Nachhaltigkeitsforum

Nachhaltigkeitsforum Hamburg (NFH)

Das Nachhaltigkeitsforum Hamburg (NFH) wurde 2018 als zivilgesellschaftliches Gremium einberufen, um in Zusammenarbeit mit der Behörde für Umwelt und Energie (BUE) den SDG-Implementierungsprozess in Hamburg intensiv zu begleiten.

Es ist ein Netzwerk aus über 25 Mitgliedsorganisationen mit Vertreter*innen aus Umwelt- und Sozialverbänden, Wirtschaft, Kultur und Bildung. Das Forum arbeitet zu den drei thematischen Schwerpunkten der drei Säulen der Nachhaltigkeit (Soziales, Umwelt, Wirtschaft) sowie zu Querschnittsthemen wie Hamburgs globale Verantwortung, Gleichstellung, Korruptionsbekämpfung und Digitalisierung. Weitere Informationen finden Sie auf www.nachhaltigkeitsforum.org

Nachhaltigkeitsforum Hamburg Das Forum für Nachhaltigkeitsvernetzung in Hamburg

  • Neue NFH-Sprecherin: Samia Kassid
    von Nachhaltigkeitsforum am 11. Januar 2022 um 7:58

    neue Sprecherin des Nachhaltigkeitsforums Hamburg: Samia Kassid vom World FUture Council (WFC) Aufgewachsen zwischen zwei Kulturen, haben Samia Kassid die Themen der Gleichberechtigung, Freiheit und Menschenrechte sowie Bekämpfung von Armut und Ungerechtigkeiten immer begleitet. Privat und beruflich engagiert sich Samia bereits seit Jahrzehnten in der Entwicklungszusammenarbeit und vor allem für die Rechte von Mädchen, Jungen und jungen Menschen. Bei der Hamburger Stiftung World Future Council (WFC) leitet sie das Programm “Die Rechte von Kindern und Jugendlichen”.  Der WFC setzt sich in seiner holistischen Arbeit für die Realisierung aller SDGs ein, damit unseren Kindern und Enkeln ein gesunder, nachhaltiger Planet mit gerechten und friedlichen Gesellschaften übergeben werden kann. Um dies zu erreichen, identifiziert, entwickelt, beleuchtet und verbreitet der WFC zukunftsgerechte politische Lösungen und fördert deren Umsetzung weltweit. Zusätzlich engagiert sich Samia auf lokaler Ebene mit ihren Ratskolleg*innen im Rat für nachhaltige Entwicklungspolitik (RANEP), der den Hamburger Senat zu Fragen der Hamburger Entwicklungspolitik berät und mit Nachhaltigkeitsthemen verlinkt. Samia, für welche SDGs setzt du dich mit deiner Organisation hautpsächlich ein und wie kannst du das in die Arbeit des NFH und nun als Sprecherin Einbringen? Für mich persönlich sind alle SDGs wichtig, aber die SDGs 1, 2, 3, 4, 5, 8, 12, 13 und 16 haben eine besondere Relevanz, denn deren Umsetzung ist untrennbar mit der Realisierung aller Kinderrechte und der Rechte zukünftiger Generationen verbunden. Als Co-Sprecherin des NFH werde ich immer versuchen, die Kinderrechtsperspektive einzubringen und dafür zu sensibilisieren. Alle Entscheidungen, die jetzt getroffen werden, beeinflussen die Rahmenbedingungen für die kommenden Generationen! Bestes Beispiel sind die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der COVID 19-Pandemie, die sehr deutlich zeigen, wie wenig die Kinder- und Jugendperspektive auf der Agenda stand und immer noch steht. Viele Folgen sind jetzt schon sichtbar. Weitere Schwerpunkte, die ich gern mit einbringe, sind u.a. Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie soziale und Klimagerechtigkeit. Wie bewertest du den Umsetzungsstand der sdgs in Hamburg? Die Senatsdrucksache „Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in Hamburg“ aus dem Jahr 2017 ist der Hamburger Weg zur Umsetzung der Agenda 2030. Vieles wird angegangen, aber es gibt noch viel zu tun. Eine Nachhaltigkeitsstrategie stünde unserer Stadt gut. Nach wie vor sind vielen Hamburger*innen die Nachhaltigkeitsziele nicht bekannt. Digitalisierung und nachhaltige transformative Bildung kommen nur schleppend voran. Worin siehst du die größten  Hebelpunkte  Und Potentiale für nachhaltige Entwicklung in Hamburg? Wir haben einige regulatorische Rahmenbedingungen, die viel Potenzial besitzen, nachhaltige Entwicklung in Hamburg voranzutreiben. Und genau dort sehe ich große Hebelpunkte, an denen das NFH auch ansetzen kann. Dazu gehören u.a. die Weiterentwicklung und Umsetzung von Indikatoren zur Messung des Fortschritts bei der Umsetzung der SDG, die Umsetzung des Masterplans Bildung für nachhaltige Entwicklung, die Fortschreibung des Hamburger Klimaplans, faire und nachhaltige öffentliche Beschaffung voranzutreiben sowie eine inklusive Beteiligung von Zivilgesellschaft und Bürger*innen einschließlich junger Menschen zu ermöglichen. Was sind aus deiner Sicht die notwendigen nächsten Schritte für die Umsetzung der SDGs in Hamburg? Dort, wo zukunftsgerechte politische Maßnahmen erfolgreich umgesetzt sind, sind politischer Wille, Transparenz, solide Finanzierung sowie der Austausch und die Zusammenarbeit aller Akteur*innen wichtige Indikatoren. Daher wünsche ich mir für unsere Stadt, dass sich der Trend einer behördenübergreifenden Zusammenarbeit und die Einbindung der Zivilgesellschaft verstetigt. Wenn politischer Wille keine reine Rhetorik bleiben soll, müssen mehr Ressourcen für nachhaltige Entwicklung, vor allem finanzielle, langfristig und zuverlässig bereitgestellt werden. Bei allen Beratungen und Diskussionen ist jedoch die Einbindung der Sichtweise von Kindern und jungen Menschen entscheidend. Das Wohl des Kindes sollte die Maxime sein! Was ist deine persönliche Vision für Hamburg im Jahr 2030? Hamburg ist eine schöne, grüne und lebenswerte Stadt, und ich wünsche mir für unsere Stadt, dass wir die gesetzten Ziele von Nachhaltigkeit und Klimaneutralität schon vor 2030 umsetzen und unserer globalen Verantwortung als „Tor zur Welt“ weiter ernst nehmen und weiterentwickeln. Dass alle hier lebenden Menschen sich integriert und sicher fühlen und als Teil des Ganzen verstehen. Dass keine und keiner zurückgelassen wird und vor allem Kinder und junge Menschen Rahmenbedingungen vorfinden, die sie schützen und ihr Potenzial entfalten. Ich wünsche mir für die kommenden Jahre, dass Hamburger*innen, die Hamburger Wirtschaft und Politik durch Bildung für nachhaltige Entwicklung und eine gute nachhaltige und soziale Politik die Relevanz der Agenda 2030 verstehen und selbst aktiv zu ihrer Realisierung beitragen. Vielen Dank, Samia! Wir freuen uns auf die nächsten zwei jahre mit dir als Sprecherin! Die Fragen und das Interview wurden vorbereitet von Elvira Hinz, wissenschaftliche Referentin des NFH.

