Einladung: Hamburger Ratschlag zur Umsetzung der Agenda 2030, 7. April 2017, Bürgersaal Wandsbek

Einladungsflyer_Ratschlag_2_2017-1

Liebe Interessierte an der lokalen Umsetzung der SDGs in Hamburg,

Einladung zum Hamburger Ratschlag 2 hier herunterladen (pdf, 1300 KB)

um an unseren Ratschlag im November 2016 anzuknüpfen und gemeinsam konkrete Forderungen an die Hamburger Politik zu formulieren, wird der zweite Hamburger Ratschlag „Die Zukunft, die wir wollen- das Hamburg, das wir brauchen – Hamburger Ratschlag zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“

am Freitag, 7. April 2017, von 13:00 bis ca. 19:00 Uhr
im Bürgersaal Wandsbek, Am Alten Posthaus 4, 22041 Hamburg stattfinden. Der Saal liegt hinter dem Bezirksamt Wandsbeck, nicht mit dem Bürgerhaus zu verwechseln.

Hierzu laden wir Sie herzlich ein!

Der Ratschlag richtet sich primär an Vertreter_innen zivilgesellschaftlicher Vereine, Initiativen und Organisationen.

Vorgesehen ist folgender Ablauf:

  1. Begrüßung
  2. Einführung über die UN Agenda 2030 und die Umsetzung der Nachhaltigkeits­agenda der Bundesregierung durch Frau Dr. Imme Scholz (Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung & stellvertretende Direktorin des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik (DIE))
  3. Kaffeepause
  4. Fünf parallele Workshops zur Formulierung von Forderungen zu den SDG-Querschnittsthemen
  • Umwelt, Klimaschutz und Energie
  • Bildung für Nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen
  • Menschenrechte, Wirtschaft und Arbeitswelt
  • Nachhaltige Stadtentwicklung
  • Ungleichheit beenden, Armutsbekämpfung und Geschlechtergerechtigkeit
  1. Abschlussrunde im Plenum: Zusammenführung der Forderungen aus den Themen-Workshops

Die Gesamtmoderation im Plenum übernimmt Frau Dr. Anke Butscher.

Der Einladungsflyer des Ratschlags ist angehängt. Vertiefende Links und Informationen zu den verschiedenen Themenbereichen finden Sie unter www.2030hamburg.de. Dort sind auch erste Forderungen an den Hamburger Senat zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda zusammengefasst.

Zudem finden Sie die Neuauflage der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie unter https://www.bundesregierung.de/Content/DE/_Anlagen/2017/01/2017-01-11-nachhaltigkeitsstrategie.pdf?__bob=publicationFile&v=7

Wir bitten um eine Anmeldung bis Freitag, den 31.03.2017, unter Angabe des Workshops, in dem Sie mitarbeiten möchten, an bianca.percic@ewnw.de.

Mit freundlichen Grüßen,

die Veranstalterinnen des Hamburger Ratschlags

Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath (Marie-Schlei-Verein), Stephanie Gokel (Zukunftsrat), Naciye Demirbilek (W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik) und Bianca Percic (Eine Welt Netzwerk Hamburg)

 

 

Forderungen an den Hamburger Senat zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda

Zur Vorbereitung für Forderungen an den Hamburger Senat zur Umsetzung der Nachhaltigkeitsagenda in Hamburg, nachstehend einige Vorschläge, die beim Ratschlag am 7. April 2017 als Grundlage dienen sollen.

