AktiKo

AktionsKonferenz AktiKo: 4. Juni 2021

GEMEINSAM MEHR ERREICHEN.

Wenn Ihr die Idee einer Aktionskonferenz gut findet, dann laden wir Euch ein, gemeinsam an Form und Inhalt zu arbeiten. Open Space in Zeiten von Corona? Muss irgendwie gehen. Gemeinsame Aktionen deutlich vor der Bundestagswahl? Sollten doch möglich sein.

Ideen und Mitarbeit sind gefragt, damit die Hamburger Politik sich endlich ernsthaft mit den drängendsten Menschheitsfragen auseinandersetzt.

Die ganze Vielfalt auf https://www.aktiko.de

Aktionskonferenz für eine Sozial-Ökonimische-Transformation

  • Parents for future Hamburg (P4F HH)
    von SR20099 am 23. August 2021 um 8:56

    Parents For Future setzt sich – in Solidarität mit der Fridays For Future-Bewegung und anderer For Future Gruppen – für ambitionierten Klimaschutz in Deutschland und weltweit ein. Wir sind Erwachsene der Eltern- und Großelterngeneration und engagieren uns für eine lebenswerte Zukunft der jungen und aller folgenden Generationen! Parents for Future hat bundesweit knapp 300 Ortsgruppen. Wir verlangen von unseren Politiker:innen, ihrer Verantwortung nachzukommen und endlich effektive Maßnahmen für ernsthaften Klimaschutz zu ergreifen. Dabei stellen wir uns hinter die Forderungen von FridaysForFuture: Nettonull-Emissionen Deutschlands bis 2035, Kohleausstieg bis 2030 (in HH sogar 2025) und 100% erneuerbare Energieversorgung bis 2035. Auch in Hamburg haben wir eine sehr aktive Ortsgruppe, in der wir klimapolitische Aktionen gestalten, Klima-Aufklärungsarbeit für BürgerInnen leisten, Vorträge halten, Gespräche mit Politiker:innen führen und mit Fridays for Future und anderen Klima- und Naturschutzbewegungen, die sich friedlich für Klimaschutz engagieren, gemeinsam auf die Straße gehen. Zudem unterstützen wir Initiativen, die Klimaschutz und Klimagerechtigkeit voranbringen wollen. Mehr Informationen unter: https://parentsforfuture.de/de/hamburg. Was hat das mit dir, mir, euch, Ihnen zu tun? Eine Bewegung braucht Menschen, sonst bewegt sie nichts. Wir alle wollen die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Jetzt ist der Zeitpunkt da, denn wir dürfen keine Zeit mehr verlieren, wenn wir die Klima Katastrophe aufhalten wollen. Das sind wir unseren Kindern und Enkeln und allen zukünftigen Generationen schuldig. Wir laden dich herzlich zu uns ein! Du kannst dich schon mit wenig Zeit bei uns einbringen und Teil der Klimabewegung werden. Wir brauchen immer wieder helfende Hände und freuen uns über neue Menschen, die Kontakt mit Gleichgesinnten und neue Mitstreiter:innen suchen. Bist du dabei? Wir freuen uns auf dich! Mehr Info und Kontakt: Nimm Kontakt zu uns auf! Schreib uns eine Mail an welcome@parentsforfuture.hamburg, Mehr Informationen zu unseren Treffen findest du auf unserer Website unter: https://parentsforfuture.de/de/hamburg Folge uns auf Twitter: @P4F_Hamburg Folge uns auf Instagram: parents4future_hamburg Abonniere unseren wöchentlichen Email-Newsletter auf unserer Website.

  • Zeit für die AktiKo Nr. 2
    von SR20099 am 11. August 2021 um 13:44

    Zeit für die AktiKo Nr. 2? Wir laden ein zum AktiKo Auswertungs- und Vorbereitungstreffen am 19. August Alle Details zu dem Treffen, wie, wann, wo und warum findet Ihr unter dem Navigationspunkt “MITMACHEN“. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen. Die AktiKos

