wohnungswirtschaft und engagierte Klimawendetechnikerinnen und -techniker des Bau- und Ausbauhandwerks an einem Strang ziehen, wird dies die Entwicklung der Hansestadt hin zur Klimaneutralität maßgeblich vorantreiben.“ Nachhaltigkeits- und Klimapolitik sollten konkrete Zielwerte verfolgen, die in Hamburg für die SDG zum großen Teil fehlen, und für den Klimaschutz zu kurz gegriffen sind. Nach aktueller wissenschaftlicher Debatte muss sich die Stadt bis 2030 auf eine Reduktion der CO2-Emissionen um 65% im Vergleich zum Basisjahr 1990 einstellen, statt mit dem bisher angepeilten Ziel von 55% weiterzuarbeiten. Zusätzlich bedarf es eines konkreten und regelmäßigen Indikatoren- und Monitoringsystems, um Fortschritte, aber auch mögliche negative Trends und Engpässe in kürzeren Abständen mess- und sichtbar zu machen. Ein solches Monitoringsystem für die SDG sollte schon längst auf den Weg gebracht worden sein und ist dringend erforderlich. Hamburg als international relevanter Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort hat eine globale Verantwortung inne, wenn es um Klimaschutz geht. Aber auch die lokale Klimafolgenanpassung ist für die Hafenstadt von immenser Bedeutung, um auf steigende Überhitzung und Wasserpegel sowie Biodiversitätsverlust im urbanen Raum reagieren zu können. Dabei gilt es, neben den bereits beschlossenen Maßnahmen im Hamburger Klimaplan, die vorhandenen Potentiale effektiver auszuschöpfen und die Wirkungskraft zu vergrößern. „Letztlich müssen wir das in Paris verabschiedete 1,5°C-Ziel erreichen. Denn Studien haben gezeigt, dass nur ein halbes Grad mehr sehr deutlichen Einfluss zum Beispiel auf die Häufigkeit und die Intensität von Extremereignissen wie Hitzewellen, Dürren und Starkregen hat. Wir spüren diese Konsequenzen ganz konkret in den letzten Jahren“, betont Prof. Dr. Daniela Jacob, Direktorin des Climate Service Centers Germany (GERICS). „Eine isolierte Betrachtung von Klimaanpassung oder Klimaschutz reicht allerdings nicht aus. Die Corona-Krise hat gezeigt, wie sehr es bei der Bewältigung von globalen Herausforderungen auf eine systemische Herangehensweise ankommt. Es gilt nun, die aktuellen Herausforderungen für einen transformativen Wandel hin zu einer insgesamt CO2-armen, klimaangepassteren, gerechteren und nachhaltigeren Gesellschaft zu nutzen.“ „Hamburg hat die Chance, eine Vorreiterrolle auf dem Weg zur Klimaneutralität einzunehmen. Dies muss im Verbund mit den weiteren norddeutschen Küstenländern erfolgen, um eine klimafreundliche Energieversorgung basierend auf grünem Strom in allen Sektoren Industrie, Verkehr, Haushalte und Wärmeversorgung zu realisieren“, verdeutlicht Prof. Dr. Werner Beba, Leiter des CC4E an der HAW Hamburg und Koordinator NEW 4.0 – Norddeutsche EnergieWende. „Diesen Pfad hat das Großprojekt NEW 4.0 vorgezeichnet und wird von dem beginnenden Großprojekt Norddeutsches Reallabor mit dem Schwerpunkt Wasserstoff weiter vorangetrieben. Wirtschaft, Wissenschaft und Politik müssen hierzu ein starkes Bündnis bilden.“ Weiterführende Links Climate Service Center Germany (GERICS) Competence Center für Erneuerbare Energien und EnergieEffizienz (CC4E) | HAW Hamburg NEW 4.0 – Norddeutsche EnergieWende Search Neuigkeiten Branchenaustausch zum Lieferkettengesetz – 20. Oktober 2021 über Zoom 20. September 2021 Pressemitteilung: Hamburg – wann zeigst du endlich, wie nachhaltig du bist? 1. September 2021 Hamburg macht einfach – 17 Ideen für eine Welt von morgen 30. Juni 2021 Pressemitteilung: No More Empty Promises! 