Hamburger KlimaWoche

11. Hamburger Klimawoche ein großer Erfolg: Hamburger*innen bereit zum Handeln!

Die 11. Klimawoche unter dem Motto „Das Klima braucht Dich!“ hat Hamburger Geschichte geschrieben. Die eindrucksvollen Kuppelzelte auf dem Rathausmarkt waren das Informationszentrum der Klimawoche und standen für Aufklärung und den Dialog über den menschengemachten Klimawandel – wurden zum Symbol für einen breiten gesell- schaftlichen Dialog. Insgesamt gab es in der Stadt mehr als 250 Veranstaltungen.

Mit der Liveschaltung zum Weltklimarat (IPCC) nach Monaco hat die Hamburger Klimawoche auf eindrucksvolle Weise die Verknüpfung von Politik, Wissenschaft und Gesellschaft hergestellt und die Hamburger*innen als erstes und ganz unmittelbar informiert. Der Weltklimarat hatte für seinem Sonderbericht über Ozeane und Polarregionen mehr als 7000 Studien ausgewertet und war zu dem dramatischen Ergebnis gekommen, dass der Meeresspiegelanstieg in den nächsten 250 Jahren vier Meter betragen wird, wenn der Klimawandel nicht sofort ge- stoppt wird. Klimaforscher Prof. Hartmut Graßl, Pioneer des Weltklimarats in Deutschland, der das Klimapaket der Bundesregierung bei der Liveschaltung als „Päckchen“ bezeichnet hatte, war sich mit Umweltsenator Jens Kerstan (Grüne) einig, dass „aus dem Päckchen ein Paket werden muss“. Klimaforscher Prof. Mojib Latif, Beiratsmitglied der Hamburger Klimawoche und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft des Club of Rome, hatte die Pläne der Bundesregierung bei der Eröffnung der Hamburger Klimawoche als „Sterbehilfe fürs Klima“ bezeichnet.

Die Besucher*innen der European Researchers’ Night auf der Hamburger Klimawoche waren tief berührt von den beeindruckenden Schilderungen von Seenotretterin und Naturschutzökologin Carola Rackete, die 2011 mit einem Forschungsschiff zum Nordpol gereist war: „Mir wurde klar: Das ewige Eis gibt es gar nicht, so wie ich mir das vorgestellt habe, war es nicht am Nordpol.“ Die Eisschmelze sei dramatisch gewesen, dies habe sie nachhaltig beeindruckt. Carola Rackete sprach über den Klimawandel als Fluchtursache und über soziale Gerechtig- keit. Außerdem darüber, dass das Artensterben genauso dramatisch sei, wie der Klimawandel und deswegen in den gesellschaftlichen Fokus gehöre. Auch zum Klimapaket der Bundesregierung äußerte sich Carola Rackete. Mit ihm steuere man auf eine Erwärmung von drei bis fünf Grad hin: „Die menschliche Gesellschaft steht vor einer Existenzfrage.“ Im vollbesetzten Kuppelzelt bekam Carola Rackete nach ihren eindrucksvollen Schilderungen stehenden Applaus vom Publikum.

Profisegler Boris Herrmann berichtete vor dem begeisterten Publikum, wie er die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg mit der Rennyacht „Malizia II“ klimaneutral zur UN-Klimakonferenz nach New York gebracht hatte und zeigte bisher unveröffentlichte Fotos von der Reise. Das Team Malizia hatte die Schirmherrschaft für die 11. Hamburger Klimawoche übernommen.

Die 11. Hamburger Klimawoche fand auch in der Bundespolitik große Beachtung. Zwei Bun- desminister (Forschung / Entwicklung) schickten Grußworte. Hamburgs Erster Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) nahm an der Mobilitätskonferenz teil. Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD) und die Senatoren Jens Kerstan (Umwelt; Grüne) und Ties Rabe (Schule; SPD) nahmen an Veranstaltungen teil, zollten ihre Hochachtung für die Hamburger Klimawoche und den Einsatz, über den Klimawandel aufzuklären. Alle gemeinsam forderten ein unmittelbares und konsequentes Handeln für den Klimaschutz.

„Es ist beeindruckend, wie interessiert die Hamburgerinnen und Hamburger am Klima- und Umweltschutz sind“, sagt Frank Otto, Vorsitzender von Klimawoche e.V., nach acht Tagen Kli- mawoche. „Wir haben zur richtigen Zeit am richtigen Ort in der Stadt einen starken und wichtigen Dialog für ein unmittelbares Handeln beim Klimaschutz angestoßen.“

„Die Solardachpflicht bei Neubauten, die Umweltsenator Jens Kerstan jetzt in Hamburg plant, ist beispielsweise ein erstes konkretes Ergebnis der Hamburger Solaroffensive unter dem Dach der Hamburger Klimawoche“, ergänzt Frank Schweikert, Sprecher des 30-köpfigen Beirats der Hamburger Klimawoche.