  • Verkehrsclub Deutschland VCD
    von Maike Pott am 8. Juni 2021 um 11:11

    Der ökologische Verkehrsclub VCD ist ein gemeinnütziger Umweltverband, der sich für eine umweltverträgliche, sichere und gesunde Mobilität einsetzt. Im Mittelpunkt steht dabei der Mensch mit seinen Bedürfnissen und Wünschen für ein mobiles Leben. Der VCD Nord vertritt als regionale Vertretung rund 3.300 Mitglieder in Schleswig-Holstein und Hamburg. Zu den aktuellen Themen zählen unter anderem die Schaffung von lebenswerten Städten und Kommunen der Ausbau von sozialgerechtem und barrierefreien ÖPNV die Reaktivierung von Bahnstrecken die Förderung des Radverkehrs die Stärkung des Fußverkehrs Schaffung von multimodalen Mobilitätsangeboten Mehr Informationen und Kontakt Wer sich bei uns einbringen möchte, ist herzlich eingeladen zu einem Treffen unserer Hamburger Gruppen zu kommen. Jeden 2. und 4. Montag im Monat um 19:30 Uhr trifft sich unsere Aktivenrunde in Hamburg. Die Junge Ortsgruppe trifft sich jeden 3. Montag im Monat um 18:30 Uhr. Meldet Euch gerne bei unserer Geschäftsstelle: nord@vcd.org Eine Übersicht über aktuelle Themen und Aktionen findet Ihr auf unserer Homepage oder bei Facebook, Twitter oder Instagram

  • Bericht der 1. AktiKo
    von SR20099 am 7. Juni 2021 um 11:16

    Auftakt, um den schlafenden Riesen der Zivilgesellschaft zu wecken Fast 80 zivilgesellschaftlich Aktive kamen am 4. Juni per Video zur ersten Aktionenkonferenz (AktiKo) zusammen. Erste Vorhaben, soziale und ökologische Anliegen gemeinsam anzugehen, sind gestartet. Von David Hock Es ist 14 Uhr an diesem sommerlichen Freitag, als Anke Butscher die versammelte Runde begrüßt. „Wir haben genug Resolutionen und Petitionen für die sozial-ökologische Transformation geschrieben. Wir brauchen die breite Mobilisation und möchten heute herausfinden, welche Knackpunkte es dabei gibt“, sagt die Moderatorin, die dies als Organisations- und Unternehmensberaterin bei corsus auch in ihrem Hauptberuf tut. Mit ihr kommen an diesem Nachmittag Menschen aus 40 Organisationen zusammen, die jene Knackpunkte finden möchten. „Ich bin überwältigt, dass so Viele bei so gutem Wetter vor dem Computer sind“, sagt kurz darauf Gudrun Nolte, Leiterin des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt der Nordkirche. Sie hat im vergangenen Jahr die Hamburger Sozial-Ökologische Allianz mit initiiert. Mit Hamburgs Regierung in Austausch über eine sozial und ökologisch nachhaltige Zukunft zu kommen, das ist das einende Anliegen der beteiligten Akteure. Im Herbst fanden Gespräche mit Abgeordneten von SPD und Grünen statt. „Dabei bekamen wir den Eindruck: Der Senat setzt das eine oder andere interessante Projekt um – von einer Wende aber ist er weit entfernt“, sagt Mick Petersmann, Aktivist in der Gemeinwohl-Ökonomie, ebenfalls Initiator der Allianz. Und so traten nun Engagierte in Hamburg in einen Dialog, wie sie einzelne Vorhaben zusammenbringen, mehr Aufmerksamkeit erzeugen, den politischen Druck erhöhen können. Für eine Wende. In drei 45-minütigen Einheiten sprachen spontan formierte Kleingruppen über Themen, die zuvor durch Online-Vorschläge und Abstimmung live ausgewählt wurden. „Welche Vision haben wir für Hamburg in 5 bis 10 Jahren?“ lautete ein Thema, „Wie erhalten wir Grünflächen trotz Wohnungsbau?“ ein anderes – oder: „Wie können wir Benachteiligte mehr berücksichtigen?“. Insgesamt kamen zwölf Gesprächsrunden zustande. Im Barcamp-Format war ein Austausch auf Augenhöhe vorgesehen; die Fragen nach politischen Zielen, wirksamen Hebeln, und organisationsübergreifenden Aktivitäten dienten als Orientierung. Im Zentrum der Gespräche steht die Frage, wie ökologische und soziale Transformation Hand in Hand gehen. Zwei Beispiele stehen stellvertretend für entsprechende Handlungsorientierung: Die Volksinitiative „Keine Profite mit Boden und Miete“ freut sich über breite Unterstützung, die in den Stadtteilen für ein wahrscheinliches Volksbegehren voraussichtlich im März 2022 mobil macht. German Zero Hamburg bereitet eine Kampagne für einen 1,5 Grad-tauglichen Klimaplan der Stadt Hamburg vor. „Eins ist klar geworden: Gemeinsam schaffen wir mehr als alleine“, fasste Sebastian Gillwald, Co-Moderator und in der Berliner Stiftung Bürgermut tätig, nach gut vier Stunden Wechselspiel aus Plenum und Breakout-Sessions zusammen. Mick Petersmann sagte, er sei „absolut geflasht“ von dem breiten Engagement in Hamburg, das hier ein Stück sichtbar geworden sei. Und er zitierte einen Teilnehmer: „Die Zivilgesellschaft ist ein schlafender Riese. Wir können viel mehr, wenn wir zusammenarbeiten.“ Alle zentralen Ergebnisse sind dokumentiert und werden den Beteiligten zur Verfügung gestellt. Maren von den Parents For Future lädt zu einer Messenger-Gruppe AktiKo ein. Das Organisations-Team kündigt ein Vorbereitungstreffen für AktiKo Nummer 2 nach der Bundestagswahl an. Der Aufruf von ver.di „Für Umverteilung und eine gerechte Gesellschaft – sozial und ökologisch“ wird als gute Grundlage für parallele und gemeinsame Initiativen im Bundestagswahlkampf empfohlen.