  • Wir stellen vor: die drei neuen Sprecher*innen des NFH
    von Nachhaltigkeitsforum am 11. Januar 2022 um 7:22

    Wir stellen vor: Die drei neuen Sprecher*innen des Nachhaltigkeitsforums Hamburg Die Mitglieder des Nachhaltigkeitsforums Hamburg (NFH) haben zum Jahreswechsel 2021/22 drei neue Sprecher*innen ins Amt gewählt. Ab jetzt übernehmen Samia Kassid (World Future Council), Caroline Bartels (Schutzgemeinschaft Deutscher Wald) und Kai-Oliver Farr (Rat für nachhaltige Entwicklungspolitik) die Aufgabe, das Forum nach außen zu vertreten und die Themen des NFH wirksam voranzutreiben. Unter den folgenden Links erfahren Sie mehr über die neuen Sprecher*innen des NFH: Samia Kassid Caroline Bartels Kai-Oliver Farr An dieser Stelle geht ein großer Dank an die drei vorherigen Sprecher*innen: Dirka Grießhaber (S.O.F. Umweltstiftung) und Mike Keller (Markthalle Hamburg) geben nach zwei und Delia Schindler (Hamburger Klimaschutzstiftung) nach vier arbeitsreichen Jahren als Sprecher*innen die Position weiter, bleiben aber in verschiedenen Arbeitsgruppen im Nachhaltigkeitsforum Hamburg aktiv.

