Informationsabende über Buschbiomasse aus Namibia

Das Netzwerk hamburg.global, das Zentrum für Mission und Ökumene – Nordkirche weltweit (ZMÖ), die Hamburger Universität für angewandte Wissenschaften (HAW) und der Zukunftsrat Hamburg laden zu einer dreiteiligen Online-Veranstaltungsreihe ein, um durch Referent*innen aus Namibia und Deutschland/Hamburg die Hintergründe und grundsätzlichen Ziele einer möglichen Partnerschaft zwischen Namibia und Hamburg auf Basis sogenannter Buschbiomasse vorzustellen.

Veranstaltungsreihe zum Thema „Nutzung von Buschbiomasse aus Namibia“

Teil I
Das „Biomasse-Namibia-Projekt“- eine Übersicht (Do, 26. November 17:00 – 20:00)

Teil II
Energietechnik und CO2- Bilanz der Lieferkette (Di, 1. Dezember, 17:00 – 20:00)

Teil III
Entwicklungspartnerschaft mit Namibia? Postkolonialismus, Landfrage, menschenwürdige Arbeit (Di, 8. Dezember  17:00 – 20:00)

Zur Anmeldung (Teilnahme kostenfrei)​​​​​​​

Die weiteren Veranstaltungen finden am 01.12. und 08.12.2020 statt.
Die Konferenzsprache ist Englisch. Sie haben jedoch die Möglichkeit, die Fragen im Chat auch auf Deutsch zu stellen.

Hier geht es zu ausführlichen Informationen und zur Anmeldung:
https://www.eventbrite.de/e/namibia-bush-thinning-registration-128783746653

Zum Hintergrund:
Die globalen Klimaprobleme und der Verlust der Biodiversität verweisen nicht nur auf die Dringlichkeit zu handeln, sondern auch auf die Wechselbeziehungen und Zusammenhänge nötiger Lösungsstrategien.

In diesem Spannungsfeld steht auch der dramatische ökologische und klimarelevante Funktionsverlust der Savannenlandschaft in Namibia durch „bush-encroaching“ (Verbuschung). Diese Verbuschung nimmt seit mehreren Jahrzehnten bedingt u.a. durch den Klimawandel und Überweidung immer weiter zu und ist wissenschaftlich unumstritten.
Namibische Vetreter*innen von Staat, Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt haben vor diesem Hintergrund 2019 im Rahmen einer Besuchsreise der Hamburger Umweltbehörde BUKEA vorgeschlagen, künftig Teile der Buschbiomasse in kommunalen Hamburger Unternehmen zu nutzen. Nach weiterem Austausch wurde dazu im Mai 2020 eine offizielle Vereinbarung (Memorandum of Understanding) über einen einjährigen Prüfprozess der Chancen und Risiken der möglichen Nutzung unterzeichnet.

Das Netzwerk ‚hamburg.global‘, das ‚Zentrum für Mission und Ökumene – nordkirche weltweit‘ (ZMÖ) sowie der Zukunftsrat Hamburg unterstützen seit Mai 2020 eine offene Prozessgruppe mit Expert*innen aus der Klimabewegung und Entwicklungszusammenarbeit, um den offiziellen Prüfprozess der BUKEA aktiv und kritisch-konstruktiv zu begleiten. Die kommenden Informationsabende sind ein Teil der Prozessbegleitung und sollen den Rahmen bieten, teilweise bereits öffentlich artikulierte Fragen aufzunehmen und an fachkundige Referent*innen zu adressieren. Ebenso wird Raum für neue Fragen aus den Veranstaltungen selbst gegeben, um diese im weiteren Prozess zu diskutieren.

Die Hamburger Umweltbehörde BUKEA hat Anfang November eine Webseite mit ausführlichen Informationen zum Thema „bush-encroaching“ und dem Prüfungsprozeß der Partnerschaft eingerichtet:

https://www.hamburg.de/energiewende/namibia-biomass-partnership/

Weitere Informationen

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