  • Zukunft bewahren – Heute handeln
    von SR20099 am 3. Juni 2021 um 19:33

    Zukunft bewahren – Heute handeln Die Weltgemeinschaft hat sich in internationalen Verträgen völkerrechtlich verpflichtet Klima (Pariser Klimaabkommen) und Biodiversität (Aichi) zu schützen. Doch eine Zielerreichung ist noch lange nicht in Sicht. Statt die Temperaturerhöhung auf möglichst 1,5 Grad Celsius, in jeden Fall aber deutlich unter 2 Grad zu begrenzen, laufen wir auf eine Erhitzung von drei bis fünf Grad zu. Keines der 20 Biodiversitätsziele, die bis 2020 erreicht werden sollten, ist vollständig erfüllt. Zahlreiche Beschwerdeführende aus Deutschland, Nepal und Bangladesch, darunter auch viele Kinder und Jugendliche sowie Umweltorganisationen wie u.a. der BUND hatten sich deswegen an das Bundesverfassungsgericht gewendet, um die Klimaschutzpolitik Deutschlands auf den verfassungsrechtlichen Prüfstand zu stellen. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts wurde am 29. April 2021 veröffentlicht. Das Bundesverfassungsgericht hat deutlich gemacht: Die Politik ist in der Pflicht, die Freiheitsrechte zukünftiger Generationen zu schützen. Und das geht nur, wenn wir heute die richtigen Maßnahmen ergreifen! Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts untermauert die Aussagen vom Hamburger Zukunftsmanifest[1] des Zukunftsrates Hamburg und sollte von Hamburgs Politik zum Anlass genommen werden, ab sofort wesentlich mehr Mut in der Klimaschutzpolitik zu wagen. Bundesverfassungsgericht: Keine kurzsichtige Klimapolitik zulasten der Zukunft Das Bundesverfassungsgericht hat in seinem Beschluss vom 24. März 2021 entschieden, dass das Klimaschutzgesetz des Bundes teilweise verfassungswidrig ist.[2] Dem Bundesgesetzgeber wird auferlegt, bis Ende 2022 konkrete Minderungsziele für die Zeit nach 2030 festzulegen. Das Gericht hat deutlich gemacht, dass der Schutzauftrag in Art. 20a des Grundgesetzes vom Staat verlangt, mit den natürlichen Lebensgrundlagen sorgsam umzugehen und „sie der Nachwelt in solchem Zustand zu hinterlassen, dass nachfolgende Generationen diese nicht nur um den Preis radikaler eigener Enthaltsamkeit weiter bewahren könnten.“[3] Es führt aus, dass der Gesetzgeber frühzeitige und verbindliche Maßnahmen zur Erreichung der gesetzten Klimaschutzziele umzusetzen hat.[4] Das Gericht macht überdies deutlich, dass die Reduktion von CO2-Emissionen aus Sicht des Grundgesetzes unausweichlich ist und rechtzeitig erforderliche Transformationen eingeleitet werden müssen.[5] Das Bundesverfassungsgericht erklärt das verbleibende nationale CO2-Restbudget von 6,7 Gigatonnen ab den Jahr 2020, wie es der Sachverständigenrat für Umweltfragen ermittelt hat, für maßgeblich bei der Bestimmung von gesetzlichen Reduktionsmaßgaben.[6] Das Bundesverfassungsgericht fordert zwar nicht, dass ein CO2-Restbudget gesetzlich festgeschrieben werden muss; es hat aber klargemacht, dass die Schätzungen des IPCC zur Größe des verbleibenden globalen CO2-Restbudgets zu berücksichtigen sind und zieht das nationale CO2-Restbudget als Bezugspunkt für seine Auffassung heran.