19. März 2021 Veranstaltungen Sep 22 10. September - 24. September Faire Woche 2021 Sep 22 17. September - 26. September 13. Hamburger Klimawoche Sep 22 17. September - 26. September 13. Hamburger Klimawoche Sep 22 18. September - 8. Oktober Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit Sep 22 18:00 - 20:00 Klimaflucht! Persönliche Schicksale und globale Verantwortung Kalender anzeigen

  • Klimanetzwerk-Treffen – Zukunft ist mitgestaltbar
    von NFH am 17. Dezember 2020 um 14:26

    Klimanetzwerk-Treffen – Zukunft ist mitgestaltbar Das Nachhaltigkeitsforum Hamburg organisierte am 9. Dezember 2020 ein Klimanetzwerk-Treffen mit Akteur*innen des Hamburger Klimaschutzes. Das Treffen richtete sich an Personen, Institutionen und Initiativen, die im Hamburger Klimaschutz aktiv sind und es werden wollen. Ziel der ersten Veranstaltung dieser Art war es, voneinander zu wissen und zu lernen, eine Möglichkeit zur Vernetzung zu geben und Perspektiven für den Hamburger Klimaschutz weiterzuentwickeln. Dafür stellten sich in Kleingruppen einzelne Projekte und Initiativen vor (siehe angefügte PDF) und es wurde sich zu High- und Lowlights sowie Themen und Ideen für die Zukunft ausgetauscht. Die Impulse und Ergebnisse aus den Kleingruppen wurden anschließend im Plenum vorgestellt und diskutiert. Das Nachhaltigkeitsforum Hamburg möchte sich aktiv für eine bessere Vernetzung der Klimaschutz-Akteur*innen in Hamburg einsetzen. In weiteren Folgeveranstaltungen möchte das NFH den Faden weiter aufnehmen und herausfinden, was die Akteur*innen für eine gelungene Vernetzung und Zusammenarbeit benötigen. Nur wenn die Arbeit gebündelt wird, kann in Hamburg sichtbar werden, welch großer Beitrag bereits geleistet wird, wo Synergiepotentiale sind und welche Lücken geschlossen werden müssen. Wer Interesse daran hat, an zukünftigen Veranstaltungen des Klimanetzwerks teilzunehmen, kann sich gerne unter info@nachhaltigkeitsforum.org melden und in den Verteiler aufgenommen werden. Kurzinfos zu den vorgestellten Projekten Search Neuigkeiten Branchenaustausch zum Lieferkettengesetz – 20. Oktober 2021 über Zoom 20. September 2021 Pressemitteilung: Hamburg – wann zeigst du endlich, wie nachhaltig du bist? 1. September 2021 Hamburg macht einfach – 17 Ideen für eine Welt von morgen 30. Juni 2021 Pressemitteilung: No More Empty Promises! 19. März 2021 Veranstaltungen Sep 22 10. September - 24. September Faire Woche 2021 Sep 22 17. September - 26. September 13. Hamburger Klimawoche Sep 22 17. September - 26. September 13. Hamburger Klimawoche Sep 22 18. September - 8. Oktober Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit Sep 22 18:00 - 20:00 Klimaflucht! Persönliche Schicksale und globale Verantwortung Kalender anzeigen

  • Rückblick: Das Lieferkettengesetz, seine Adressaten, seine Folgen
    von NFH am 10. Dezember 2020 um 15:56