  • Neue NFH-Sprecherin: Caroline Bartels
    von Nachhaltigkeitsforum am 11. Januar 2022 um 7:17

    neue Sprecherin des Nachhaltigkeitsforums Hamburg: Caroline Bartels von der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) Caroline Bartels studierte Wirtschaftswissenschaften in Frankfurt am Main und International Business in Amsterdam. Im Master legte sie ihren Schwerpunkt auf Nachhaltigkeitsstrategien. Die gebürtige Hamburgerin arbeitet seit 2019 bei der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW). Die drei Arbeitsschwerpunkte der SDW sind: Klassischer Naturschutz, Umweltbildung und Nachhaltigkeitsprojekte (darunter International Sustainability Academy, SDG Digital und RENN.nord). Caroline ist insbesondere für die Regionale Netzstelle Nachhaltigkeitsstrategien in Norddeutschland – kurz RENN.nord – zuständig. Kernaufgaben der RENN sind die Vernetzung von Nachhaltigkeitsakteuren, die Bündelung von Erfahrungen und Ergebnissen und deren Aufbereitung für Nachhaltigkeitsaktivitäten und -strategien. Außerdem vermitteln sie Wissen durch verschiedene Formate wie Workshops, Kampagnen und Leitfäden. caroline, für welche SDGs setzt du dich mit deiner Organisation hautpsächlich ein und wie kannst du das in die Arbeit des NFH und nun als Sprecherin Einbringen? In der klassischen Naturschutzarbeit der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald steht SDG 15 im Vordergrund.  Daraus ergibt sich mein Fokus im NFH auf die Planetaren Grenzen, das heißt die ökologischen Belastungsgrenzen der Erde, die in einem nachhaltigen System nicht überschritten werden dürften. Bei diversen Projekten der SDW ist die Agenda 2030 die Arbeitsgrundlage. Somit stehen alle SDG, die Zusammenhänge und Zielkonflikte zwischen ihnen und die Reflexion des eigenen Handels im Vordergrund der Arbeit. Dadurch habe ich einen Blick für die vielen Stränge, die in der Transformation zusammenlaufen (sollten). Wie bewertest du den Umsetzungsstand der sdgs in Hamburg? Hamburg sollte in meinen Augen als Großstadt, Industrie- und Handelsstandort viel mehr Mut zeigen, Vorreiterin zu sein. Dieser Mut fehlt in meinen Augen oft in der gesamten Bundesrepublik, Hamburg sehe ich also nicht allein dastehen. Worin siehst du die größten  Hebelpunkte  Und Potentiale für nachhaltige Entwicklung in Hamburg? Das gilt für alle Städte: Die größten Hebel liegen meines Erachtens in der Dekarbonisierung, im zirkulären Wirtschaften und Bauen, in der Umlenkung von Investitionsströmen (dazu zählen neben den Großinvestor*innen und Multikonzernen auch unsere privaten Versicherungen, Rentenverträge usw.), in einer Mobilitätswende, sozialer Gerechtigkeit und nicht zuletzt im Wandel der Kultur (Life Styles, Ernährung, Minimalismus,..). Potential hat die Stadt im Bereich Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE), in dem sie durch Mitarbeit vieler engagierter Menschen ein Aktionsplan auf den Weg gebracht hat. Dafür hat Hamburg sogar international Anerkennung erhalten. Was sind aus deiner Sicht die notwendigen nächsten Schritte für die Umsetzung der SDGs in Hamburg? Die sehe ich persönlich in einer deutlichen Aufstockung der personellen und finanziellen Ressourcen im öffentlichen Sektor, damit dieser der vom Senat und der Gesellschaft erwarteten Anstrengungen überhaupt gerecht werden kann. Zudem braucht die Stadt eine gemeinsame Vision und Strategie. Und es braucht Mut und neue Narrative weg von Verzicht-und Verbotsbildern hin zu positiven Bildern einer lebenswerten Zukunft. Was ist deine persönliche Version für Hamburg im Jahr 2030? Hamburgs Akteure ziehen an einem Strang. Nachhaltigkeit ist nicht Sache eines Ressorts, von Ehrenamtlichen oder CSR-Abteilungen. Nachhaltigkeit wird zum Querschnittsthema in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Nachhaltigkeit wird nicht mehr als Trend, auf den man jetzt aufspringen sollte, sondern als Grundbedingung für das (Über)Leben der Menschen begriffen. Vielen Dank, Caro! Wir freuen uns auf die nächsten zwei jahre mit dir als Sprecherin! Die Fragen und das Interview wurden vorbereitet von Elvira Hinz, wissenschaftliche Referentin des NFH.