[7] Verbindliches CO2-Restbudget für Hamburg Aus dem genannten CO2-Restbudget für Deutschland lässt sich nach dem Anteil der Hamburger Einwohner:innenzahl an der deutschen Bevölkerung das CO2-Restbudget für die Stadt abschätzen[8]: Für Hamburg stehen ab 2020 in absoluten Zahlen noch knapp 150 Mio. t CO2 zur Verfügung. Der Hamburger Senat verfolgt jedoch die Methode der prozentualen Reduktion der jährlichen CO2-Emissionen bezogen auf das Basisjahr 1990: -55% bis 2030, -95% bis 2050. Dieses Ergebnis strebt der Hamburger Klimaplan erst 2050 an. Auf der Basis der zuletzt für 2018 ermittelten 16,3 Mio. t Emissionen pro Jahr wäre das Restbudget jedoch bereits in neun Jahren, also 2029 verbraucht (bei linearer Abnahme in 18 Jahren). Darüber hinaus ist das betrachtete CO2 aus der Energieproduktion nur eines von mehreren Klimagasen, die die Erde erwärmen.[9] Im Hamburger Klimaschutzgesetz fehlt es bisher an der verbindlichen Nennung des verbleibenden Hamburger CO2-Restbudgets. Auch der Hamburger Klimaplan nennt kein CO2-Restbudget zur Orientierung. Das klare Bekenntnis des Bundesverfassungsgerichts zum Budgetansatz sollte zum Anlass genommen werden, ein CO2-Restbudget für Hamburg festzulegen. Ein solches, alle Sektoren einbeziehendes und in diesem Sinne „ehrliches“ CO2-Restbudget hat z. B. auch die Emissionen bei der Herstellung für Zement zu berücksichtigen, wenn dieser für Straßen- oder Wohnungsbau in Hamburg eingesetzt wird. Was bedeutet ein CO2-Budget konkret für Hamburg? Die strikte Einhaltung eines CO2-Budgets hat deutlich weiter reichende Auswirkungen, als dies von der Politik häufig dargestellt wird. Fossile Brennstoffe tragen immer noch zu mehr als 75 % zum Primärenergieverbrauch in Deutschland bei[10]. Trotz großer finanzieller Anreize in den letzten 30 Jahren tragen die skalierbaren Energiequellen Wind und Photovoltaik erst 7% zum Endenergiebedarf bei[11]. Die meisten Studien gehen davon aus, dass man auch künftig nur etwa die Hälfte des jetzigen Endenergiebedarfs mit hierzulande produzierten Erneuerbaren Energien decken kann. Dass Energieimporte in nennenswerten Umfang zur Verfügung stehen werden kann bezweifelt werden, da alle Länder zuvörderst ihre eigenen Energiesysteme umstellen werden. Aber auch schon das Vorsorgeprinzip gebietet, dass die zukünftige Energieversorgung Deutschlands nicht auf hypothetischen Quellen aufgebaut ist. Der Endenergiebedarf Deutschlands lag in den letzten 30 Jahren fast konstant bei 2.500 TWh. Verbesserungen bei der Energieeffizienz wurden durch zunehmende Wirtschaftstätigkeit ausgeglichen. Die Aufgabe, den Energiebedarf innerhalb der nächsten etwa 15 Jahre zu halbieren, kann mit bloßen Reformen nicht bewältigt werden. Hier bedarf es vielmehr einer umfassenden Transformation unserer Art zu leben und unserer Art zu wirtschaften. Zuallererst bedarf es einer neuen Art politischen Denkens. Statt einer Politik, die sich an wirtschaftlichem Wachstum orientiert, müssen die vorgegebenen planetaren Grenzen zum Ausgangspunkt politischen Handelns werden. Die Frage nach den Möglichkeiten und Bedingungen für einen sozial-gerechten ökologischen Wandel ist dabei zentral. Beispiel Sektor Gebäude Dass Neubau allein kein Rezept zur Beseitigung