    „WIE KANN DAS FUNKTIONIEREN?“ - DAS LIEFERKETTENGESETZ, SEINE ADRESSATEN, SEINE FOLGEN Am 03.12. diskutierten sechs Expertinnen und Experten auf Einladung des Nachhaltigkeitsforums Hamburg auf dem virtuellen Podium und bereicherten mit vielfältigen Sichtweisen die aktuelle Debatte zum geplanten Lieferkettengesetz. Das Lieferkettengesetz soll die Durchsetzung und Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in der globalen Wertschöpfung stärken. Damit greift es die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen auf, zu deren Umsetzung sich Deutschland 2015 verpflichtet hat. Insbesondere Ziel 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum und Ziel 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion werden durch das geplante Lieferkettengesetz mit Leben gefüllt. Ein Konsens konnte auf dem Podium nicht erreicht werden – kein Wunder, denn ein Gesetz würde die Diskutierenden in unterschiedlichem Ausmaß betreffen. Der Sozialpsychologe und Publizist Harald Welzer konstatierte zum Ende der 2-stündigen Debatte: „Das Problem ist: Sie alle haben Recht.“ Es sei schlichtweg schwierig, innerhalb des Status Quo, also des gegenwärtigen hochkomplexen globalisierten und auf Wachstum ausgerichteten Wirtschaftssystems gleichzeitig Gewinn zu erwirtschaften und gleichzeitig einen positiven Einfluss auf Natur und Mensch zu haben. Vielmehr müsse man überlegen, ob der globale Handel über Jahrhunderte nicht per se schon falsch angelegt sei, um „nachhaltig“ zu funktionieren. Christina von Hobe, Legal Counsel und Dr. Sarah Tischer, Head of Compliance der Neumann Gruppe GmbH, starteten die durch Dr. Delia Schindler lebhaft und fachlich sehr versiert moderierte Debatte mit einem Einblick in die Kaffeelieferkette. Schnell werden die Herausforderungen des Gesetzesentwurfs deutlich. Denn selbst bei einer vermeintlich einfachen Lieferkette wie der des Kaffees geht es um aktuell 15 Mio. Kaffeeproduzent*innen in 60 Ländern weltweit im so genannten Kaffeegürtel entlang des Äquators.  Eine Rückverfolgbarkeit von der Tasse bis auf den Berg, wo die Kaffeekirschen wachsen, ist eine herausfordernde Aufgabe. Kaffeeernte ist Familien- und Handarbeit und viele Partner und nicht zuletzt die Wander- und Saisonarbeiter sind den Importeuren nicht persönlich bekannt. Der aktuelle Entwurf des bereits geleakten Eckpunktepapiers zum Gesetz – dessen offizielle Veröffentlichung noch vor Weihnachten erwartet wird – verleite dazu, dass betroffene Unternehmen die Verantwortung durch Vertragsklauseln und viel Bürokratie an die vorgelagerten Lieferpartner weitergeben – ohne die intendierten Effekte wirklich partnerschaftlich und prozessorientiert zu fördern. Branchenspezifische Lösungen und -initiativen seien der konstruktivere Weg als ein „one size fits it all“ – Ansatz. Dr. Tom Pfannenschmidt, Geschäftsführer der K.-W. Pfannenschmidt GmbH, beliefert etwa 600 verschiedene Unternehmen der Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelbranche mit über 1000 weiterverarbeiteten Naturstoffen. Er stellt den anderen Podiumsgästen und den 100 Live-Zuschauer*innen im Stream vor, dass Vitamin C aus Maisglucose gewonnen wird – und dabei etwa 10 Verarbeitungsstufen durchläuft. Mit 45 Beschäftigten wäre der Familienbetrieb indirekt von dem Gesetz betroffen. Das Hamburger Unternehmen befindet sich etwa in Verarbeitungsstufe 8. Nachhaltigkeitsstandards sind wichtig und kein neues Thema für das Unternehmen – allerdings verlässt man sich bis dato auf durch unabhängige Dritte geprüfte Zertifizierungen in der Vorstufe. Perspektivisch darüber hinaus verantwortlich zu sein und sogar für die Nicht-Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards von anderen zu haften, übersteigt bei den kleinen gehandelten Mengen die Einflussmöglichkeiten und Kapazitäten des Betriebs. Viola Wolgemuth ist Kampaignerin für Chemikalien und Konsum bei Greenpeace e.V. und Sprecherin der bundesweiten Initiative Lieferkettengesetz. Sie sagt: Das von Greenpeace geforderte Lieferkettengesetz ist sehr wohl umsetzbar und das wurde beispielsweise bereits im Rahmen der Detox-Kampagne für Textilien belegt. Mit einem durchgängigen Chemikalienmanagement, einer Datenbank mit allen Lieferanten und Wasserdaten sowie einer darauf aufbauenden gezielten Substituierung von Chemikalien konnten in der hochkomplexen Textillieferkette Umwelt- und Gesundheitsschädigung durch 11 Chemikaliengruppen reduziert werden. Erik Wessels ist Leiter des Helpdesk Wirtschaft & Menschenrechte der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung und berät mit seinem Team im Auftrag des BMZ Unternehmen vertraulich und kostenfrei zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte (NAP). Er ist sicher: Alle Anstrengungen lohnen sich, denn es wird stetig wachsende Anforderungen an Unternehmen geben, auch auf internationaler Ebene. Es gibt auch bereits viele Regelungen, die noch nicht vollumfänglich umgesetzt werden und aktuell die Unternehmen im Wettbewerb benachteiligen, die Nachhaltigkeit proaktiv angehen. Das muss sich umkehren: eine gute Nachhaltigkeitsperformance muss Vorteil für Unternehmen sein – auf freiwilliger Basis ist bisher noch zu wenig passiert, zumal ein Gesetz auch endlich für mehr Transparenz bei Verbraucher*innen führen könnte. Bei dem Stichwort steigt auch Harald Welzer ein und stellt die These auf, dass das Lieferkettengesetz vermutlich nicht alle Herausforderungen des globalen Handels wird lösen können, aber ein großes kommunikatives Potential besitzt. Denn eine gesetzlich verpflichtende Auseinandersetzung mit den Produktionsbedingungen bearbeitet auf jeden Fall ein aktuelles gesellschaftliche Phänomen, und zwar die etablierte Unsichtbarmachung der Herkunft und Aufwände von dem, was wir alle täglich konsumieren: „Das ganze Zeug kommt von irgendwoher!“ Wenn wir die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ernsthaft umsetzen wollen, dann gehe nun mal kein „Weiter so“. Wir könnten das System zwar nicht ad hoc ändern. Die Diskussion um das Gesetz bringe aber viele Diskrepanzen unserer Konsummuster auf die Bühne, so auch das Wachstumsparadigma, Kosteneffizienz und gleichzeitig mehr Nachhaltigkeit. Es sei nicht alles auf einen Nenner zu bringen, aber Dialog und mehr Mut für neue Ansätze seien für eine nachhaltige Entwicklung unerlässlich. Search Neuigkeiten Branchenaustausch zum Lieferkettengesetz – 20. Oktober 2021 über Zoom 20. September 2021 Pressemitteilung: Hamburg – wann zeigst du endlich, wie nachhaltig du bist? 1. September 2021 Hamburg macht einfach – 17 Ideen für eine Welt von morgen 30. Juni 2021 Pressemitteilung: No More Empty Promises! 19. März 2021 Veranstaltungen Sep 22 10. September - 24. September Faire Woche 2021 Sep 22 17. September - 26. September 13. Hamburger Klimawoche Sep 22 17. September - 26. September 13. Hamburger Klimawoche Sep 22 18. September - 8. Oktober Deutsche Aktionstage Nachhaltigkeit Sep 22 18:00 - 20:00 Klimaflucht! Persönliche Schicksale und globale Verantwortung Kalender anzeigen