Ein großartiges Feedback gab es auch von den Schulen, die am Bildungsprogramm der 11. Hamburger Klimawoche teilgenommen haben. Die rund 120 Veranstaltungen haben mehr als 3200 Schüler*innen besucht.

Und auch der Themenpark der Hamburger Klimawoche, der als Green World Tour mit dem Partner Autarkia rund um die Hauptkirche St. Petri veranstaltet wurde, war außerordentlich gut besucht. Rund 80 Aussteller*innen präsentierten sich auf der Messe und zeigten den Hamburger*innen konkrete Möglichkeiten für mehr Nachhaltigkeit im Alltag.

Das 30-köpfige, weitgehend ehrenamtlich tätige Organisationsteam der Klimawoche freut sich auf die 12. Hamburger Klimawoche, die zwischen dem 20. und 27. September 2020 auf dem Hamburger Rathausmarkt stattfinden wird.

Quelle:

Hamburger Klimawoche Nachhaltige Ziele für Hamburg umsetzen

  • Nordpol im Sommer bald ohne Eis
    von sbarrientos am 21. April 2020 um 11:28

    Der Arktische Ozean wird mit hoher Wahrscheinlichkeit noch vor 2050 in manchen Sommern eisfrei sein, mit schwerwiegenden Folgen für die Natur. In wie vielen Jahren dies passiert, hängt entscheidend vom Klimaschutz ab. Das zeigt eine internationale Studie, die Prof. Dirk Notz von der Universität Hamburg koordinierte und an der 21 Institute beteiligt waren. Wir dokumentieren Der Beitrag Nordpol im Sommer bald ohne Eis erschien zuerst auf Hamburger Klimawoche.

  • Nationalakademie Leopoldina zum Klimaschutz in der Corona-Krise
    von sbarrientos am 14. April 2020 um 13:14

    Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina (Halle) hat eine dritte Stellungnahme mit Empfehlungen für die Corona-Krise veröffentlicht. In dem 18-seitigen Papier vom 13. April 2020 mit dem Titel „Coronaviris-Pandemie – die Krise nachhaltig überwinden“, das bei Beratungen der Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten eine Rolle spielen soll, mahnen die Experten auch, Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu berücksichtigen. In der Der Beitrag Nationalakademie Leopoldina zum Klimaschutz in der Corona-Krise erschien zuerst auf Hamburger Klimawoche.

  • Das passiert auf der Klimawoche 2020
    von sbarrientos am 12. April 2020 um 11:00

    Die 12. Hamburger Klimawoche wird stattfinden – auch oder gerade in Zeiten der Corona-Krise. Denn die mit viel Leid verbundenen Folgen der Pandemie zeigen uns unmissverständlich auf, dass wir was ändern müssen – global, aber auch jede*r Einzelne ist gefordert. Die Klimawoche will wie in den vergangenen Jahren auch einen wesentlichen Beitrag zur Aufklärung leisten und den Der Beitrag Das passiert auf der Klimawoche 2020 erschien zuerst auf Hamburger Klimawoche.

  • Die Lehren der Corona-Krise für den Kampf gegen den Klimawandel
    von sbarrientos am 10. April 2020 um 10:37

    Das Corona-Virus öffnet uns die Augen und Ohren und zeigt uns global, was wir in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten politisch und wirtschaftlich falsch gemacht haben. Und es wird uns noch zeigen, dass es nicht das Ziel ist, ein wachsendes und weder zukunftsweisendes noch nachhaltiges Wirtschaftssystem mit einer unendlichen Geldmenge am Leben zu halten, sondern Der Beitrag Die Lehren der Corona-Krise für den Kampf gegen den Klimawandel erschien zuerst auf Hamburger Klimawoche.

  • Coronavirus: Zukunftsdialoge werden digital!
    von sbarrientos am 18. März 2020 um 9:07

    Die Ausbreitung des Coronavirus zwingt auch uns leider, unsere Arbeit anders zu gestalten und geplante Veranstaltungen abzusagen: Die für den April organisierten Zukunftsdialoge in der Nordakademie Graduate School im „Dockland” in Altona finden deswegen in der geplanten Art nicht statt. Wir arbeiten gerade mit Hochdruck daran unsere Zukunftsdialoge im Vorfeld der 12. Hamburger Klimawoche in Der Beitrag Coronavirus: Zukunftsdialoge werden digital! erschien zuerst auf Hamburger Klimawoche.