von Wohnungsknappheit und steigenden Mieten ist, hat die Mietpreisentwicklung Hamburgs Bürger:innen deutlich gemacht. Statt Wohnungsnot zu beheben, haben die Neubau-Aktivitäten dazu geführt, dass sich die durchschnittliche Wohnfläche pro Person erhöht hat. Auf Basis eines verbindlichen, absoluten CO2-Budgets ist künftig anders zu rechnen. Hier sind bezogen auf Hamburg folgende Fragen aufzuwerfen: Was ist der Gebäudeanteil am CO2-Restbudget? Wie viel CO2 wird für die energetische Sanierung aller Gebäude benötigt? Wie viel CO2 wird in nicht sanierten Gebäuden bis zur Sanierung emittiert? Aus der Differenz dieser Faktoren ergibt sich dann das Netto-Restbudget für den Gebäudesektor, das maximal für Neubauten zur Verfügung steht. Im Übrigen müssen folgende, grundlegende Prinzipien beachtet werden: Absoluter Vorrang für energetische Sanierung gegenüber Neubau Zielmarke für die energetische Sanierung des Bestands: 3% pro Jahr Auflegung eines massiven Ausbildungsprogramms zur Milderung des Fachkräftemangels Neubau nur mit Passivhausstandard, CO2-negativ und mit Sozialbindung Ein weiterer zentraler Hebel für die Schaffung bezahlbaren und umweltverträglichen Wohnraums sind Maßnahmen zur Reduktion der Wohnfläche pro Person. Über diesen Hebel werden dann auch wieder genügend Wohnungen für wirtschaftlich Bedürftige bereitgestellt werden können. Beispiele für modernes Wohnen auf weniger Quadratmetern können flexiblere Wohneinheiten mit Gemeinschaftsräumen (‚Clusterwohnungen‘) sein, WGs mit Büroanschluss oder etwa altersgerechtes Wohnen in Mehrgenerationenhäusern Beispiel Sektor Verkehr und Mobilität Bisheriges Konzept gegen Verkehrsstaus: noch mehr Straßen. Gut funktioniert hat das noch nie, denn bekanntlich erzeugen neue Straßen zusätzlichen Autoverkehr. Auf Basis eines verbindlichen, absoluten CO2-Budgets und einer absehbaren Halbierung der zur Verfügung stehenden Endenergie muss anders gedacht werden. Die Nutzung von individuellen Pkw ist äußerst ineffizient. Ca. 23 Stunden pro Tag wird dieses „Stehzeug“ nicht benutzt. Für den Bau sind viele Ressourcen und ca. 30 MWh Energie verbraucht worden. Diese Verschwendung und diese Ineffienz sind in einer ressourcenbeschränkten Welt nicht mehr möglich. Mit Push (Verringerung der Attraktivität des MIV durch Rückbau von Fahrspuren/Straßen/Parkplätze zugunsten des Umweltverbunds) und Pull (Erhöhung der Attraktivität des ÖPNV) ist die Anzahl der individuellen PKW und der Anteil des MIV am Modal Split deutlich zu verringern. Heute handeln – unser Appell an alle Politiker:innen Hamburgs Die Themen Klimakrise und Biodiversitätsverlust besitzen bislang keine hohe Priorität in der Politik. Es gibt zu jedem Zeitpunkt immer gerade wichtigere Themen – und ohne ein grundlegendes Umdenken wird das auch so bleiben – bis zum Kollaps. Deutschland verbraucht seit über 40 Jahren – berechnet nach dem ökologischen Fußabdruck – jährlich etwa drei Erden. Wir fordern daher im Namen unserer und Ihrer Kinder sowie sämtlicher zukünftigen Generationen Nehmen Sie den Beschluss des Bundesverfassungsgerichts als Weckruf! Denken Sie in CO2-Budgets, planetaren Grenzen und generationengerecht! Nehmen