Nachhaltigkeitsforum

Nachhaltigkeitsforum Hamburg (NFH)

Das Nachhaltigkeitsforum Hamburg (NFH) wurde 2018 als zivilgesellschaftliches Gremium einberufen, um in Zusammenarbeit mit der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) den SDG-Implementierungsprozess in Hamburg intensiv zu begleiten.

Es ist ein Netzwerk aus über 25 Mitgliedsorganisationen mit Vertreter*innen aus Umwelt- und Sozialverbänden, Wirtschaft, Kultur und Bildung. Das Forum arbeitet zu den drei thematischen Schwerpunkten der drei Säulen der Nachhaltigkeit (Soziales, Umwelt, Wirtschaft) sowie zu Querschnittsthemen wie Hamburgs globale Verantwortung, Gleichstellung, Korruptionsbekämpfung und Digitalisierung. Weitere Informationen finden Sie auf www.nachhaltigkeitsforum.org

Nachhaltigkeitsforum Hamburg Das Forum für Nachhaltigkeitsvernetzung in Hamburg

  • Pressemitteilung: No More Empty Promises!
    von Nachhaltigkeitsforum am 19. März 2021 um 9:55

    NACHHALTIGKEITSFORUM HAMBURG FORDERT: NO MORE EMPTY PROMISES!Etwa ein Jahr nach der Wiederwahl des rot-grünen Senats fällt das Resümee für die Nachhaltigkeitspolitik in Hamburg ein weiteres Mal unzureichend aus: Hamburgs An-strengungen für die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele müssen um ein Vielfaches erhöht werden, gleiches gilt für die Klimaziele. Hamburg, 19. März 2021 – Fridays for Future ruft heute zum siebten globalen Klimastreik auf. Das Nachhaltigkeitsforum Hamburg unterstützt die Aktion mit einem Pressegespräch und fordert ebenfalls vom Senat: No More Empty Promises! Die gesteckten Nachhaltigkeitsziele müssen vom Hamburger Senat mit konkreten und kontinuierlichen Maßnahmen verfolgt werden. Auch bei den Hamburger Klimazielen, die das NFH als einen Teil der UN-Nachhaltigkeitsziele ansieht, besteht Nachholbedarf. Der Weg einer nachhaltigen Entwicklung der Hansestadt kann nicht als Zielsprint gelingen, sondern muss als Langstreckenlauf kontinuierlich und mit geballter Kraft aller Ressorts begangen werden. Die UN-Dekade des Handelns (2021-2030) läuft bereits, es gibt keine Zeit zu verlieren! Teilnehmende des NFH-Pressegesprächs am 19.03.2021 anlässlich des globalen Klimastreiks: Moderator Dr. Johannes Merck (UMO), Dr. Delia Schindler (Sprecherin NFH), Dr. Kai Hünemörder (Sprecher AG Klima NFH), Prof. Dr. Daniela Jacob (GERICS), Prof. Dr. Werner Beba (CC4E, HAW Hamburg) Die Stadt Hamburg nahm die Verabschiedung der Nachhaltigkeitsziele durch die Vereinten Nationen, der Sustainable Development Goals (SDG), im Jahr 2015 zum Anlass, um einen eigenen Fahrplan zur Umsetzung der SDG aufzustellen: Mit der Senatsdrucksache 21/9700, dem Hamburger Klimaplan und dem Koalitionsvertrag des aktuellen Senats wurden hohe Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Hansestadt gesteckt. Doch auf die vielen Absichtsbekundungen folgen keine ausreichenden Maßnahmen, um eine schlagkräftige Nachhaltigkeitspolitik über Legislaturperioden hinaus umzusetzen. Es braucht mehr konkrete Ressourcen, um die erforderlichen Strukturen behörden- und ressortübergreifend auf- und auszubauen. „Der Senat hat die zuständige Umweltbehörde weder personell, finanziell oder strategisch genügend für ein effektives Management der SDG ausgestattet – und zwar schon seit Jahren“, sagt Dr. Delia Schindler, eine der drei Sprecher*innen des Nachhaltigkeitsforums Hamburg und Vorständin der Hamburger Klimaschutzstiftung. „Zudem ist die Umweltbehörde nicht in der Lage, das Querschnittsthema in den anderen Behörden zu platzieren oder auch nur annähernd zu steuern. Dies müsste die Senatskanzlei beziehungsweise der Bürgermeister tun – so, wie es beim Thema Digitalisierung auch organisiert ist.