Einladungsflyer_Ratschlag_2_2017-1

AG 1: Umwelt
-Hamburg stellt einen Klimaplan zur ernsthaften Umsetzung des Pariser Klimaabkommen auf
-pro Hamburger sollen dabei im Durchschnitt bis 2050 nicht mehr als 100t CO2 emittiert werden
-Hamburg führt ein regelmäßiges Monitoring zum Erfolg des Klimaplans durch
-Hamburg organisiert über einen Diskussionsprozess die gerechte Lastenverteilung für den Klimaschutz
-Hamburgs gerechter Lasten-Verteilungsplan wird von der Bürgerschaft beschlossen
AG 2: Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Globales Lernen
– Die Zivilgesellschaft wird am Steuerungsprozesszur Umsetzung des Ziels 4/4.7 der Agenda 2030 beteiligt, insbesondere an der Konzeption des Hamburger Masterplans BNE zur Umsetzung des UNESCO-Weltaktionsprogramms BNE 2015-2019.
– Der National Aktionsplan BNE sowie dervon der Kultusministerkonferenz verabschiedete Orientierungsrahmen für den Lernbereich Globale Entwicklung bilden das Bezugssystem für denHamburger Masterplans BNE.
– Die Hamburger Bildungseinrichtungen und Behörden werden im Sinne eines ganzheitlichen BNE-Ansatzes (Whole Institutional Approach) weiterentwickelt und die dafür notwendigen Ressourcen werden bereitgestellt.
– BNE wird als Grundorientierung und übergreifendes Bildungszielim Orientierungsrahmen Schulqualitätund in den Bildungsplänen für jedes Unterrichtsfach verankert.
– BNE wird strukturell in der Aus-, Fort-, und Weiterbildung von Lehrkräften, pädagogischen Fachkräften und MultiplikatorInnen verankert.

AG 3: Wirtschaft, Arbeit und Menschenrechte
– Nachhaltigkeit in Vergabegesetz und Wirtschaftsförderung festschreiben
– Anerkennung eines regionalen Wohlfahrtsindex neben dem BIP zur Steuerung der Stadt in Kombination mit HEINZ (Zukunftsrat)
– Ethisches Investment weiterentwickeln
– Stärkung der regionalen Wirtschaft via Metropolregion
– Umweltleitfaden zum Nachhaltigkeitsleitfaden umschreiben
– Schaffung von Öffentlich geförderter Beschäftigung

AG 4: Stadtentwicklung
– Bezahlbarer Wohnraum: mindestens 150.000 Wohnungen mit sozialer Bindung, davon 5.000 für Dringlichkeitsfälle
– Planungsansatz: Konkrete integrierte und geschlechterdifferenzierte Raum(entwicklungs-) planungen, verbindlich innerhalb der Metropolregion beschließen und umsetzen
– Grünflächen und öffentliche Räume: Verdichtung der Siedlungsstruktur bei Zusammenhalt der Grün-und Naturflächen; Naturschutzflächen unantastbar lassen („rote Linien“)
– Nachhaltige Verkehrssysteme: Verkehrsentwicklungsplan konsequent mit Vorrang der nicht-motorisierten Mobilität, der Inklusion, dem Lärmschutz, der Minderung von CO²-Emissionen und Luftverschmutzung. Probeweise Sperrbezirke für den Pkw-Verkehr in der Innenstadt
– Senkung der Umweltbelastung: Maßnahmen zur Einhaltung der europäischen Grenzwerte zur Luftreinhaltung und Lärm, notfalls auch gegen Interessen der Privatwirtschaft
AG 5: Armutsbekämpfung Ungleichheitund Geschlechtergerechtigkeit:
– Halbierung der Armut
– Eigenständige soziale Sicherung
– Gender-Budgeting im Hamburger Haushalt
– Stopp der Gewalt gegen Frauen
Die in den AGs dann erarbeiteten Forderungen werden in der abschließenden Plenardiskussion beraten.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme an dem 2. Hamburger Ratschlag!

Logos Ratschlag Hamburg

Dokumentation der Agenda 2030 Workshop-Reihe “SDGs für Hamburg”

Im November und Dezember 2016 hat die Behörde für Umwelt und Energie fünf Workshops zur Umsetzung der Sustainable Development Goals in Hamburg durchgeführt.Die Dokumentationen sind jetzt auf hamburg.de verfügbar.

Vertreterinnen und Vertreter der Hamburger Behörden sowie der Zivilgesellschaft haben gemeinsam über Schwerpunktthemen und Projektideen für den weiteren Prozess diskutiert. Bei der Ergebnispräsentation am 25.1.2017 wurden die Ergebnisse der Workshops erneut zur Diskussion gestellt.