Sie Ihre „Pflicht zur Macht“ wahr, die Bewahrung der Zivilisation ist wichtiger als „Angst vor den Bürger:innen“! Kommunizieren Sie den Bürger:innen, dass eine Welt mit Wachstumszwang in den Klima- und Biodiversitäts-Kollaps führen wird! Erklären Sie den Bürger:innen, dass eine andere, sozialere, suffiziente, inklusive, generationen- und geschlechtergerechte, d.h. eine überaus lebenswerte Welt möglich ist! Bauen Sie diese Welt zusammen mit uns Bürger:innen! DOWNLOAD DOKUMENT Fußnoten [1] Hamburger Zukunftsmanifest: Leitbild für eine grundlegend neue Politik, abrufbar unter: https://www.zukunftsrat.de/fileadmin/pdf/aktuelles/Hamburger_Zukunftsmanifest.pdf (zuletzt aufgerufen am: 24.05.2021); siehe auch die Stellungnahme zur ersten Fortschreibung des Hamburger Klimaplans, zur Gesetzesvorlage zur Änderung der Verfassung und zum Neuerlass des Hamburgischen Klimaschutzgesetzes, Zukunftsrat Hamburg: https://www.zukunftsrat.de/fileadmin/pdf/aktuelles/Stellungnahme_zum_Hamburger_Klimaplan_und_zum_Entwurf_des_Klimaschutzgesetzes.pdf (zuletzt aufgerufen am: 24. Mai 2021). [2] BVerfG, Beschluss vom 24. März 2021 – 1 BvR 2656/18, abrufbar unter: https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2021/03/rs20210324_1bvr265618.html zuletzt aufgerufen am: 24. Mai 2021). [3] BVerfG (Fn. 2), Rn. 112, 197; Hervorhebungen durch die Autor:innen. [4] BVerfG (Fn. 2), Rn. 134. [5] BVerfG (Fn. 2), Rn. 194. [6] BVerfG (Fn. 2), Rn. 216, 217, 229, 231. [7] BVerfG (Fn. 2), Rn. 225, 229, 237. [8] Klar ist, dass dies nur ein grober Ansatz ist, der z. B. den unterschiedlichen Industrialisierungsgrad der Bundesländer nicht berücksichtigt. Umso wichtiger ist es, die auch im Koalitionsvertrag vereinbarte Berechnung des Hamburger CO2-Restbudgets baldmöglichst in Angriff zu nehmen. [9] Jochen Menzel, “Trägt der Hamburger Klimaplan dazu bei, das 1,5-2-Grad-Ziel von Paris zu erreichen?”, 16.Januar 2020; abrufbar unter: https://blog.zukunftsrat.de/traegt-der-hamburger-klimaplan-dazu-bei-das-15-2-grad-ziel-von-paris-zu-erreichen/ (zuletzt aufgerufen am: 24. Mai 2021). Darüber hinaus ist festzuhalten, dass in Hamburg derzeit die Emissionen des extrem schädlichen Treibhausgases Sulfurylfluorid (SF) dramatisch, d,h. exponentiell steigen, welches nirgends, weder international noch in Hamburg in die Berechungen/Prognosen eingerechnet wird, vgl. Marc Pendzich, „Die Physik des Klimawandels: Treibhausgase“. in: Handbuch Klimakrise, 23. Mai 2021, abrufbar unter https://handbuch-klimakrise.de/die-physik-des-klimawandels-treibhausgase/ (zuletzt aufgerufen am: 24.05.2021). [10] siehe Umweltbundesamt, 20. Mai 2021, abrufbar unter https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/primaerenergieverbrauch#primarenergieverbrauch-nach-energietragern – vgl. das Tortendiagramm weiter unten, Summe Kohle+Öl+Gas = 77 % [11] siehe https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/erneuerbare-energien-in-zahlen#ueberblick Energiebereitstellung PV+Wind = 182 TWh; https://www.umweltbundesamt.de/daten/energie/energieverbrauch-nach-energietraegern-sektoren#allgemeine-entwicklung-und-einflussfaktoren Endenergie 2514 TWh, Division: 7,2%