“ „Der Senat beschloss zwar vor mehr als einem Jahr konkrete CO2-Minderungsziele für alle Sektoren. Ohne eine künftig weitaus höhere Nutzung von Wind- und Solarenergie dürften diese aber verfehlt werden“, so Dr. Kai Hünemörder, Mitglied des NFH und Leiter des Zentrums für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik. „Neue, starke Fachallianzen könnten dem benötigten Auf- und Ausbau klimaschonender Energiesysteme in Gebäuden einen wesentlichen Schub verleihen: Wenn etwa Bauverantwortliche, Wohnungswirtschaft und engagierte Klimawendetechnikerinnen und -techniker des Bau- und Ausbauhandwerks an einem Strang ziehen, wird dies die Entwicklung der Hansestadt hin zur Klimaneutralität maßgeblich vorantreiben.“ Nachhaltigkeits- und Klimapolitik sollten konkrete Zielwerte verfolgen, die in Hamburg für die SDG zum großen Teil fehlen, und für den Klimaschutz zu kurz gegriffen sind. Nach aktueller wissenschaftlicher Debatte muss sich die Stadt bis 2030 auf eine Reduktion der CO2-Emissionen um 65% im Vergleich zum Basisjahr 1990 einstellen, statt mit dem bisher angepeilten Ziel von 55% weiterzuarbeiten. Zusätzlich bedarf es eines konkreten und regelmäßigen Indikatoren- und Monitoringsystems, um Fortschritte, aber auch mögliche negative Trends und Engpässe in kürzeren Abständen mess- und sichtbar zu machen. Ein solches Monitoringsystem für die SDG sollte schon längst auf den Weg gebracht worden sein und ist dringend erforderlich. Hamburg als international relevanter Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort hat eine globale Verantwortung inne, wenn es um Klimaschutz geht. Aber auch die lokale Klimafolgenanpassung ist für die Hafenstadt von immenser Bedeutung, um auf steigende Überhitzung und Wasserpegel sowie Biodiversitätsverlust im urbanen Raum reagieren zu können. Dabei gilt es, neben den bereits beschlossenen Maßnahmen im Hamburger Klimaplan, die vorhandenen Potentiale effektiver auszuschöpfen und die Wirkungskraft zu vergrößern. „Letztlich müssen wir das in Paris verabschiedete 1,5°C-Ziel erreichen. Denn Studien haben gezeigt, dass nur ein halbes Grad mehr sehr deutlichen Einfluss zum Beispiel auf die Häufigkeit und die Intensität von Extremereignissen wie Hitzewellen, Dürren und Starkregen hat. Wir spüren diese Konsequenzen ganz konkret in den letzten Jahren“, betont Prof. Dr. Daniela Jacob, Direktorin des Climate Service Centers Germany (GERICS). „Eine isolierte Betrachtung von Klimaanpassung oder Klimaschutz reicht allerdings nicht aus. Die Corona-Krise hat gezeigt, wie sehr es bei der Bewältigung von globalen Herausforderungen auf eine systemische Herangehensweise ankommt. Es gilt nun, die aktuellen Herausforderungen für einen transformativen Wandel hin zu einer insgesamt CO2-armen, klimaangepassteren, gerechteren und nachhaltigeren Gesellschaft zu nutzen.“ „Hamburg hat die Chance, eine Vorreiterrolle auf dem Weg zur Klimaneutralität einzunehmen. Dies muss im Verbund mit den weiteren norddeutschen Küstenländern erfolgen, um eine klimafreundliche Energieversorgung basierend auf grünem Strom in allen Sektoren Industrie, Verkehr, Haushalte und Wärmeversorgung zu realisieren“, verdeutlicht Prof. Dr. Werner Beba, Leiter des CC4E an der HAW Hamburg und Koordinator NEW 4.0 – Norddeutsche EnergieWende. „Diesen Pfad hat das Großprojekt NEW 4.0 vorgezeichnet und wird von dem beginnenden Großprojekt Norddeutsches Reallabor mit dem Schwerpunkt Wasserstoff weiter vorangetrieben. Wirtschaft, Wissenschaft und Politik müssen hierzu ein starkes Bündnis bilden.“ Weiterführende Links Climate Service Center Germany (GERICS) Competence Center für Erneuerbare Energien und EnergieEffizienz (CC4E) | HAW Hamburg NEW 4.0 – Norddeutsche EnergieWende Search Neuigkeiten Pressemitteilung: No More Empty Promises! 19. März 2021 Klimanetzwerk-Treffen – Zukunft ist mitgestaltbar 17. Dezember 2020 Rückblick: Das Lieferkettengesetz, seine Adressaten, seine Folgen 10. Dezember 2020 Veranstaltung: Das Lieferkettengesetz, seine Adressaten, seine Folgen 25. November 2020 Veranstaltungen Jun 22 18:30 - 20:00 76. Ratstreffen des Zukunftsrats: Die handelspolitischen Fesseln der Energiewende Kalender anzeigen