  • Neuer NFH-Sprecher: Kai-Oliver Farr
    von Nachhaltigkeitsforum am 11. Januar 2022 um 7:14

    neuer Sprecher des Nachhaltigkeitsforums Hamburg: Kai-Oliver Farr vom Rat für nachhaltige Entwicklungspolitik (RANEP) Als Mitglied im Rat für nachhaltige Entwicklungspolitik (RANEP) des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg, berät Kai-Oliver Farr gemeinsam mit seinen Ratskolleg*innen als unabhängige Expert*innen den Hamburger Senat zu Fragen der Entwicklungspolitik, der Nachhaltigkeit und der Umsetzung der UN-Agenda 2030. Dabei gibt der RANEP entweder Empfehlungen zu bestimmten, vom Hamburger Senat gestellten Fragen oder befasst sich im Rahmen des Initiativrechts mit Fragen der nachhaltigen Entwicklung, die die Ratsmitglieder für wichtig halten. Zu den Themen gehörten und gehören beispielsweise der Faire Handel, eine sozialverträgliche öffentliche Beschaffung, sozial verantwortliches Wirtschaften, ein nachhaltiges Finanz-Management der FHH, die Städte- und Entwicklungspartnerschaften von Hamburg mit Dar es Salaam (Tansania) und Léon (Nicaragua), entwicklungspolitische Förderrichtlinien der FHH, Migration und Flucht, Globales Lernen sowie die Umsetzung der UN-Agenda 2030 in Hamburg und das Thema Nachhaltigkeitsindikatoren – jeweils bezogen auf Hamburgs globale Verantwortung. Kai-Oliver, für welche SDGs setzt du dich mit deiner Organisation hautpsächlich ein und wie kannst du das in die Arbeit des NFH und nun als Sprecher Einbringen? Mein Thema ist die globale Verantwortung: Welche Auswirkungen hat unser Handeln in Hamburg auf andere Länder und die großen Herausforderungen der Weltgemeinschaft, die mit der UN-Agenda 2030 adressiert werden? Als Co-Sprecher des NFH werde ich daher immer versuchen, diese globale Perspektive einzubringen und die Relevanz und Notwendigkeit von Maßnahmen Hamburgs zur Umsetzung der SDGs in den internationalen Kontext zu stellen. Wie bewertest du den Umsetzungsstand der sdgs in Hamburg? Der Umsetzungsstand ist unterschiedlich je nach politischen Aufgabenschwerpunkten, bei denen ja in der Regel mehrere SDGs ins Spiel kommen. Generell lässt sich sagen, dass vor allem bei den sogenannten off-track-Indikatoren, also Indikatoren jener Nachhaltigkeitsziele, bei denen die Trendentwicklung eine mögliche Zielverfehlung aufweist und daher besonders dringender Handlungsbedarf besteht, unbedingt nach- bzw. gegengesteuert werden muss. Das wäre, auf Hamburg bezogen, beispielsweise bei allen SDGs der Fall, die das Thema Boden/ Bodenschutz betreffen: Flächenversiegelung, Nährstoffeinträge, Boden als CO2-Speicher, als Lebensraum für Biodiversität, als unsere Lebensgrundlage (Landwirtschaftliche Nutzung) etc.. Auch bei der Umsetzung von SDG 4.7 (Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen) sehe ich noch große Defizite: Nachhaltigkeit ist noch längst nicht in allen Bildungsbereichen angekommen bzw. verankert, weder im schulischen (wo ist das Unterrichtsfach Klimaschutz?), noch im außerschulischen Bereich oder in der Hochschule. Worin siehst du die größten  Hebelpunkte  Und Potentiale für nachhaltige Entwicklung in Hamburg? Aus meiner Sicht ist das geplante Nachhaltigkeits-Monitoringsystem mit Zielen und Indikatoren von entscheidender Bedeutung – denn wenn man sich nicht genau überlegt hat, in welchen Bereichen, mit welchem Ziel und in welcher Zeitspanne man sich nachhaltig entwickeln will, und sich selbst dazu verpflichtet, dies auch umzusetzen, bleibt nachhaltige Entwicklung reine Rhetorik und Absichtserklärung. Hier hat das NFH mit seinem Vorschlag einer „Ziele- und Indikatorenliste für ein Monitoringsystem zur Umsetzung der Agenda 2030 in Hamburg“ einen wichtigen Aufschlag gemacht und wird die Hamburger Behörden bei der Umsetzung weiter beraten und kritisch begleiten. Was sind aus deiner Sicht die notwendigen nächsten Schritte für die Umsetzung der SDGs in Hamburg? Ein wichtiger Schritt wird die Abstimmung zwischen den verschiedenen Hamburger Behörden zu dem gerade genannten Monitoringsystem mit Nachhaltigkeitsindikatoren und vor allem dessen Umsetzung sein. Was ist deine persönliche Vision für Hamburg im Jahr 2030? Ich wünsche mir für Hamburg (auch schon vor) 2030 eine solidarische, inklusive und weltoffene Stadtgesellschaft, Klimaneutralität in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft, eine echte Verkehrswende und internationale Partnerschaften, in denen man auf Augenhöhe voneinander lernt. Vielen Dank, Kai-Oliver! Wir freuen uns auf die nächsten zwei jahre mit dir als Sprecher! Die Fragen und das Interview wurden vorbereitet von Elvira Hinz, wissenschaftliche Referentin des NFH.