Workshop-Reihe “SDGs für Hamburg”

Workshops

Hier können Sie sich die Protokolle der Workshops als PDF herunterladen:

Hier können Sie sich die auf den Workshops gezeigten Präsentationen als PDF herunterladen (zip-Datei)

Ergebnispräsentation am 25.1.2017

In einem World Café wurden die Ergebnisse der fünf Workshops präsentiert und diskutiert.

Hier können Sie sich das Protokoll der Veranstaltung herunterladen.

Kommunen, Lernorte und Netzwerke des UNESCO-Weltaktionsprogramms ausgezeichnet

Strukturen stärken

Strukturen stärken – Ausgezeichnete Kommunen, Lernorte und Netzwerke des UNESCO-Weltaktionsprogramms Bildung für nachhaltige Entwicklung im Porträt. Bonn: Deutsche UNESCO-Kommission, 2017. 127 S.
ISBN 978-3-940785-82-4

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Seit 2016 zeichnen das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Deutsche UNESCO-Kommission Kommunen, Lernorte und Netzwerke aus. Ihr Kennzeichen: eine besonders gelungene Umsetzung und langfristige Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung. Im Juli 2016 wurden 65 Kommunen, Lernorte und Netzwerke aus dem ganzen Land erstmals ausgezeichnet. Die Publikaktion analysiert die Erfolgskonzepte von elf ausgewählten Kommunen, Lernorten und Netzwerken. Die Porträts zeigen auf, welche Herausforderungen die Ausgezeichneten auf ihrem Weg gemeistert haben und unter welchen Bedingungen eine strukturelle Verankerung gelingen kann. Die Beispiele sollen inspirieren, begeistern und zum Engagement für nachhaltige Entwicklung motivieren.

Den Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung mitgestalten!

Bis zum 15. März 2017 können alle Interessierten unter in-aktion.bne-portal.de ihre Anregungen und Ideen zum Nationalen Aktionsplan einbringen.

UNESCO WAPDie UNESCO hat 2015 mit dem Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) dazu aufgerufen, nachhaltiges Denken und Handeln in allen Bildungsbereichen zu stärken. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung, das das Weltaktionsprogramm in Deutschland federführend umsetzt, hat dazu eine Nationale Plattform und begleitende Gremien eingerichtet. Mit dem Nationalen Aktionsplan Bildung für nachhaltige Entwicklung werden Handlungsfelder mit konkreten Zielen und Maßnahmen zur strukturellen Verankerung von BNE erarbeitet und im Sommer 2017 verabschiedet.

Vom 15. Februar bis 15. März 2017 werden die Ziele des Nationalen Aktionsplans in einer Onlinekonsultation vorgestellt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, diese zu bewerten. Darüber hinaus können eigene Vorschläge für Maßnahmen zur Umsetzung der Ziele eingebracht und diskutiert werden.

Nehmen Sie mit Ihren Anregungen und Ideen unter in-aktion.bne-portal.de Einfluss auf den Nationalen Aktionsplan und helfen Sie mit, Bildung für nachhaltige Entwicklung in Deutschland in die Breite zu tragen!

Dokumentation des 1. Hamburger Ratschlags zur 2030-Agenda

Was muss Hamburg tun, um die Nachhaltigkeitsziele (SDG) der 2030-Agenda umzusetzen?

Gemeinsame Forderungen und Handlungsfelder zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 in Hamburg durch die Hamburger Politik

Die #Dokumentation des Ratschlags der Zivilgesellschaft vom 18. November 2016 ist jetzt hier verfügbar: dokuratschlagsdghh2016 (PDF, 7 MB)

Doku Ratschlag Nov2016
Dokumentation des Ratschlags der Zivilgesellschaft vom 18. November 2016

 

 

Hamburg: Sustainable Development Goals und die Bildung

Zweite Jahreskonferenz zum Weltaktionsprogramm

„Sustainable Development Goals (SDGs) durch Bildung für nachhaltige Entwicklung in Hamburg voranbringen“

Auf ihrer zweiten Jahreskonferenz zum Weltaktionsprogramm BNE stellte die Initiative Hamburg lernt Nachhaltigkeit / HLN am 23.11.16 das Thema „Sustainable Development Goals“ (SDGs) in den Mittelpunkt. Der Harburger Bezirksamtsleiter Thomas Fölsch begrüßte die rund 100 Anwesenden im Elbcampus und verwies auf die vielen Aktivitäten, die Harburg im Bereich Nachhaltigkeit aufweisen kann.