  • Klimanetzwerk-Treffen – Zukunft ist mitgestaltbar
    von NFH am 17. Dezember 2020 um 14:26

    Klimanetzwerk-Treffen – Zukunft ist mitgestaltbar Das Nachhaltigkeitsforum Hamburg organisierte am 9. Dezember 2020 ein Klimanetzwerk-Treffen mit Akteur*innen des Hamburger Klimaschutzes. Das Treffen richtete sich an Personen, Institutionen und Initiativen, die im Hamburger Klimaschutz aktiv sind und es werden wollen. Ziel der ersten Veranstaltung dieser Art war es, voneinander zu wissen und zu lernen, eine Möglichkeit zur Vernetzung zu geben und Perspektiven für den Hamburger Klimaschutz weiterzuentwickeln. Dafür stellten sich in Kleingruppen einzelne Projekte und Initiativen vor (siehe angefügte PDF) und es wurde sich zu High- und Lowlights sowie Themen und Ideen für die Zukunft ausgetauscht. Die Impulse und Ergebnisse aus den Kleingruppen wurden anschließend im Plenum vorgestellt und diskutiert. Das Nachhaltigkeitsforum Hamburg möchte sich aktiv für eine bessere Vernetzung der Klimaschutz-Akteur*innen in Hamburg einsetzen. In weiteren Folgeveranstaltungen möchte das NFH den Faden weiter aufnehmen und herausfinden, was die Akteur*innen für eine gelungene Vernetzung und Zusammenarbeit benötigen. Nur wenn die Arbeit gebündelt wird, kann in Hamburg sichtbar werden, welch großer Beitrag bereits geleistet wird, wo Synergiepotentiale sind und welche Lücken geschlossen werden müssen. Wer Interesse daran hat, an zukünftigen Veranstaltungen des Klimanetzwerks teilzunehmen, kann sich gerne unter info@nachhaltigkeitsforum.org melden und in den Verteiler aufgenommen werden. Kurzinfos zu den vorgestellten Projekten Search Neuigkeiten Pressemitteilung: No More Empty Promises! 19. März 2021 Klimanetzwerk-Treffen – Zukunft ist mitgestaltbar 17. Dezember 2020 Rückblick: Das Lieferkettengesetz, seine Adressaten, seine Folgen 10. Dezember 2020 Veranstaltung: Das Lieferkettengesetz, seine Adressaten, seine Folgen 25. November 2020 Veranstaltungen Jun 22 18:30 - 20:00 76. Ratstreffen des Zukunftsrats: Die handelspolitischen Fesseln der Energiewende Kalender anzeigen

  • Rückblick: Das Lieferkettengesetz, seine Adressaten, seine Folgen
    von NFH am 10. Dezember 2020 um 15:56