  • Nachdokumentation: Branchenaustausch zum Lieferkettengesetz
    von Nachhaltigkeitsforum am 28. Oktober 2021 um 7:51

    Nachdokumentation: Branchenaustausch zum Lieferkettengesetz Das Nachhaltigkeitsforum Hamburg (NFH) tauschte sich am 20. Oktober 2021 online mit drei Expert*innen zu folgenden Fragen rund um das kommende nationale Lieferketten- sorgfaltspflichtengesetz aus: Welchen Herausforderungen steht die Wirtschaft bei der Umsetzung des Lieferkettengesetzes gegenüber? Welche Zielkonflikte gibt es und wie können diese überwunden werden? Was beinhaltet der europäische Vorschlag?   Das Deutsche Lieferkettengesetz ist beschlossen und gilt ab 2023 für viele Hamburger Unternehmen – auch kleine und mittlere Betriebe mit internationalen Handelsbeziehungen müssen als Zulieferer menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichten noch stärker beachten und Strategien zur Vorbeugung und Beendigung von Risiken entwickeln und umsetzen.   Neben den nationalen Entwicklungen ist auch ein europäisches Gesetz in Diskussion, das Umwelt- und Sozialstandards „justitiabel“ in der gesamten Lieferkette durchsetzen soll. Bernd Lange, MdEP und Vorsitzender des Ausschusses für internationalen Handel, ist zuversichtlich, dass ein EU-Gesetz durch das Parlament und den Rat beschlossen wird, da “insbesondere die Staaten, die bereits eine nationale Gesetzgebung haben, großes Interesse daran haben, in der EU Wettbewerbsgleichheit herzustellen“, auch wenn die Mehrheitsverhältnisse im Europäischen Rat aktuell noch schwer abschätzbar seien. „Die ILO-Kernarbeitsnormen wurden bereits weitestgehend durch die Staaten akzeptiert: Es geht jetzt um die Umsetzung und Durchsetzung!“. Investitionen in Arbeitsplätze im globalen Süden müssen erhalten bleiben, „aber eben in gute Arbeit“, so Lange. Er berichtet in einem 9-Punkte-Plan auch über Sanktionierbarkeit, Anforderungen an Berichterstattung und die mögliche Gleichstellung von Zertifizierungen.   Carolin Grüning, Beraterin für Green Economy bei adelphi consult, und Malte Drewes, Berater beim Helpdesk Wirtschaft & Menschenrechte, stellen Möglichkeiten vor, wie die Umsetzung funktionieren kann: Welche Risiken gibt es entlang der Lieferketten und wie können diese durch Unternehmen bewertet werden? Was wird von Unternehmen erwartet und welche Informationsquellen und Tools gibt es, die auch KMUs ohne personalstarke Nachhaltigkeitsabteilung dabei unterstützen, Menschenrechte zu stärken und Umweltrisiken zu minimieren?   Die vollständige Aufzeichnung der Veranstaltung mit den Antworten auf diese Fragen und weitere Punkte kann hier eingesehen werden:  Neuigkeiten Wir stellen vor: die drei neuen Sprecher*innen des NFH11. Januar 2022 Nachdokumentation: Branchenaustausch zum Lieferkettengesetz28. Oktober 2021 Branchenaustausch zum Lieferkettengesetz – 20. Oktober 2021 über Zoom20. September 2021 Pressemitteilung: Hamburg - wann zeigst du endlich, wie nachhaltig du bist?1. September 2021 Veranstaltungen Jan 24 18:00 - 20:00 3. Hamburger Klimagipfel Jan 25 20:00 - 21:00 Erfolgreiche Klimapolitik – Warum wir ein verbindliches CO2-Budget brauchen Feb 2 17:00 - 18:30 Klimaneutralität: Was jetzt zu tun ist Feb 4 15:00 - 19:00 AktiKoZWEI – Hamburg transformieren Feb 10 14:00 - 16:15 #DBUdigital Online-Salon: Transformative Methoden – Potential zur Bewältigung von Nachhaltigkeits- herausforderungen Kalender anzeigen Die Präsentationen der Referent*innen können Sie hier einsehen: NFH_Branchenaustausch_Präsentation Grüning adelphi NFH_Branchenaustausch_Präsentation Drewes Helpdesk WiMR Weiterführende Informationen Helpdesk Wirtschaft & Menschenrechte: Sie möchten Ihre Liefer- und Wertschöpfungsketten umweltschonend und sozialverträglich gestalten? Dann ist der Helpdesk Wirtschaft & Menschenrechte der richtige Ansprechpartner. Als kostenfreies Unterstützungsangebot der Bundesregierung berät der Helpdesk Unternehmen jeder Größe zur Umsetzung menschenrechtlicher Sorgfaltsprozesse. Tel.: +49 0 30590 09 94 30 / E-Mail: helpdeskWiMR@wirtschaft-entwicklung.de   adelphi ist eine unabhängige Denkfabrik und führende Beratungseinrichtung für Klima, Umwelt und Entwicklung. Das deutsche Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz greift auf Beratungs- und Forschungsarbeiten zurück, mit denen adelphi den Prozess rund um menschenrechtliche und umweltbezogene Sorgfaltspflichten in Liefer- und Wertschöpfungsketten maßgeblich unterstützt hat. adelphi unterstützt darüber hinaus Unternehmen dabei, schrittweise das Konzept der unternehmerischen Sorgfalt umzusetzen. Bei Fragen und Interesse an der Zusammenarbeit für die Entwicklung einer individuelle Nachhaltigkeitsstrategie für Ihr Lieferkettenmanagement, kontaktieren Sie uns gerne unter: Tel.: +49 (30) 8900068-0/ E-Mail: office@adelphi.de  KMU Kompass: Ein Tool für kleine und mittelständische Unternehmen zur unternehmerischen Sorgfalt. Das Tool führt die Nutzer*innen Schritt für Schritt durch den Prozess. Es stehen Praxishilfen und weiterführende Links zur Umsetzung zur Verfügung.  CSR Risiko-Check: Mit diesem Tool für die Risikoanalyse können Nutzer*innen die lokale Menschenrechtssituation sowie Umwelt-, Sozial- und Governancethemen einschätzen. Es gibt die Möglichkeit nach Produkt/Rohstoff/Dienstleistung sowie Herkunfts- bzw. Produktionsland zu filtern.  ENCORE: Tool von Natural Capital Alliance – dort kann man sich für verschiedene (Vorleistungs-)Sektoren Einschätzungen zu verschiedenen ökologischen Umweltauswirkungen-Kategorien anzeigen lassen. WWF Water Risk Filter: Tool zur Analyse von Knappheitsrisiken von Wasser (bspw. zur Prüfung bekannter Produktionsstandorte von Lieferanten und deren Vorlieferanten).  Environmental Justice Atlas: Datenbank für Informationen zu konkreten lokalen negativen Verschmutzungen, Schadensfällen und Konflikten in Bezug auf die Umwelt.  Außerdem ist auch die Datenbank der OECD hilfreich, um gemeldete Beschwerden und konkrete Vorfälle, sortiert nach Ländern, Themen, Zeiträumen usw. zu finden. 