Hauptredner Prof. Dr. de Haan betonte in seinem Beitrag kritisch, dass Bildung zwar das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer Umsetzung der Ziele schaffen könne, aber nur begrenzt in der Lage sei, die 17 internationalen Ziele wirklich umzusetzen. So könnten Kinder beispielsweise nur wenig aktiv zur Beseitigung der weltweiten Kinderarbeit beitragen – dies sei
vielmehr Aufgabe der Politik. Im anschließenden Weltcafé konnten die Anwesenden eigene Beiträge zu den 17 SDG-Zielen
vorstellen. Die Fülle der genannten Beispiele zeigt, wie viel Engagement aus der Bildung hier in Hamburg bereits geleistet wird.

Dass auch Unternehmen diese Entwicklung begrüßen und aktiv unterstützen, zeigte Jürgen Forkel-Schubert in seinem Beitrag auf. So gibt es Firmen, die bis zum Jahr 2020 alle ihre Filialen auf erneuerbare Energien umstellen wollen. Im Internet findet man aber bereits auch den Begriff „SDG-washing“ – beispielsweise bewirbt die Firma Unilever auf ihrer facebook-Seite einen WC-Reiniger und stellt zugleich Geld für den Bau von Toiletten für 5 Millionen Menschen zur Verfügung. Am Nachmittag fanden Workshops zu den 5 Prioritäten der WAP-Roadmap statt, die in Zukunft möglichst kontinuierlich fortgeführt werden sollen.

Im Ergebnis sollen sie konkrete Beiträge zum geplanten Masterplan BNE liefern. Wer hier mitarbeiten möchte, melde sich am besten in der Geschäftsstelle HLN. Kontakt: Jürgen.Forkel-Schubert@bue.hamburg.de

Die Documentation erscheint unter http://www.hamburg.de/wap/

Senat will Nachhaltigkeit in Hamburg durch Bildung voranbringen

Hamburgs Beitrag zum „Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der UNESCO (2015–2019)

In seiner Sitzung am 2. August 2016 hat der Hamburger Senat beschlossen, die Arbeit der Initiative „Hamburg lernt Nachhaltigkeit“ fortzusetzen. Er beauftragte die Initiative, das Weltaktionsprogramm Bildung für nachhaltige Entwicklung 015-2019 (WAP) in Hamburg unter Beteiligung interessierter Akteure umzusetzen und bis 2019 einen ktionsplan BNE für Hamburg zu entwickeln. Ziel ist eine Stärkung der nachhaltigen Entwicklung amburgs durch BNE sowie die aktive Mitwirkung in nationalen und internationalen Gremien des WAP und entsprechenden Bildungsforen.

In einer Drucksache an die Bürgerschaft stellte die Initiative ihre im Rahmen der UN-Dekade BNE geleistete Arbeit über die Integration von BNE in alle Bildungsbereiche vor.

Die Drucksache 21/5468 vom 02.08.2016 ist im Internet abrufbar.
www.buergerschaft-hh.de/ParlDok/vorgang/49207

Der Senat berichtet der Bürgerschaft in öffentlicher Sitzung des Europaausschusses am Dienstag, dem 24. Januar 2017, um 17:00 Uhr im Rathaus, Raum 151 unter TOP 1.