    „WIE KANN DAS FUNKTIONIEREN?“ - DAS LIEFERKETTENGESETZ, SEINE ADRESSATEN, SEINE FOLGEN Am 03.12. diskutierten sechs Expertinnen und Experten auf Einladung des Nachhaltigkeitsforums Hamburg auf dem virtuellen Podium und bereicherten mit vielfältigen Sichtweisen die aktuelle Debatte zum geplanten Lieferkettengesetz. Das Lieferkettengesetz soll die Durchsetzung und Einhaltung sozialer und ökologischer Standards in der globalen Wertschöpfung stärken. Damit greift es die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen auf, zu deren Umsetzung sich Deutschland 2015 verpflichtet hat. Insbesondere Ziel 8: Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum und Ziel 12: Nachhaltiger Konsum und Produktion werden durch das geplante Lieferkettengesetz mit Leben gefüllt. Ein Konsens konnte auf dem Podium nicht erreicht werden – kein Wunder, denn ein Gesetz würde die Diskutierenden in unterschiedlichem Ausmaß betreffen. Der Sozialpsychologe und Publizist Harald Welzer konstatierte zum Ende der 2-stündigen Debatte: „Das Problem ist: Sie alle haben Recht.“ Es sei schlichtweg schwierig, innerhalb des Status Quo, also des gegenwärtigen hochkomplexen globalisierten und auf Wachstum ausgerichteten Wirtschaftssystems gleichzeitig Gewinn zu erwirtschaften und gleichzeitig einen positiven Einfluss auf Natur und Mensch zu haben. Vielmehr müsse man überlegen, ob der globale Handel über Jahrhunderte nicht per se schon falsch angelegt sei, um „nachhaltig“ zu funktionieren. Christina von Hobe, Legal Counsel und Dr. Sarah Tischer, Head of Compliance der Neumann Gruppe GmbH, starteten die durch Dr. Delia Schindler lebhaft und fachlich sehr versiert moderierte Debatte mit einem Einblick in die Kaffeelieferkette. Schnell werden die Herausforderungen des Gesetzesentwurfs deutlich. Denn selbst bei einer vermeintlich einfachen Lieferkette wie der des Kaffees geht es um aktuell 15 Mio. Kaffeeproduzent*innen in 60 Ländern weltweit im so genannten Kaffeegürtel entlang des Äquators.  Eine Rückverfolgbarkeit von der Tasse bis auf den Berg, wo die Kaffeekirschen wachsen, ist eine herausfordernde Aufgabe. Kaffeeernte ist Familien- und Handarbeit und viele Partner und nicht zuletzt die Wander- und Saisonarbeiter sind den Importeuren nicht persönlich bekannt. Der aktuelle Entwurf des bereits geleakten Eckpunktepapiers zum Gesetz – dessen offizielle Veröffentlichung noch vor Weihnachten erwartet wird – verleite dazu, dass betroffene Unternehmen die Verantwortung durch Vertragsklauseln und viel Bürokratie an die vorgelagerten Lieferpartner weitergeben – ohne die intendierten Effekte wirklich partnerschaftlich und prozessorientiert zu fördern. Branchenspezifische Lösungen und -initiativen seien der konstruktivere Weg als ein „one size fits it all“ – Ansatz. Dr. Tom Pfannenschmidt, Geschäftsführer der K.-W. Pfannenschmidt GmbH, beliefert etwa 600 verschiedene Unternehmen der Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelbranche mit über 1000 weiterverarbeiteten Naturstoffen. Er stellt den anderen Podiumsgästen und den 100 Live-Zuschauer*innen im Stream vor, dass Vitamin C aus Maisglucose gewonnen wird – und dabei etwa 10 Verarbeitungsstufen durchläuft. Mit 45 Beschäftigten wäre der Familienbetrieb indirekt von dem Gesetz betroffen. Das Hamburger Unternehmen befindet sich etwa in Verarbeitungsstufe 8. Nachhaltigkeitsstandards sind wichtig und kein neues Thema für das Unternehmen – allerdings verlässt man sich bis dato auf durch unabhängige Dritte geprüfte Zertifizierungen in der Vorstufe. Perspektivisch darüber hinaus verantwortlich zu sein und sogar für die Nicht-Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards von anderen zu haften, übersteigt bei den kleinen gehandelten Mengen die Einflussmöglichkeiten und Kapazitäten des Betriebs. Viola Wolgemuth ist Kampaignerin für Chemikalien und Konsum bei Greenpeace e.V. und Sprecherin der bundesweiten Initiative Lieferkettengesetz. Sie sagt: Das von Greenpeace geforderte Lieferkettengesetz ist sehr wohl umsetzbar und das wurde beispielsweise bereits im Rahmen der Detox-Kampagne für Textilien belegt. Mit einem durchgängigen Chemikalienmanagement, einer Datenbank mit allen Lieferanten und Wasserdaten sowie einer darauf aufbauenden gezielten Substituierung von Chemikalien konnten in der hochkomplexen Textillieferkette Umwelt- und Gesundheitsschädigung durch 11 Chemikaliengruppen reduziert werden. Erik Wessels ist Leiter des Helpdesk Wirtschaft & Menschenrechte der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung und berät mit seinem Team im Auftrag des BMZ Unternehmen vertraulich und kostenfrei zur Umsetzung des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte (NAP). Er ist sicher: Alle Anstrengungen lohnen sich, denn es wird stetig wachsende Anforderungen an Unternehmen geben, auch auf internationaler Ebene. Es gibt auch bereits viele Regelungen, die noch nicht vollumfänglich umgesetzt werden und aktuell die Unternehmen im Wettbewerb benachteiligen, die Nachhaltigkeit proaktiv angehen. Das muss sich umkehren: eine gute Nachhaltigkeitsperformance muss Vorteil für Unternehmen sein – auf freiwilliger Basis ist bisher noch zu wenig passiert, zumal ein Gesetz auch endlich für mehr Transparenz bei Verbraucher*innen führen könnte. Bei dem Stichwort steigt auch Harald Welzer ein und stellt die These auf, dass das Lieferkettengesetz vermutlich nicht alle Herausforderungen des globalen Handels wird lösen können, aber ein großes kommunikatives Potential besitzt. Denn eine gesetzlich verpflichtende Auseinandersetzung mit den Produktionsbedingungen bearbeitet auf jeden Fall ein aktuelles gesellschaftliche Phänomen, und zwar die etablierte Unsichtbarmachung der Herkunft und Aufwände von dem, was wir alle täglich konsumieren: „Das ganze Zeug kommt von irgendwoher!“ Wenn wir die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen ernsthaft umsetzen wollen, dann gehe nun mal kein „Weiter so“. Wir könnten das System zwar nicht ad hoc ändern. Die Diskussion um das Gesetz bringe aber viele Diskrepanzen unserer Konsummuster auf die Bühne, so auch das Wachstumsparadigma, Kosteneffizienz und gleichzeitig mehr Nachhaltigkeit. Es sei nicht alles auf einen Nenner zu bringen, aber Dialog und mehr Mut für neue Ansätze seien für eine nachhaltige Entwicklung unerlässlich. Search Neuigkeiten Pressemitteilung: No More Empty Promises! 19. März 2021 Klimanetzwerk-Treffen – Zukunft ist mitgestaltbar 17. Dezember 2020 Rückblick: Das Lieferkettengesetz, seine Adressaten, seine Folgen 10. Dezember 2020 Veranstaltung: Das Lieferkettengesetz, seine Adressaten, seine Folgen 25. November 2020 Veranstaltungen Jun 22 18:30 - 20:00 76. Ratstreffen des Zukunftsrats: Die handelspolitischen Fesseln der Energiewende Kalender anzeigen