  • Branchenaustausch zum Lieferkettengesetz – 20. Oktober 2021 über Zoom
    von Nachhaltigkeitsforum am 20. September 2021 um 9:58

    Branchenaustausch zum Lieferkettengesetz – 20. Oktober 2021 über Zoom Das Nachhaltigkeitsforum Hamburg (NFH) ist ein breit aufgestelltes zivilgesellschaftliches Gremium, das die Umsetzung der UN-Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) in Hamburg konstruktiv-kritisch begleitet und unterstützt. Im Sinne des SDG 8 „Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum“ befasst sich das NFH unter anderem mit dem Thema des nachhaltigen Wirtschaftens. Neben negativen Umweltauswirkungen globaler Wirtschaftsströme rücken seit einigen Jahren soziale Aspekte internationaler Lieferketten in den Vordergrund. Das in Deutschland am 25. Juni 2021 beschlossene Lieferkettengesetz verpflichtet deutsche Unternehmen mit einer bestimmten Mitarbeitendenzahl nun dazu, einer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht in ihren Lieferketten nachzukommen. Das NFH hat im Dezember 2020, als der Entwurf des LKG noch in Abstimmung war, eine Podiumsdiskussion zum Thema durchgeführt (die Nachdokumentation können Sie hier einsehen). Nun, da das Lieferkettengesetz durch den Bundestag beschlossen wurde, möchten wir den nächsten Schritt gehen und mit der Hamburger Wirtschaft in den Austausch kommen. Am 20. Oktober 2021 von 16-18 Uhr veranstaltet das Nachhaltigkeitsforum Hamburg einen Branchenaustausch, um folgende Fragen zu diskutieren: Welchen Herausforderungen steht die Hamburger Wirtschaft bei der Umsetzung des Lieferkettengesetzes gegenüber? Welche Lücken lässt das Gesetz offen? Welche Zielkonflikte gibt es und wie können diese überwunden werden? Was beinhaltet der europäische Vorschlag? Dabei möchten wir uns auf die für Hamburg relevantesten Branchen Lebensmittel, Chemie und Textil konzentrieren und haben ausgewählte Expert*innen für die jeweiligen Lieferketten eingeladen. Der vorläufige Ablauf sieht wie folgt aus: 16:00 Begrüßung und Moderation durch Dr. Delia Schindler, Sprecherin des Nachhaltigkeitsforums Hamburg 16:10 Key Note von Bernd Lange, Mitglied des Europäischen Parlaments und Vorsitzender des Ausschusses für Internationalen Handel (INTA) zur Bedeutung und den Chancen des Lieferkettengesetzes 16:40 Fachlicher Input zu den Lieferketten der Textil-, Chemie- und Lebensmittelbranche mit Carolin Grüning, adelphi consult Malte Drewes, Helpdesk Wirtschaft und Menschenrechte 17:20 Raum für Fragen und Diskussionen 17:55 Fazit und Verabschiedung   Wir würden uns freuen, Sie bei dieser Veranstaltung begrüßen zu dürfen. Die Anmeldung erfolgt unter diesem Link: Anmeldeseite – Hamburger Branchenaustausch zum Lieferkettengesetz (miovent.com). Leiten Sie diese Save the Date auch gerne an weitere Personen aus Ihrem Netzwerk weiter. Neuigkeiten Wir stellen vor: die drei neuen Sprecher*innen des NFH11. Januar 2022 Nachdokumentation: Branchenaustausch zum Lieferkettengesetz28. Oktober 2021 Branchenaustausch zum Lieferkettengesetz – 20. Oktober 2021 über Zoom20. September 2021 Pressemitteilung: Hamburg - wann zeigst du endlich, wie nachhaltig du bist?1. September 2021 Veranstaltungen Jan 24 18:00 - 20:00 3. Hamburger Klimagipfel Jan 25 20:00 - 21:00 Erfolgreiche Klimapolitik – Warum wir ein verbindliches CO2-Budget brauchen Feb 2 17:00 - 18:30 Klimaneutralität: Was jetzt zu tun ist Feb 4 15:00 - 19:00 AktiKoZWEI – Hamburg transformieren Feb 10 14:00 - 16:15 #DBUdigital Online-Salon: Transformative Methoden – Potential zur Bewältigung von Nachhaltigkeits- herausforderungen Kalender anzeigen