HHLN
Hamburg lernt Nachhaltigkeit (Bild: BSU/NR114)

Quellen: http://www.hamburg.de/nachhaltigkeitlernen/ http://www.hamburg.de/wap/

Neue Antragsrunde für Qualitätsentwicklung im außerschulischen Bereich

NUN-Zertifizierung

Noch bis zum 15. Februar können Anträge zur Zertifizierung im Bereich der außerschulischen BNE von Einzelpersonen oder
Institutionen in Hamburg eingereicht werden. Nach erfolgreichem Durchlaufen des mehrstufigen Verfahrens winkt ein Zertifikat und
eine Plakette für die Eingangstür – überreicht von einem Hamburger Senator oder Stellvertreter. Darüber hinaus gibt es kostenlose Fortbildungen und die Möglichkeit des gegenseitigen fachlichen Austauschs. Außerdem wird man in der  NUN-Zertifizierungsbroschüre und im Internet vorgestellt. Ein kostenloser NUN Flyer bietet weitere Werbemöglichkeiten.
Wer sich zunächst nur beraten lassen will, ob diese Qualitätsentwicklung für die eigenen Ziele geeignet ist, kann hier anfragen:
Ulrike Kusel, Hamburger Geschäftsstelle bei der S.O.F. Save Our Future – Umweltstiftung, Telefon: 040-226327774, nunzertifizierung@save-our-future.de
www.hamburg.de/verfahren-antrag/

Die Sustainable Development Goals (SDGs) in der Bildungsarbeit

http://newsletter.ewik.de/m/10707598/102198-c4b3b53c1b9ec99983d43677a3d9702f

Der Newsletter des Portals Globales Lernen Oktober 2016 verweist auf Unterrichtsmaterialien zu den Nachhaltigkeitszielen für die unterschiedlichsten Zielgruppen, stellt interessante Aktionen und Projekte zu den SDGs vor und will damit zu einer kritischen Auseinandersetzung mit den globalen Nachhaltigkeitszielen ermuntern.

Die globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) werden in den nächsten Jahren ein wichtiger Referenzrahmen für die entwicklungspolitische Arbeit sein. Dabei ist zentral, dass die 17 Ziele für alle Länder gelten. Auch Deutschland ist aufgefordert, die eigene Politik zu überprüfen und auf eine global gerechte, nachhaltige Entwicklung auszurichten.

Die Rolle von Bildung wird an vielen Stellen hervorgehoben. Ziel 4 fordert eine inklusive, gerechte und hochwertige Bildung sowie lebenslanges Lernen für alle. Bis 2030 soll zudem sichergestellt sein, dass alle Lernenden das Wissen und die Kompetenzen erhalten, die sie benötigen, um eine nachhaltige Welt mit zu gestalten. In den Worten Ban Ki-Moons: „Education must be transformative and bring shared values to life. It must cultivate an active care for the world and for those with whom we share it.“ (UN Global Education First Initiative)

Die SDGs betonen die Relevanz von Bildungsansätzen wie dem Globalen Lernen, Global Citizenship Education und Menschenrechtsbildung. Denn ein grundlegender Wandel, wie er für eine zukunftsfähige, global gerechte Lebens- und Wirtschaftsweise notwendig ist, gelingt nur dann, wenn er von vielen Menschen getragen wird. Von Menschen, die sich als Bürger_innen verstehen und die Fähigkeiten und den Mut haben, die Ursachen der gegenwärtigen Situation zu benennen und Gesellschaft und Politik – auch gegen Widerstände – zu verändern. Die SDGs sind damit ein Instrument, die strukturelle Verankerung und finanzielle Förderung des Globalen Lernens und unserer Arbeit einzufordern. Zugleich können und sollten sie aber auch dazu dienen, unsere Bildungsarbeit zu überprüfen und weiter zu entwickeln: Fördern wir wirklich transformative Lernprozesse? Tragen unsere Angebote zu Veränderungen in den Werte-, Denk- und Verhaltensmustern von Menschen bei? Gelingt es uns, eine inklusive Bildung zu gestalten, also alle Menschen zu erreichen?

Die VEN-Fachstelle Globales Lernen möchte diesen Fragen nachgehen und das transformative Potential des Globalen Lernens gemeinsam mit niedersächsischen Initiativen und Vereinen weiterentwickeln, um so auch zu einer Umsetzung der SDGs beizutragen.