  • Veranstaltung: Das Lieferkettengesetz, seine Adressaten, seine Folgen
    von NFH am 25. November 2020 um 13:10

    „Wie kann das funktionieren?“ – Das Lieferkettengesetz, seine Adressaten, seine Folgen Das Nachhaltigkeitsforum im Gespräch. Datum: Donnerstag, 3. Dezember 16:00 Uhr – 18:00 Uhr Ort: Virtuell als Live-Stream unter https://nachhaltigkeitsforum.we-bcast.de Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Aufgegriffen wird die aktuelle Debatte um das geplante Lieferkettengesetz. Das Lieferkettengesetz soll die Durchsetzung und Einhaltung sozialer und ökologischer Standards stärken. Das Prinzip Freiwilligkeit hat bisher nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht und benachteiligt Unternehmen, die auf eigene Initiative die Lieferketten nachhaltiger gestalten. Das Gesetz soll Unternehmen dazu verpflichten, menschenrechtliche und ökologische Sorgfaltspflichten einzuhalten. Es ist seit Monaten politisch umstritten und die Ausgestaltung ist unklar: für welche Unternehmen wird es gelten, welche Sanktionsmechanismen sollen greifen und was soll sanktioniert werden? 75 Prozent der BürgerInnen sind laut einer Umfrage von Infratest Dimap für die Einführung eines solchen Gesetzes, 91 Prozent fordern die Politik zum Handeln auf. Auch Hamburgs Politik hat sich im Koalitionsvertrag dazu bekannt. Doch was heißt das konkret? Wie kann ein Gesetz seine gewünschte Wirkung entfalten und bei den z.T. langen globalisierten Lieferketten funktionieren?  Welche Kosten entstehen den Unternehmen dadurch? Wie kann ein solches Gesetz organisatorisch von den Unternehmen umgesetzt werden? Kann das auch für den Mittelstand klappen? Welche Sanktionen sind bei Verstößen wirksam?  Es diskutieren: Harald Welzer, Direktor der Futurzwei Stiftung Zukunftsfähigkeit und Leiter des Norbert Elias Center for Transformation Design & Research Christina von Hobe, Legal Counsel & Dr. Sarah Tischer, Head of Compliance der Neumann Gruppe GmbH Dr. Tom Pfannenschmidt, Geschäftsführer der K.-W. Pfannenschmidt GmbH Viola Wolgemuth, Campaignerin bei Greenpeace e.V. und Sprecherin der Initiative Lieferkettengesetz Erik Wessels, Leiter Helpdesk Wirtschaft & Menschenrechte der Agentur für Wirtschaft und Entwicklung Moderation: Dr. Delia Schindler (Nachhaltigkeitsforum Hamburg) Bitte beachten Sie: Die Podiumsdiskussion wird aufgezeichnet. Fragen an das Podium können per Chat gestellt werden. Fragen und Rückmeldungen zur Veranstaltung können Sie gerne an folgende Adresse schicken: ruperti@nachhaltigkeitsforum.org