Workshop: Bildung für nachhaltige Entwicklung und globales Lernen

Im Rahmen des Hamburger Ratschlags zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung
Freitag, 18. November 2016, 16.30 Uhr bis 19.00 Uhr, Hamburger Volkshochschule, Schanzenstraße 75-77, 20357 Hamburg

Moderation: Dr. Delia Schindler, Zukunftsrat Hamburg
Impuls: Robert Schreiber, Hamburger Bildungsagenda

4Ziel  4.  Inklusive,  gleichberechtigte  und  hochwertige  Bildung  gewährleisten  und Möglichkeiten lebenslangen Lernens für alle fördern Mit der UN-Agenda 2030 hat sich die Staatengemeinschaft auf die Umsetzung international  abgestimmter,  global,  national  und  lokal  orientierter  Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals – SDGs) verpflichtet.  Ziel ist eine Welt, in der wirtschaftliches Auskommen für alle einhergeht mit sozialem Zusammenhalt, dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen und guter Regierungsführung (good governance). Die 193 Unterzeichnerstaaten waren sich einig, dass nur durch  eine  zukunftsfähige  Transformation  der  Gesellschaft  den  wachsenden  Risiken schwerwiegender  Eingriffe  in  die  Umwelt,  der  weltweiten  Armut  und  mangelnden sozialen Gerechtigkeit sowie der Bedrohung durch Kriege, Terrorismus und politischer Instabilität entgegengewirkt werden kann.
Dabei  kommt  der  Bildung,  insbesondere  der  Bildung  für  nachhaltige  Entwicklung (BNE), eine wichtige Rolle zu. So hat die UNESCO 2014 ein BNE-Weltaktionsprogramm (WAP) verabschiedet, das nach Auslaufen der UN-Dekade BNE (2005 – 2014) zunächst für den Zeitraum 2015 – 2019 Geltung hat und einen zentralen Beitrag zur Umsetzung der  SDGs  leisten  soll.  Unter  dem  Motto  „Vom  Projekt  zur  Struktur“  zielt  es  auf Neuorientierung und weitere Qualitätsentwicklung von Bildung und Lernen, um allen Menschen zu ermöglichen, sich das Wissen, die Fähigkeiten, Werte, Einstellungen und Verhaltensweisen anzueignen, die für eine globale Zukunftsfähigkeit und für die dafür erforderlichen  Transformationsprozesse  nötig  sind.  Die  Global-Education-First-Initiative des Generalsekretärs der Vereinten Nationen stellt dazu fest: „Für Bildung ist es nicht ausreichend, Individuen hervorzubringen, die lesen, schreiben und rechnen können.  Bildung muss transformativ  sein  und  gemeinsame  Werte  ins Leben tragen. Sie muss aktive Fürsorge für die Welt und für die, mit der wir sie teilen, kultivieren. Bildung  muss  für  die  Beantwortung  der  großen  Herausforderungen,  vor  denen  wir stehen, Bedeutung haben.“

Die  erforderlichen  Umstellungen,  die  hinsichtlich  Form,  Inhalt  und  Verlauf  vielfach noch gar nicht klar sind, werden in jedem Fall konfliktreich sein und erfordern eine Kultur  des  Aushandelns,  die  weitgehend  noch  erlernt  werden  muss.  Das  gilt  insbesondere  hinsichtlich  der  Auseinandersetzung  allseits  vorherrschender  Wachstumsziele mit den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030.