  • Nachhaltigkeitsforum Hamburg fordert Nachhaltigkeit als Leitprinzip für eine zukunftsfähige Hamburger Politik
    von NFH am 19. Mai 2020 um 8:24

    Das Nachhaltigkeitsforum Hamburg als das vom Hamburger Senat vor zwei Jahren eingesetzte Gremium möchte die Teilnehmer*innen der Koalitionsgespräche an Ihr...

  • Pressemitteilung: Lernen für ein zukunftsfähiges Hamburg
    von NFH am 10. März 2020 um 8:24

    Für die vor uns liegenden großen Herausforderungen von Klimawandel bis Demokratiekrisen und die damit verbundenen politischen Vorhaben brauchen wir in unserer Stadt ein wachsendes Verständnis für die Ziele Nachhaltiger Entwicklung. Die zahlreichen Akteurinnen und Akteure einer umfassenden Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) setzen darauf, dass diese grundlegende Ausrichtung Leit-faden für den Koalitionsvertrag und den Hamburger Senat in den kommenden 5 Jahren – und darüber hinaus – ist. Hamburg kann damit auch über seine Grenzen hinaus, z.B. als Mitglied des UNESCO Global Network of Learning Cities, wichtige Impulse geben. Wir ersuchen die künftigen Regierungsparteien, die Verabschiedung des in den vergangenen drei Jahren mit der engagierten Beteiligung zivilgesellschaftlicher Organisationen erstellten Hamburger Masterplans BNE[1] und seine Finanzierung in ihrem Koalitionsvertrag zukunftsweisend zu verankern und so schnell wie möglich auf den Weg zu bringen. Dieser BNE-Aktionsplan zielt mit seinen Maßnahmen darauf ab, dass wir in einer lernenden Gesellschaft die Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger für die Zukunft unserer Stadt erhalten. Es geht darum, in allen Bildungsbereichen – von der Frühkindlichen, Schulischen und Beruflichen Bildung bis zur Hochschule und der Außerschulischen Bildung sowie den BNE-Initiativen in den 7 Hamburger Bezirken – Verständnis und Engagement für notwendige zukunftsfähige Entwicklungsmaßnahen zu fördern. Der vorliegende Hamburger Masterplan BNE ist zunächst für die Zeit bis 2030 konzipiert und orien-tiert sich an dem Nationalen Aktionsplan BNE sowie an der Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Er soll – ausgehend von den bisher aufgebauten Strukturen – in einem breiten Beteiligungsprozess kontinuierlich weiterentwickelt werden. Die zivilgesellschaftlichen Organisationen des Nachhaltigkeitsforums Hamburg (NFH) unterstützen diesen Prozess und machen sich dabei u.a. die Forderungen des 2. Hamburger Ratschlags zur Implementierung von BNE zu Eigen[2]. Sie fordern die Hamburger Regierungsparteien auf, Bildung für Nachhaltige Entwicklung und den Masterplan BNE für die Hamburger Politik grundlegend und umfassend in ihrem Koalitionsvertrag aufzunehmen und in anstehenden Haushaltsverhandlungen entsprechend zu berücksichtigen. [1] Informationen zu dem Dokument sind von der BUE erhältlich: Ralf Behrens, Behörde für Umwelt und Energie, Referat Umweltbildung, BNE und FÖJ; Neuenfelder Str. 19, 21109 Hamburg, Raum C.01.245, Tel.: 040 42840 – 3336, e-mail: ralf.behrens@bue.hamburg.de,  www.hamburg.de/nachhaltigkeitlernen/ [2] siehe S. 9 Forderungen zu Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globales Lernen (SDG 4)http://www.2030hamburg.de/wp-content/uploads/gesamte-Forderungen-HH-Ratschlag-bis2019.pdf