Die  Umsetzung  der  Agenda  2030  wird  national  eng  mit  der  Neugestaltung  der Nationalen Nachhaltigkeitsstrategie als Leitfaden für Regierungshandeln verknüpft. Da die verfassungsrechtliche Zuständigkeit für Bildung ganz weitgehend bei den Ländern liegt,  kommt  in  diesem  wie  in  einigen  anderen  Politikbereichen  auf  die  Freie  und Hansestadt Hamburg eine große Herausforderung zu. Die in der Vergangenheit bereits angestoßenen Transformationsprozesse müssen verstärkt und in die Breite getragen werden. Da Hamburg noch nicht über eine eigene, legislaturunabhängige Nachhaltigkeitsstrategie  verfügt  wie  andere  Bundesländer,  muss  darüber  gesprochen  werden, wie  das  Nachhaltigkeitsziel  4,  inklusive  und  hochwertige  Bildung  zu  gewährleiten, erreicht werden kann. Dabei steht für den Workshop das Teilziel 4.7 im Mittelpunkt: „Bis  2030  sicherstellen,  dass  alle  Lernenden  die  notwendigen  Kenntnisse  und Qualifikationen  zur  Förderung  nachhaltiger  Entwicklung  erwerben,  unter  anderem durch Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit, Weltbürgerschaft  und  die  Wertschätzung  kultureller  Vielfalt  und  des  Beitrags  der Kultur zu nachhaltiger Entwicklung.“
Der  Erfolg  der  für  die  Zielerreichung  notwendigen  Anstrengungen  wird  maßgeblich davon  abhängen,  wie  wirkungsvoll  die  verantwortlichen  stakeholder  Regierung, Zivilgesellschaft,  Wirtschaft  und  Wissenschaft  in  der  Wahrnehmung  ihrer  jeweiligen Aufgaben für eine zukunftsfähige Entwicklung zusammenarbeiten.  Um die Gestaltung dieses Prozesses im Bereich der Bildung geht es in dem Workshop „Bildung für nachhaltige Entwicklung und globales Lernen“. Dabei stehen drei Themen im Mittelpunkt:

  1. LehrerInnenbildung und Professionalisierung von MultiplikatorInnen
  2. Berücksichtigung der Empfehlungen des Orientierungsrahmens Globale Entwicklung und Kooperation mit NROs bei anstehender Überarbeitung der Bildungspläne
  3. Angebote  und  Finanzierung  öffentlicher  Fortbildungsveranstaltungen  zu  einer gesellschaftlichen Transformation im Sinne der Agenda 2030.  Es  geht  dabei  um  das  „Was“  (Inhalte,  Schwerpunktsetzungen)  aber  mindestens ebenso sehr um das „Wie“ (Ansatzpunkte, Verantwortlichkeiten, Vorgehen).

Wichtige Links

Hamburger Ratschlag zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

ratschlagDie Zukunft, die wir wollen – das Hamburg, das wir brauchen –

Hamburger Ratschlag zur
Umsetzung der UN-Agenda 2030
für nachhaltige Entwicklung

Freitag, den 18. November 2016
15.30 Uhr bis 21.00 Uhr
Hamburger Volkshochschule, Schanzenstraße 75-77, 20357 Hamburg

Der Marie-Schlei-Verein, das Eine Welt Netzwerk Hamburg, die W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik und der Zukunftsrat Hamburg laden ein:  einladung-ratschlag-agenda2030_final

Was muss Hamburg tun, um die Nachhaltigkeitsziele (SDG) der Agenda umzusetzen?

15.30 Uhr  Begrüßung Prof. Dr. h.c. Christa Randzio-Plath, Marie-Schlei-Verein
Einführung Thilo Hoppe, MdB a.D., Brot für die Welt

16.30 Uhr  Fünf parallele Werkstattgespräche zu den SDG-Querschnittsthemen
(Vorschläge aus den unterschiedlichen Perspektiven zu diesen Themen finden sich auf den folgenden Seiten)

19.00 Uhr  Abschlussrunde im Plenum

  • Gemeinsame Forderungen und Handlungsfelder zur Umsetzung der UN-Agenda 2030 in Hamburg durch die Hamburger Politik.
    Moderation: Karin Heuer, Heinrich-Böll-Stiftung

Anmeldungen  bitte  an  Bianca  Percic  (EWNW)  mit  Angabe  des bevorzugten Workshops: bianca.percic@ewnw.de

Die Veranstaltung wird finanziell unterstützt von der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Links und weiterführende Informationen

  • UN-Agenda 2030 (deutsch)
  • Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung; Stellungnahme der Zivilgesellschaft